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Datum: 02.03.2013Stadt: Hamburg

Was für ein Package! LONG DISTANCE CALLING haben nicht nur ihr neues Album „The Flood Inside” und das neue Bandmitglied Martin „Marsen” Fischer im Gepäck, sondern auch formidable Vorbands in Form der Isländer SÓLSTAFIR und den Norwegern AUDREY HORNE. Nicht umsonst sprach manch einer selig von der „wichtigsten Tour des Jahres”, was nur ein bisschen übertrieben ist. Jedenfalls ist die Location bereits um 19:30 Uhr ordentlich gefüllt, so dass die erste Band ausnahmsweise mal nicht vor leeren Reihen spielen muss.




Die Norweger steigen mit dem Opener ihres aktuellen Albums „Youngblood”, „Redemption Blues”, in ihr Set ein und geben ordentlich Vollgas. Vor allem Sänger Toschie hat heute Hummeln im Arsch und präsentiert sich gutgelaunt und bewegungsfreudig. Neben Toschie sticht vor allem Neu-Bassist Espen Lien positiv hervor, der nicht nur durch seine coolen Backings, sondern auch durch fettes Rockstar-Posing überzeugt, das wie der Arsch auf den Eimer zu dem neuen Material von AUDREY HORNE passt. Das Gitarrenduo um Ice Dale und Thomas Tofthagen bewegt sich zwar nicht viel, aber posen können die beiden definitiv auch – vor allem bei den zweistimmigen Parts. Nach ganzen sieben Songs von „Youngblood” macht sich im Publikum stellenweise etwas Unmut breit, da alte Songs vermisst werden. AUDREY HORNE reagieren prompt und verabschieden sich mit „Blaze Of Ashes” vom selbstbetitelten Album [2010]. Insgesamt ein cooler, aber nicht weltbewegender Auftritt.

Setlist:
Redemption Blues
Youngblood
Pretty Little Sunshine
This Ends Here
There Goes A Lady
The King Is Dead
Straight Into Your Grave
Blaze Of Ashes




Gemessen am Shirt-Anteil im Publikum scheinen nicht wenige Leute tatsächlich wegen SÓLSTAFIR gekommen zu sein. Die verschrobenen Isländer konnten sich dank zahlreicher Touren in den letzten Jahren ein treues Following erspielen, obwohl ihr depressiver, atmosphärischer und verschrobener Metal alles andere als leichtverdaulich und massenkompatibel ist. Live kehrt das Quartett allerdings gerne die rock‘n‘rolligeren Aspekte ihrer Musik hervor, Mehlüberzug [statt Corpsepaint] und Cowboyhüte gehören sowieso längst zum Repertoire von SÓLSTAFIR. Statt einer halbstündigen Jam-Version von „Ritual Of Fire” gibt es heute erstmal drei Songs vom aktuellen Doppelalbum „Svartir Sandar” [2011]. Den Anfang macht „Ljós í stormi”, dann folgt der Titeltrack und schließlich der kleine Hit „Fjara”, zu dem die Band auch ein schönes Video gedreht hat. Zum Abschluss gibt es dann doch noch eine kleine Überraschung: Das 12-minütige „Goddess Of The Ages” vom „Köld”-Album in all seiner Pracht. Ein toller Gig, der den ein oder anderen Gänsehautmoment zu bieten hatte, was nicht zuletzt an der tollen, reduzierten Lightshow in Kombination mit dem trägen, aber effektiven Stageacting der Band lag.

