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Datum: 15.11.2009Stadt: Hamburg

Immer mehr Veranstaltungen ziehen mit einem Motto durch die Lande und versammeln so größere Acts auf einem Haufen. Oft sieht man einen ganzen Haufen an Bands für relativ wenig Geld, jedoch auch mit relativ wenig Spielzeit. Beim diesjährigen Neckbreakers Ball haben sich zum Glück nur vier Bands zusammen gefunden, welche Hamburg an diesem Abend das Fürchten lehren wollen. Der Abendkassenpreis mit 30€ ist zwar für die Markthalle ziemlich happig, jedoch scheint das Billing dem Preis gegenüber ausgeglichen zu stehen.

.: ARSIS :.

Um Punkt 19:00 Uhr geht das Licht aus und die Technik-Deather von ARSIS betreten die Bühne. Prompt füllt sich die Halle über halb voll und die Gitarren geben ordentlich Dampf. Während der ersten beiden Lieder passiert im Publikum noch nicht wirklich sehr viel. Zwar schauen alle gespannt auf die Gitarrenfertigkeiten der beiden Klampfer, und doch springt der Funke noch nicht richtig über. Dies ändert sich aber bei „A Diamond For Disease“ prompt. Die Meute fängt an wild zu headbangen und immer mehr begeben sich in die Grube direkt vor die Bühne. Ab diesem Zeitpunkt haben ARSIS das Publikum fest im Griff und punkten mit jedem Lied. Zum Schluss gibt es noch „The Face Of My Innocence“ und ein jeder, der in der Halle zu diesem frühen Zeitpunkt steht, dürfte zufrieden sein. Leider haben ARSIS an diesem Abend nur 40 Minuten Zeit, um ihre Musik unters Volk zu bringen und so verlassen die Jungs die Bühne genauso schnell wie sie gekommen sind.






.: SCAR SYMMETRY :.

Klappt es oder klappt es nicht? Nach dem Weggang von Sänger Christian Älvestam war die Frage, ob die Band überhaupt noch eine Chance hat. Mit den beiden Sängern Robert Karlsson und Lars Palmqvist hat man zumindest auf Platte einen guten Ersatz gefunden; nun ist es an der Band, dies auch live zu beweisen.

Ein mächtiges Intro ertönt, die Band entert die Bühne und mit „The Iconoclast“ vom neuen Album geht es gleich in die Vollen. In der Halle ist es nun deutlich voller als zuvor und die Aktivitäten lassen bei weitem nicht so lange auf sich warten, wie es noch bei ARSIS der Fall war. Die Band ist höchst motiviert und die neuen Sänger fegen über die Bühne, headbangen und geben wirklich alles. Auch das Songmaterial der Schweden weiß zu überzeugen und so spielt man aus jedem Album etwas. Ob nun Hits wie „Morphogenesis“ oder etwas von dem aktuellen Album „Dark Matter Dimensions“, alles wird in diesem Moment abgefeiert. Es gibt nur ein kleines Problem: Zwar machen die Sänger ihre Sache ziemlich gut und trotzdem ergibt sich auf der Bühne ein sehr komisches Bild. Vorher war ein bulliger Kerl auf der Bühne, der die Clean- und Brutal-Parts übernommen hat – nun braucht man dafür zwei. Das wirkt erstens etwas wie bei SONIC SYNDICATE und zweitens nimmt es ungewollt etwas an Härte raus, die die Band durchaus besitzt. Trotzdem macht man an diesem Abend keine großen Fehler und mit einer für den zweiten Act beeindruckenden Lichtshow verabschiedet man sich unter großem Applaus mit „The Illusionist“.

Setlist von SCAR SYMMETRY:

The Iconoclast
Morphogenesis
Noumenon And Phenomenon
The Consciousness Eaters
Mind Machine
Ascension Chamber
Chaosweaver
Retaliator
The Illusionist

.: BEHEMOTH :.

Nachdem die anderen Umbaupausen mit 15 Minuten relativ schnell vonstatten gingen, ist nun eine längere Verschnaufpause der ganz besonderen Art an der Reihe. Während des Umbaus gibt es nicht, wie gewohnt, leichte Rock-Musik im Hintergrund, sondern ein bedrohliches Intro, das klingt, als würde Wind über eine zerstörte Landschaft fegen. Irgendwie Ehrfurcht gebietend. Dann wird umgebaut, und das nicht zu wenig! Das Bühnenbild gleicht vom Aufwand her einem MAIDEN-Aufbau. Ein riesiges Backdrop, zwei Stahladler als Side-Drops, besondere Schlangenständer, in denen die Mikros eingearbeitet sind, und, und, und. Kein Wunder, dass da die Umbaupause 30 Minuten dauert.

