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Datum: 25.02.2009Stadt: Bamberg



Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus und so war bei mir und sicherlich nicht eben wenigen anderen Metalbegeisterten in Franken die Vorfreude auf das Gastspiel bzw. den Zwischenstopp des „Priest Feast“-Metaltreks in Bamberg entsprechend groß gewesen. Bislang hatte ich JUDAS PRIEST doch noch nie in Originalbesetzung live begutachten dürfen, sondern jeweils nur die einzelnen Teile nach dem damaligen offiziellen Split von Rob Halford: zunächst die Restband mit Halford-Ersatz „Ripper“ Owens im Rahmen ihrer „Demolition“-Tour anno 1998, unweit von Bamberg, nämlich seinerzeit in der Fürther Stadthalle, sowie zwei Jahre darauf dann den Metal God himself zusammen mitsamt HALFORD-Band im Schweizer Pratteln bei Basel auf seiner „Resurrection“-Welttournee; deshalb freute es mich nun besonders, die Metal-Dinos endlich wiedervereint genießen zu können.
Doch eins nach dem anderen, galt es doch zunächst, die Aufmerksamkeit dem mit den Thrash-Titanen TESTAMENT und MEGADETH nicht minder hochkarätig besetzten Rahmenprogramm zu widmen:

Erstere allerdings habe ich selbst zwar aufgrund regulärer Arbeitstätigkeit komplett verpasst, im Gegensatz zum pünktlich vor Ort anwesenden, geschätzten Kollegen „Metalviech“ Thomas:

.: TESTAMENT:.
Wie bereits die Größe der Logos auf dem zugehörigen Tour-Plakat nahe legt, haben TESTAMENT heute die mehr oder minder undankbare Aufgabe, als erste Band den Abend zu eröffnen – undankbar allerdings keineswegs, weil nicht genug Fans anwesend wären oder die Formation nicht ins Billing passen würde, sondern schlicht und einfach weil die angesetzten 30 Minuten Spielzeit den Mannen um Chuck Billy nicht annährend gerecht werden. Nahezu pünktlich zum geplanten Beginn ertönt als Intro „For The Glory Of…“ vom Band und TESTAMENT eröffnen ihr Set in atemberaubendem Tempo mit „Over The Wall“. Bereits hier zeigt sich: Soundmäßig ist beim Gig der Bay Area-Legende alles weitgehend im Lot, einzig Gitarrist Eric Peterson geht ein wenig unter. Auch beim folgenden „Into The Pit“ präsentieren alle Musiker sich in Topform und „Souls Of Black“ wird von Bassist Greg Christian gar auf Deutsch angesagt – sehr zur Freude der Fans. Über die gesamten 30 Minuten zeigen sich TESTAMENT äußerst spielfreudig und machen dank wenigen Redens und viel Musik das Beste aus ihrer begrenzten Spielzeit. Die logischerweise recht kurze Setlist enthält dabei neben den obligatorischen Klassikern auch das wichtigste aus der jüngeren TESTAMENT-Schaffensphase, einzig das doomige „3 Days In Darkness“ wirkt etwas zäh und deplaziert und hätte bei so wenig Zeit vielleicht durch eine andere Nummer ersetzt werden dürfen. Egal, TESTAMENT wissen sowohl in Sachen Sound als auch Motivation voll zu überzeugen. [metalviech]


.: MEGADETH :.
Dave Mustaine und MEGADETH stecken schon mitten in „Sleepwalker“ vom aktuellen „United Abominations“-Album, als ich endlich den Innenraum der JAKO-Arena entere, nahtlos gefolgt von „Black Friday“, einem ihrer „Peace Sells...“-Klassiker, die ich allerdings beide nicht so recht wertschätzen kann, weil ich zügig bzw.eher hektisch versuchen muss, noch schnell ein paar Fotos zu schießen, denn das ist ausschließlich während der ersten beiden Songs und dann auch nur ohne Blitz gestattet...


