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Datum: 14.03.2007Stadt: Karlsruhe




Unter dem Banner „Carving Europe’s Epitaph Vol. II“ begaben sich die deutschen Vorzeige-Deather NECROPHAGIST Anfang Februar zusammen mit MISERY INDEX, ORIGIN und BURNING SKIES [welche nach gut über der Hälfte der Shows durch die Amis DISKREET abgelöst wurden] auf große Tour durch unseren alten Kontinent. Über einen Monat und 34 Konzerte in insgesamt 16 verschiedenen Ländern später fand sich der Tross zum letzten Abendmahl in Deutschlands lautester Unterführung, dem Karlsruher Substage, ein. Dieses war mit schätzungsweise 300 Gästen für einen Mittwochabend auch relativ gut gefüllt und so konnten sich die Anwesenden nicht nur auf Death Metal der Güteklasse A freuen, sondern auch auf die üblichen Streiche, die sich die Bands einer Tour auf dem letzten Konzert schon fast traditionellerweise gegenseitig spielen. [sk]


.: DISKREET :.
Den musikalischen Reigen eröffneten die aus Kansas stammenden DISKREET, welche die Engländer BURNING SKIES für die letzten 15 Konzerte der Tour als Support abgelöst hatten.

Der heftige Brutal Death Metal des Quintetts heizte den – zu diesem Zeitpunkt noch nicht allzu zahlreich – vor der Bühne Erschienenen schon einmal gut ein und setzte eine erste Duftmarke für die Dinge, die an diesem Abend noch kommen sollten. Das Rad neu erfinden konnten DISKREET innerhalb ihrer etwa 25-minütigen Show erwartungsgemäß zwar nicht, trotz allem wussten die solide dargebotenen und technisch auf relativ hohem Niveau angesiedelten Lieder zu überzeugen. Nicht zuletzt vergnügte mich der Auftritt durch das Beobachten des bärtigen Schlagzeugers [„The next song goes out to this lovely teddybear behind me!“], welcher sich die Anstrengungen des Abknüppelns durch sein breites Dauergrinsen alles andere als anmerken ließ. Amüsante Anekdoten am Rande stellten des Weiteren die Frisur des zur Linken platzierten Gitarristen dar, welche stark an die des MISERY INDEX „Cover-Maskottchens“ erinnerte, sowie die ständigen Käsescheiben-Luftattacken durch Mitglieder der danach spielenden Combos vom seitlichen Bühnenrand aus. [sk]



.: ORIGIN :.
Nach dem sehr amtlichen Opener folgte mit ORIGIN eine der Bands, die bereits auf drei Alben zurück blicken kann. In einer halben Stunde zeigten die vier Jungs aus Kansas dem zahlreich angetretenen Publikum, wo der Hammer in Sachen abgefahrener, technischer Death Metal hängt.

Egal welchen Musiker man sich anschaute, alle waren einfach unglaublich versiert und wahnsinnig schnell; allen voran Bassist Mike Flores, der vermutlich so manchen Bassisten dazu bewegen könnte, das Instrument schlichtweg an den Nagel zu hängen. Was dieser Mann darbot, war einfach nicht mehr von dieser Welt. Zum tighten Gitarrenspiel von Paul Ryan und dem High Speed-Drumming des zurückgekehrten John Longstreth kam noch die imposante Bühnenpräsenz von Sänger James Lee, der sich im Laufe des Auftritts zu einer regelrechten Rampensau entwickelte. Stets Herr der Lage, variabel von schrillen Screams bis zu ultratiefen Growls, wurde James, wenn er mal nicht humorvolle und sympathische Ansagen machte, noch von Mike und Paul am Gesang unterstützt, sodass gerade dieses schnelle Wechselspiel den Auftritt bereicherte und für die nötige Abwechslung sorgte. Geboten wurde ein bunter Querschnitt aus den drei Alben, wobei das Hauptaugenmerk auf „Echoes Of Decimation“ lag, das inzwischen auch schon wieder zwei Jahre auf dem Buckel hat. Songs wie „Reciprocal“, „Staring From The Abyss“ und das geniale „Debased Humanity“ wurden in einem akzeptablen, wenn auch nicht perfekten Soundgewand überragend dargeboten und durch ältere Tracks wie „Mental Torment“, „Lethal Manipulation“ und „Perversion Of Hate“ ergänzt. ORIGIN kamen, sahen, spielten, wurden abgefeiert, freuten sich, dankten artig und hinterließen offene Münder. Ganz großes Kino! [soulsatzero]


.: MISERY INDEX :.
Danach war es an der Zeit für die Band, deren Name eine Hommage an das zweite Album der US-Deathgrind Väter ASSÜCK darstellt: MISERY INDEX. Diese stiegen nach kurzem „Retaliate“-Intro mit einem Dampfhammer des letzten, von der Presse zu Recht dick abgefeierten Albums „Discordia“ voll ein ins Geschehen.

