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Datum: 23.09.2012Stadt: Hamburg




Hat Grindcore sein Ziel verfehlt, wenn er traurig macht? Kann Trauerarbeit auch massiven Krach, fiese Moshpits und tagelangen Tinnitus erfordern? Sicher nicht immer und überall. Aber wo, wenn nicht bei der Abschiedstour von NASUM geht das zusammen? Denn nach dieser Tour, so heißt es von offizieller Bandseite, soll ein für allemal Schluss mit NASUM sein. Das sorgt natürlich schon im Vorfeld für eine gewisse Melancholie.




Die, man muss es einfach so sagen, in der ersten Hälfte des Abends von einem gewissen Schamgefühl überlagert wird. Denn das Logo, obschon nicht gerade leer zu nennen, ist gemessen am Anlass ausgesprochen lückenhaft gefüllt, als die Potsdamer CANCER CLAN versuchen, den Laden in Stimmung zu bringen. Was nicht so richtig gut gelingt – obwohl der abartig scharfkantige und manchmal schon fast hysterisch brutale Mix aus Punk, Crust, Grindcore und Black Metal durchaus seinen Reiz hat. Dass eigentlich noch eine Bassistin zur Besetzung gehört, die heute nicht dabei ist, dürften nicht viele wissen. Hab's auch erst im Nachhinein erfahren. So oder so hat die Band keinen sonderlich glücklichen Tag – zur Besetzungslücke kommen schlechter Sound und kaputte Gitarren. So bleibt neben einem dezenten Pfeifen im Ohr vom Auftritt von CANCER CLAN vor allem das Gefühl zurück, dass die an einem guten Tag verdammt geil sein könnten...






Anschließend sind BLACK BREATH an der Reihe. Darf man den Begriff „Shooting Stars“ für eine Band verwenden, die ranzigen Death Metal schwedischer Oldschool-Art spielt? Wäre vermutlich eher albern. Und mit Albernheiten haben die Amis nichts zu schaffen. Wuchtig riffen und walzen ist da schon eher ihr Ding – entsprechend drängeln sich auch zunehmend die langmähnigeren Gestalten vor die Bühne und schütteln ihr Haupthaar im Einklang mit der Band und ihren Songs. Ein guter Auftritt, keine Frage – aber ich persönlich fühle mich an den DEMONICAL-Gig auf dem diesjährigen Obscene Extreme erinnert, der einfach nicht zu hundert Prozent ins Bild passt und das Tempo nicht genug anzieht. Vielleicht habe ich aber auch einfach nur schlechte Laune, weil der Laden immer noch so leer wirkt. Man kann ohne Probleme zur Bar und zum Klo gehen. Und das im Logo. Hallo?!? Hamburg?!?






Nun mag der hohe Kartenpreis – ich erinnere mich an 25, der Kollege von www.dremufuestias.de gar an 28 € an der Abendkasse – ebenso ein Grund für die hanseatische Stubenhockerei sein wie der Termin an einem Sonntagabend. Aber der 19. Oktober 2004 war ein gottverdammter DIENSTAG und das Headbangers Ballroom war voll! Zumindest voller, als es das Logo am heutigen Abend ist. Vielleicht war aber auch nur ich voller, wer weiß, ist 'ne Weile her...
Wobei man zur Ehrenrettung des überwiegend nicht mehr zum jungen Gemüse zählenden Publikums sagen muss: Sobald das namensgebende NASUM-Intro aus Andy Warhols schäbigem Splatter-Streifen „Flesh For Frankenstein“ erklingt, sind die Leute voll da. Und bleiben es auch, obwohl längst nicht alle den wilden und kompromisslosen Pogotanz vor der Bühne mitmachen wollen oder können. Kein Vergleich mit dem Wahnsinn des Obscene Extreme, wo mir der NASUM-Pit neben einem lustigen Muster aus Schlamm und Hämatomen eine abgerissene Stiefelsohle beschert hatte. Nicht, dass NASUM daran Schuld hätten oder irgendwie enttäuscht wirkten. Sie wüten sich gutgelaunt durch ihr Set und lassen sich nicht aus dem Konzept bringen. Auch nicht, als Mikroschwinger Keijo Niinimaa von ROTTEN SOUND [den man trotz seiner 150. Show mit der Band übrigens leider keine Schwedenwitze erzählen lässt] sich mit dem Pfeiler in der Mitte der Bühne anlegt oder einer der Verstärker unter der fast ununterbrochenen musikalischen Brachialgewalt NASUMs den Dienst quittiert. So geht das letze Hamburger Gastspiel ruck-zuck vorbei. Und hat man es jetzt überhaupt richtig gewürdigt? Sich jedes Stück gemerkt? Alles aus vollem Hals mitgegrölt? Hm, ja, teilweise. Natürlich gab's „Corrosion“, „The Professional League“, „The Engine Of Death“, „Inhale/Exhale“. Wenn mir der Lochfraß in meinem Hirn keinen Streich spielt, auch „The Final Sleep“, „Whip“, „Circle Of Defeat“. Und gefehlt haben mir „Wrath“ und „Detonator“. Aber ist das wichtig? NASUM reißen sich ein letztes Mal in Hamburg den Arsch auf, immerhin ein Teil der örtlichen Grinder feiert mit und anschließend ist Sense – wenn die Band ihre Integrität und ihren Namen nicht aufs Spiel setzen will, für immer. Was also bleibt? Nüchtern betrachtet ein guter, aber nicht außergewöhnlicher Grindcore-Gig. Und der Abschied von einer Band, die mich einen beträchtlichen Teil meines Hörvermögens gekostet und der Extrem-Nische Grindcore für immer ihren Stempel aufgedrückt hat. Danke NASUM. Vi ses aldrig mer...

grim_rieper

Autor: Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper] | 09.10.2012 | 02:16 Uhr
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