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Datum: 09.11.2014Stadt: Kopenhagen




Irgendwie ist es fad, Bands immer in denselben Locations des eigenen Heimatlandes/der eigenen Heimatstadt zu sehen. Warum also nicht einmal in ein anderes Land fahren und sich dort eine Band reinziehen? Gesagt, getan! Auf geht’s zu den Proggies von OPETH und den Shoegazern von ALCEST, die am 9. November im VEGA [einem schönen Konzerthaus mit Empore] in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen die Bühne stürmen. Die Merch- und Bierpreise sind – wer hätte es gedacht – natürlich dänischen Verhältnissen angepasst [ein Tequila-Shot kostet zum Beispiel 25 Kronen, also 3,30 Euro]. Fanfreundlich sind dafür die T-Shirts von ALCEST ausgefallen, für die man nur 100 Kronen und damit gute 13 Euro springen lassen muss. Sei es drum, es geht um die Musik und nicht den Alkohol und so erreicht man nach einigen Stiegen die edle und große Konzerthalle, in welcher die Franzosen von ALCEST um Punkt 20:00 Uhr mit ihrem Set beginnen:





::ALCEST::

Die Musik von ALCEST live umzusetzen, ist immer so eine Sache, denn Neiges Songs – vor allem die neueren – leben stark davon, dass man sich in ihnen verliert und genug Zeit hat, sich auf die Gefühlzustände einzulassen, die durch die Musik in einem selbst erwachsen. ALCEST profitieren bei ihrem Auftritt in Kopenhagen allerdings davon, dass zum einen der Sound exzellent abgemischt ist [das wird sich auch gerade bei OPETH noch zeigen] und, dass zum anderen die Halle mit ihrer Empore so edel aussieht, dass sie mit einer verlotterten Heavy Metal Bar nicht mehr viel zu tun hat. Auch das dänische Publikum scheint sich darauf eingestellt zu haben, dass es hier mehr um Gefühle und um ein „Sich-Treiben-Lassen“ geht und weniger darum, Bier zu saufen und die Sau rauszulassen. Neige und seinen Mannen haben sich außerdem auch eine schöne Setliste zurechtgelegt. So werden natürlich Stücke vom ganz neuen Album gespielt, aber die Franzosen gehen auch weit zurück und zocken „Les Iris“ vom ersten Album „Souvenirs D’Un Autre Monde“, wofür sie großen Beifall bekommen. Auch Tracks wie „Autre temps“ oder „Délivrance“ dürfen nicht fehlen. Neige wirkt dabei auf der Bühne sichtlich motiviert, aber auch seine Mitstreiter geben sich redlich Mühe und versuchen, mit dem Publikum zu interagieren. Aufgrund der Tatsache, dass ALCEST Platz für den Bühnenaufbau von OPETH machen müssen, hat man außerdem einmal die Gelegenheit, Drummer Winterhalter tatsächlich zu sehen, denn sein Drumkit ist extrem weit vorne und damit sehr sichtbar angebracht. Nach 40 Minuten ist der Spaß dann auch schon vorbei, wobei Neige sich ein ironisches „Well, …“ nicht verkneifen kann, als manche Leute zu jubeln beginnen, während er davon spricht, dass nun schon der letzte Song des Abends folgen wird. Dies scheint allerdings eher mit der Generation „Facebook“ zu tun zu haben, die einfach alles „liked“, ohne darüber nachzudenken, welche Reaktion angemessen wäre. Auf jeden Fall sind im Publikum zahlreiche begeisterte Gesichter zu erkennen und wer sich tatsächlich auf die Musik von ALCEST eingelassen hat, der konnte hier einige „intime“ Momente mit ALCEST erleben. Sehr fein außerdem, dass Mastermind Neige am Ende des OPETH-Konzertes noch beim Merchandise-Stand unterwegs ist und etwas mit seinen Fans quatscht.

