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Datum: 12.12.2006Stadt: München




Kontinuität im Leben ist schon was Feines. Montag bis Freitag geht man seinem Beruf [Studium, Schule, etc.] nach, am Wochenende wird die Sau raus gelassen und dann geht alles wieder von vorne los. Zwischendurch hat jemand im Bekannten- oder Familienkreis Geburtstag, im Sommer macht man Urlaub, manch einer spielt wöchentlich Lotto und einmal im Jahr geht man [vorzugsweise im Winter] auf ein MOTÖRHEAD-Konzert und diesem Ruf folgte ein fast ausverkauftes Münchner Zenith. Sogar Stefan Marquadt, Fernsehkoch und Hansdampf an allen Töpfen, ließ es sich nicht nehmen, im Publikum stehend die Finger von Reibe und Messer zu lassen, um lieber für ein paar Stunden Rock’n’Roll zu lauschen.

Letztes Jahr nur Aushilfe bei einem Song der Motorenköpfe, heute schon Supporter mit ihrer Band MELDRUM, heizte Lemmys Keule Moa Holmsten das Auditorium ihrerseits mit einem erdigen Rocksound ein, der nicht unwesentlich an die aufgelösten MEDICATION erinnerte. Treibendes Zusammenspiel von Gitarre, Bass und Schlagzeug wurde gekonnt mit modernen Einflüssen vermengt und obwohl Moa eindeutig als eine Frau zu identifizieren war [ein Schelm, wer da was Schweinisches denkt], hatte ihre gesangliche Performance mehr Eier als der Schritt von Michael Jackson. Lobenswert zu erwähnen wäre noch eine nette Coverversion von PANTERAS „Walk“, zu ehren von Dimebag, am Ende des Sets.

„Hmm“, war mein erster Gedanke als WE ihren Auftritt anfingen. Nach „hmm“ kam „yoah“, dann „oh ja“ und dann wieder ein langes „hmm“. Ich weiß nicht genau, was ich von der Band und deren Frontmann halten soll. Vom Stil her eine Melange aus 70er Psychedelic Rock und KYUSS, konnte mich der norwegische Fünfer erst nach drei Songs einigermaßen begeistern, wobei sie sich im Laufe ihrer knappen halben Stunde immer wieder zu sehr in ihrer eigenen Überlänge der Songs schwelgten. Kürzer und früher auf den Punkt gebracht wäre die eine oder andere Nummer mit Sicherheit sehr gut geworden; so war es eben nur eine weitere Vorband, die man über sich ergehen lassen musste. Hätte man MELDRUM an zweiter Stelle und WE als erstes eingesetzt, wäre es durchaus intelligenter gewesen.

„We are MOTÖRHEAD - and we play Rock’n’Roll.“ Lemmy könnte wohl auch “We are Florian Silbereisen - and we play Volksmusik” brüllen und die Leute würden ausrasten. „Lemmy, Leeeeemmmmyyyyyy“-Rufe neben mir signalisierten, dass auch Manu aus ihrer Trance erwacht war und sich nun bereit für 90 Minuten infernalische Lautstärke machte. Als Einstieg wählte man [oh, welch Wunder] „Dr. Rock“, gefolgt von „Stay Clean“ und „Be My Baby“. Der Pfarrersohn und dessen Messdiener Phil und Mikkey rockten wie eh und je die Kirche, knallten dem Fan hier ein „Sword Of Glory“ hin, dort ein „Iron Fist“ entgegen und pulverisierten mit „Going To Brazil“ gleich sämtliche Gehörgänge in Schutt und Asche. Dennoch muss die vorhin angesprochene Kontinuität an dieser Stelle leider herhalten. Auch wenn MOTÖRHEAD live nach wie vor eine Macht sind, so langweilt einen die [fast immer] gleiche Setlist doch allmählich [bis auf die wirkliche Überraschung „Snaggletooth“]. Die Akustiknummer „Whorehouse Blues“ war nun zwei Mal ganz cool aber der dritte Vortrag hat doch leider an Spontanität verloren. Auch die immer wieder dahin geseierten „Ace Of Spades“ und „Overkill“ könnten zugunsten von „[We Are] The Roadcrew“, „Iron Horse/Born To Lose“ und vielleicht auch endlich mal wieder „Bomber“ allmählich weichen. Altbewährtes zahlt sich eben am Ende am Besten aus, und so gab es noch „Over The Top“, „Sacrifice“ und „Killed By Death“ als Evergreens zu begutachten [wobei auch diesmal Moa bei letzterem auf die Bühne gekraxelt kam, um Lemmy am Mikro auszuhelfen].

Ich habe MOTÖRHEAD zwar schon in besserer Verfassung und Spiellaune erlebt, aber ein schlechtes Konzert habe ich von ihnen noch nie gesehen und an der Definition von Schlecht schrammte dieser Abend auch meilenweit vorbei. Ja, doch. Kontinuität ist eigentlich doch schon was Feines. Auf die nächsten 31 Jahre, Lemmy.


Dr. Rock
Stay Clean
Be My Baby
Killers
Metropolis
Over The Top
One Night Stand
I Got Mine
In The Name Of Tragedy
Sword Of Glory
Snaggletooth
Rosalie
Sacrifice
Just Cos You Got The Power
Going To Brazil
Killed By Death
Iron Fist
-----------------------------------
Whorehouse Blues
Ace Of Spades
Overkill

DeoUlf

Autor: Lorenz von König [DeoUlf] | 13.12.2006 | 20:06 Uhr
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