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Datum: 22.08.2008Stadt: Le Locle [CH]



Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus, wie es so schön heißt. Gut und gerne zehn Jahre ist es her, seit die Szene-Ikone NEUROSIS in Deutschland und im benachbarten Ausland Konzerte gegeben hat, sodass die Ankündigung einiger Shows für einige Freude gesorgt hat. Nachdem das VnV Rock Altitude Festival bisher eher von lokalen Bands aus der Schweiz bestritten wurde, haben die Veranstalter dieses Jahr einige zusätzliche Scheite ins Feuer gelegt und es erstaunlicherweise geschafft, NEUROSIS für ihr Festival an Land zu ziehen. Um dem internationalen Anspruch keinen Abbruch zu tun, wird dann nicht gekleckert, sondern gleich geklotzt, sodass als hochkarätiger Support zudem noch ENTOMBED, A STORM OF LIGHT und THE OCEAN auf dem Programm stehen, während das Gesamtbild zusätzlich mit einigen eidgenössischen Bands abgerundet wird. Grund genug also, um an einem verregneten und sehr nasskalten Freitagabend in Richtung Le Locle bei Neuchâtel aufzubrechen und sich dieses Billing nicht entgehen zu lassen. [soulsatzero]

Die Auftritte von SWITCHBACK und IMPURE WHILHELMINA fallen aufgrund der längeren Anreise und diverser Verzögerungen leider ins Wasser, was an und für sich schade ist, denn das durch erste Höreindrucke auf MySpace Gebotene weiß durchaus zu überzeugen. Grund genug also, um auf alle Fälle für A STORM OF LIGHT vor der Bühne zu stehen, denn das, was die neue Band um Josh Graham [Ex-RED SPAROWES, BATTLE OF MICE, NEUROSIS] mit ihrem Debüt, „And We Wept The Black Ocean Within“, abgeliefert hat, ist schlichtweg beeindruckend. Beeindruckend ist jedoch auch der plötzlich einsetzende sintflutartige Regen, der das Weiterkommen auf den Straßen spürbar erschwert, während sich nach der Ankunft am Zielort leider ein ziemlich unorganisierter Eindruck breit macht, denn abgesehen von einem weit von der Halle entfernten Parkplatz mit Hinweis auf einen Shuttle Bus gibt es schlichtweg keinerlei Beschilderung. Toll. Nach einer Irrfahrt durch das ausgestorbene Le Locle kommt man dem Ziel endlich etwas näher, scheitert aber an den etlichen Absperrungen, sodass der Rest des Weges anscheinend zu Fuß zurückgelegt werden soll, was um halb neun, also gut nach der Hälfte von A STORM OF LIGHT, nicht wirklich reizvoll klingt. Erste Klänge von „Vast And Endless“ sowie „Thunderhead“ schallen durch das entfernte Waldstück, doch bis die wirklich mitten in der Pampa gelegene Halle, zu der natürlich etliche Besucher direkt mit dem Auto gefahren sind, weil im Endeffekt niemand die somit völlig sinnlosen Absperrungen beachtet bzw. kontrolliert, erreicht ist und das endlose Prozedere am Einlass erledigt ist, verhallen die letzten Töne von A STORM OF LIGHT. Echt ärgerlich und schade. – Bleibt eigentlich nur noch hinzuzufügen, dass die Band laut Äußerungen von Bekannten zu überzeugen wusste, auch wenn einige Besucher Probleme mit dem gewöhnungsbedürftigen Gesang hatten. [soulsatzero]

