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Datum: 03.09.2002Stadt: Köln

Woran erkennt man, daß man sich auf einem Konzert von NIGHTWISH befindet? Richtig, am großzügig verbreiteten Parfümgeruch, der den weiblichen Fans zuzuschreiben war, die sich auch hier zahlreicher als auf üblichen Metalveranstaltungen einfanden. Das Paladium in Köln bot der angereisten Menge ausreichend Platz, die Toiletten waren blitzsauber und die Location hatte ihren Charme – also alles in allem schon mal ein bemerkenswerter Veranstaltungsort. Natürlich mußte ich mich kritischerweise davon überzeugen ob beim Merchandise Fan-Abzocke betrieben wurde oder man mit ordentlichen Preisen rechnen konnte. Die verlangten 15 Euro für ein Shirt und 20 für ein Longsleeve waren dann aber doch in Ordnung für einen Act, der einen derartigen Bekanntheitsgrad besitzt (da habe ich bei wesentlich kleineren Bands schon viel fiesere Preise gesehen). Die Halle selbst bot viel Platz, die Bühne war ziemlich groß und wartete mit einer opulenten Lichtanlage, Nebelwerfern und einem Luftgebläse auf, daß, anstatt nur pathetisch zu wirken, mit den langen Haaren mancher Musiker auch lustige Sachen machte. Womit wir bei den Bands angelangt wären.

Los gings mit CHARON. Da mir der Name der Band wenig sagte, fand ich mich gespannt vor der Bühne ein. Nur um im nächsten Moment überrascht zusammenzuzucken. Die Gruppe besteht aus fünf jungen Männern, die sich ganz dem Düsterrock der Marke H.I.M. verschrieben haben. Obwohl es sound- und spieltechnisch eigentlich wenig zu meckern gab, konnte ich mich beim besten Willen nicht für die finnische Truppe erwärmen. Zu schwülstig und aufgetragen die Emotionen, zu offensichtlich die Paralellen zu den Landsleuten um Ville Valo. Das androgyne Auftreten und das lau-rockige Attitude der Band dürfte sicher einigen der Anwesenden tatsächlich gefallen haben, ich selbst fand mich jedoch bereits nach drei gespielten Songs in der Außenhalle des Gebäudes wieder und widmete mich lieber einem frischen Kölsch.

Daß unser Nachbarland Holland mehr zu bieten hat als guten Käse, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Daß es sich bei der Band AFTER FOREVER um einen der heißesten musikalischen Holland-Exporte in Sachen Metal handelt, dürfte vielen jedoch neu sein. Die sympatische Band um Sängerin Floor Jansen hatte jedenfalls ein leichtes Spiel mit den anwesenden Fans. Ihre, manchmal orientalische, manchmal folkige Klassik-Metal Mischung erinnerte nicht nur einmal an THERION ihrer „Theli“ Phase und zeichnete sich trotzdem durch eine gewisse Eigenständigkeit aus und konnte, auch aufgrund der Spielfreudigkeit der Musiker, auf ganzer Linie überzeugen. Blickfang war natürlich die fesche und agile Sängerin, die mit ihrer Mischung aus Metal-Posing und Schlangentanz die Zuschauer in ihren Bann zog. Mit einer gelungenen Coverversion des IRON MAIDEN Titels „The Evil That Men Do“ versetzte man auch noch den letzten Nörgler in Euphorie und rundete einen Gig ab den man zusammenfassend nur als gelungen bezeichnen kann. Diese Band könnte noch richtig groß werden! Niedliches Detail: Nach Ausklang des letzten Titels zückte Frontfrau Floor ihre Digitalkamera und machte ein Erinnerungsfoto von der jubelnden Menge vor der Bühne.

Eine fabelhafte Leistung, die die finnischen Superstars von NIGHTWISH nun erstmal toppen mußten, wollten sie sich nicht von einem Support-Act die Show stehlen lassen. Doch schon beim ersten Song wurde jedem Anwesenden völlig klar WER hier der Headliner war. Die Band präsentierte sich spielerisch weiter gereift, was jedoch keinen Einfluß auf ihre Natürlichkeit zu haben schien. Im Gegenteil – die Mannen um Frontfrau Tarja lebten die Show ebenso wie ihre Fans, feixten untereinander und hatten sichtlich viel Spaß. Von der Arroganz, die man aufgrund ihrer kommerziellen Erfolge vermuten könnte, war nichts zu spüren. Und mit dem brillianten OZZY OSBOURNE Cover „Crazy Train“, welches von Basser Marco gesungen wurde, bewies die Band nicht nur daß, obwohl Herr Osbourne mittlerweile die Würde des Alters mit seiner Reality Soap verspielt hat, seine Musik auch weiterhin zeitlos bleibt, sondern besonders daß es die Jungs auch ohne Tarja können. Und wie! Mastermind Tuomas legte als „Master Of The Keys“ einen glitzernden Klangteppich aus, Wonneproppen Emppu zauberte mitreißende Leads auf seiner Gitarre und Drummer Junkka verdrosch ordentlich die Felle. Das einzige was dem Sound von NIGHTWISH meistens ein wenig fehlt sind satte Riffs, weshalb die „Anklage“ von Marco an die deutschen Fans „You guys can’t bang!“ (um die Crowd beim nächsten Song zum mitmoshen zu animieren) auch ein wenig aus der Luft gegriffen war. Diesen verbalen Schnitzer machte er aber mit seinem hervorragenden Gesang wett, der Tarja’s Stimme meist nach Kräften unterstützte, was dem ganzen eine weitere, interessante Facette gab. Mit dem GARY MOORE Cover „Over The Hills And Far Away“, welches von den Anwesenden ordentlich mitgesungen wurde, endete die offizielle Spielzeit. Daß sich die Band für eine Zugabe auf die Bühne zurrückrufen ließ, war aber abzusehen. Die Zugaben „Sleeping Sun“, das live bei weitem schöner klang als auf CD und das bombige "Wishmaster", welches sich als echte Livegranate entpuppte, wurden von den Fans mit Begeisterung aufgenommen und bewiesen zudem wieder einmal, daß es sich bei NIGHTWISH um eine der mitreißensten Live-Bands im Metalsektor handelt. Danach war dann aber wirklich Schluß und man schob sich langsam und zähflüssig in der großen Menge dem Ausgang zu. Ein wirklich berauschender Abend mit einem bemerkenswerten Support Act und einem fantastischen Headliner, der mit einem grandiosen Auftritt wieder einmal bewiesen hat, daß der Status der Band in der Szene absolut gerechtfertigt ist.

sOULiON

Autor: Werner Heinz [sOULiON] | 04.09.2002 | 18:30 Uhr
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