Nun aber flugs raus aus dem Fotograben, denn Megadave und seine Mannen sind [vor schlicht schwarzem Backdrop nur mit großem silbernen MEGADETH-Schriftzug] offenbar nicht allzu schlechter Dinge und der rotblonde Lockenkopf gibt gleich mal zu Beginn die Marschrichtung vor: man habe nicht allzu viel Zeit, deshalb werde er heute auch ganz bewusst nicht viele Worte machen, sondern lieber spielen! Klingt nicht verkehrt und dementsprechend bekommt Bamberg ab hier von Amerikas sicherlich am Besten aussehender Thrash-Kapelle nacheinander „A Tout Le Monde“ von der 1994er „Youthanasia“, das aktuelle „Washington Is Next!“, „In My Darkest Hour“ [von "So Far, So Good..."], das vom aktuellen Drummer Shawn Drover gekonnt mit Doublebass aufgepimpt wird, und natürlich den „Countdown To Extinction“-Überhit „Symphony Of Destruction“ um die Lauscher geballert.
Der Sound geht ziemlich in Ordnung, ist allerdings etwas verhallt und James Lomenzos [ex-WHITE LION, was 'ne Karriere, Leute!] Bass ist gegenüber den Mustaine-Riffs deutlich zu dominant.
„Skin O' My Teeth“ widmet Mr. Mustaine seinem Zahnarzt, bevor nach „Hangar 18“ und „Peace Sells“ erstmal die obligatorische Künstlerpause kommt.


Allzu lange lassen sich MEGADETH [sicherlich nicht zuletzt wegen des eng gesteckten Zeitrahmens] dann allerdings nicht bitten und beenden mit „Holy Wars“ und den wohlmeinenden Worte von Mastermind Dave Mustaine [das konnte er sich als geläuterter und wiedergeborener Christ wohl schlecht verkneifen]: „Passt auf Euch auf, Gott schütze Euch! Ihr wart großartig und wir waren MEGADETH!“ ihr knackig-knappes Set.


.: JUDAS PRIEST :.
Nach nicht allzu langem Umbau dann der Moment, auf den nicht wenige sehnsüchtig hatten warten müssen: die Veteranen des britischen Schwermetalls, JUDAS PRIEST, zusammen mit der Grande Dame des Screaming Heavy Metal, dem zwar selbsternannten, aber doch einzig wahren Metal God: Rob Halford.
Vor einem riesigen „Nostradamus“-Backdrop [der übrigens bei fast jedem Song von einem anderen Design ersetzt wird] mit beweglichen Augen steht eine Burg-ähnliche Bühnenkonstruktion mit zwei Türmen und dem in der Mitte thronenden, alles überragenden Drumkit von Scott Travis.


Donnernde Riffs und Drums setzen ein, bevor auf dem linken Turm, in einen seltsamen, silbernen, Feuerwehrmann-artigen Mantel gehüllt, Mr. Rob Halford den Titeltrack der „Nostradamus“-Scheibe intoniert.
Das genannte Outfit von Halford wird bereits zum folgenden „Metal Gods“ gewechselt [wie übrigens ab sofort bei eigentlich jedem Song] und gegen ein noch seltsameres getauscht, das in Kombination mit einer komischen Kappe doch irgendwie an die gute, alte CHER erinnert, während die restliche Band es bei der bewährt-bunten, ledernen Bühnenmontur belässt.
Doch genug der Blasphemie, ein Metal God kann schließlich alles tragen und da wirkt auch sein etwas hüftsteif aufgeführter Robot Dance, der entfernt auch als Ententanz-Variante durchgehen könnte, nur ganz kurz amüsant, denn Rob Halford stellt gleich anschließend traditionell klar: „It's 2009 – and the PRIEST is back! Are you ready for some PRIEST-style Heavy Metal?“