.: THE OCEAN :.
Nach einer kurzen Umbaupause begeben sich THE OCEAN auf die stimmungsvoll ausgeleuchtete Bühne, die wohl der wärmste Ort des Festivals sein dürfte, denn durch den halboffenen Holzbau zieht es wie Hechtsuppe, während die Außentemperaturen alles andere als festivalfreundlich sind. Man merkt der Band erneut deutlich den Kollektiv-Charakter an, da neue Musiker an Schlagzeug und Bass am Start sind, während auch Zweitsänger Nico zu meiner Überraschung fehlt, sodass die Vermutung nahe liegt, dass er mit seiner zweiten Band, WAR FROM A HARLOTS MOUTH, unterwegs sein könnte. Dafür ist der Auftritt auf dem VnV Rock Altitude Festival für Gitarrist Jona quasi Heimspiel, da er aus dem benachbarten La Chaux-de-Fonds stammt und ebenfalls bei KEHLVIN und SWITCHBACK zockt. Die Band erwischt leider keinen sauberen Einstieg, da diverse Soundprobleme zu bewältigen sind, bevor auch noch die Snare Drum ihren Geist aufgibt. Das bringt die Jungs, die letztes Jahr mit „Precambrian“ ein unglaublich beeindruckendes Machwerk vorgelegt haben, erfreulicherweise überhaupt nicht aus der Ruhe, sodass sich im Laufe des Auftritts die richtige Atmosphäre zum Glück noch einstellt. Die Setlist besteht erwartungsgemäß fast ausschließlich aus Songs der aktuellen Scheibe, und auch dort auf dem getrageneren „Proterozoic“-Teil, wobei sich die Auswahl leicht von der letzten Tour unterscheidet, sodass solche Knaller wie „Orosirian [For The Great Blue Cold Now Reigns]“ oder auch das ergreifende „Stenian [Mount Sorrow]“ sehr gut zünden können. Sänger Mike Pilat hat sich hervorragend in die Band eingefügt, präsentiert sich stimmlich vollkommen auf der Höhe und kann selbst die durch Nico entstandenen Lücken problemlos füllen, während er mit seinen teils französischen Ansagen auch beim Publikum zu punkten weiß. Zum Abschluss eines exzellenten und kurzweiligen Konzertes gibt es dann noch mit dem obligatorischen „Queen Of The Food-Chain“ mit seinen heftigen Projektionen gewaltig eins auf die Mütze, sodass dadurch auch der Vorgänger „Aeolian“ etwas zum Zuge kommt. Alles in allem, und trotz anfänglicher kleinerer Probleme, ein sehr guter Auftritt von THE OCEAN, der zu Recht abgefeiert wird. [soulsatzero]

Setlist:
– Calymnian [Lake Disappointment]
– Orosirian [For The Great Blue Cold Now Reigns]
– Stenian [Mount Sorrow]
– The City In The Sea
– Ectasian [De Profundis]
– Queen Of The Food-Chain




.: ENTOMBED :.
Nicht so ganz zum Rest des doch sehr Post Rock bzw. Post Hardcore-lastigen Billing will auf den ersten Blick der Name ENTOMBED passen. Und auch während der Show der schwedischen Death Metal/Death’n’Roll-Pioniere wird man stets das Gefühl nicht los, dass die Stockholmer auf einem reinen Metal-Festival wohl besser aufgehoben gewesen wären. All diesen Unkenrufen zum Trotz kümmert ENTOMBED dieser Umstand jedoch herzlich wenig und so bieten sie – nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Sound – ihren gewohnt bunten Strauß Melodien aus den letzten gut zwanzig Jahren. Die Glanzlichter markieren auch hierbei der aus so mancher Kehle mitgegrölte Refrain des Songs „Out Of Hand“, das durch eines der coolsten Metalvideoclips ever verewigte „Night Of The Vampire“, der Old School-Hit „Left Hand Path“ sowie der aktuellste Klassiker „When In Sodom“, welchen das Publikum als letzte Zugabe vor den Latz geknallt bekommt. Etwas getrübt wird eine letzten Endes nicht unvergnügliche Show schließlich durch das Auftreten von Sänger Lars-Göran ‚Beelzebub 666’ Petrov, an dem der Rock’n’Roll-Lifestyle der letzten Jahre seine deutlichen Spuren hinterlassen hat. Ozzy Osbourne lässt – so scheint es jedenfalls – immer mehr grüßen… [sk]




