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Datum: 14.12.2003Stadt: Mannheim

METALLICA, METALLICA… was hat man nicht mit dieser Band alles durchgemacht in den letzten Jahren. War vielen schon das „Black Album“ ein Dorn im Auge, so sanken die einstigen Helden der halben Metal-Welt mit ihrem krassen Stil- und Imagewechsel auf „Load“ und „Reload“ in der Gunst vieler Fans auf unterirdisches Niveau.
Mit dem kontroversen 2003er Auswurf „St. Anger“ spielten (oder Ölfass-trommelten) sie sich in manche Herzen wieder zurück, andere strichen das Wort METALLICA nun endgültig aus ihrem Wortschatz.
Ich gehöre zu denjenigen, denen das „Black Album“ noch gefallen hat und die der Band danach am liebsten das Recht auf Weiterbenutzung ihres „heiligen“ Namens abgesprochen hätten, das einzig gute an „St. Anger“ war für mich denn auch der wieder etwas angezogene Härtegrad im Vergleich zu „Re-/Load“, doch das war auch schon alles.

So, und nun hatte ich eine Karte für ein METALLICA-Konzert [welches mein erstes überhaupt sein sollte] geschenkt bekommen und machte mich also mit nicht allzu hohen Erwartungen auf nach Mannheim in die Maimarkthalle. Gezahlt hätte ich die unverschämten 53,50 Euro [sic!] sicher nicht, irgendwo hört der Spass doch wirklich auf. Die riesige Warteschlange am Eingang hatte bewirkt, dass ich die Vorband GODSMACK leider (?) bis auf die letzten Takte verpasst habe, doch besagte letzten Takte machten mich darüber nicht wirklich traurig. Wohl bezeichnend, dass METALLICA neuerdings nur noch “Nu Metal”- und Alternative-Bands mit auf Tour nehmen…
Ich glaube, ich habe auch noch nie einen so geringen Anteil an Langhaarigen auf einem Metalkonzert gesehen wie hier, es gab fast mehr Schildkappenträger, aber dies nur am Rande...

Also sofort auf zum Bierstand und mal ordentlich getankt, ich wusste ja nicht, ob ich mich nicht bald dem Frustsaufen ergeben müsste oder ob ich einen Nackenschmerzen verursachenden geilen Abend erleben würde, für beides war ein gewisser Grundpegel nicht abträglich ;-).

Und dann gingen auch recht bald die Lichter aus, das an Winnetoufilme erinnernde Intro von „The Call Of Ktulu" in der S&M-Version dröhnte aus den Boxen und ich muss gestehen, als plötzlich die ersten Takte des Openers „Blackened“ erklangen, habe ich doch eine Gänsehaut bekommen, standen hier doch die Helden der Anfänge meines Metallerdaseins auf der Bühne und rockten los wie Sau!
Danach folgte „Creeping Death“, eines meiner absoluten Lieblingslieder der Band und schon hatten sie mich komplett auf ihrer Seite, was für ein Auftakt! Dieses Riff in der Mitte des Liedes ist für mich eines der geilsten der Metalgeschichte und so überkam mich die nächste Gänsehaut, als zigtausende Kehlen „DIE by my hand, DIE DIE DIE“ sangen.
Es ging rasant weiter mit einem weiteren Mitgrölklassiker: „Seek and Destroy“ vom Debut „Kill ´em All“. Danach gönnte man uns eine Verschnaufpause und spielte „Fade to Black“, ebenfalls ein Klassiker, der für sich steht.

Nun meinte meine Blase, die schnell runtergestürzten Biere wieder entlassen zu wollen und als hätte die Band es geahnt, folgten nun die ersten beiden St. Anger- Stücke des Abends.
Ich also aufs Klo, „Frantic“ und „Dirty Window“ im Hintergrund schallen gehört und neuen Gerstensaft getankt. Der Applaus fiel auf jeden Fall etwas verhaltener aus als bei den „echten“ METALLICA-Hits zuvor und die nicht allzu lauten Jubelchöre auf Hetfields etwas peinliche Frage „Did you like that song?“ dürften METALLICA gezeigt haben, wo bei vielen ihrer Fans der Hammer immer noch hängt.
Zweimal sollten die Herren diesen Abend noch Einsicht mit meiner Blase und meinem Durst zeigen, sprich: es wurden noch zwei weitere Songs von „St. Anger“ zum Besten gegeben. Man muss allerdings sagen, dass die Lieder live nicht so schlimm klingen wie auf Platte, mit echtem Metallicasound und Snare Drum statt Mülleimer reihten sie sich ganz gut ins Programm ein und das Titelstück „St. Anger“ wurde gar genauso viel beklatscht wie die alten Lieder.

