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Datum: 25.11.2009Stadt: Pratteln [CH]




Wenn die Hobby-Ägyptologen NILE wieder einmal die europäischen Bühnen beehren, lassen sich die Fans nicht lange bitten, sondern erscheinen zahlreich. So geschehen auch an diesem Mittwoch im schweizerischen Pratteln, sodass das Z7 zwar nicht aus allen Nähten platzt, jedoch ziemlich gut gefüllt ist, als die „Those Whom The Gods Detest Tour“ der US-Deather im grenznahen Pratteln Halt macht.



.:CORPUS MORTALE:.
Doch immer der Reihe nach, denn um 19 Uhr kann von ‚gut gefüllt’ noch lange nicht die Rede sein, als die Dänen CORPUS MORTALE die undankbare Aufgabe haben, vor knapp 25 Leuten den bunten Reigen zu eröffnen. Und das machen sie ca. 30 Minuten auch recht amtlich, selbst wenn der Death Metal der bereits seit 1993 aktiven Kopenhagener nicht unbedingt Originalitätspreise gewinnt, dafür aber sehr solide aufs Parkett gebracht wird. Und gerade wenn CORPUS MORTALE mal vom Gaspedal gehen und fies und wuchtig durch die Gegend grooven, können sie gut Akzente setzen, wie beispielsweise bei „Exaltation Of The Macabre“ oder auch „Shallow Graves“ geschehen. Mit der Widmung des letztgenannten Songs an alle, die nur herumstehen, schießt sich die Truppe jedoch ein schönes Eigentor, schließlich sollten die u.a. auch bei THE CLEANSING aktiven Musiker zu dieser frühen Stunde froh über jeden einzelnen Zuschauer in der großen Halle sein. Insgesamt ein guter Auftakt.



.:ULCERATE:.
Bei den Neuseeländern ULCERATE, die dieses Jahr mit „Everything Is Fire“ einen ganz schönen Hammer abgeliefert haben, sieht die Lage dann schon etwas besser aus, auch wenn schätzungsweise nur 50 Nasen vor der Bühne stehen. Schade eigentlich, denn die Jungs aus Auckland hätten ein größeres Publikum für ihren komplexen und unkonventionellen Death Metal mit klirrend kalten Post-Hardcore-Elementen der Marke ‚HATE ETERNAL/IMMOLATION meets NEUROSIS’ verdient. Sogar der Sound geht zu meiner Überraschung in Ordnung, obwohl die Mucke von ULCERATE mit ihrer Laut-Leise-Dynamik und einigen Akustikpassagen der Albtraum jedes Mischers sein dürfte, sodass das Quartett sich prima präsentieren kann. Dabei liegt das Hauptaugenmerk offensichtlich aus Zeitgründen ausschließlich auf Songs der aktuellen Scheibe, was ein wenig schade ist, da „Becoming The Lycanthrope“ oder „Defaeco“ von „Of Fracture And Failure“ zu jedem Live-Set der Kiwis gehören sollten. Dafür gibt es zur Entschädigung aber solche Perlen wie „Withered And Obsolete“, „Caecus“, „Soullessness Embraced“ und „Everything Is Fire“, bei denen die Band ihre Fähigkeiten eindrucksvoll unter Beweis stellen kann. Kurzum: Ein ausgezeichneter Auftritt von ULCERATE, der zwar aufgrund der vertrackten Mucke für wenig Bewegung im Publikum sorgt, dafür aber nach dem Verklingen der letzten Töne mit viel Applaus bedacht wird.



.:GRAVE:.
Nach einer erneut nur knapp zehnminütigen Pause geht es knallhart weiter mit GRAVE, die ihren schnörkellosen Death Metal vom Stapel lassen. Und wie Frontröhre Ola Lindgren lässig einwirft, müsste inzwischen doch eigentlich jeder wissen, wer GRAVE sind, schließlich hätte man dafür ja 20 Jahre Zeit gehabt. Recht hat der Mann, und deshalb fackeln GRAVE auch gar nicht lange, sondern liefern knappe 40 Minuten lang die Todesblei-Breitseite, die ganz einfach grundehrlich und ohne jeglichen Firlefanz rüberkommt. Das weiß das Publikum zu schätzen, schädelt gemeinsam mit den Nordlichtern ab und freut sich neben Liedern neueren Datums ebenso über solche Uraltsongs wie „Into The Grave“ oder auch „Obscure Infinity“. „Soulless“, den Evergreen der Schweden, der ihnen inzwischen wohl meilenweit zum Hals raushängen dürfte, gibt es dafür jedoch nicht, was den einen oder anderen hörbar enttäuscht. Insgesamt liefern GRAVE aber auch ohne ihren ‚Hit’ einen kurzweiligen, auf den Punkt gespielten und sehr sympathischen Auftritt ab, für den sie zurecht abgefeiert werden.



