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Datum: 23.04.2012Stadt: Frankfurt/Main

In der Frankfurter Jahrhunderthalle ist etwa zu 70 % gefüllt. Guter Schnitt, die finnischen Chartbreaker können nach wie vor ihre Fans motivieren. Um es vorweg zu nehmen, mit den Landsleuten BATTLE BEAST haben sie ein verdammt guten Support Act dabei.





BATTLE BEAST


Die finnische Combo BATTLE BEAST darf man getrost als so etwas wie Shooting-Stars bezeichnen. Ihr vor Jahresfrist erschienenes Debutalbum „Steel“ wirbelt derzeit mächtig Staub auf und sorgt dafür, dass die Band sich nicht in kleinen Clubs, sondern gleich in großen Venues beweisen darf. So auch in der Jahrhunderthalle Frankfurt/Main im Rahmen des Supports für NIGHTWISH. Das bedeutet in diesem Falle vor etwa 3.000 Zuschauern. Und die waren, wie meistens bei noch nicht wirklich prominenten Support Acts, gelangweilt vor der Halle anzutreffen, lauernd und wartend auf den Hauptact. Im Gegenteil. Bereits zu Beginn des Gigs haben Nitte Valo und ihre Jungs das komplette Publikum in ihren Bann gezogen und bieten eine rundum überzeugende Vorstellung. Das Debutalbum bietet den Rahmen des Programms und die Reaktionen der Leute lassen erahnen, das eben jenes Debutalbum sensationell aufgenommen worden ist. Songs wie „Steel“ und vor Allem „Enter The Metal World“ kommen ausgezeichnet an. Zu keinem Zeitpunkt des Dreiviertelstunde ist hier zu spüren, dass es sich „nur“ um die Vorband handelt. Das überträgt sich ohne Frage auf die Künstler, die sichtlich befreit aufspielen können. Die anschließenden „Zugabe“ Rufe hallen lange nach und nicht nur der Schreiber dieser Zeilen fragt sich, ob und wie die finnischen Landsleute das toppen können. Ein souveräner Auftritt, der sicherlich auch diejenigen überzeugen konnte, die vor Betreten der Halle an diesem Abend noch so gar nichts mit dem Namen BATTLE BEAST anfangen konnten.





Setlist BATTLE BEAST :

1. Intro
2. Justice And Metal
3. Armageddon Clan
4. Cyberspace
5. Steel
6. Iron Hand
7. Victory
8. Enter The Metal World
9. Show Me How To Die

NIGHTWISH

Wie erwartet und schon bei den “70.000 Tons of Metal” zu bestaunen, bieten NIGHTWISH anno 2012 Hauptsächlich Kost der neueren, nach-Tarja Phase an. Schlau gemacht, denn einerseits ist Tarjas Gesangsstil nicht unbedingt mit dem von Anette Olzon vergleichbar und führt allein deshalb schon zu Differenzen, zum Anderen haben die Finnen mit “Imagenaerum” ein wahrhaft ausgezeichnetes Werk am Start. Der Auftakt ist gut durchdacht, nach dem aktuellen Hit “Storytime” folgt Gassenhauer “Wish I Had An Angel”. Anfängliche Nervosität kaum spürbar, das Konzert nimmt einen entspannten Verlauf. In der Rhein Main Metropole ist an diesem Montag Abend alles gut und die Band absolvieren einen wunderbar arrangierten Gig. Sicher hängt Jederman/frau an den Lippen der norwegischen Sängerin, jeder Ton will in die Waagschalen geworfen werden. Mehr vielleicht als bei vielen anderen Künstlern. Doch das Publikum zeigt sich gnädig, NIGHTWISH sind gut drauf. Vor Allem Basser und männlicher Gesangspartner Marco Hietala zeigt sein Talent als Entertainer und rettet jede Situation gekonnt mit einem Späßchen oder mit Einbeziehung des Publikums. Denn Selbiges muss zwischendurch mit einer gewissen Trägheit kämpfen, denn ein eingeschobener Akustikblock, in dem ein weiterer NIGHTWISH Mega Hit, nämlich “Nemo” eingebettet wird, sorgt in der Mitte des Konzertes für Gemütlichkeit. Das reguläre Set wird dann mit dem GARY MOORE Klassiker “Over The Hills And Far Away” beendet, der noch mal alle Symphatien bündelt und das Publikum aus der Reserve lockt. Als Zugabe stehen dann wieder nietnagelneue Sachen auf dem Zettel, darunter das ellenlange “Song For Myself”, quasi ja eine musikalische Autobiographie von Bandleader Tuomas Holopainen. Die neue Single “Last Ride Of The Day” beschließt den angenehmen Abend.






Tracklist NIGHTWISH :

1.Intro : Taikatalvi
2.Storytime
3.Wish I Had An Angel
4.Amaranth
5.Scaretale
5.Slow, Love, Slow
6. I Want My Tears Back
7. Come Cover Me
8.The Crow, The Owl And The Dove
9.The Islander
10.Nemo
11.Last Of The Wilds
12.Planet Hell
13.Ghost River
14.Dead To The World
15.Over The Hills And Far Away

16.Finlandia
17.Song For Myself
18.Last Ride Of The Day
19.Outro : Imaginaerum

Irgendwie gehen alle zufrieden nach Hause. Die jungen Leute in den ersten Reihen genau so wie der Rest des Publikums, das als Mega Ü 30 Party durchgehen könnte. Gelungener Abend, an dem NIGHTWISH ein ordentlich bis gutes Konzert hinlegten und in dem eine Newcomerband namens BATTLE BEAST in meinen Augen für Furore sorgt. Und das, so konnte ich recherchieren, wohl nicht nur an diesem Abend.






Ein Manko allerdings will doch genannt werden. Und zwar die Tatsache, das dieses Konzert, warum auch immer, oberpünktlich anfängt. An sich ja nichts Schlechtes, aber wer zu offiziellem Konzertbeginn erst mit Anwesenheit glänzt, bekommt die erste Vorband EKLIPSE nicht mit. So wie meine Wenigkeit, dem Feierabendverkehr sei Dank. Dafür dürfen aber alle früher nach Hause gehen. Bereits um 22.35 Uhr ist Schicht, für die Werktätigen natürlich ein dankbares Geschenk.

Fränky

Autor: Frank Wilkens [Fränky] | 02.05.2012 | 12:29 Uhr
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