Der Abend verging mit einem Hit am anderen, kaum ein Klassiker fehlte, beim Intro zum Göttersong „One“ knallten uns die Böller um die Ohren, „Master of Puppets", „Nothing Else Matters", „For Whom the Bell Tolls" und wie sie alle hießen, wurden lautstark mitgesungen und die Band ging zweimal von der Bühne, um sich wieder zurückjubeln zu lassen. Die zweite Zugabe rundete das Konzert mit zwei eher unerwarteten Stücken, dem MISFITS-Cover „Die, Die My Darling“ und „Hit the Lights“ von „Kill ´em All“ ab und Hetfield & Co. ließen sich danach noch ausgiebig feiern.

So geringe Erwartungen ich an den Abend hatte, so überwältigt war ich dann doch am Ende!
Die Band war super aufgelegt, die Leistungen der Einzelmusiker wie der Gesamteindruck hervorragend [ja, auch Ullrich trommelte ohne Fehl und Tadel ;-)]. So viel Spielfreude kann meiner Meinung nach auch nach Jahrzehnten abgebrühter Bühnenpräsenz nicht vorgegaukelt werden, METALLICA hatten sichtlich Spass!
Hervorzuheben ist James Hetfields Gesang. Wenn man die „Re-/Load“-Stücke und die Live-Aufnahmen der „S&M“-Platte anhört, kommt einem ja das wahre Grausen [man höre sich nur mal die Liveversion von „Nothing Else Matters“ an…], versuchte er doch da, richtig zu singen, was er einfach nicht kann. In Mannheim aber begrenzte sich dies auf ein Minimum, er baute durchschnittlich pro langgezogenem Ton nur EINEN „Houooo“-Schlenker ein und klang insgesamt wieder etwas räudiger, wenn auch die alten Zeiten bei ihm endgültig passé sind.
Da ich nicht die allerbeste Sicht hatte, kann ich nicht beurteilen, inwiefern sich der neue Bassist Rob Trujillo in das Bühnenbild eingepasst hat, bisherige Liveaufnahmen sorgten ja eher für Belustigung ob seiner „etwas seltsamen Art der Bewegung“.
Kirk Hammett glaubte man jedoch anzumerken, dass er auf „St. Anger“ kein einziges Solo spielen durfte, frickelte er sich doch ordentlich einen ab und baute oft auch am Schluss einiger Lieder oder zwischen zwei Stücken ein Solo ein.

Die vier „St. Anger“-Lieder fielen wie gesagt jedenfalls nicht negativ ins Gewicht und das beste war, es wurde KEIN EINZIGES Stück von „Load“ und Reload“ gespielt! Nur alte Hits und ein Klassiker am anderen [von den vier neuen Stücken abgesehen] zierten die Setlist und mit den zwei kurzen Pausen kamen METALLICA auf über 2 Stunden Spielzeit!

Fazit: Wer einen Geldscheißer hat und die Möglichkeit, METALLICA auf dieser Tour noch live zu sehen, sollte es sich auf keinen Fall entgehen lassen. Sichtliche Spielfreude, eine geniale Songsauswahl - METALLICA anno 2003 sind ein Erlebnis.

METALLICA ARE BACK! – zumindest live…


Setlist Mannheim, 14.12.2003

Blackened
Creeping Death
Seek and Destroy
Fade To Black
Frantic
Dirty Window
For whom the Bell Tolls
The Unnamed Feeling
Sad But True
One
Damage Inc.
Harvester Of Sorrow
Nothing Else Matters
Master Of Puppets
St. Anger
Enter Sandman
Die, Die My Darling
Hit The Lights

Impaler

Autor: Sebastian Knab [Impaler] | 17.12.2003 | 05:08 Uhr
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