.: NEUROSIS :.
Als NEUROSIS zu fortgeschrittener Stunde ihr Set beginnen, weht bereits ein kühler Bergwind durch die an den Seiten offene ‚Halle’ und wer sich nicht gerade direkt in der Menge befindet, wird nicht nur von den unheimlich dichten Klängen der Amis ordentlich durchgeschüttelt. Doch an den Witterungsverhältnissen wird es sicher nicht gelegen haben, dass sich das Publikum ab dem ersten Song dicht um die Bühne schart. Nach derart langer Abwesenheit auf dem europäischen Festland [von einem Exklusivauftritt beim holländischen Roadburn Festival 2007 einmal abgesehen] liegt eine spürbar freudige Neugierde in der Luft, die erst mit dem ersten Stück „Given To The Rising“ vom gleichnamigen letzten Album zu verfliegen scheint. Schnell wird klar, dass sich der Fünfer auch an diesem Tag in Topform befindet. So geht das Konzert über die gesamte Länge professionell as fuck mit glasklarem Sound und adäquaten Videoprojektionen im Hintergrund von statten. Dieser Umstand verstärkt dabei die Wirkung der eh schon schier übermenschlich guten Post Hardcore-Kompositionen – sofern man sie denn in diese Schublade einordnen möchte – nur noch. Das Hauptaugenmerk legt die Band an diesem Abend ‚logischerweise’ auf das 2007 erschienene, noch aktuelle Album „Given To The Rising“, von dem gleich die ersten vier Lieder – und damit zwei Drittel der gesamten Setlist – für das Konzert in Le Locle ausgewählt werden. Die beiden Vorgängeralben „The Eye Of Every Storm“ und „A Sun That Never Sets“ werden lediglich mit jeweils einem einzigen Song bedacht, der weitere Backkatalog komplett vernachlässigt. Somit vermisst der ein oder andere langjährige Fan sicher alte Klassiker wie „Locust Star“. Doch auch das starke „Left To Wander“ vermag mit seiner ruhigen Eröffnung und dem erst heftig groovenden Schlusspart ein deutliches Ausrufezeichen zu setzen. Das Sahnehäubchen stellt da nur das mitreißende „Stones From The Sky“ dar, dessen Kirchenglocken vom ‚Jüngsten akustischen Gericht’ künden und damit das Konzert mit einem der besten NEUROSIS-Stücke überhaupt abschließen. Das Publikum tobt und lechzt nach mehr. Doch wenn NEUROSIS die Bühne erst einmal verlassen haben, bringen sie keine zehn Pferde wieder zurück und als die Zuschauer durch grelles Licht abrupt wieder zurück in die harte Realität versetzt werden, äußert ein Großteil durch Pfeifen und Buh-Rufe seinen Unmut über ein nicht einmal eine ganze Stunde währendes Konzert. Mit den hochklassigen, aggressiv-psychedelischen Liedern schafft der amerikanische Fünfer es zwar, die Zeit für einige Minuten stillstehen zu lassen, eine etwas ausgedehntere Spielzeit hätte dem Abend jedoch sicher gut getan. [sk]

Setlist:
– Given To The Rising
– At The End Of The Road
– Distill
– Water Is Not Enough
– Left To Wander
– Stones From The Sky




.: KEHLVIN RORCAL :.
Noch vom Hoch des NEUROSIS-Auftritts beflügelt, leert sich der Bereich vor der Bühne zwar spürbar, aber da KEHLVIN und RORCAL unter der Sparte ‚lokale Bands’ abgeheftet werden können, scheint es dennoch einige Leute zu interessieren, was zum Abschluss des Abends auf der Bühne passieren wird. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf „Ascension“, dem kürzlich erschienenen Machwerk der beiden Truppen, das innerhalb von nur vier Tagen improvisiert, komponiert und aufgenommen wurde. Heftige und druckvolle Post-Hardcore-Riffs, ruhigere Passagen, experimentelle Feedback-Anflüge sowie zwei sich die Seele aus dem Leib brüllende Shouter bestimmen das Bild, während die insgesamt zehn Musiker die Bühne komplett in Beschlag nehmen. Das Gebotene wird schon allein aufgrund des guten Sounds positiv vom Publikum aufgenommen und macht Bock auf mehr, selbst wenn spätestens jetzt die Müdigkeit vehement um sich greift und der lange Heimweg angetreten wird. Bei KEHLVIN RORCAL, die ihr Projekt übrigens im Herbst mittels weiterer Konzerte vorstellen werden, gilt die Devise: Im Auge behalten beziehungsweise antesten. [soulsatzero]

Etwas kaputt und durchgefroren geht es im Laufe der KEHLVIN RORCAL-Show wieder auf den Heimweg gen Südbaden. Der Weg hatte sich zwar allein auf Grund der sehens- bzw. hörenswerten Shows von THE OCEAN und NEUROSIS gelohnt, ein etwas fader Beigeschmack durch die suboptimale Organisation des Festivals bleibt jedoch bestehen. Wer sich das Event im nächsten Jahr also geben möchte, sollte sich daher zuerst von der Qualität des Billings überzeugen und bei tatsächlicher Reise nach Le Locle das Zeitfenster für die Anfahrt äußerst großzügig halten. [sk]

sk, soulsatzero

Autor: Sebastian König [sk] | 15.09.2008 | 14:58 Uhr
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