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Datum: 15.08.2009Stadt: München



Was gibt es Schöneres, als einen Besuch bei Freunden in München mit einem überaus ansprechenden Death-Metal-Paket im Live-Format abzurunden? Eben, aber auch die hochkarätige Zusammensetzung der Bands an sich, d.h. MISERY INDEX, HATE ETERNAL, PSYCROPTIC und BENEATH THE MASSACRE, spricht schon wahre Bände sowie für einen Besuch der mit 15 Euro überaus bezahlbaren Veranstaltung, auch wenn das Tourmotto „Summer Seek And Destroy“ wieder einmal die Frage aufwirft, wer sich eigentlich diese beknackten Mottos ausdenkt. An diesem Abend ist es aber umso erstaunlicher und auch wirklich sehr schade, dass nur eine überschaubare Anzahl von Interessierten den Weg in den gemütlichen Backstage Club findet – entweder ist ein Großteil der Leute wohl noch auf dem gleichzeitig stattfindenden Summer Breeze Open Air oder das hochsommerliche Wetter spricht einfach deutlich mehr für einen entspannten Grillabend an der Isar. Irgendwie auch nachvollziehbar, denn den ganzen Abend über steht im Backstage buchstäblich die Luft, sodass das Ganze eher an einen Pumakäfig erinnert und die Zuschauer in den Umbaupausen direkt wieder nach draußen strömen, um frische Luft zu schnappen, und auch das Merchandise ist bezeichnenderweise komplett draußen aufgebaut.



.: BENEATH THE MASSACRE :.
Somit haben die Kanadier von BENEATH THE MASSACRE die etwas undankbare Aufgabe, pünktlich um 20 Uhr vor sage und schreibe 25 Leuten anzufangen, und von diesen stehen vielleicht fünf wirklich vor der Bühne. Die Tech-Deather sind zwar durch die inzwischen vierte Tour in knapp eineinhalb Jahren fast schon überpräsent auf deutschen Bühnen, aber dennoch haben sie wirklich mehr verdient. Zu meckern gibt es wenig, mal davon abgesehen, dass Elliots Gesang etwas zu laut und Chris’ Gitarre etwas zu leise abgemischt sind, doch ansonsten gibt es erneut das deftige Technik-Gewitter, das man auch von den Studioalben der Jungs aus Montreal kennt. Hier sitzt jeder Ton und jedes Break, Drummer Justin knüppelt sich völlig lässig durch seine Gravity Blasts, während Chris’ Gitarrenspiel sowieso nicht von dieser Welt ist, sodass selbst sein eigener Sänger ihm kopfschüttelnd bis ungläubig auf die Finger schaut und damit Grinsen im Zuschauerraum erntet. Dann gibt’s natürlich solche Granaten wie das Breakdown-lastige „No Future“, die Knaller „Society’s Disposable Son“ und „The System’s Failure“ sowie einige Ausflüge in das Material des noch aktuellen Albums, „Dystopia“. „Reign Of Terror“ wird losgetreten und auch „Lithium Overdose“ darf nicht fehlen, sodass Bassist Dennis dabei seinen Spinnenschritt auspacken darf. Nach 25 Minuten ist auch schon wieder Schluss, wobei BENEATH THE MASSACRE eindrucksvoll unterstrichen haben, wie tight sie durch die zahlreichen Touren [sind die eigentlich jemals zu Hause?] geworden sind, wodurch live definitiv nichts anbrennt. Und dafür gibt es auch völlig zu Recht wohlverdienten Applaus vom spärlich anwesenden Publikum.



.: PSYCROPTIC :.
Bei den australischen Deathern PSYCROPTIC sieht die Situation dann nicht wesentlich anders aus. Ein paar mehr Nasen sind zwar dazu gekommen, aber als die Tasmanier aus Hobart ihr halbstündiges Set anfangen, tut sich ebenfalls nicht besonders viel, sondern die Band wird eher interessiert und mitwippend vom Rand aus gemustert. Für alle beteiligten Bands dürfte das nach den kürzlichen Auftritten auf dem Party.San und dem Summer Breeze Open Air ein ziemliches Kontrastprogramm sein, aber dennoch lassen sich PSYCROPTIC nicht beirren und konzentrieren sich hauptsächlich auf das Material von „[Ob]Servant“. „A Calculated Effort“ eröffnet den Reigen, dazu werden dann noch „Horde In Devolution“ oder auch das Titelstück geboten, bevor es mit „The Isle Of Disenchantment“ das Titelstück des Debüts auf die Mütze gibt. Die Anwesenden nehmen dies dankbar an und zumindest die ersten zwei, drei Reihen lassen die Mähne ausgiebig kreisen. Solide ist dabei das Stichwort, das den Auftritt des Quartetts treffend beschreibt, denn auch wenn PSYCROPTIC ihre Sache gut machen und technisch sowieso in der Oberliga mitspielen, fehlt an diesem Abend ab und an der nötige Biss, sodass sie im Vergleich zu dem Auftritt im Vorprogramm von THE BLACK DAHLIA MURDER ein wenig schlechter wegkommen, zumal sie zu den vorherigen BENEATH THE MASSACRE fast schon entschärften Technik-Death bieten. Alles in allem dennoch ein fraglos gutklassiger Auftritt der Aussies, der für Zuspruch sorgt, bei dem die Band ihr vorhandenes Potenzial aber nicht gänzlich ausreizt.



