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V


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Datum: 06.02.2013Stadt: Kiel

Manchmal denke ich ja darüber nach, was ich bisher in meinem Leben so erreicht habe und wie ich angesichts meines Todes darüber denken würde. Allein der Umstand den Arsch nicht so richtig hochgekriegt zu haben ist dabei kein Grund zur Verbitterung. Geht schließlich den meisten so. Aber was mich schon jetzt richtig ankotzt ist diese Sache mit dem Film, der angeblich vor einem ablaufen wird. Die Summe verpasster Busse und Züge allein während meiner Kieler Zeit geht auf keine Kuhhaut. Das alles nochmal sehen? Wie grausam und demütigend!

.:ROZBUB:.




So fängt, man möchte beinahe sagen „natürlich“, auch der heutige Konzertabend mit Verspätung an. Das wäre früher auch nicht so gewesen, als die Schaubude noch ihre alten Konzertzeiten hatte. Gut, dass immer die anderen schuld sein können! Und gut,dass bereits hinter dem Vorhang hinter dem Eingang die Brille beschlägt, weil die Bude randvoll ist – für ein Rockkonzert an einem Mittwoch keine Selbstverständlichkeit. Ebensowenig wie es selbstverständlich ist, dass schon die Vorband das nordische Publikum mehr als auftauen kann. Zumal es sich um eine Band handelt, die heute zum ersten Mal Kieler Boden bespielt. Doch ROZBUB aus der Schweiz, zu meiner Ankunft bereits mitten im Set, lassen nichts anbrennen und hauen sehr tight und zielsicher einen bluesigen Stoner/Psychedelic-Song nach dem anderen raus. Dass die Texte zumindest teilweise in Schweizerdeutsch verfasst sind, stört die Kommunikation mit dem Publikum kein Stück. Eine fiese JIMI HENDRIX-Gitarre versteht man schließlich auch ohne Worte. Eine prima Liveband, die bei ihrem nächsten Besuch den Laden hoffentlich auch im Alleingang vollkriegt!






Nach kurzer Umbauphase geht’s dann auch schon weiter mit den Hauptriffmeistern des Abends, KARMA TO BURN. Wobei Umbauen in diesem Fall in erster Linie bedeutet, dass Effektgeräte und Mikrofone entfernt werden. Ist schließlich alles Schnickschnack, den das Stoner-Trio überhaupt nicht nötig hat. Gesang gibt’s heute überhaupt keinen, Ansagen nuschelt Gitarrist William Mecum mit Zahnstocher im Maul ohne Verstärkung in seinen Bart und Teile der ersten Reihe. Dafür lässt es die Band instrumental wieder einmal so richtig krachen. Dass Rob Oswald am Schlagzeug mittlerweile durch Evan Devine von ANCIENT SHORES ersetzt wurde, tut der Durchschlagskraft dabei keinen Abbruch. Lediglich die Optik leidet ein wenig, denn der stiere Blick und der graumelierte Zottelbart Oswalds waren schon eine Show für sich. Doch wenn ein Kieler Publikum an einem Mittwoch abend zu einer Instrumentalband Pogo tanzt, dann fehlt es definitiv an nichts. Außer vielleicht an Songs zum Mitgröhlen oder einer Setlist zum Merken. Denn für Ersteres bräuchte man ja Texte [überbewertet] und für letzteres erweist sich die Angewohnheit als hinderlich, Stücke einfach nur „[Kompromisslose Riffs +] beliebige Nummer“ zu betiteln. Aber geile Sache, sich mal wieder ordentlich die Ohren von den Amis weichklopfen zu lassen. Bis hoffentlich bald, KARMA TO BURN!

Grim_Rieper

Autor: Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper] | 08.02.2013 | 00:03 Uhr
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