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Datum: 23.06.2013Stadt: Karlsruhe




An einem sonnigen Sonntagabend zeigt sich der Karlsruher Substage-Club ausgesprochen gut gefüllt [wenn auch nicht gänzlich ausverkauft], was in Anbetracht der Tatsache, dass sich NEUROSIS seit einer gefühlten halben Ewigkeit, d.h. 15 Jahre, nicht mehr in der Gegend haben blicken lassen, nicht weiter verwunderlich ist. Zwar hat die Band vor zwei Jahren in Stuttgart und auch in Bern gespielt und ist diesmal auch noch im französischen Belfort [Eurockeenes Festival] sowie in Zürich und Genf zu sehen, aber abgesehen von den deutlich weiter gelegenen Konzerten in Leipzig und Berlin ist der Auftritt in Karlsruhe natürlich für das süddeutsche Publikum ganz klar am interessantesten.



.: AMENRA :.
Pünktlich um 20.45 Uhr legt dann die belgische Post Hardcore/Sludge-Truppe AMENRA los und bietet eine knappe Stunde lang einen bunten Querschnitt durch ihre bisherigen Veröffentlichungen – unterstützt durch die im Vorfeld als Split-Set angekündigten TREHA SEKTORI sowie durch sehr gelungene, düstere Projektionen, die bestens zur schleppenden, wuchtigen Musiker der Band aus Kortrijk passen. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf dem aktuellen Album „Mass V“, wovon zum Beispiel das großartige „Boden“ oder auch „Nowena | 9.10“ – leider ohne den möglichen Live-Gast Scott Kelly, das wäre was gewesen! – zum Zuge kommen und live mehr als eindrucksvoll dargeboten werden. Doch auch das restliche Songmaterial der Band weiß zu überzeugen, auch wenn sich die Geister an dem hohen Geschrei/Gekreische von Sänger Colin van Eeckhout scheiden und auch so mancher im Publikum von einem „NEUROSIS-Klon“ vor sich hinbrummelt. Was ein wenig unfair und dann doch zu einfach wäre, auch wenn letzten Ende alles Geschmackssache ist, auch wenn AMENRA inzwischen beim NEUROSIS-eigenen Label Neurot Recordings unter Vertrag stehen, an diesem Abend auf Einladung des Headliners den einzigen Auftritt im Vorprogramm der Tour bestreiten und sicher nicht von ungefähr zu dieser Rolle kamen. Fakt ist aber, dass sich AMENRA an diesem Abend in Höchstform zeigen, ein ausgewogenes, sehr energiegeladenes und stimmungsvolles Set spielen, einen Bomben-Sound am Start haben und daher auch jede Menge verdienten Applaus erhalten. Daumen nach oben!