.: HATE ETERNAL :.
Wieder strömen alle nach draußen, und nach einer längeren Umbaupause erklingen die ersten Töne des mächtigen „Bringer Of Storms“ durch das Backstage. Erik Rutan zieht natürlich sämtliche Blicke auf sich, was unter anderem daran liegt, dass er heute der einzige Gitarrist ist und Shaune Kelley an der zweiten Klampfe leider nicht am Start ist. Schade, denn das hätte dem brutalen Gekloppe von HATE ETERNAL gut getan, auch wenn das Trio sich prima aus der Affäre zu ziehen weiß, dennoch genug Druck erzeugt und eine Riff-Wand nach der nächsten vom Stapel lässt. Verschnaufpausen sind sowieso nur etwas Weicheier und deswegen geht es ohne größere Ansagen direkt weiter, sodass erfreulicherweise mehr Songs als erwartet vom großartigen „I, Monarch“ zum Zuge kommen: „Behold Judas“ ballert, was das Zeug hält, und auch „The Victorious Reign“ und „I, Monarch“ selbst lassen kaum Wünsche offen. Dazu gibt es natürlich einige Auszüge aus „Fury And Flames“, beispielsweise „Whom Gods May Destroy“ oder auch „Tombeau“, sodass ein schöner Querschnitt durch das Material von HATE ETERNAL präsentiert wird. Rutan glänzt durch seine Gitarrenkünste und auch der Mann am Bass vermag zu punkten, auch wenn er streckenweise etwas nervös wirkt. Muss er gar nicht sein, denn auch wenn nur circa 50 Leute dem bunten Treiben zuschauen, machen die US-Knüppler vieles richtig, selbst wenn sie manchmal haarscharf am strukturierten Chaos – soundtechnisch betrachtet, wohlgemerkt – vorbeischrammen. Nach etwa 40 Minuten ist dann Schicht im Schacht und HATE ETERNAL bekommen ihren verdienten Applaus, denn sie haben sicher nicht den Auftritt ihres Lebens hinter sich, haben ihre Sache aber mehr als amtlich gemacht und meine Erwartungen an ihre geradlinigen Knüppelkünste erfüllt.



.: MISERY INDEX :.
Wer an diesem Abend jedoch das Heft in der Hand hält, wird schon nach wenigen Minuten, vielleicht sogar Sekunden mehr als deutlich: MISERY INDEX. Ruck zuck füllt sich daher auch der Innenraum, sodass jetzt etwa 80 bis 90 Leute anwesend sein dürften, und die wissen die Amis ausgezeichnet und immer mit einem Augenzwinkern zu motivieren, indem einfach mal einzelne Leute direkt angesprochen werden [„Kommt doch mal bitte weiter nach vorne. Ja, auch Du dahinten, ja, genau Du, ich seh’ Dich genau, Alter, hopp!“]. Aber auch insgesamt präsentieren sich MISERY INDEX als angenehme Sympathiebolzen, allen voran Jason Netherton, der ja sowieso der deutschen Sprache mächtig ist und dies gekonnt einsetzt. Und wem das nicht reicht, der bekommt ein buntes musikalisches Potpourri an erstklassigen Songs, die den Headlinerstatus vollends rechtfertigen. Logischerweise liegt der Schwerpunkt auf dem aktuellen Scheibchen „Traitors“: „We Never Come In Peace“, „Theocracy“, „Ruling Class Cancelled“ [geht auch prima ohne Tompa Lindberg als Gastsänger], „Traitors“, „Partisans Of Grief“, „Ghosts Of Catalonia“ oder auch „The Arbiter“ – fast der ganze Silberling wird geboten, und auf diesem befindet sich sowieso kein schlechter Song. Abgerundet wird dies durch solche Klassiker wie „Conquistadores“ und das fetzige „The Great Depression“, bei denen vor allem Gitarrist und Rübezahl-Look-Alike Sparkey Voyles abgeht wie Schmitz’ Katze. Und auch Zweitklampfer Mark Kloeppel überzeugt nicht nur durch sein kultiges THIN LIZZY-Shirt, sondern auch dadurch, dass er deutlich mehr Gesangsparts übernimmt und sich dabei optimal mit Jason Netherton ergänzt. Kurzum: MISERY INDEX unterstreichen überdeutlich, dass sie die anderen drei Bands [von denen wohlgemerkt keine einzige eine schlechte Leistung bietet!] spielend leicht ausstechen können, lassen sich überhaupt nicht aus dem Konzept bringen, sondern mobilisieren die letzten Reserven beim Publikum und bieten im Backstage bei nahezu subtropischen Temperaturen nach dem Motto „klein, aber fein“ einen knapp 50-minütigen Auftritt der Superlative. Großartig!


soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 16.08.2009 | 19:16 Uhr
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