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Datum: 06.11.2009Stadt: Bulle [CH]




Mein lieber Scholli, was für ein Tourpaket! Da raufen sich MINSK und A STORM OF LIGHT, die beide dieses Jahr mit „With Echoes In The Movement Of Stone“ bzw. „Forgive Us Our Trespasses“ bärenstarke, dabei unglaublich eigenständige und anspruchsvolle Alben veröffentlicht haben, zu einer gemeinsamen Tour durch Europa zusammen und schlagen u.a. auch im schweizerischen Bulle [nahe Lausanne und Genf] auf. Und obendrein gibt’s mit ZATOKREV aus Basel noch einen hochkarätigen Support an diesem Freitagabend im November im verschlafenen Städtchen in der französischen Schweiz, das wir nach gut 2,5 Stunden Fahrt ohne große Vorkommnisse erreichen. Dass die recht eigenwillige und wenig massentaugliche Mucke aller beteiligten Bands jedoch nicht für Ströme von Zuschauern sorgt, wird schnell klar, denn nur langsam füllt sich der urige bis düstere Club Ebulliton, der wohl mal ein altes Theater gewesen sein muss – zumindest lässt die Empore darauf schließen. Sehr schick!



.: ZATOKREV :.
Letzten Endes sind dann knapp 50 Leute anwesend [laut Mercher waren es am Vortag in Genf ca. 60 Nasen], als ZATOKREV pünktlich um 22 Uhr loslegen und bei glasklarem und wahnsinnig wuchtigem Sound ihre schleifenden und schier erdrückenden Doomcore-Songs von der Kette lassen. Diesmal zwar nur als Trio anwesend, der zweite Gitarrist Stench fehlt leider, machen die Basler ihre Sache sehr gut, auch wenn an mancher Stelle die zweite Gitarre nicht schlecht gewesen wäre. Macht aber nichts, denn ZATOKREV haben damals schließlich als Trio angefangen, und insofern funktionieren Knaller wie „Bury The Ashes“ und „Starlight Leader“ gerade aufgrund der Atmosphäre des Clubs doppelt so gut. Neue Songs gibt es diesmal aufgrund Zeitmangels zwar leider nicht, aber dafür wird als Abschluss eines überaus gelungenen, gut 50-minütigen Auftritts noch die Bandhymne „Zato Krev“ geboten, bei der auch diverse Mitglieder der nachfolgenden Bands andächtig nickend im Publikum stehen. Einfach klasse!



.: A STORM OF LIGHT :.
Nach einer kurzen Umbaupause sind bereits A STORM OF LIGHT um den NEUROSIS-Visual-Arts-Zuständigen Josh Graham an der Reihe. Und wie! Unterstützt durch die gewohnt eindrucksvollen Projektionen aus der Feder von Graham laden die Jungs aus Brooklyn zu einer ca. 50-minütigen Reise in ihre Post-Hardcore/Ambient/Doom-Welt ein, die einen so schnell nicht mehr aus ihren Klauen entlässt. Unglaublich intensiv und wuchtig bieten A STORM OF LIGHT, diesmal übrigens unterstützt von Geoff Summers [der der kleine Bruder von DISBELIEF-Jagger sein könnte] am Schlagzeug sowie Will Lindsay von WOLVES IN THE THRONE ROOM an der zweiten Gitarre, vor allem Einblicke in das Material der aktuellen Veröffentlichung „Forgive Us Our Trespasses“. Überraschend für mich ist vor allem, dass Joshs überwiegend eingesetzter Klargesang auch live sehr gut funktioniert; der Mann hat spürbar an sich gearbeitet und wirkt entsprechend selbstbewusst auf der Bühne, auch wenn der Gesang insgesamt etwas mehr in den Hintergrund gemischt wird als auf den Studioalben. Gemeinsam mit den Visualisierungen und dem dezent eingesetzten Licht werden dann beispielsweise „Tempest“, „Across The Wilderness“ und das geniale „Midnight“ geboten, die allesamt zu überzeugen wissen und die die starke musikalische Entwicklung von A STORM OF LIGHT sehr gut veranschaulichen. Höhepunkt einer Band, die ihre Kompositionen an diesem Abend mit der Wucht einer Dampfwalze lebt und spielt, ist dann jedoch das ergreifende „Omega“, das keine Frage mehr offen lässt, sondern alles hinwegzufegen vermag. Großartig, und für mich ein versöhnlicher Ausklang, nachdem ich die Band letztes Jahr in der Schweiz ärgerlicherweise um nur fünf Minuten verpasst hatte. Schade jedoch trotzdem, denn A STORM OF LIGHT hätten weitaus mehr Zuschauer für einen solch umwerfenden Auftritt verdient, der mit völlig verdientem Applaus der Anwesenden quittiert wird.