Setliste [ohne Gewähr]:
01. Wings
02. Opale
03. Autre Temps
04. L’Eveil Des Muses
05. Là Où Naissent Les Couleurs Nouvelles
06. Les Iris
07. Percées De Lumière
08. Déliverance




::OPETH::

Nach einer gut 20minütigen Umbaupause versammeln sich sämtliche Träger von OPETH-Shirts [und das waren viele] und lauschen gebannt den ersten Tönen der schwedischen Death Proggies. Dabei soll nicht nur die Musik entscheidend werden, denn auf die Wand hinter der Band wird eine riesige Version des Platten-Covers des aktuellen Albums „Pale Communion“ projiziert und OPETH haben außerdem noch ein recht beeindruckende Licht-Show in petto. Es wird also sowohl etwas für die Augen wie auch für die Ohren geboten. Mit „Eternal Rains Will Come“ legt man los, geht nahtlos in „Cusp Of Eternity“ über und beendet den ersten Dreierpack mit dem Publikumsliebling „Bleak“, welcher frenetisch abgefeiert wird. Nach diesen drei starken Songs – sofern man auch mit den Klängen der neuern OPETH etwas anfangen kann – beginnt das eigentlich Highlight einer jeden OPETH-Show und damit dasjenige, auf das jeder gewartet hat – Mikael Åkerfeldt beginnt mit seiner Stand-Up-Comedy Show und stimmt nebenbei seine ständig neu umgehängt bekommenden Gitarren. Von Klassikern wie „You have two seconds for a song wish – one, two … oh sorry!“ über die in Skandinavien üblichen Späße und Spitzen gegen Dänemark und Kopenhagen [„A sign says Stockholm is the capital of Scandinavia“] bis hin zur Publikumsbefragung, was für aktuelle und gute Death Metal Truppen es denn in Dänemark/Kopenhagen gibt. Die zahlreich gebrüllten Antworten kommentiert der Mastermind nur lakonisch: „You know, you don’t have to say the band name in a Death Metal voice!“. Alles beim Alten also beim Frontmann und Mastermind von OPETH, wobei man diese Show innerhalb der Show vielleicht etwas zurückfahren könnte. Letztendlich ist das aber auch egal, denn wer Songs wie „Elysian Woes“ oder „April Etheral“ aus dem Ärmel schütteln kann, kann sich vieles erlauben. Auch aus dem ungeliebten „Heritage“-Album wird ein Song, nämlich „The Devil’s Orchard“, gespielt. Und auch wenn Herr Åkerfeldt betont, dass dieser Track furchtbar schief gehen könnte, klappt dieser live besser als auf Platte. Während der Show bekommt man allerdings endgültig den Eindruck, dass der Live-Auftritt von OPETH eine One-Man-Show ist, denn Bassist Martín Méndez konzentriert ausschließlich auf seine Bass-Lines und auch Zweitgitarrist Fredrik Åkesson ist trotz seines KING DIAMOND-Shirts nicht gerade eine Stimmungskanone. Lediglich Keyboarder Svalberg geht ordentlich mit und macht zusätzlich Stimmung. Trotzdem ist das Publikum bestens gelaunt, was zum einen sicherlich mit Åkerfeldts Witzen zusammenhängt, zum anderen aber auch mit dem perfekt abgemischten Sound, der druckvollen Performance und der eingespielten Truppe. Man kann halt auch ohne konstantes Anfeuern des Publikums ein tolles Konzert abliefern. Spannend ist übrigens auch, die Technik zu beobachten, mit welcher Åkerfeldt seine Growls raushaut – achtet mal darauf beim nächsten Konzert! Nach zwei Stunden ist dann alles vorbei, OPETH verlassen die Bühne mit „Deliverance“ und zwingen die Dänen, sich in die kalte Nacht zu bewegen.

Setliste [ohne Gewähr]:
01. Eternal Rains Will Come
02. Cusp Of Eternity
03. Bleak
04. The Moor
05. Advent
06. Elysian Woes
07. Windowpane
08. The Devil’s Orchand
09. April Ethereal
10. The Lotus Eater
11. The Grand Conjuration
Zugabe:
12. Deliverance

Wer Zeit und Lust [und Geld] hat, der sollte sich einmal in das schöne Kopenhagen und in den edlen Club VEGA begeben. Am besten dann, wenn auch Bands die Bühne betreten, welche zu dieser Umgebung passen. OPETH und ALCEST kamen die Umstände sicherlich zugute, auch wenn die beiden Bands das gar nicht nötig haben. Dafür sind sie einfach schon zu professionell und zu eingespielt. Alles in allem ein mehr als gelungener Konzertabend und sowohl ALCEST- wie auch OPETH-Fans kamen voll auf ihre Kosten.

Squiggofant

Autor: Jonathan Jancsary [Squiggofant] | 11.11.2014 | 12:28 Uhr
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