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Datum: 06.10.2007Stadt: La Laiterie, Straßburg [F]

An einem schönen und milden Herbsttag fand sich der Tourtross mit den Hochkarätern KATAKLYSM, BEHEMOTH, ABORTED und LYFTHRASYR auch im französischen Straßburg ein, um den dortigen Fans die Chance zu geben, zu den jeweils neuen Alben ihrer Death-Metal-Helden gehörig die Rübe zu schütteln. Obwohl überpünktlich eingetroffen, stellte sich genau dies als erstes Problem heraus, da eben jene Fans so zahlreich erschienen waren, dass sich der Einlass durch das Nadelöhr von Eingang in der La Laiterie massiv verzögerte und die Herren Redakteure letztlich nur noch die zweite Hälfte des Sets der Opener LYFTHRASYR mitbekommen konnten. [soulsatzero]


.: LYFTHRASYR :.
Auch nicht erst seit gestern in der Szene zugegen sind die Karlsruher Black-Metaller LYFTHRASYR, die bereits 2005 ihr Debüt „The Final Resurrection“ vorlegten und im Einklang mit der aktuell laufenden Tour nun den Nachfolger „The Recent Foresight“ nachlegen. Für die Band dürfte dies sicherlich eine enorm große, wenn nicht gar die größte Chance in der bisherigen Karriere darstellen, ihren symphonischen Black Metal einem größeren Publikum vorzustellen. Während das Straßburger Publikum durchaus wohlwollenden Applaus spendierte, wollte der Funke nicht so recht überspringen, auch wenn das Trio sich redlich bemühte, die für sie zu große Bühne auszunutzen, was besonders Sänger und Bassist Aggreash durch die mehrfach platzierten Mikros gut gelang. Allerdings kam ein nicht zu unterschätzender Bestandteil der Mucke vom Dat-Gerät, das zumindest an diesem Abend den vierten ‚Mann’ in der Band markierte und den Live-Eindruck etwas schmälerte. Insgesamt eine annehmbare Leistung der Schwarzheimer, wenn auch nicht der absolute Überflieger zu Beginn des Abends – aber das hat auch keiner wirklich erwartet. Merke: Es schadet keineswegs dem Image, sondern hilft, Ansagen nicht immer zu grunzen oder böse zu krächzen, denn dann haben die Konzertbesucher sogar mal die Chance, etwas zu verstehen… Aber die waren gedanklich sowieso schon woanders und begaben sich schleunigst zum Bierstand, um Energie für den anstehenden Auftritt des belgischen Goremageddon-Kommandos ABORTED zu tanken. [soulsatzero]


.: ABORTED :.
Belgisches Bier wird in der Laiterie leider nicht serviert – die Qual der Wahl hat der Konsument zwischen Heineken und einem schäbigen französischen Gesöff nicht wirklich. Über diesen Umstand hinwegtrösten konnten die aus Beveren stammenden ABORTED allerdings zumindest akustisch. Ihre Mischung aus Brutal Death und Grindcore kam beim Straßburger Publikum, dessen Sensibilisierung für diese Genres durch das in den letzten Jahren mehrfach ausgetragene Soul Grinding Festival sowieso weit fortgeschritten ist, ab der ersten Minute voll an. Wie aus dem Dornröschenschlaf wachgeküsst bildeten sich die ersten Moshpits des Abends [eine spontane ‚Wall Of Death’ ging dabei eher in die Hose] und emsige Stagediver stürmten fortan die Bühne. Zwei an den Flanken eben jener postierte Aufpasser hatten jedenfalls alle Hände voll mit den grindwütigen Besuchern zu tun. Allerdings begann das anfangs noch schmunzelnd registrierte Abführen von Bühnenstürmern im Minutentakt dann doch schnell gewaltig zu nerven. Denn hier sollten eigentlich die Band und die feiernden Fans im Mittelpunkt stehen, nicht die ständig zwischen den Musikern halbgeduckt herumschleichenden Typen von der Security. Auf Mensch und Material Acht geben ist völlig in Ordnung, allerdings nur wenn sich dies nicht über die Grenze der Zumutbarkeit bewegt. Doch genug gemosert, weiter im Takt der Musik! ABORTED ließen sich durch das Dazwischenfunken keinen Meter von ihrem Weg abbringen und nahmen die Halle nach allen Regeln der Kunst auseinander. Dabei stand jedem Bandmitglied die Spielfreude quasi ins Gesicht geschrieben. Auch Sänger Sven verrichtete wie immer einen sehr guten Job und moshte sich zwischen Grunzen, Geschrei und seinen französischen Ansagen gemeinsam mit auf die Bretter geeilten Zuschauern die neuerdings mit stylishem Kurzhaarschnitt versehene Rübe weg. Auch die Songauswahl konnte sich sehen lassen, wobei allerdings kein Stück aus der homogenen und auf oberstem Niveau angesiedelten Masse herausstechen wollte. Für kurze Verschnaufpausen sorgten wie immer ein paar schon von den Alben bekannte Samples aus Horror- bzw. Splatterfilmen. Und so gaben die sympathischen fünf Belgier nach fast einer Stunde und unter wirklich tosendem Applaus die Bühne für den eigentlichen Headliner des Abends frei. [sk]