Setlist:
Ljós í stormi
Svartir Sandar
Fjara
Goddess Of The Ages





Tatsächlich sind die Reihen im Vergleich zu SÓLSTAFIR etwas lichter als die ersten Töne des Intros von „Waves” ertönen – hat der heimliche Headliner etwa schon gespielt? Antwort vorweg: Keineswegs, denn LONG DISTANCE CALLING werden das [spätestens gegen Mitte des Sets proppenvolle] Klubsen noch im Laufe des Konzerts mit einer beeindruckenden Leichtigkeit in Ekstase zocken. Trotz des „Waves”-Intros spielen die Müsteraner zu Beginn dann „Nucleus”, den Opener von „The Flood Inside”. Ideal zum eingrooven, zumal Gitarrist Dave das Blues-Solo, das Gastmusiker Henrik Freischlader auf Platte eingespielt hat, wunderbar wiedergibt. Töfter Einstieg! Mit „The Figrin D‘an Boogie” lassen LONG DISTANCE CALLING dann den nächsten Instrumental-Hit vom Stapel, bevor Neu-Sänger Marsen, der außerdem bei den Instrumentals den ausgestiegenen Tastenwizard Reimut van Bonn ersetzt, bei „Inside The Flood” endlich sein Talent unter Beweis stellen darf. Marsen begibt sich dabei nicht in die Bühnenmitte, sondern singt den Song komplett von seinem Riser im Bühnenhintergrund aus, umgeben von Keyboard und Laptop. Eine sanfte, behutsame Eingewöhnung für das Publikum also. Man merkt, dass LONG DISTANCE CALLING nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen wollen und den Gesang wirklich nur als weitere Facette und nicht als übergeordnetes Element ansehen. Um die Ansagen kümmern sich nämlich unter diesem Gesichtspunkt konsequenterweise weiterhin Bassist Jan und Gitarrist Flo, die auch auf der Bühne die beiden Aktivposten darstellen. Marsen wirkt also tatsächlich mehr wie der neue Elektronik-Guru, der praktischerweise auch singen kann – und nicht wie der neue, im Mittelpunkt stehende Sänger, der zufälligerweise auch die Tasten bedienen kann.
Auffällig ist heute auch mal wieder, wie viel härter die Band live als auf Konserve tönt. „Black Paper Planes” und das grandiose „Ductus” mähen jedenfalls alles nieder und sorgen im Publikum für Maulsperre, bevor mit „Tell The End” der nächste Gesangstrack fällig wird. Dieses Mal begibt sich Marsen in die Bühnenmitte und greift aktiver ins Geschehen ein, ohne sich wirklich in den Vordergrund zu drängen – tolle Performance aber ohne Zweifel, auch was den dritten Gesangstrack, „The Man Within”, angeht. Die Highlights der Show kommen aber erst noch: Erst das brettharte, unfassbar groovige „Arecibo [Long Distance Calling]”, das live wie ein komplett anderer Song wirkt. Was für ein Fressentritt! Dann: Erholung davon beim wunderbaren „Aurora” vom Debütalbum „Satellite Bay” [2007], das durch seine wunbare Tiefe überzeugt. Spätestens während dieses Songs haben LONG DISTANCE CALLING endgültig beim Publikum gewonnen und bewiesen, dass sie der rechtmäßige Headliner dieses Abends sind. Gänsehaut pur!
Nach dem abschließenden „Metlusky Curse Revisited” haut das Quintett dann noch mit dem knapp 13-minütigen „Avoid The Light”-Opener „Apparitions” eine würdige, überraschende Zugabe raus, die die Glückseligkeit im Publikum nochmals steigert. Zum Abschluss der intensiven 90 Minuten Spielzeit blickt man fast nur in glückliche Gesichter. Oder wie formulierte es die völlig geplättete, neben mir stehende Dame so passend vor sich hinstammelnd: „Eigentlich wollte ich nach SÓLSTAFIR gehen, aber... DAS!!!....”.

Setlist:
Nucleus
The Figrin D'an Boogie
Inside The Flood
Black Paper Planes
Ductus
Tell The End
Arecibo [Long Distance Calling]
Aurora
The Man Within
Metulsky Curse Revisited
----
Apparitions

nnnon

Autor: Michael Siegl [nnnon] | 29.03.2013 | 09:57 Uhr
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