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Datum: 14.08.2008Stadt: Basel [CH]




Nachdem das Urgestein IRON MAIDEN bereits vor ein paar Jahren die erste ‘Retro’-Tour im Zeichen der alten Alben absolviert hat, kündigte sich letztes Jahr nach der in erster Linie der aktuellen Veröffentlichung, „A Matter Of Life And Death”, gewidmeten letzten Tour erneut ein Blick in die Vergangenheit an. Der nächste Abschnitt setzt somit chronologisch schlüssig mit „Powerslave“, „Somewhere In Time“ und „Seventh Son Of A Seventh Son“ die Reise fort und wird unter dem Tourmotto „Somewhere Back In Time“ präsentiert. Im Zuge dieser Tour haben die Eisernen Jungfrauen inzwischen fast die komplette Welt bereist, was vor allen Dingen dadurch zu bewältigen ist, da Sänger Bruce Dickinson ausgebildeter Pilot ist und somit Band als auch Equipment bequem im eigens für IRON MAIDEN umgebauten Flugzeug von Veranstaltungsort zu Veranstaltungsort steuern kann. Ziel dieser Reise sollte am 14. August erfreulicherweise auch die St. Jakobshalle in Basel sein, wodurch dieses Konzert zudem den ersten Auftritt der englischen Band in der Nordschweiz seit über zehn Jahren darstellen sollte.

Schon bei der Fahrt durch die Baseler Innenstadt zeigt sich die Popularität der Band ganz gewaltig, denn an jeder Straßenecke und in nahezu jeder Straßenbahn sind die Shirts von IRON MAIDEN auszumachen, während sich die St. Jakobshalle und die Gegend um den Gebäudekomplex bereits fest in der Hand der Fans befinden. Die Halle an sich präsentiert sich hingegen als ziemlich schmucklose und funktionsorientierte Angelegenheit, die vielleicht ganz gut zum Retro-Faktor der Tour passt, aber nicht wirklich gemütliche Atmosphäre ausstrahlt. Noch ungemütlicher wird es jedoch, wenn man einen Blick auf das zugegebenermaßen ziemlich gelungene Merchandise wirft, denn da bleibt einem schlichtweg die Spucke weg: Waren die bedruckten Leibchen schon während der letzten Tour alles andere als preiswert, so wird mit 60 Franken, also ungefähr 40 Euro, für ein ganz normales Shirt sämtlichen Fässern der Boden ausgeschlagen; und von Kapuzenpullis oder dem Fußball-Shirt der Band für ‚schlappe' 160 Franken fangen wir lieber erst gar nicht an. Sorry, so musikalisch genial diese Band nach wie vor ist, aber das ist einfach nur eine riesengroße Sauerei.

Nach dieser bitteren Pille heißt es jedoch, sich mitten ins Geschehen zu stürzen, das mit LAUREN HARRIS pünktlich um 19 Uhr eröffnet wird. Nachdem IRON MAIDEN in der Vergangenheit oft bereits bekannte oder aufstrebende Bands verpflichten konnten – man denke nur an ANTHRAX oder TRIVIUM –, wird ziemlich schnell klar, warum die zierliche Britin wohl in erster Linie den Abend eröffnen darf, schließlich handelt es sich bei dem Mädel um die Tochter von IRON MAIDEN-Tieftöner Steve Harris. Da können auch ein riesiges Backdrop und eine weitgehend spielfreudige Band nicht großartig nachhelfen, denn wenn der Nachname und der bekannte Papa nicht wären, dann würde der Auftritt von LAUREN HARRIS sicherlich keinen Menschen interessieren. Geboten wird erträgliche 25 Minuten lang belangloser bis durchschnittlicher Hard Rock mit bereits tausendfach gehörten und ausgelutschten Gitarrenriffs ohne großen Tiefgang und einer bestenfalls durchschnittlichen Gesangsleistung der Engländerin, die einige Songs ihres Debüts „Calm Before The Storm“ vorstellen darf. Von Sturm kann jedenfalls nicht die Rede sein, eher von einem lauen Lüftchen, aber trotzdem gibt es nach dem kurzen Auftritt artigen Applaus und die Gewissheit, dass sowieso keiner wegen LAUREN HARRIS nach Basel gekommen ist und der Abend jetzt richtig losgehen kann.




Gute 35 Minuten später sieht das Bild dann gänzlich anders aus, denn inzwischen hat sich die Halle außerordentlich gut gefüllt, wobei angenehmerweise immer noch genügend Freiraum vorhanden ist, sodass die St. Jakobshalle sich nicht als Sardinenbüchse herausstellt. Um 20 Uhr geht das Licht aus und ein ohrenbetäubendes Fest nimmt seinen Lauf, das IRON MAIDEN sichtlich genießen, zumal sie mit „Aces High“ einen furiosen Start erwischen. Falsch machen kann die Band sowieso nichts mit der zu erwartenden Setlist, die seit Wochen und Monaten im Internet kursiert und sich erwartungsgemäß auch nicht von den anderen Konzerten dieser Tour unterscheidet, was mit dem logistischen Aufwand, den aufeinander abgestimmten Effekten sowie den sich ständig ändernden und visuell den jeweiligen Songs angepassten Backdrops zu entschuldigen ist. Bruce Dickinson präsentiert sich erneut als wahrer Entertainer, der gut gelaunt eine Anekdote nach der anderen aus dem Ärmel zaubert, ohne Ende gute Laune versprüht [„Scrrrrrrream for me Basel!“] und wahnsinnig agil über die Bühne fegt, sich dabei aber stimmlich völlig auf der Höhe präsentiert. Da werden dann mal augenzwinkernde Seitenhiebe auf die sich im Bereich der Sitzplätze befindlichen Fans – vor allem im hinteren Drittel der Halle – losgelassen, während der Innenraum zu den Songs abgeht wie Nachbars Lumpi, die Band gebührend abfeiert und textsicher die Refrains mitbrüllt. Kein Wunder also, dass Bruce verschmitzt anmerkt, dass doch bitte alle beim nächsten Auftritt von IRON MAIDEN zusätzlich einen Freund mitbringen sollen, denn dann könne man sich ja genauso gut ganz gepflegt und vereint im direkt neben der Halle befindlichen Fußballstadion ausbreiten und austoben.