.: BEHEMOTH :.
Dass BEHEMOTH diesen Posten wahrlich auszufüllen wussten, zeigte sich nicht nur am Merchandise-Stand, der sich mit seiner Vielzahl an Band-Textilien sicher auch gut auf einem Konzert von IRON MAIDEN oder ähnlichen Hochkarätern gemacht hätte. Glücklicherweise zog man es jedoch vor, die Preise nicht in astronomisch-jungfräuliche Höhen entgleiten zu lassen. Als während des Intros aus der Konserve auch noch frenetische „Behemoth, Behemoth!“-Sprechchöre aufkamen, war schnell klar, nach wem das Publikum an diesem Tag am meisten lechzte: Der nach einem biblischen Ungeheuer benannten, spielerisch mehr als versierten Death Metal-Band mit dem doch eher schwarzmetallischen Image. Mit einem „The Apostasy“-Banner im Hintergrund ließ sich das polnische Quartett auch nicht lange bitten und feuerte im ersten Teil der Show vor allem Songs vom aktuellen Album in die Halle. Das Publikum hatte seine Hausaufgaben gemacht und feierte zu den neuen Stücken „Slaying The Prophets Ov Isa“, „Prometherion“ oder „Christgrinding Avenue“ ein ausgelassenes Fest. Bei der Ankündigung von letztgenanntem Lied zerriss Frontmann Nergal zudem das heilige Buch der Christenheit und verteilte es über die vorderen Reihen. Sein Landsmann Karol Wojtyła aka Johannes Paul II. hätte ihm dafür sicher die Ohren lang gezogen. Apropos Nergal. Während sich der Sänger/Gitarrist zu Beginn des Sets noch etwas irritiert ob der vielen Stagediver hinter seinem netten Schlangen-Hexagramm-Mikrofonständer versteckte, half er nach kurzer Eingewöhnungsphase sogar den Leuten auf die Bühne. Außerdem mimte der Frontmann den perfekten Einheizer zwischen den Songs, die Zuschauer schienen ihm aus der Hand zu fressen. Und als dann auch immer mal wieder ein Stück der genialen „Demigod“-Scheibe [z.B. „Slaves Shall Serve“ oder „Sculpting The Throne Ov Seth“] ins Set eingestreut wurde, war dann auch in musikalischer Hinsicht alles top. Einen Ausflug in längst vergangene Tage unternahmen BEHEMOTH zudem in Form des Songs „From The Pagan Vastlands“. Und nachdem Schießbudenmeister Inferno seinem Namen durch ein nettes Schlagzeugsolo alle Ehre machte, markierte ein Coversong das Ende der Show. Vergriffen wurde sich dabei an TURBONEGROS Death Punk-Überhit „I Got Erection“. Was für viele sicher einen netten Abschluss-Gimmick bedeutete, erweist sich bei genauerem Hinsehen als eher semi-einfallsreich: Bereits SATYRICON interpretierten das Lied vor ein paar Jahren für eine TURBONEGRO-Coverscheibe. Zu Nergals „I Love Vagina“-Aufkleber auf seiner Gitarre passte der Song allerdings sehr gut. Trotz allem muss ich gestehen, dass mich die Show der Polen nicht ganz bis Ende fesseln konnte, da mir die Musik ab einem gewissen Zeitpunkt doch etwas monoton erschien. Ebenfalls eher negativ ins Gewicht fällt für mich das fast schon choreographierte Stage Acting der Gruppe, das dem Auftritt jeden Funken frischer Spontaneität zu rauben schien. Doch angesichts der Tatsache, dass BEHEMOTH mittlerweile ausgefuchste Death Metal-Profis sind, die nichts mehr dem Zufall überlassen, ist ihnen zumindest der letzte Vorwurf nicht ganz so zu verübeln. [sk]


