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Datum: 20.04.2008Stadt: Karlsruhe



Es ist schon erstaunlich, wie populär Post Rock in all seinen Ausprägungen geworden ist. Etliche neue Bands, wie beispielsweise LONG DISTANCE CALLING, sind auf der Bildfläche erschienen, während ein paar alte Haudegen inzwischen dem Underground-Status entwachsen sind. Dies trifft auch auf die US-Amerikaner ISIS zu, die sich schon seit einer halben Ewigkeit in der Szene tummeln und vor allem mit ihren letzten beiden Alben „Panopticon“ und „In The Absence Of Truth“ ganz gewaltig punkten konnten. Kein Wunder also, dass das Karlsruher Substage das ‚Ausverkauft’-Schild am Eingang aufhängen musste und dass die Halle somit zum Bersten voll war beziehungsweise einige ohne Ticket angereiste Fans unverrichteter Dinge wieder abreisen mussten. Mit am Start waren zudem noch die Neuseeländer JAKOB und die US-Amerikaner THE AUSTERITY PROGRAM, die den Konzertabend eröffnen sollten. [soulsatzero]

.: JAKOB :.
Leider ging den anwesenden Redakteuren jedoch der Auftritt der talentierten Post-Rocker JAKOB aufgrund der widrigen Verkehrverhältnisse – unter anderem wegen der langen Rückreise vom niederländischen Roadburn Festival – durch die Lappen. Der Fairness halber sollte allerdings festgehalten werden, dass die rein instrumental agierenden Kiwis Augenzeugenberichten zufolge einen insgesamt stimmungsvollen und überzeugenden Auftritt im Substage ablieferten, der bereits nach einer halben Stunde sein Ende fand. Somit bleibt leider auch die Frage immer noch offen, warum sich viele Bands eigentlich JAKOB, KNUT, BORIS oder ähnlich nennen und ob der Grund dafür mangelnder Einfallsreichtum ist oder ob ein tieferer Sinn dahinter steht. [soulsatzero]

.: THE AUSTERITY PROGRAM :.
Um 21.15 Uhr legten dann THE AUSTERIY PROGRAM los und sorgten erst einmal für Verwirrung. Was auf MySpace zwar sperrig und verkopft, aber beileibe nicht schlecht klang, wollte live irgendwie nicht richtig funktionieren. Zu sehr stand der Drum Computer im Vordergrund, der zu allem Überfluss auch noch viel zu laut abgemischt wurde, sodass Thad Calabrese am Tieftöner und Sänger/Gitarrist Justin Foley oft im lauten und eindimensional scheppernden Geboller des maschinellen Bandmitglieds untergingen. Die New Yorker, die sich selbst als Punk Band bezeichnen, streuten in ihre – nicht nur wegen des Drum Computers – sehr an GODFLESH erinnernde Mucke immer wieder brachiale Parts mit einfachen, aber wuchtigen Riffs ein, die auch jeweils den Höhepunkt der Songs darstellten und gerade dann aufhorchen ließen. Der Großteil der Lieder, die mit solch kryptischen Bezeichnungen wie „Song 11“ oder „Song 17B“ versehen sind, wollte hingegen nicht richtig zünden, sodass sie verpufften, ohne einen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen zu können. Zumindest die Zuschauer der ersten paar Reihen schienen dies anders zu sehen, da die Songs zwar nicht frenetisch, aber dennoch anerkennend mit Beifall bedacht wurden. Alles in allem hat mich die konfuse halbe Stunde mit THE AUSTERITY PROGRAM jedoch nicht wirklich vom Hocker hauen können. Zeit für den Headliner des Abends! [soulsatzero]

.: ISIS :.
Nach einer, durch allerlei abstruse Sounds aus der Konserve überbrückten, Umbaupause untermauerten die mittlerweile in Kalifornien angesiedelten ISIS in atmosphärisch unglaublich dichten eineinviertel Stunden ihre absolute Ausnahmestellung in der Post Rock/Metal-Szene. Spätestens seit den letzten drei Alben gilt die Band nach ihrer anfänglich noch etwas härteren Post Hardcore-Phase als Referenzgröße für nicht enden wollende Wellen von Nachahmerbands. Kein Wunder also, dass die Setlist sich auf dieses ‚Triumvirat’ konzentrierte und man mit dem grandiosen „Dulcinea“ von der bis dato letzten Scheibe „In The Absence Of Truth“ einen perfekten Einstand in das Konzert im Substage fand. Bereits bei diesem mitreißenden Stück wurde deutlich, wie sehr ISIS ihren von hypnotischer Klimaxbildung bis hin zu energischen Ausbrüchen gekennzeichneten Stil im Laufe der Zeit immer mehr perfektioniert haben. Mit „Not In Rivers, But In Drops“ sowie „Holy Tears“ wurde dem aktuellen Album im Laufe des Abends noch zwei weitere Male ausreichend Tribut gezollt. Der Vorgänger, das über alle Zweifel erhabene 2004er Epos „Panopticon“ schaffte es dagegen leider nur mit zwei Vertretern [„So Did We“ und „In Fiction“] auf die badische Bühne. Erfreulicherweise beglückten die Amis das Publikum auch mit einem etwas brachialeren Song aus der frühen Phase der Bandhistorie: Bei „Gentle Time“ vom Debütalbum „Celestial“ wehten in den vorderen Reihen so einige Matten und auch auf der Bühne legten Aaron Turner und seine Kollegen ordentlich los. Apropos Turner. Dieser – wie auch der Rest der Truppe – glänzte wie immer durch ein Minimum an Interaktion mit dem Publikum, was den Anwesenden immerhin heuchlerisches Getue à la „The best crowd we’ve ever had!“ ersparte. Im Vergleich zu vergangen Auftritten scheint sich der Sänger/Gitarrist zumindest jedoch ein wenig ‚gebessert’ zu haben und bedankte sich ab und an artig für die tosenden Beifallsbekundungen. Eben jene wollten nach genau einer Stunde – und dem ISIS’schen Abgang in den Backstage-Bereich – im Anschluss an „The Beginning And The End“ nicht enden und so konnte die Gruppe schlussendlich noch zu zwei Zugaben bewegt werden. Während es in Form von „Hive Destruction“ von der 1998er „Mosquito Control“ EP erst ordentlich auf die Mütze gab, bildete das schön melancholische „Carry“ vom „Oceanic“-Album danach den Abschluss einer absolut erinnerungswürdigen Show. [sk]



Durch den netten Querschnitt aus zehn Jahren Bandgeschichte dürfte mit Sicherheit jeder ISIS-Freund, sei es nun aus älteren Tagen oder erst seit kürzerer Zeit, auf seine Kosten gekommen sein, wobei die jüngeren Veröffentlichungen logischerweise den Hauptanteil des Sets ausmachten. Dem stattlichen Pulk um den üppig bestückten Merchandise-Stand nach zu urteilen, waren jedenfalls nicht nur die Metalnews-Rezensenten vom Auftritt der Band restlos begeistert. Ein abschließender Dank gilt zuletzt dem Team von Mount Caldera, das es geschafft hat, ISIS wieder einmal ins Substage zu lotsen. [sk]

Bilder: Mount Caldera [Flyer], Southern Records [Isis/Band]

sk, soulsatzero

Autor: Sebastian König [sk] | 21.04.2008 | 21:03 Uhr
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