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Band(s):
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Datum: 22.01.2016Stadt: Berlin

LIFE OF AGONY hauen wieder voll ins Mett! Auch, wenn sich die Truppe seit der Reunion 2003 nie wirklich aufgelöst hatte, gab es seit dem letzten Dreher, „Broken Valley“ von 2005, nur alle paar Jahre Touren und Einzelkonzerte, aber stets an die Ankündigung gekoppelt, dass man auf neue Musik [noch] keinen Bock hätte. Zwischendurch transformierte sich Sänger Keith zu Frontfrau Mina Caputo, die Konzerte wurden noch spärlicher und manche Aussagen einiger Bandmitglieder in den letzten Jahren konnte man tatsächlich so deuten, als ob es das mit LIFE OF AGONY dann doch endgültig gewesen wäre. Doch die Trauer war zum Glück nur von kurzer Dauer, denn jetzt stehen die Zeichen auf Sturm: Neue Tour, neuer Deal [Napalm Records] und ein neues Album, das irgendwann später dieses Jahr veröffentlicht wird! Das muss gefeiert werden. Und welche Gelegenheit würde sich da besser bieten als ein fast ausverkaufter LOA-Gig in Berlin?




Das New Yorker Quartett steigt ohne Intro oder große Ankündigung direkt mit dem Titeltrack ihres Debütalbums „River Runs Red“ [1993] in ihr Set ein. Der Sound ist viel zu leise, die Band wirkt nicht wirklich eingespielt, aber Hölle, macht das Spaß! Das sieht das Publikum ähnlich und hopst zumindest in den ersten Reihen gleich ekstatisch mit. Daran wird sich im Verlaufe des Gigs nur wenig ändern: Der Sound bleibt leise und LIFE OF AGONY sind an diesem Abend wirklich alles andere als tight. Das macht aber tatsächlich gar nichts aus, da die Setlist vom Feinsten ist [„This Time“, „Love To Let You Down“, „Weeds“, „I Regret“, „Lost At 22“, „Through And Through“, „Underground“ - alles am Start!]. Mina ist ganz ordentlich bei Stimme, ihr Stageacting ist aber im Vergleich zu früher viel reduzierter, weniger energisch, bizarrer, aber leider auch langweiliger geworden. Vor knapp zehn Jahren war sie damals noch als Keith eindeutig der Aktivposten auf der Bühne, während die Rolle heute Abend Klampfer Joey Z. übernimmt, der das Publikum pausenlos anstachelt, viele Ansagen übernimmt und stets von einer Bühnenseite zur anderen wandert. Basser Alan Robert, wie immer sehr stylisch mit Hut ausgestattet, bewegt sich zwar nicht ganz so viel wie Joey Z., wirkt im Gegensatz zu Mina aber immer noch sehr aktiv und liefert gewohnt gelungene Backing Vocals. Mina hat zwar ein fesches DAVID BOWIE-Shirt an, hält sich aber mit Ansagen etwas zurück und lässt somit zwischen den Songs manchmal peinliche Stille entstehen, die entweder von Joey Z. oder gerne auch gar nicht unterbrochen wird. Für manche Songs setzt sie sich auf eine Monitor-Box und ist teilweise gar nicht zu sehen, aber immerhin stets zu hören. Trotzdem trübt das alles das Konzertvergnügen wie gesagt so gut wie gar nicht, da LIFE OF AGONY einfach genug Hits im Repertoire haben, die auch bei suboptimaler Darbietung wunderbar funktionieren. Und so scheint auch tatsächlich das komplette, teilweise ausrastende Publikum wirklich happy mit dem Gig zu sein, obwohl sogar die Präsentation wirklich spartanisch ausgefallen ist: Es gibt nicht einmal ein Backdrop und dazu eine komplette 08/15-Lightshow, die zwar nicht stört, aber auch nicht unbedingt zur Atmosphäre beiträgt. Solchen Firlefanz haben LIFE OF AGONY heute Abend aber auch nicht nötig.

Als die Band nach knapp einer Stunde von der Bühne geht, sieht es erst so aus, als ob es tatsächlich keine Zugaben geben würde [zumal die ganz großen Hits auch schon alle gespielt wurden], doch mit „Bad Seed“ und „Underground“ kehrt das Quartett zum Glück dann doch noch für zwei Perlen zurück, die endgültig versöhnlich stimmen und einen etwas schizophrenen Gig würdig beenden. Ohne Kenntnisse des Backkatalogs von LIFE OF AGONY wäre das heute als Zuschauer bestimmt eine langweilige, enttäuschende und wenig aufregende Erfahrung gewesen, aber für die ausgehungerte Meute, die ihre Helden schon viel zu lange nicht mehr live gesehen hat, war das Ganze ein gefundenes Fressen. Hat Spaß gemacht!

nnnon

Autor: Michael Siegl [nnnon] | 07.02.2016 | 16:52 Uhr
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