Die Setlist an sich enthält einen Klassiker nach dem anderen, sodass „2 Minutes To Midnight“ ein erstes Highlight darstellt, während mit „Revelations“ und „The Trooper“, natürlich mit Bruce in Uniform und geschwungenem Union Jack, ein Blick zurück zu „Piece Of Mind“ gewagt wird. „Wasted Years“ wird selbstverständlich stürmisch bejubelt und von der Band perfekt auf den Punkt gebracht, während „Can I Play With Madness“ eher zu den schwächeren, aber immer noch guten Songs gehört und gerne durch ewige Hits wie „Infinite Dreams“, „Caught Somewhere In Time“ oder „Stranger In A Strange Land“ hätte vertreten werden können. Dafür markiert das epische, auf der Vorlage von Samuel Taylor Coleridge basierende und von Dickinson mit „Don’t mess with a bird that shits on your head’ angekündigte „The Rime Of The Ancient Mariner“ einen absoluten Höhepunkt des Auftritts und lässt keinerlei Fragen offen, denn das Gebotene ist schlicht und einfach gigantisch. Unterstützt durch diverse pyrotechnische Effekte kommen danach das zum Mitsingen geradezu prädestinierte „Heaven Can Wait“ und die Hymne „Fear Of The Dark“ zum Zuge, wobei gerade letzteres Lied natürlich gespielt werden muss und lautstark von den Fans begleitet wird, obwohl es an und für sich das Motto der Tour chronologisch gekonnt unterwandert. Als Ausgleich gibt es dann mit „Iron Maiden“ und dem animierten Mumien-Eddie im Hintergrund einen Klassiker aus den Anfangstagen, bei dem sich die drei Gitarristen gehörig austoben können, während Steve Harris wie immer mit seinem charakteristischen Bass-Spiel am Bühnenrand punkten kann. Die Zeit vergeht wie im Fluge, sodass sich der Abend allmählich seinem Ende nähert, aber davor gibt es im Zugabenblock noch „Moonchild“, „The Claivoyant“ und das überwältigende „Hallowed Be Thy Name“, während dem der riesige „Somewhere In Time“-Eddie über die Bühne staksen und sich mit der Band ‚anlegen’ darf, ehe der ganze Spuk dann leider vorbei ist. IRON MAIDEN lassen sich zu Recht und ohrenbetäubend bejubeln und verabschieden sich grinsend, aber spätestens seit der Ansage des Sängers, dass die Band erst durch die Fans, und nur durch diese, überhaupt zu etwas Speziellem gemacht werde, hat dieser sowieso jeden einzelnen Menschen in der St. Jakobshalle für sich gewonnen. Und diese verzeihen es der Band somit auch, dass trotz laut schallender Rufe nach einer Zugabe nichts mehr passiert, sondern das Licht angeht und der Heimweg in Angriff genommen wird.




Fazit: IRON MAIDEN präsentieren mit ihrer „Somewhere Back In Time“-Tour eine göttliche Veranstaltung der Extraklasse, bei der nicht gekleckert, sondern ganz gewaltig geklotzt wird, dass es eine wahre Freude ist. Meiner Meinung nach hätten gerne noch mehr Songs aus der Zeit von „Somewhere In Time“ vertreten sein können, aber bekanntlich kann man es niemals allen Leuten gleichzeitig recht machen, zumal die Setlist der insgesamt zweistündigen Show unter dem Strich ein wahres Feuerwerk an Hits beinhaltete und etliche Lieder vertreten waren, die ein Großteil der Anwesenden sicherlich noch nie live erleben durfte. Hinzu kommt noch eine für ihr Alter absolut spielfreudige und überaus agile Band, die so manche junge Truppe nach wie vor in den Schatten stellt, sodass es am Konzert von IRON MAIDEN in Basel rein musikalisch absolut nichts auszusetzen gibt, womit auch die 60 Euro für das Ticket völlig gerechtfertigt sind. Die horrenden Wucherpreise in Sachen Merchandise wurden bereits eingangs erwähnt und sollten zum Nachdenken anregen, aber solange eine Nachfrage besteht und diese Preise ohne Murren gezahlt werden, wird sich an dieser Situation auch nichts ändern… Jetzt gilt es allerdings, sich auf das im Laufe des Abends angekündigte neue Studiowerk von IRON MAIDEN zu freuen, und natürlich auch auf die damit verbundenen Konzerte, denn diese Band ist live immer wieder eine Offenbarung.

Setlist:

01. Intro – Churchill’s Speech
02. Aces High
03. 2 Minutes To Midnight
04. Revelations
05. The Trooper
06. Wasted Years
07. The Number Of The Beast
08. Can I Play With Madness
09. Rime Of The Ancient Mariner
10. Powerslave
11. Heaven Can Wait
12. Run To The Hills
13. Fear Of The Dark
14. Iron Maiden
15. Moonchild
16. The Clairvoyant
17. Hallowed Be Thy Name


soulsatzero; Fotos: sk

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 16.08.2008 | 17:21 Uhr
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