.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Reviews von Judas Priest, etc.
CD Review: Judas Priest - Redeemer Of Souls

Judas Priest
Redeemer Of Souls


Heavy Metal, NwobHM
5.5 von 7 Punkten
"Zurück zum Stahl"
CD Review: Judas Priest - Screaming For Vengeance [Special 30th Anniversary Edition]

Judas Priest
Screaming For Vengeance [Special 30th Anniversary Edition]


Heavy Metal, NwobHM
Keine Wertung
"Jubiläumsausgabe"
CD Review: Judas Priest - British Steel - 30th Anniversary Edition [CD & DVD]

Judas Priest
British Steel - 30th Anniversary Edition [CD & DVD]


Heavy Metal
Keine Wertung
"Verdientes Lifting nach 30 Jahren"
CD Review: Judas Priest - A Touch Of Evil [Live]

Judas Priest
A Touch Of Evil [Live]


Heavy Metal
Keine Wertung
"Amtliche Sammlung von Live-Raritäten"
CD Review: Thin Lizzy - Still Dangerous [Live At The Tower Theatre Philadelphia 1977]

Thin Lizzy
Still Dangerous [Live At The Tower Theatre Philadelphia 1977]


Hard Rock, Rock
Keine Wertung
"Gute Zeiten in Rock"
Mehr aus den Genres
CD Review: Stryper - No More Hell To Pay

Stryper
No More Hell To Pay


Hard Rock, Heavy Metal
5 von 7 Punkten
"Jesus weiß, wie man 'ne Party feiert"
CD Review: Ice Vinland - Masters Of The Sea [Re-Release]

Ice Vinland
Masters Of The Sea [Re-Release]


Heavy Metal, US-Metal
Keine Wertung
"Als die Vikinger nach Kalifornien kamen"
CD Review: Asia - Gravitas

Asia
Gravitas


Hard Rock, Rock
5 von 7 Punkten
"War gut, ist gut, bleibt gut"
CD Review: Triosphere - The Road Less Travelled

Triosphere
The Road Less Travelled


Hard Rock, Melodic Metal, Power Metal
5 von 7 Punkten
"Melodien aus Norwegen"
CD Review: Demetra Sine Die - Council From Kaos

Demetra Sine Die
Council From Kaos


Ambient, Gothic, Rock
3.5 von 7 Punkten
"Gute Stimmung, aber schlechte Riffs"
CD Review: Eastern Front - Descent Into Genocide

Eastern Front
Descent Into Genocide


Black Metal
3.5 von 7 Punkten
"Im Osten nichts neues"
CD Review: Bölzer - Soma [EP]

Bölzer
Soma [EP]


Death Metal
6 von 7 Punkten
"Berechtigte Begeisterung!"
CD Review: Alestorm - Sunset On The Golden Age

Alestorm
Sunset On The Golden Age


Folk Metal, Power Metal
5.5 von 7 Punkten
"Jack Sparrow kann einpacken"
CD Review: Dimeless - White Lion

Dimeless
White Lion


Doom Metal, Groove Metal, Thrash Metal
5 von 7 Punkten
"Dieser Löwe groovt"
CD Review: Corrupt Moral Altar - Mechanical Tides

Corrupt Moral Altar
Mechanical Tides


Grindcore, Hardcore, Sludge
3 von 7 Punkten
"Die EP, die ein Album sein wollte"
Band(s):
Judas Priest Homepage Metalnews nach 'Judas Priest' durchsuchenJudas Priest
 Thin Lizzy Homepage Metalnews nach 'Thin Lizzy' durchsuchen Thin Lizzy
Share: 
Datum: 01.05.2012Stadt: Düsseldorf

Ein wenig in Erinnerungen schwelgen, mal die letzten rund 40 Jahre Revue passieren lassen und sich daran erfreuen, dass es JUDAS PRIEST noch immer gibt.
So oder so ähnlich könnte man den Konzertabend in der Düsseldorfer Mitsubishi Electric Halle zusammenfassen. JUDAS PRIEST befinden sich auf ihrer großen Abschiedstournee und machen dabei Halt am Rhein. Ebenfalls zu den Klassikern gehören THIN LIZZY, die an diesem Abend schon vorher dem Publikum einheizen wollen. Wohin man sieht: Leder, Nieten, Ketten. Das war zwar zu erwarten, jedoch fält auch auf, dass die beiden Bands nicht nur langjährige Anhänger und Fans der ersten Stunde(n) anziehen, sondern ein buntes Gemisch aller Altersklassen, von kaum Volljährig bis zur Generation 50plus.

.:THIN LIZZY:.
Die Halle ist schon recht früh gut gefüllt, sodass die Jubelschreie, die auf „Are You Ready“ antworten, beeindruckend im Saal hallen. THIN LIZZY hielten sich lange im Hintergrund, galten manchem schon als aufgelöst oder zumindest in der Versenkung verschwunden.



