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Datum: 10.04.2005Stadt: Essen

Die Hölle zu Gast bei Freunden. So in etwa könnte man – in Anlehnung an das schnieke Motto der FIFA WM 2006 – die livehaftige Rückkehr der wieder originalbesetzten MORBID ANGEL ins Teutonenländle betiteln. Und in der Tat sah es so aus, als hätte der legendäre Covenant of Death – Fanclub einige seiner fanatischsten Streiter in die gut gefüllte Zeche Carl entsandt, um dem Florida-Flagschiff zu huldigen. Das mussten auch die tourfreudigen Thrashcore-Könige von HATESPHERE erfahren, denen die leidige Openerrolle zufiel.

Nach einem fulminanten Einstieg mit dem Gassenhauer „Deathtrip“ vom „Ballet Of The Brute“ – Album passierte nämlich zunächst wenig im Publikum. Höflicher Applaus von Seiten der Death Metal Jünger, mehr nicht. Das konnten die Kerls um Schreihals Jakob Bredahl nicht auf sich sitzen lassen. Also schraubte man den Brutalitätsfaktor in Punkto Performance um einiges höher und eroberte den Mob Song um Song. Beim heimlichen Hit „Vermin“ sang die Halle bereits mit und Bredahl honorierte die Publikumsaktivitäten mit knackigen Ansagen á la „Thank you, the next song is about blood, shooting out of a cock“. Na denn Prost. Als man gegen Ende noch „500 Dead People“ in „500 Dead Germans“ umbenannte, lag die Zeche den Dänen fast zu Füßen. Hut ab vor einer Band, die vor Spielfreude beinahe platzt und sich momentan in absoluter Topform befindet!

Was nun kam, lässt sich nur so beschreiben: Ein Typ klettert auf die Bühne und redet irgendwas von Stagediving-Verbot. Plötzlich geht das Licht aus - und es ist wieder 1995.

So frisch als hätte sich in den letzten zehn Jahren nix am Death Metal Firmament verändert, legen die vier morbiden Engel mit „Rapture“ los. Und da war sie wieder, diese Stimme, deren bösartige Erhabenheit zu Beginn der 90’er einen Musikstil mitprägte wie dies ansonsten nur John Tardy (OBITUARY) vermochte. Nichts gegen Steve Tucker aber in Punkto Charisma und stimmlicher Ausdruckskraft gibt es nur einen wahren MORBID ANGEL - Sänger und der heißt David Vincent. Der inzwischen schwarzhaarige Kontroversling manövrierte seine natürlich fehlerfrei spielende Hintermannschaft durch sämtliche Highlights der Alben „Altars Of Madness“, „Covenant“ und „Domination“. Und hier standen die Fans von Beginn an Kopf. Kein Wunder: MORBID ANGEL können auf so viele Klassiker zurückgreifen wie kaum eine andere Truppe dieses Genres. Wenn man es sich aufgrund der Hitdichte leisten kann, Nummern wie „Immortal Rites“ oder „Maze Of Torment“ relativ weit vorn im Set zu platzieren, braucht man sich um nichts Weltliches mehr zu sorgen.

Lustig war, dass Trey Azagoth es sich nicht nehmen ließ, sämtliche Soli seiner früheren Gitarristenpartner zu übernehmen und so permanent mit beiden Händen auf dem Griffbrett zugange war, während Tourklampfer Tony Norman „lediglich“ das Gerüst liefern durfte. Manche Dinge ändern sich eben nie.

Was sich allerdings ändern sollte – und damit kommen wir zum einzigen Kritikpunkt des Konzerts – ist die Songauswahl. Meine lieben Herren, es kann doch nicht sein, dass ihr in Zukunft weiterhin die letzten drei Alben verleugnen werdet. Wollt ihr im Ernst Geniales wie „Summoning Redemption“, „Enshrined by Grace“ oder „Invocation Of The Continual One“ in der Versenkung verschwinden lassen? So langsam bin ich es wirklich leid, dass Bands in jeder Phase ihres Schaffens vom „besten Material aller Zeiten“ schwärmen, nur um nach ein paar Jahren festzustellen, dass es sich bei den entsprechenden Platten ja eigentlich nur um Platzhalter gehandelt hat, die die Fans freundlicherweise gekauft haben. Also, Herr Vincent, schaffen Sie sich gefälligst die Highlights der letzten zehn Jahre drauf. Und warum hat man bitteschön nur einen Song („Day Of Suffering“) vom genialen „Blessed Are The Sick“ gespielt? Zumindest „Fall From Grace“ und der Titeltrack sollten doch zum Standardrepertoire gehören.

Trotz dieses Mankos war dieses Gastspiel eine Wiedergeburt, auf die sicherlich nicht nur ich in den letzten Jahren gehofft habe. Mit dem unvermeidlichen „Chapel Of Ghouls“ beendete man den offiziellen Teil des Konzerts, bevor Mr. Vincent sich im Zugabenteil sogar zu einem Witzchen hinreißen ließ: „We have a problem – you wanted one more but we’re gonna play two more“ So beendeten „God Of Emptiness“ und „World Of Shit“ einen Auftritt, der nur wenige Wünsche unerfüllt ließ und Floridas Finest in der stärksten Form seit einer Dekade präsentierte.


Mattaru

Autor: Marcus Italiani [Mattaru] | 14.04.2005 | 17:08 Uhr
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