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Datum: 30.06.2008Stadt: Innsbruck

Aus, Schluss und vorbei! Nach 27 Jahren, die geprägt waren von heftigen Drogenexzessen und Gesellschaftskritik mit der Industrial-Keule, gedenkt Onkel Al Jourgensen die Band zu Grabe zu tragen, um am Ende dann zusammen mit George Bush Junior Hand in Hand gen Sonnenuntergang zu reiten… oder so. Derartiges hat der MINISTRY-Frontmann jüngst verlauten lassen und es gibt keinen Grund, ihm da nicht zu glauben. Zumindest was Ersteres betrifft. So ganz klanglos will er aber dann doch nicht abdanken und tritt daher seine letzte Welttournee an, welche ihn auch nach Tirol führte. Wie immer nicht gerade um einen Wortwitz verlegen, nennt sich das ganze Spektakel übrigens „C U LaTour“.




Da es der Veranstalter nicht mal geschafft hat, die Vorband auf der eigenen Homepage zu erwähnen, höre ich nur mehr die letzten paar Takte von MY UNCLE THE WOLF. Laut einiger Aussagen soll der Auftritt sich aber durchaus im positiven Bereich bewegt haben. Kommen wir also gleich direkt zum Headliner:
Ein Eintrittspreis von 32 € ist wahrlich nicht billig, aber wie oft hat man denn schon die Gelegenheit, Pioniere des Industrial-Metal bei ihrer letzten Tour zu bewundern? Das zumindest scheint sich so mancher gedacht haben, denn auch wenn man nicht wirklich von voll sprechen kann, ist der Hafen bereits gegen halb zehn respektabel gefüllt.
Besonders auffällig sind anfangs die Maschendrahtgitter, die vor der Bühne extra für MINISTRY aufgebaut werden, wahrscheinlich als Anlehnung an alte Zeiten. Als es dann gegen halb Zehn los geht, dröhnt erstmal ein REVOLTING COCKS-Lied [„I’m Not Gay“], quasi als Bühnenintro durch die Boxen. Kein schlechter Schachzug von Mr. Jourgensen, mal nebenbei seine Zweitband vorzustellen… Wie auch immer, als MINISTRY dann wirklich loslegen, fällt sofort der ungemein druckvolle Sound auf. Da muss wohl ein Profi extra eingeflogen worden sein, denn normalerweise ist der Hafen nicht gerade berühmt für tolle Feinabstimmungen. Hatten die Studioaufnahmen immer etwas Krachiges an sich, wird live der thrashige Kern der Band freigelegt. Trotz der Monstertour, die die Herrschafften derzeit absolvieren, wirkt die ganze Truppe sehr spielfreudig, allen voran Tommy Victor [PRONG]: Permanent neben dem Zaun hervorschauend, wirft er sich in alle möglichen Posen, sobald er von einem der Leute im Fotograben anvisiert wird, und kommt überhaupt allgemein während der folgenden zwei Stunden gar nicht mehr aus dem Grinsen raus. Der Maestro selbst hingegen gibt sich wie immer erhaben hinter seinem speziellen Mikroständer. Ansagen gibt es kaum, aber das ist ja auch nicht der Grund, warum die Leute heute hier sind: Man will ein letztes Mal die Songs der Band abfeiern und davon gibt es genügend. Besteht die erste Hälfte des Sets aus einer ausgewogenen Mischung der Diskographie der Bandgeschichte [wobei das gefeierte und gar nicht mal so alte „Rio Grande Blood“-Album verstärkt vertreten ist], bekommt man bei der Zugabe die zwei wohl größten Bandklassiker im Doppelpack.Spätestens bei “N.W.O“ und „Just One Fix“ gibt es auch kein Halten mehr und der erste Moshpit des Abends wird gestartet. Nach „Thieves“ verlassen die Amerikaner dann wieder die Bühne und die lange Wartezeit lässt schließen, dass jetzt endgültig Schicht im Schacht ist. Dann gibt’s aber doch noch ein Lied zum Abschied, und zwar kein geringeres als LOUIS ARMSTRONGs „What A Wonderful World. Den einen oder anderen, der die Coverversion nicht schon von „Cover Up“ kennt, dürfte an dieser Stelle über Al Jourgensens Gesang verwundert sein. Vielleicht keine Meisterleistung, aber trotzdem kann man dem Mann nicht vorwerfen, er könne nicht singen! Nach knappen zwei Stunden geht dieser Konzertabend damit zu Ende und wohl so ziemlich jeder Anwesende dürfe froh sein, MINISTRY noch einmal in Höchstform erlebt zu haben. Jammerschade, dass diese Industrial-Institution so früh abdankt. Allerdings: Sollte Barack Obama wirklich das Rennen um die Präsidentschaft gewinnen, kämen eh wieder Durstjahre auf die Jungs zu, denn über wen sollen denn dann Hasstiraden geschrieben werden?







Ammosarier

Autor: Amadeus Mader [Ammosarier] | 13.07.2008 | 13:14 Uhr
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