Dann bricht eine Stunde Show in Perfektion los. BEHEMOTH betreten unter einem gewaltigen Intro die Bühne und lassen die bis auf den letzten Platz gefüllte Markthalle mit dem neuen Song „Ov Fire And The Void“ erzittern. Es bricht ein messerscharfer und erdrückender Sound los, der sich direkt ins Fleisch schneidet. Dazu gibt es eine Lichtshow, welche ihresgleichen suchen darf. So viele Lichter hat die Markthalle noch nie auf einmal angeworfen, und ich bin mir definitiv sicher, dass man nicht mehr aus einer Lichtshow rausholen kann wie an diesem Abend. Die Band ist topmotiviert und zeigt, dass die Performance bis aufs kleinste Detail durchdacht ist. Das Songmaterial lässt das Publikum geradezu ausrasten und BEHEMOTH zeigen, wie groß die Motivation und Perfektion auf einer Bühne sein kann. Hier wird die Messlatte ganz weit nach oben gelegt. Nach 55 Minuten geht die Band von der Bühne, jedoch nicht ohne noch einmal zurück zu kommen, und „Lucifer“ zum Besten zu geben. Der erdrückende Sound gibt ein gigantisches Bild zu dem immer dunkler werdenden Licht in der Markthalle und als auch das letzte Licht für ein paar Sekunden erloschen war und die Rückkopplung tönt, da gibt es einen Knall, das Licht geht an und die Band ward verschwunden – ganz großes Kino.

Setlist von BEHEMOTH:

Ov Fire and the Void
Demigod
Shemhamforash
Conquer All
LAM
As Above So Below
Slaves Shall Serve
At The Left Hand Ov God
Alas, Lord Is Upon Me
Decade Of Therion
Chant For Eschaton 2000
Lucifer





.: DEVILDRIVER :.

Schon im Vorfeld haben sich viele gefragt, warum die Amerikaner von DEVILDRIVER an diesem Abend den Headliner-Slot verdient haben. Eine wirkliche Antwort darauf ist wohl nicht zu finden und nun, nachdem BEHEMOTH die Messlatte so hoch gelegt haben, wird es für DEVILDRIVER umso schwerer zu zeigen, wer der verdiente König der Bühne ist. Nach einer halben Stunde Umbaupause [hier frage ich mich, warum man die Fans so lange warten lässt] geht es dann endlich los.

Die Halle füllt sich geschwind und DEVILDRIVER feuern von Anfang an ein Feuerwerk an Schnelligkeit ab. Entgegen aller Erwartungen ist die Halle noch sehr voll und die ersten Pits brechen aus. Zwar sind der Sound und die Lichtshow nicht annähernd so gewaltig wie zuvor, doch trotzdem auf einem sehr hohen Niveau. Der Opener der Show „End Of The Line“ geht direkt in die Nackenmuskeln und lässt das Publikum geradezu ausrasten. Lieder wie „Pray For Villains“ oder „These Fighting Words“ tun ihr übriges und lassen vom Songmaterial her keine Wünsche offen. Und obwohl Licht, Sound und Setlist völlig überzeugen, gibt es einen Faktor, der extrem stört! Sänger Dez Fafara führt sich auf wie der amerikanische Oberproll. Ansagen, die von MACHINE HEAD eins zu eins kopiert sind, sind noch das geringste Übel. Des Weiteren wird jeder, der nicht in den Pit geht, als eine Pussy abgestempelt, Fans, die nichts machen, beleidigt und einem Sicherheitsmann, der nur seine Arbeit getan hat, mal eben am Hemd gezogen und ihm den Mittelfinger gezeigt. Viele weitere Hassparolen gegen Fans, die nichts machen, und Leute, die gegen DEVILDRIVER sind, später, ist nach einer Stunde auch Schluss. Die Band lässt sich nicht lang feiern, eine Zugabe, dann ein arrogant wirkendes Nicken ins Publikum und DEVILDRIVER verlassen ohne weiteres die Bühne und lassen sich nicht mehr blicken. Sehr schade, dass man mit dieser Art von Charakterisierung auf der Bühne viele Minuspunkte sammeln musste.

Setlist DEVILDRIVER [nicht ganz sicher – müsste aber so stimmen]

End Of The Line
Not All Who Wander Are Lost
Nothing's Wrong?
Pray For Villains
Clouds Over California
Hold Back the Day
Fate Stepped In
I Could Care Less
Back With A Vengeance
Before The Hangman's Noose
These Fighting Words
Meet The Wretched

I Dreamed I Died


Fazit: An sich haben alle Bands an diesem Abend überzeugen können. Die Markthalle war gerappelt voll und die Stimmung war bei jeder Band ziemlich gut. Über den Preis lässt sich, genau so wie über den Headliner-Slot, streiten, sollte aber das geringste Problem an diesem Abend sein. Für alle, die was mit der Art des DEVILDRIVER-Sängers anfangen können, dürfte das also ein perfekter und runder Abend gewesen sein.

Ashes Of Eden

Autor: Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden] | 01.12.2009 | 17:38 Uhr
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