.: KATAKLYSM :.
Nach den energiegeladenen Auftritten von ABORTED und BEHEMOTH hatten KATAKLYSM aus dem kanadischen Québec erst einmal nichts zu lachen. Nachdem sie Angaben ihres Labels zufolge gar nicht in Straßburg spielen würden, stellte sich die Band um Frontsau Maurizio dann doch ‚überraschend’ als anwesend und obendrein sogar als Headliner heraus. Das Informationszeitalter ist manchmal tückisch… Ob die Wahl allerdings so klug war, nach zwei sehr extremen und technischen Bands, die den Anwesenden ganz massiv die Energiereserven anzapften, KATAKLYSM mit ihren vergleichsweise unspektakuläreren Songs antreten zu lassen, sei einmal dahin gestellt. Natürlich hat das Quartett einige mitreißende Knaller im Gepäck, die im Endeffekt auch ab der Mitte des Auftritts verlorenen Boden gutmachen sollten, doch anfangs war der Eindruck ziemlich eindeutig: lasch. Die schlecht abgemischten Saiteninstrumente und ein fehlender zweiter Mann an der Axt trugen hauptsächlich dazu bei, dass nicht der nötige Druck erzeugt werden konnte, doch zum Glück wurde dieses Problem nach einigen Songs bereinigt. Maurizio hingegen ließ von Anfang an nichts anbrennen, feuerte die Menge immer wieder mit sowohl englischen als auch französischen Ansagen an, pfiff die weiterhin allzu übereifrig agierende Security immer wieder zurück, um mit den Fans gemeinsam das Haupthaar kreisen zu lassen, verteilte munter französischen Rotwein [sah mir allerdings eher nach Château Migraine aus] und war stimmlich vollkommen auf der Höhe. Und so spielten sich die Kanadier eine gute Stunde lang durch ihr reichhaltiges Repertoire mit Songs wie „Serenity In Fire“, „In Shadows And Dust“, „The Ambassador Of Pain“, „Face The Face Of War“, „As I Slither“ sowie „Like Angels Weeping“, „Let Them Burn“ und dem Groove-Monster „Crippled And Broken“ vom soliden, allerdings nicht überragenden aktuellen Album „In The Arms Of Devastation“. Einen Vorgeschmack auf das neue Album „Prevail“, das derzeit aufgenommen wird, gab es allerdings nicht. Den Fans war das weitgehend egal, denn es wurde unbeeindruckt vom Security-Abfangkommando die Bühne geentert und dem Stagediving gefrönt und der eine oder andere Moshpit bildete sich ebenso rasch. Und auch wenn zum Ende hin immer mehr die Erschöpfung ihren Tribut einforderte, ist an diesem Abend sicherlich niemand enttäuscht nach Hause gegangen. Im Fall von KATAKLYSM kann deren Leistung im Vergleich zu den starken anderen Bands zwar durchaus als okay, aber für einen Headliner nicht gänzlich überzeugend bezeichnet werden. [soulsatzero]


Unter dem Strich bleibt ein Konzert mit drei guten Bands sowie einer aufstrebenden Gruppe aus dem Untergrund. Gewinner des Abends waren – sicher nicht nur für das Metalnews-Team – die Belgier ABORTED, dicht gefolgt von BEHEMOTH. KATAKLYSM konnten diesem infernalischen Duo zum Schluss leider nicht das Wasser reichen, wobei sich ihr doch etwas lascher Beginn glücklicherweise nicht über die gesamte Spielzeit verlegte. So konnten auch die Kanadier einen versöhnlichen Ausstand feiern, womit an diesem Abend sicher jedem irgendwie gedient war. [sk]

sk, soulsatzero

Autor: Sebastian König [sk] | 18.10.2007 | 02:34 Uhr
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