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Datum: 25.03.2005Stadt: Annaberg-Buchholz, Asgard Pub

Von vielen schon sehnsüchtig erwartet, war das Eintreffen der unheiligen INQUISITION im Erzgebirge für den 25. März im Jahre 2005 des verrotteten Nazareners bestimmt. Ein Karfreitag. Kann man die Jährung der Kreuzigung besser begehen, als mit einem Black Metal-Konzert, noch dazu mit einer der besten Bands der Gegenwart? Ich glaube nicht und circa 150 Maniacs im prall gefüllten Asgard Pub teilten mit mir diese Auffassung. Und sie wurden wahrlich nicht enttäuscht…


Doch zuallererst stiegen die Deutschen NYKTALGIA vors Publikum, um ihre depressive Spielart des Black Metals zu zelebrieren. Was sie auf die grimmigste Art taten. Corpsepaint, keine Ansagen, bösartige Gestik des Frontmanns als nahezu einzige Bewegung auf der Bühne und nach 30 Minuten Selbige abrupt und wortlos verlassen, dass nenne ich grimmig. Dafür kam das Musikwerk sauber und ansprechend rüber, nicht selten fühlte man sich an die Frühwerke Burzums erinnert, was Riffstrukturen und Gesang betraf. Den allermeisten Zuhörern schien es zu gefallen, wenn man Applauspegel und vereinzelte Headbanger als Maßstab nimmt. Ein überaus gelungener Auftakt des Abends und ein Erfolgreicher für diese junge Band, von der man bestimmt noch einiges erwarten muss.


Die Franzosen MERRIMACK dagegen riefen eher geteilte Reaktionen hervor. Nicht unbedingt krass polarisierend, eher zwischen ziemlich gut und total mittelmäßig schwankten danach die Meinungen. Jedenfalls war vor der Bühne keine Bewegung auszumachen. Unverständlich aus meiner Sicht, gab sich die Band um den imponierenden Zweimeter-Mann Terrorizt doch alle Mühe mit schwarz beseelter Spiel“freude“ ihre Musik den Anwesenden näher zu bringen.
Die Songs ließen kaum Wünsche offen, waren wohl strukturiert und melodisch, aber scheinbar zu uneingängig und schwierig (auf die typisch französische Art) am den Funken auf den Großteil des Publikums überspringen zu lassen. Anders läst sich dessen zurückhaltende Reaktion kaum erklären. Auch an der Performance gab es nichts auszusetzen. Terrorizt ging zuletzt gar so stark in seiner Musik auf, dass er während des hypnotischen, abschließenden Songs tranceartig zurücktaumelte, neben dem Schlagzeug verharrte, um ganz langsam die Haltung des Gekreuzigten anzunehmen und dergestalt die letzte Strophe zu singen. Ohne zu realisieren, dass sein Mikrofon zwei Meter entfernt stand. Besessenheit pur! Doch leider verließen MERRIMACK nach diesem Song die Bühne ziemlich resigniert, vorbei an einem Publikum, das an diesem Abend scheinbar nur ein Ziel kannte…


INQUISITION!!!
INQUISITION sind Götter. Punkt.
Diesen tut es auch keinen Abbruch, wenn sie unmittelbar vor dem Gig und bereits mit Corpsepaint bewehrt, seelenruhig durchs Publikum streifen, die Drums umbauen und die Gitarre einstimmen. Denn spätestens als die Shirts ausgezogen waren (stirb für die Blasphemie: „He, Dickerchen!“ unbekannter Bastard!) und der erste Akkord von „Embraced By The Unholy Powers Death And Destruction“ ertönte, wurde klar, was folgt.
Hell on earth!!
Unglaublich, wie nur zwei Leute, nämlich Gitarrist/Sänger Dagon und Schlagzeuger Incubus, den Saal des „Asgard“ binnen weniger Sekunden in einen derartigen Hexenkessel verwandeln konnten. In all meinen Jahren habe ich nur ganz selten eine Band erlebt, die die Kraft und Macht ihrer Songs live so energetisch und euphorisierend darbot wie INQUISITION. Grandios, begeisternd, genial.
Ob nun die Hammer des ersten Albums (z.B. „Empire Of Luciferian Race“), oder die Geniestreiche des Zweitwerks (z.B. „Imperial Hymn For Our Master Satan), oder die anteilsmäßig am stärksten vertretenen Stücke des aktuellen Outputs (wie „Crush The Jewish Prophet“, „We Summon The Winds Of Fire“ oder „Dark Mutilation Rites“), jedes Lied stürzte so brachial und vernichtend auf die Fans los, dass einfach keine Möglichkeit zur Gegenwehr bestand. Aus- bzw. Umfälle blieben da unvermeidlich (wohl auch der Hitze und stickigen Luft geschuldet), wurden aber schnell nach draußen geschafft. Was den Raum zum Headbangen wiederum vergrößerte („survival of the fittest“- hehe), besonders für so frenetisch abgefeierte Kills wie dem mit „This is for all followers of the true black metal cult!“-angekündigten „Under The Black Inverted Pentagram“. Was nicht die einzige Ansage an jenem Abend war. Jeder zweite Song wurde stimmungsvoll und souverän von Dagon heraufbeschworen, dessen „Bühnenpräsenz“ diesen Ausdruck mehr als verdiente. Ob nun grimmiger Slo-Mo Stechschritt mit rhythmischen Saitenschlag, bestialisches malträtieren der wie eine Axt gehaltenen Gitarre, oder allgemein dämonische Mimik, stets ging eine Aura diabolischer Souveränität vom Frontmann aus, die, ebenso wie dessen Vokills oder die Riffs der Band, keine Vergleiche findet. Aber auch Incubus stand ihm in Sachen Inszenierung nicht nach, an den Möglichkeiten eines Drummers gemessen. Mehr als einmal gingen die Stöcke nach oben, das Kreuz des Südens bildend.
Kein Wunder, dass die euphorisierte Masse die beiden nicht ohne Zugabe gehen zu lassen im Stande war. Trotz fortschreitender Schlagzeugzerlegung wurde so lange geschrieen, bis die Band sich nicht mehr länger abwenden konnte. Die Becken waren schnell wieder dran geschraubt und mit „Okay, one last song.“ folgte das finale „Journey to Infernukeorreka“. Sehr, sehr geil, auch wenn viele wohl lieber stattdessen, oder am Besten noch hinterdrein die Bandhymne „Hail The King Of All Heathens“ gehört hätten…

Trotz dieses kleinen Wehrmutstropfens (in einem Meer infernalischer Ekstase) bleibt für alle Dabeigewesenen die Erinnerung an einen einzigartigen Gig im Erzgebirge, der besser beinahe nicht denkbar gewesen wäre.

Praise the unholy powers of death and destruction! Hail the unholy INQUISITION!!

DANK AN SVEN BODDIEN (LIVE ECLIPSE ZINE) FüR DIE BILDER!

Lone Wolf Winter

Autor: Karsten Heim [Lone Wolf Winter] | 31.03.2005 | 22:05 Uhr
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