.: MINSK :.
Und weiter geht’s im Text: Nach einer wiederum sehr kurzen Umbaupause übernehmen MINSK, die sich momentan auf ihrer zweiten Europatour in diesem Jahr befinden, das Ruder und bieten als Einstieg „Narcotics And Dissecting Knives“, während sich das restliche Set fast ausschließlich aus dem aktuellen Überflieger „With Echoes In The Movement Of Stone“ zusammensetzt. „Means To An End“, „Three Moons“ und das dynamische sowie progressive „The Shore Of Transcendance“, das für Gänsehautgarantie sorgt, offenbaren bei fast perfektem Sound – auch hier ist der Gesang manchmal etwas zu leise, vor allem bei Gitarrist Chris Bennett – eine sympathische Band, die völlig in ihren oftmals psychedelischen Kompositionen aufgeht. Apropos psychedelisch: Auch MINSK entscheiden sich für Projektionen, jedoch haben diese im Gegensatz zu denen von A STORM OF LIGHT eher untermalenden Charakter und wirken manchmal etwas entbehrlich, sorgen aber dafür, dass der Fokus stets auf der Band selbst ruht. Allen voran Sänger Tim Mead, der oftmals entrückt vor sich hinzuträumen scheint, reichlich verlebt aussieht und trotzdem zu keinem Zeitpunkt an seinen gesanglichen Fähigkeiten zweifeln lässt. Große Ansagen gibt es keine, sondern hier zählt die Musik, und nur der ausdrücklichen Danksagung, dass man den Anwesenden zutiefst für deren Erscheinen verbunden sei, wird etwas mehr Raum gewährt. Auch der Rest der Band zeigt sich sehr bewegungsfreudig, und gerade der zusätzliche Gesangseinsatz von Tieftöner Sanford und Gitarrist Chris verleiht der komplexen Musik von MINSK noch eine zusätzliche Note. Dreh- und Angelpunkt ist jedoch Schlagzeuger Anthony, der hinter seinem eindrucksvollen Drumkit abgeht und abschädelt wie der Klavier spielende Schlappohrenhund aus der Muppet Show. Obendrein gibt es noch das göttliche und nachdenkliche „Requiem – From Substance To Silence“, das einige Improvisationen enthält, während der knapp 70-minütige Auftritt des heutigen verdienten Headliners mit dem treibenden „White Wings“ von „The Ritual Fires Of Abandonment“ abgeschlossen wird. MINSK, vielen Dank!

Fazit: Selten sind alle Bands eines Konzertabends ausnahmslos sehr gut, doch in diesem Fall kann von einem Dreifachsieg in Bulle gesprochen werden. Ausfälle gibt es demnach keine, alle Bands erweisen sich als musikalisch sehr eigenständig und souverän und bieten vor Energie und Spielfreude nur so strotzende Auftritte, die an fast nichts mangeln lassen. Für mich eines der besten Konzerte seit langem, das genauso gut als Gesamtkunstwerk in drei Kapiteln aufgefasst werden kann; daher auch die ausdrückliche Empfehlung, sich die gemeinsame Tour von MINSK und A STORM OF LIGHT unbedingt anzusehen, wenn Ihr dazu noch die Möglichkeit haben solltet. Und bei einem überaus fairen Eintrittspreis von umgerechnet 12 Euro gibt es wahrlich nichts zu beanstanden, sodass sich die lange Anfahrt in jeglicher Hinsicht gelohnt hat. Ganz großes Kino!

soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 07.11.2009 | 15:28 Uhr
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