.:KRISIUN:.
Und weiter geht’s im Takt, nämlich mit den Brasilianern KRISIUN. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich mit dem Stakkato-Death-Metal der drei Brüder nie wirklich warm geworden bin. Zwar fand ich den Auftritt auf dem ersten Death Feast Open Air okay, aber so wirklich umgehauen haben sie mich dort auch nicht. Anders sieht dies dafür beim noch aktuellen „Southern Storm“ aus, mit dem mich KRISIUN sehr positiv überrascht haben. Rein spielerisch gibt es so oder so rein gar nichts auszusetzen, denn auch wenn die Jungs nur zu dritt agieren, wirkt alles sehr tight und souverän, zumal KRISIUN definitiv das Zeug dazu haben, ihre Mucke deutlich spannender und abwechslungsreicher gestalten zu können. So geht das Publikum zwar steil und zettelt den ersten und einzigen Circle Pit des Abends an, aber nach gut 20 Minuten ist bei mir dann das Limit erreicht, selbst wenn ein Song wie „Bloodcraft“ fraglos wie eine Bombe einzuschlagen vermag. Dazu kommt das sehr sympathische und bodenständige Auftreten des Trios, denn vor allem Sänger und Bassist Alex wird es nicht müde, immer wieder zu betonen, wie dankbar KRISIUN den ‚Metal Brothers’ für ihr Kommen seien. Davon könnten sich so einige Bands, die allzu schnell der Rockstar-Arroganz anheim fallen, gerne mal ein oder auch mehrere Scheibchen abschneiden, auch wenn es nach dem fünften bis siebten Dankeschön und diversen Verbrüderungsanträgen dann aber auch mal gut ist. Kurzum: Eine Show der Brasilianer, die im Z7 bei erneut ausgezeichneten Soundbedingungen frenetisch abgefeiert wird, mir aber auf Dauer bei aller Aggressivität und allem handwerklichen Können schlichtweg zu schnell zu eintönig wird.



.:NILE:.
Diesmal folgt eine längere Umbaupause, jedoch ist es trotzdem erst 22.20 Uhr, also erstaunlich früh für die fünfte Band des Abends, als die US-amerikanischen Frickler die Bühne entern und ihren – O-Ton – ‚Ithyphallic Death Metal’ von der Kette lassen. Erneut mit Vetter-It-Lookalike Chris Lollis [Ex-LECHEROUS NOCTURNE] am Bass, haben es NILE diesmal tatsächlich ins deutsch-schweizerisch-französische Ländereck geschafft, nachdem letzten Herbst das Konzert der Band in Straßburg sang- und klang- sowie ersatzlos gestrichen wurde. Dafür gibt es in Pratteln die deftige Vollbedienung, der Sound passt wie die Faust aufs Auge und Karl Sanders röhrt ultratief wie eh und je, während Dallas Toler-Wade den Großteil des Gesangs und alle Ansagen übernimmt und sich die beiden Gitarristen natürlich bestens ergänzen. Und über die überirdischen Fähigkeiten eines George Kollias am Schlagzeug braucht man inzwischen wohl keine Worte mehr zu verlieren, denn das ist einfach unmenschlich, was der griechische Staatsbürger da leistet. Los geht es nach dem obligatorischen Intro mit „Kafir!“, dem Opener des neuen Outputs, der gebührend bejubelt wird, ehe „Sacrifice Unto Sebek“ und „Execration Text“ nachgereicht werden. Danach folgt ein exzellenter Ausflug in die „Ithyphallic“-Ära, bevor mit „4th Arra Of Dagon“ ein weiterer neuer Song vorgestellt wird. Dazu gesellt sich noch „Permitting The Noble Dead To Descend To The Underworld”, jedoch ist danach Schluss mit neuem Material der zwar fraglos guten neuen CD, die aber dennoch nicht ganz an die bislang ausnahmslos großartigen Veröffentlichungen anzuknüpfen vermag. Bestätigt wird dies direkt durch das geniale „Sarcophagus“ [„In Their Darkened Shrines“] sowie den Knaller „Lashed To The Slave Stick“ [„Annihilation Of The Wicked“], der für die meiste Bewegung im Publikum sorgt. NILE sind jedoch vor allem etwas zum Zuschauen und Staunen, was die Musiker an Finger- und Griffbrettakrobatik abliefern, sich dabei aber trotzdem nicht verzetteln, sondern nahezu perfekt aufeinander eingespielt sind und ausgeklügelte und spannende Songs abliefern. Kein Wunder also, dass eine Stunde wie im Flug vergeht, als NILE nach dem göttlichen „Black Seeds Of Vengeance“ schon die Bühne verlassen – und trotz lang anhaltender und zahlreicher Aufforderungen nach einer Zugabe auch nicht mehr wieder auftauchen. Das hinterlässt bei den insgesamt eher moderaten Spielzeiten der Vorbands und dem lediglich einstündigen Auftritt der Amis bei einem Eintrittspreis von umgerechnet 30 Euro an der Abendkasse einen etwas bitteren Beigeschmack. Denn auch wenn die Mucke von NILE natürlich sehr anspruchsvoll und fordernd für alle Beteiligten ist, so sollte doch zumindest eine einzige Zugabe für die zahlreich erschienenen Fans angebracht sein, die einem sehr gelungenen Auftritt der Band einen würdigeren Abschluss beschert hätte.

soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 28.11.2009 | 02:45 Uhr
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