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Datum: 15.11.2004Stadt: Wiesbaden




Die Vorfreude auf das Konzert im Wiesbadener Schlachthof war riesig. Immerhin gab sich mit MACHINE HEAD eine meiner Alltime-Faves die Ehre. Mit einem bärenstarken neuen Album im Rücken sollte eigentlich auch nichts schief gehen. Leider hinterließ der gesamte Event einen sehr zwiespältigen Eindruck.
Der Einlass war eine Katastrophe. Erstens wurden die Menschenmassen viel zu spät eingelassen, weshalb noch gut ein Drittel des Publikums vor der Halle stand, als die erste Band schon spielte, zweitens war es viel zu voll. Egal wo man in der Halle sich hinstellen wollte, überall „musste“ gedrängelt und geschoben werden, damit man halbwegs vorankam. Dass das Mischpult das größte war, das ich jemals in so einer kleine Halle gesehen habe, und locker 15 Quadratmeter Platz einnahm, und dass der Merchandise-Stand mitten in der Halle aufgebaut war, war auch nicht wirklich strategisch klug oder zuschauerfreundlich. Das waren die Shirtpreise auch nicht. 25 € für einen bedruckten Baumwoll-Lappen finde ich dreist, 65 € für eine Kapuzenjacke unverschämt.
Der Sound war, im Verhältnis zur Technik, die aufgefahren wurde, bei allen Bands nicht sehr berauschend. Zu undifferenziert war der Gesamtsound, und vor allem beim Headliner waren die Gitarren viel zu leise.
Positiv fiel allerdings das Personal im Schlachthof auf. Immer freundlich und selbst im größten Stress immer Herr der Lage. Dazu waren die Getränkepreise mehr als human. Ein halber Liter Becks schlug mit 2,80 € und ein halber Liter Spezi mit 1,50 € zu Buche.
Mehr als unverschämt war aber die Forderung der Bands, dass nur während der ersten drei Songs jeden Auftritts und „ohne Blitz“ fotografiert werden durfte. Deshalb gibt es an dieser Stelle auch keine Fotos. Andere Bands sind nicht so zickig.


::GOD FORBID::

Die Amis waren leider schon beim dritten Song, als ich endlich die Halle betreten hatte. Das Material hatte erwartungsgemäß den Schwerpunkt auf den Songs des neuen, recht ordentlichen Albums „Gone Forever“. Die Band spielte sehr tight und routiniert ihr Set runter, der Sänger brüllte recht ordentlich und machte auch bei den Ansagen zwischen den Songs einen sehr abgeklärten und erfahrenen Eindruck. Somit durfte man den einen oder anderen Achtungserfolg verbuchen. Ein nicht überragender, aber überzeugender Auftritt.


::CALIBAN::

Zugegebenermaßen hatte ich mich sehr gefreut, als vor der Halle das Gerücht umherging, dass der Gig von CALIBAN ausfallen würde. Zu schlecht hatte ich die Band von der letzten Tour in Erinnerung. Dummerweise spielten die Deutschen Metalcoreler doch und bestätigten leider meine Meinung über sie ein weiteres Mal. Zu aufgesetzt wirkt die Mucke auf mich. Da wird jedes Klischee treffend bedient, jeder Song bietet oberflächlich alles was man von Metalcore erwartet. Harte Basisriffs, ein paar Rhythmen zum Hüpfen, ein Schreihals als Sänger und der obligatorische klare melodiöse Gesang in den Mittelparts. Für meine Ohren klingt das Ganze sehr konstruiert, allerdings ohne dass die Songs eine klare Linie aufweisen. Ein Riff wird lieblos an das andere geklatscht, und der Mann der die klaren Gesangsparts übernahm, sollte mal Gesangsunterricht nehmen. Meine Fresse, klang das stellenweise schief.
Die Ansagen des Sängers waren an Peinlichkeit auch nicht zu überbieten. Man kam sich teilweise vor wie im Teletubbie-Land. O-Ton des Sängers: “Für alle die nicht wissen, wie ein Circlepit geht, immer im Kreis“. Autsch!
Wie üblich kam auch wieder die „Wall of Death“ zum Einsatz. Der Auftritt spaltete das Publikum klar in zwei Lager. Die Hardcore-Kiddies fandens geil und feierten die Band ab, der Rest fand es belanglos bis hochgradig scheiße.


::MACHINE HEAD::

Als Intro wurde ein Stück aus dem Soundtrack von „Das Omen“ gewählt, welches das Spannungslevel in nicht mehr messbare Bereiche schraubte. Dann ertönten die ersten Klänge von „Imperium“. Hell yes, was für ein Einstieg. Leider währte die Freude nicht sehr lange, wegen der schon erwähnten Soundprobleme. Verdammt, wo sind die übermächtigen Gitarren? Direkt weiter ging es mit dem brandneuen und superben Stück „Seasons Wither“. Sehr geil. Danach folgte ein bunter Querschnitt durch die Geschichte von MACHINE HEAD. „The Blood, The Sweat, The Tears“, „Bulldozer“, „Old“, „Take My Scars“, „Ten Ton Hammer“, „Red”, viele Wünsche blieben in den ersten 55 Minuten nicht offen. Überraschenderweise verließ die Band nach dieser erwähnten Spielzeit schon die Bühne, um den regulären Teil des Sets zu beenden. Dass sich die Zuschauer ob dieses Verhaltens ein wenig verarscht vorkamen, und die Zugaberufe nur sehr spärlich zu vernehmen waren, ist verständlich.
Nach einer kurzen Pause kam die Band aber wieder auf die Bühne um „Descends The Shades Of Grey“ zum Besten zu geben. Im Anschluss lies man noch „Davidian“ verlauten, aber der Rezensent hatte erstmal genug und machte sich auf den Heimweg (die Bahn wartet nicht gern auf zu spät kommende Metaller). Ich gehe aber mal davon aus, dass „Davidian“ den Abschluss des Konzertes markierte, was ich persönlich für ziemlich frech halte. Eine Nettospielzeit von geschätzten 70 Minuten ist nun wirklich nicht üppig.
Negativ fiel mir auch der Drumsound auf. Viel zuviel Hall und Delay ließen die Drums eigentümlich spacig klingen. Die Performance war trotzdem klasse. Vor allem der überaus agile Phil Demmel wusste zu gefallen und passte perfekt ins homogene Gesamtbild der Band. Mit ihm wirken die Jungs endlich wieder wie eine Metalband. Trotzdem darf man von einer Band wie MACHINE HEAD nicht weniger als Perfektion erwarten, und die gab es an diesem Abend nicht.

(Frank „Azriel“ Zschäbitz)

Azriel

Autor: Frank Zschäbitz [Azriel] | 16.11.2004 | 14:32 Uhr
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