Überraschenderweise blieb „Conquistadores“ jedoch einer der wenigen Songs von besagter Scheibe. Vielmehr bestand das Set aus einem bunten Mix aus fast allen Veröffentlichungen der Bandgeschichte. Negativ wirkte sich dieser Umstand allerdings nicht auf die Reaktion des Publikums aus, ganz im Gegenteil: Zum ersten [und auch einzigen] Mal entstand an diesem Abend ein kleiner Moshpit. Der straighte Deathgrind des routinierten Quartetts wusste schlicht zu begeistern und Sänger/Bassist Jason Netherton [zusammen mit Gitarrist Sparky Voyles vielen sicher noch von der Szenegröße DYING FETUS bekannt] konnte mit seinen deutschen Ansagen beim Karlsruher Publikum zusätzlich punkten. Und natürlich war auch der Auftritt von MISERY INDEX nicht frei von einem Hauch „Verstehen sie Spaß?“. Beispielsweise enterte unser bärtiger Schießbudenmeister von DISKREET des Öfteren die Bühne und verstärkte Adam Jarvis’ Schlagzeug mit einem zusätzlichen, von Hand gehaltenen Becken. Leider endete das sehenswerte Treiben nach nicht einmal einer Dreiviertelstunde bereits mit dem alt-ehrwürdigen „Pulling Out The Nails“. Und leider leider verirrte sich in das Programm der Ostküstler auch kein Cover der Grindlegende NASUM [welches im Verlauf der Tour noch seinen Platz in der Setlist hatte]. Trotz allem hat das INDEXsche Geballer mächtig Laune gemacht! [sk]


.: NECROPHAGIST :.
Bereits um Viertel vor elf standen dann schon die Headliner NECROPHAGIST auf den Brettern, die die Welt bedeuten, und wurden in ihrer Heimatstadt gebührend willkommen geheißen. Ohne großen Firlefanz ging es direkt mit Vollgas los, sodass wieder einmal große Augen und staunende Leute das Resultat waren.

Von „Foul Body Autopsy“, „Fermented Offal Discharge“, „To Breathe In A Casket“, “Epitaph” über “Only Ash Remains” bis zu “Ignominious & Pale” wurden beide bisher erschienenen Alben „Onset Of Putrefaction“ und „Epitaph“ ziemlich gleichwertig bedient und die Songs wie gewohnt perfekt, das heißt 1:1 im Vergleich mit den Alben, dargeboten. Erstaunlich war die positive Bühnenpräsenz von Bandleader Mohammed, der sich überraschend gesprächig und agil zeigte, was in der Vergangenheit eher selten der Fall war und zwar stets zu einer perfekten Darbietung, aber doch zu einer gewissen Sterilität in Sachen Interaktion und Performance führte. Doch am letzten Tag der 35 Konzerte umfassenden Tour zeigten sich NECROPHAGIST, vielleicht gerade deswegen, vergleichsweise offen und spielfreudig und wurden dementsprechend abgefeiert. Dass die vertrackt-anspruchsvollen Stücke natürlich sehr viel Konzentration erfordern und wenig Freiraum lassen, sodass die Band nach wie vor eher eine Truppe zum Anschauen und Staunen als zum Abgehen ist und bleibt, dürfte dennoch klar sein. Demzufolge passierte auf der Bühne gewohnt wenig. Vor allem Neuzugang Sami erschien weitgehend unspektakulär, während Drummer Hannes, der letztendlich noch für die restlichen Dates der Tour einsprang, obwohl er schon aus der Band ausgestiegen war, hier seinen zweitletzten Auftritt mit NECROPHAGIST absolvierte. Einziger Wermutstropfen waren der etwas verwaschene Sound und die für einen Headliner zu kurze Spielzeit, denn nach nur 45 Minuten ging die Band von der Bühne und ließ sich trotz lang anhaltender Forderungen nach einer Zugabe nicht mehr blicken, sodass einige Unmutsrufe laut wurden. Vielleicht hat da auch die ausgiebige Tour in Sachen Müdigkeit letztlich Tribut gefordert. Trotz allem war dies eine der unterhaltsameren Shows von NECROPHAGIST, an denen sich wohl nach wie vor sowohl bezüglich Musik als auch Unterhaltungswert bei Konzerten die Geister scheiden werden. [soulsatzero]


Somit ging dann auch die letzte Show der langen Tour für alle Bands erfolgreich über die Bühne. Diese zeigten sich zwar sichtlich erschöpft, aber noch immer in guter Laune und zu allerlei Späßchen miteinander aufgelegt. Insgesamt hat sich bei diesem tollen Package in Sachen anspruchsvoller Death Metal der Weg ins Substage auf alle Fälle gelohnt. Auch die fairen Preise für Merchandise müssen erwähnt werden; so wurde ein Großteil der Shirts für fanfreundliche 10 Euro und ein Hoody für 20 Euro verhökert. Feine Sache! Dass das prinzipiell geht, haben BOLT THROWER ja schon letztes Jahr bewiesen und kann in dieser Form gerne von anderen Bands übernommen werden.
Finale Grüße gehen an den metalnewsschen NECROPHAGIST-Merchandiser Tom und an die baden-württembergische Autobahnpolizei, die es sich nicht nehmen ließ und mitten in der Nacht noch eine unnötige Fahrzeug- und Ausweiskontrolle bei vier kaputten Konzertbesuchern auf dem Nachhauseweg durchführen musste... [soulsatzero]


Bilder unter freundlicher Genehmigung von Thomas Weeber.

sk, soulsatzero

Autor: Sebastian König [sk] | 21.03.2007 | 17:56 Uhr
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