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Datum: 18.02.2010Stadt: Köln

Wenn man an den heutigen Heavy Metal denkt, ist so manches Mal eigentlich überhaupt gar nicht klar, was unter dieser definierenden wie redefinierenden Rekapitulation respektive kollektivistisch vereinnahmenden Musikeingrenzung überhaupt gemeint ist. Aber eigentlich ist das doch belanglos, ja gewissermaßen völlig scheißegal, wenn nur wenigstens die Musizierenden wissen oder an das glauben, was sie spielen. Unsere Götter. Und Wahrheit wollen sie bekanntermaßen nicht neben sich. Und eines kann man mit Bestimmtheit axiomatisch-dreist in den Raum stellen: Die aus Westmond, Virginia stammenden Hard'n'Heavy-Heroen um LAMB OF GOD zelebrieren puren amerikanischen Schwermetall ohne sich von postmodernen Modeströmungen vereinnahmen zu lassen und kicken genau damit gewaltig ass. Genau das sollen und werden sie unter Beweis gestellt haben werden (wenngleich, wahrscheinlich bedingt durch die fehlende Wochenendzügellosigkeit, das Publikum nicht ganz so ausrasten sollte, wie man es bei dieser Band eigentlich gewohnt ist) – in Köln, am 18. Februar im Jahre 2010.

Mit dieser steifen Erwartung mische ich mich alkoholisiert und geradlinig unter das nicht minder trunkene, trinkfreudige und von Coolness aurahaft umstrahlte Volk, das hier in der Live Music Hall in üblicher Metallermanier auf die zähnende Macht des Moshens und Headbangings setzt. Die Atmosphäre ist vertraut und zugleich umschmeichelnd.

Man sieht es den Leuten an: Sie fühlen sich wohl und trinken, wie man es von „seiner Familie“ eben gewohnt ist. Los geht’s nach etwa einer halben Stunde Verspätung mit BETWEEN THE BURIED AND ME. Ist diese Band in Prog-Insiderkreisen bereits zu einem kleinen Geheimtipp avanciert, weil einfach technisch anspruchsvoll, ist sie für andere nur Dorn im Auge von Metal, Core und Co. Kein Wunder. Ging der Schreiberling von einer hypnotisch-paranormal-extraterrestrischen Reise aus, bieten die Technikidioten auf der Bühne nichts, wofür es sich zu träumen oder Spaß zu haben lohnt. Ganz im Gegenteil: BTBAM agieren dermaßen billig, kitschig und klischeehaft auf der Bühne, dass es weh tut. Alberne und künstliche Spastiposen wechseln sich ab mit neoklassischer Arroganz. Ihre Instrumente beherrschen sie, aber das war’s auch schon. Geschweige, dass der nahezu talentlose Clean-Gesang nicht ansatzweise das stupid-monotone Geshoute irgendwie aufzubessern weiß. Seltene meditative Momente, die das Schöne am Rande treffen, sind das Einzige, was hier begeistert. Traurig, traurig… aber wahr. Am beileibe Schlimmsten sind überdies nicht Show und Performance, sondern mehr die blöde und ohne Sinn und Verstand zusammengebastelten Riffs und Licks, die zu reinem Technik-Narzissmus verkommen und höchstens Leute beeindrucken, die noch nie richtigen Könner-Rock a là RUSH oder DREAM THEATER gehört haben.

Als hätten die danach aufspielenden AUGUST BURNS RED unterschwellig etwas von diesem Geist mitgenommen, spielen auch sie leider Gottes trendverschmutzten Konventionalmetall ohne Eigenheiten. Dass sie Flip Flops tragen, macht auch diese Unverschämtheit noch lange nicht wett. Die Melodien und Arrangements sind zwar schon weitaus griffiger und stimmiger im Vergleich zu BTBAM, jedoch fehlt auch hier die nötige Individualität des Sounds. Fazit: Vermeintliches Christentum, Flip Flops auf der Bühne und bunte Klamotten können dieses lahme Durchschnittsspiel nicht im Mindesten retten. Für Imperial-Clothing-Trittbrettfahrer mit pseudostylischen Attitüden mag das wohl cool sein, aber solche Gemüter kriegen ja schon einen Ständer bei der ersten Sekunde eines Nullsaiten-Breakdowns. Soll sich so etwas Mindestanspruch nennen?

Anders JOB FOR A COWBOY. Kommen die Amis noch auf ihren Frühlingswerken an entscheidenden Stellen manchmal überhaupt nicht zum Schuss, ballern sie umso mehr on stage. Gerade das neue Material von „Ruination“, welches sich deutlich mehr in Old School Death Metal-Gefilde bewegt, sorgt für bitterböses Dauerprügelspiel im Sinne eines systematischen Desensibilisierungsprogramms – hier und heute. Hook und Groove hat man früher schon von MORBID ANGEL nicht verlangt und so sollte man es auch mit diesem neuen Schwergewicht halten. Vertracktes Haudrauf mit Köfpchen und hohem Aggro-Faktor. Fein. Lichtshow, Performance und Sound sind sehr gut aufeinander abgestimmt und so wird dieses Vorfinale letztendlich zu einer netten und tödlichen Erinnerung.




LAMB OF GOD. Ja, mittlerweile sorgt dieser Name auch in Europa für Furore. Gewiss zu Recht. Die Band beginnt nach einer langen Umbaupause mit dem Opener „In Your Words“ vom aktuellen Silberling „Wrath“. Die Stimmung ist noch etwas gesetzt. Zwei Drittel der Halle zeigen zwar Reaktionen, doch halten diese sich noch stark in Grenzen. Obwohl die Rakete mit „Set To Fail“, „Ruin“ oder „Laid To Rest“ deutlicher in die Höhen schießt, können die geneigten Fans sich nicht richtig gehen lassen. Viele haben wohlweislich den morgigen Arbeitsalltag, die bürgerlich emsige Verantwortlichkeit dieser Jonasschen Gesellschaft im Kopf [oder zuviel deutsche Ernsthaftigkeit im Blut… wer weiß das schon?]. Ganz gleich, was es auch sein mag Frontmann Randy fordert kompromisslos unsere Kampfeslust: „Show some balls, cologne!“ Ja, die hätten wir dir gerne ALLE gezeigt, Randy. Schlecht spielt ihr nämlich nicht. Immerhin zeigen’s dir die Jungs vorne im obligatorischen Pit. Sowohl Lichtshow, als auch der Sound sorgen auch heute in Köln wieder für gnadenlose Power. Auch wenn – wie Kollege Jegust treffsicher bemerkt –, LAMB OF GOD heute nicht den Olymp besteigen, so wissen sie doch mit dieser gewissen amerikanischen Coolness (wofür die meisten von uns ja den angloamerikanischen Raum lieben) immer wieder aufs Neue Energie zu erzeugen und beweisen eindrucksvoll, wie gut und geil es sein kann abseits von metallischen Stereotypen sein Ding durchzuziehen. Mit solch einem Gig werden sie trotz kleinerer Schwächen ihren Bekanntheitsgrad wie Beliebtheitsgrad in Deutschland weiter ausbauen können.




Tracklist LAMB OF GOD:

01. Intro & In Your Words
02. Set To Fail
03. Walk With Me In Hell
04. Now You've Got Something To Die For
05. Ruin
06. Hourglass
07. Dead Seeds
08. Blacken The Cursed Sun
09. Grace
10. Broken Hands
11. Laid To Rest
12. Contractor
13. Reclamation
14. Redneck
15. Black Label

Autor: Markus Amadeus Sievers [Lester Bangt] | 21.03.2010 | 22:53 Uhr
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