.: NEUROSIS :.
Nach einer längeren Umbaupause wird es dann Zeit für die inzwischen seit fast 30 Jahren aktive Band aus den USA: NEUROSIS. Wobei sogleich auffällt, dass diesmal keine Projektionen geboten werden, da sich die Wege der Band und von Visual-Media-Mitglied Josh Graham [siehe auch A STORM OF LIGHT] im letzten November bekanntlich in aller Freundschaft trennten und sich die Band augenscheinlich bewusst gegen die Projektionen entschieden hat, um nicht vom eigentlichen Geschehen auf der Bühne abzulenken. Ein wirklich mutiger Schritt und „Neuanfang“, der zwar die Bandmitglieder an sich mehr in den Fokus rückt und grundsätzlich alle „Nachahmer“ dieses vor etlichen Jahren eingeführten Stilmittels mit einem Augenzwinkern unterläuft, aber grundsätzlich auch schade ist, da meiner Meinung nach die Visualisierungen – auch schon damals mit z.B. Pete Inc. – ein extrem wichtiger Bestand des Gesamtkonzepts NEUROSIS sind und man irgendwie das Gefühl nicht los wird, dass einfach etwas fehlt. Was nicht heißt, dass der Auftritt schlecht wäre – ganz im Gegenteil, denn die Band – allen voran Keyboarder Noah Landis sowie Gitarrist Steve von Till, während Scott Kelly eher verhalten und distanziert seine Parts spielt – wirkt während der knapp 100 Minuten sehr spielfreudig. Und während das aktuelle Album „Honor Found In Decay“ zwar nicht an die bisherigen Glanztaten der Band heranzukommen vermag und auch ein paar Durchhänger aufweist, funktionieren die vier Songs des Albums, die live gespielt werden, ausgesprochen gut, auch wenn ein „My Heart For Deliverance“ sicher nicht zu den stärksten Liedern von „Honor Found In Decay“ gehört. Ein „At The Well“ hingegen zeigte sich jedoch schon vor zwei Jahren als starkes Material, was sich auch heute noch einmal bestätigt, und spätestens beim Ausflug in selige „Times Of Grace“-Zeiten mit eben jenem Titelsong gibt es sowieso kein Halten mehr. Und bei dem stimmungsvollen, melancholischen „The Tide“ vom grandiosen „A Sun That Never Sets“ geht natürlich ebenfalls ein Raunen durch das Publikum, während neben den Songs von „Honor Found In Decay“ natürlich auch noch einige Stücke des Vorgängers „Given To The Rising“ in die Setlist gefunden haben – aber das war ehrlich gesagt zu erwarten [ganz im Gegensatz zum kraftvoll dröhnenden, wummernden „Eye“ von „Through Silver In Blood“ als Opener übrigens – gelungene Überraschung!]. Zumal die neuen Stücke wie gesagt live eine Spur besser funktionieren – siehe auch „Bleeding The Pigs“ und „We All Rage in Gold“, bei denen vor allem der grimmig dreinschauende, in der Musik völlig aufgehende Steve von Till mit seiner charismatischen Stimme sehr gut zu punkten vermag.
Und so vergehen knapp 100 Minuten wie im Fluge – übrigens bei besten Soundbedingungen, wobei Mix und Sound vor allem eins ist: sperrig. Doch dies wiederum passt sehr gut zu NEUROSIS, deren Musik geradezu diesen Live-Sound einfordert und benötigt, um einen – mit den richtigen Ecken und Kanten versehen – als Hörer unerbittlich zu packen und mitzuziehen. Wem das noch nicht reicht, der bekommt zudem als Zugabe den Klassiker „Locust Star“ um die Ohren geballert, dass es sich nur so gewaschen hat; danach folgt das plötzliche, einer Vollbremsung gleichkommende Verstummen der Instrumente und der wie gewohnt wortlose Abgang der Band von der Bühne – das Hallenlicht geht an, man ist zurück in der Realität.

Fazit: Wer den Weg nach Karlsruhe auf sich genommen hat, wird nicht enttäuscht nach Hause gefahren sein, auch wenn knappe 30 Euro an der Abendkasse kein Schnäppchenpreis sind. Doch Hand aufs Herz: Wie oft kann man diese Band schon hier in der Gegend sehen [zumal die Merchandise-Preise äußerst fair waren]? Nicht unerwähnt darf natürlich bleiben, dass NEUROSIS live sowie auf Konserve nicht [mehr] an die alten bzw. gewohnten Glanztaten heranreichen können, sich aber äußerst wacker schlagen und an diesem Abend insbesondere die zusätzliche visuelle Komponente gefehlt hat, die sonst oft das Sahnehäubchen darstellte und an deren Abwesenheit man sich wohl erst noch richtig gewöhnen muss. Doch in Anbetracht der Tatsache, dass sowohl AMENRA als auch NEUROSIS an diesem Abend sehr gute Auftritte abgeliefert haben, hat sich der Abstecher ins Substage auf alle Fälle gelohnt, zumal auch Keyboarder Noah Landis und Bassist Dave Edwardson später noch in der „Alten Hackerei“ direkt gegenüber vom Substage beim lockeren Plausch bzw. Absacker anzutreffen waren und sich dort äußerst sympathisch unters Volk mischten. Auch daher insgesamt Daumen hoch und die unvermeidliche Frage, wie oft wir wohl noch NEUROSIS auf längerer Europatour erleben werden dürfen – oder ob vielleicht beim nächsten Mal sogar ein Stück von „Enemy Of The Sun“ in die Setlist finden wird? Lassen wir uns überraschen…

Setlist:

01. Eye
02. My Heart For Deliverance
03. At The End Of The Road
04. Times Of Grace
05. Distill
06. At The Well
07. The Tide
08. We All Rage in Gold
09. Bleeding The Pigs
10. Given To The Rising
11. Locust Star

soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 27.06.2013 | 21:13 Uhr
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