Aber hallo! ist Bamberg bereit! „Eat Me Alive“ von „Defenders Of The Faith“ rockt wie 1984 die Halle, die Snare-Schläge von Scott Travis klingen scharf wie Peitschenhiebe, der unverwüstliche Glenn Tipton, sein scheinbar ewig junges, drahtiges Alter Ego K.K. Downing und der sich, wie immer, sehr im Hintergrund haltende Basser Ian Hill schwenken perfekt synchronisiert die Gitarrenhälse zu „Between The Hammer And The Anvil“, während Rob Halford unterdessen mühevoll nacheinander die genannten Bühnentürme erklimmt und dort jeweils eine rote Flagge mit dem PRIEST-Symbol erst schwenkt und dann aufpflanzt.
Zu „Devil's Child“ von „Screaming For Vengeance“ gewandet sich der Metal God in seinen schweren, nietenstarrenden Ledermantel, der ihm heute Abend letzlich auch am Allerbesten steht.
Ein bisschen fülliger um die Hüften scheint Mr. Halford [wie seine Klientel ja auch] zwar geworden zu sein und die ganz hohen Screams und seine charakteristische Kopfstimme bekommt er anno 2009 nicht mehr wirklich fehlerfrei hin [bzw. er lässt sie ganz einfach komplett weg], aber wer will das einem wandelnden Metal God bzw. dieser sonst doch relativ in Würde gealterten Diva ernsthaft vorwerfen?!
Natürlich darf „Breaking The Law“ [von Halford wie immer angekündigt mit: „Breaking The...What?“] ebenso wenig fehlen wie „Hell Patrol“, die beide lautstark vom Publikum mitgegrölt werden.
Nach soviel Enthusiasmus auf beiden Seiten hat sich der bereits recht verausgabte Sänger eine kleine Verschnaufpause verdient und singt „[Messenger Of] Death“ von „Nostradamus“ auf einer Art Thron, auf dem er sitzend, von einem Mönchskutten-tragenden Roadie auf die Bühne gerollt wird.
Drummer Scott Travis langweilt sich v.a. bei den langsameren Stücken sichtlich und unterhält das Publikum dafür posermäßig mit Drumstick-Wirbeln und -Hochwerfen, greift dabei allerdings auch so manches Mal daneben. Egal, denn es folgt noch „Angel“ vom 2005er Comebackalbum der Priester, bevor zu „Electric Eye“ ein entsprechender Augen-Backdrop enthüllt wird und der Metal God zu „Rock Hard, Ride Free“ das erste Mitsingspielchen auspackt.
Mit „Sinner“ kommt im Anschluss, sehr zur Freude der anwesenden Old-School-Fans, die v.a. durch schütteres Haar und Bauchansatz beeindrucken, ein echter Oldie von 1977 [„Sin After Sin“] zum Einsatz, bevor Scott Travis dann endlich demonstrieren darf, was er an seiner Schießbude eigentlich so drauf hat und „Painkiller“ mit einem druckvoll-donnernden Schlagzeugsolo einläutet, was mit allerorts heftigem Headbanging und Publikumschören belohnt wird.
Es folgt die obligatorische Pause bis nach drängendem „Priest! Priest! Priest!“-Skandieren endlich das vertraute Harley-Röhren ertönt und der Metal God auf dem bekannten, chromblitzenden Boliden sitzend, mit Ledermütze passenderweise den Evergreen „Hell Bent For Leather“ zum Besten gibt. Der nächste All-Time-Fave folgt auf dem Fuße mit dem überlangen „The Green Manalishi [With The Two-Pronged Crown]“, bevor Rob Halford das Volk mit dem bereits von der 1987er „Priest...Live!“-Scheibe bestens bekannten Mitsingspiel in unnachahmlicher Weise [für ihn zum vermutlich gefühlt 25.000. Male] animiert und die ganze JAKO-Arena wie aus einer Kehle: „Whoohohohohoyeah!“ und so weiter mitplärrt, bis der Metal God sich mit der Gesangsleistung des mittelfränkischen Mobs endlich zufrieden gibt.
Mit dem großartigen „You've Got Another Thing Comin'“ beschließen PRIEST gebührend einen mehr als gelungenen Auftritt und verabschieden sich unter langanhaltendem, frenetischem Applaus und unter Drumstick- bzw. Plektrengewerfe von der Bühne. Weitere Zugabenwünsche werden bedauerlicherweise von der sofort einsetzenden Komplettbeleuchtung der Halle und Musik vom Band bereits im Keim erstickt...

„Turbo Lover“, „Beneath The Realms Of Death“ und so manche andere Perle hat mir persönlich zwar ein bisschen gefehlt, aber angesichts des absolvierten, respektablen Abendpensums dieser wirklich nicht mehr jugendlichen Band und eines derartig umfangreichen Backkatalogs bzw. Hitarchivs wird sich vermutlich immer ein Nörgler finden, dem auch noch ein Tour-T-Shirt für 30 Euro oder gar Kapuzenshirts für 60 Euro etwas zu teuer waren...

Setlist TESTAMENT:

Over The Wall
Into The Pit
Souls Of Black
More Than Meets The Eye
D.N.R. [Do Not Resucitate]
3 Days In Darkness
Practice What You Preach
The Formation Of Damnation

dkay

Autor: Dirk Konz [dkay] | 09.03.2009 | 21:04 Uhr
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