Nichtsdestotrotz ist „Whiskey In The Jar“ jedem ein Begriff. Daran ist natürlich das METALLICA-Cover aus den 90ern nicht ganz unschuldig.
Dem Kenner gilt THIN LIZZY als irischer Export. Mittlerweile jedoch gilt das nur noch für Drummer Brian Downey. Der Rest der Band kommt heute aus Großbritannien und den USA. Daher wirken die Herren auch deutlich Jünger, als man die seit den frühesten 70er Jahren aktive Gruppe erwartet hätte. Sänger Ricky Warwick bringt die Songs mit frischem Elan rüber und versteht es auch, das Publikum standesgemäß zu unterhalten. Unklar bleibt allerdings, was Keyboarder Darren Wharton so wirklich macht. Von seinen Tasteninstrumenten kommt vor der Bühne kein Ton an. Und generell passt sein Auftritt kaum ins Bandgefüge. Während die Herren Downey, Warwick, Gorham, Mendoza und Johnson in rockige Outfits geschmissen haben, steht Wharton in weit aufgeknöpftem weißem Hemd hinter seinen Apparaturen. Und man hört ihn einfach nicht. Krasses Gegenteil bildet – am anderen Ende der Bühne – Bassist Marco Mendoza, der gekonnt die Lenden kreisen lässt, sich offensichtlich in Extase spielt und mit seinem Hüftschwung seinen Viersaiter quasi misshandelt. Unterhaltungswert hoch zehn! Da fällt kaum auf, dass THIN LIZZY seit Jahrzehnten ohne neue Songs auskommen und „alte Kamellen“ zum Besten geben. Die Spielfreude der Band lässt ein Feuerwerk starten, in dem ein Lied auf das andere folgt, ohne Atempausen zuzulassen. So schießen beispielsweise „Rosalie“, „Whiskey in the Jar“ oder „The Boys Are Back In Town" knackig aus den Lautsprechern, rocken ordentlich und hinterlassen – nach einer guten Stunde auf der Bühne – einen äußerst guten Eindruck.


.:JUDAS PRIEST:.
Kaum sind THIN LIZZY von der Bühne runter, beginnt das Publikum in der Halle mit „Priest, Priest, Priest!“-Rufen zu zeigen, dass man nicht mehr lange warten will. Erfreulicherweise fällt die Umbaupause auch recht kurz aus. Schon das Off-Intro (BLACK SABBATHs „War Pigs“) wird von vielen aus vollster Seele mitgesungen. Doch dann: Ein wortwörtliches Trommelfeuer beginnt, der Vorhangfällt und die Strobo-Lichtanlage geht direkt in die vollen. JUDAS PRIEST eröffnen den Reigen in gewohnter Manier mit „Rapid Fire“ und dem sich anschließenden „Metal Gods“. Die ersten Kuttenträger vor der Bühne, denen bei gefühlten 50 Grad Raumtemperatur ausharren, kommen schon jetzt vor lauter Begeisterung noch mehr ins Schwitzen als zuvor.




Bis auf wenige Momente ist der Sound in der Halle richtig gut und man merkt, dass JUDAS PRIEST es genauso genießen, wie ihre Fans. Kaum einen Moment stehen die Musiker still, machen Stimmung. Allen voran natürlich Frontmann Rob Halford und Downing-Nachfolger Richie Faulkner. Aber auch die anderen lassen sich nicht lumpen. Mitklatschen, Anfeuern und Mitsingen sind mehr als gewünscht und scheinen die Band noch mehr zu pushen.
Die Gruppe bietet aus allen gemeinsamen Schaffensphasen, also aus rund 40 Jahren, die vermeintlich großen Hits der Bandgeschichte und bringen mit „Prophecy“ auch ihren letzten Auswurf „Nostradamus“ unter, der live mehr zu überzeugen weiß, als auf der heimischen Stereoanlage. Mit wahren Überraschungen ist hier nicht zu rechnen, jedoch schafft es die Band andererseits ja schon kaum die bekanntesten Lieder in einen Abend zu pressen. Es bleibt also kaum Spielraum.
Das Programm, das JUDAS PRIEST bieten, strotz vor Highlights und lässt keine Schwächen zu. Ein Halford, der trotz seines Alters eine hervorragende Performance abliefert, gönnt sich selbst zwischen den Songs ein wenig Pause und plaudert ein wenig aus dem Nähkästchen. Nette Storys über die bekannten Alben, die ersten Deutschland-Gigs und aus der Geschichte der Band fallen ihm dabei ein. Niocht von ungefähr gibt er dabei das Bild eines netten Großvaters ab, der seinen Enkeln aus der Zeit erzählt, als er noch jung war.
Zu den absoluten Highlights der Show zählt wohl der Trademark-Song „Breaking The Law“, der komplett und einzig vom Publikum gesungen wird. Und das gekonnt! Anschließend bietet Scott Travis ein grandioses Drumsolo, dass fließend in „Painkiller“ übergeht. Kaum ein Song muss dabei aus ausgiebiges Mitgröhlen von Fanseite aus verzichten.
Zu „Hell Bent For Leather" fährt Sänger Halford selbstredend mit Peitsche und Motorrad auf die Bühne. Was will der Priest-Fan mehr?

Insgesamt spielen JUDAS PRIEST über zwei Stunden und es kommen zu keinem Zeitpunkt Zweifel an ihrer Erhabenheit auf. Wer sagt, die alten Herren wären zu Recht auf Abschiedstournee, denn sie hätten es nicht mehr drauf, irrt! Halford und Co. ziehen den Schlussstrich, bevor die Gesundheit oder ähnliches ihnen einen Strich durch die eigene Rechnung machen. Dass man JUDAS PRIEST nun wohl bald nie wieder sehen wird, ist tragisch. Aber sie so, wie sie Anno 2012 fetzen, will und sollte man sie in Erinnerung behalten.


Setlist JUDAS PRIEST:

Rapid Fire
Metal Gods
Head Out To The Highway
Judas Rising
Starbreaker
Victim of Changes
Never Satisfied
Diamonds & Rust
Dawn of Creation
Prophecy
Night Crawler
Turbo Lover
Beyond the Realms Of Death
The Sentinel
Blood Red Skies
The Green Manalishi (With the Two Pronged Crown )
Breaking The Law
Painkiller
The Hellion
Electric Eye
Hell Bent for Leather
You've Got Another Thing Comin'
Living After Midnight

SebyK

Autor: Sebastian Kronenberg [sebyK] | 05.05.2012 | 11:00 Uhr
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin