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Datum: 15.02.2009Stadt: Helsinki

Wohl keiner Band gefällt es besonders, wenn sie gezwungen ist, Konzerte abzusagen – auch OPETH dürften sich nicht gefreut haben, als sie ihren Abstecher nach Finnland im letzten Jahr aus Krankheitsgründen kippen mussten. Doch auch eine schwedische Grippe geht vorüber und die Tour wird selbstredend nachgeholt, die Landsmänner von ENTOMBED als Unterstützung im Gepäck.

Vor den Konzertgenuss indes hat der Tourplan eine zweistündige Zugfahrt in die finnische Hauptstadt und eine etwas hektische Suche nach dem Veranstaltungsort gesetzt, denn die „Cable Factory“, in welcher aufgepielt werden soll, befindet sich unfreundlicherweise nicht in Sichtweite des Bahnhofs. Ein paar Fragen und eine sehr kurze Metro-Fahrt später komme ich dann tatsächlich am Ort des Geschehens an und werde gleich in zweierlei Hinsicht an die landestypische Ordnungsliebe erinnert: Erstens ist die Tür pünktlich um 18:00 Uhr geöffnet worden und zweitens hat sich anscheinend wirklich jeder und jede bereits im Vorverkauf ein Ticket besorgt, weswegen die überzählige Karte einer verhinderten Freundin als 35 Euro teures Souvenir erhalten bleibt. Sei's drum, schnell die Jacke abgeben und ab in die „Merikaapelihalli“, größte Halle im Gebäudekomplex der alten Fabrik und bereits gut gefüllt, als ENTOMBED die Bühne entern.






.: ENTOMBED :.

Ein wenig ungewöhnlich mutet die Zusammenstellung OPETH/ENTOMBED ja schon an, das werde ich sicher nicht allein so sehen. Und die ehrwürdigen Death Metal Dinosaurier um LG Petrov als „Vorband“ zu titulieren, kommt mir ebenfalls nicht ganz richtig vor. Das würde auch implizieren, dass sich ein Großteil der Anwesenden nicht interessiert und lieber die Bar belagert. So sieht es beileibe nicht aus. ENTOMBED lassen sich folgerichtig auch in keinster Weise beirren und kloppen ohne langes Zögern und Geplänkel einen Groove-Kracher nach dem anderen in die Menge. Diese dankt es, zumindest in den vorderen Bereichen, mit begeistertem Fäusteschütteln, Mitgrölen und einem Circle Pit, der sich in der langen und schmalen Halle sehen lassen kann. Ja, ein Circle Pit – ein großer Teil des Publikums ist recht jung, und das macht sich bemerkbar. ENTOMBED selber würde man die Spielfreude, die sie an den Tag legen, wohl kaum wegen ihres Erscheinungsbildes zutrauen. Doch jugendlich glatte Haut und seidiges Haar haben mit Death Metal nicht zwangsläufig zu tun, und so rennt der im rot-schwarzen „666“-Longsleeve angetane LG gut gelaunt zwischen seinen Mitstreitern hin und her, animiert zum Headbangen, verlangt nach mehr Bier und verschüttet es ausgiebig. Nach einer Stunde lassen ENTOMBED ihr Set mit „Carnage“ sowie einem Cover der Titelmusik des Horrorklassikers „Phantasm“ [im Deutschen gewohnt feinfühlig als „Das Böse“ betitelt] ausklingen. Engagiert, erfrischend roh und uneitel – Klampfer Hellid sieht mit seiner „Metal Hammer“-Kapuzenjacke und der Skimaske aus, wie bei BRUJERIA ausgeliehen – doch insgesamt kommt keine flächendeckende Euphorie im Publikum auf. Doch nur Vorband? Die meisten hat es an diesem Abend klar wegen OPETH in die Fabrikhalle gezogen, wie sich noch deutlich herausstellen wird.

Doch da Death Metal so oder so durstig macht, suche ich erst einmal nach der Bar. Diese wurde, sehr zu meinem persönlichen Missfallen, in die hinterste Ecke der Halle verbannt und der Bereich drum herum weiträumig mit Gittern abgesperrt. Ein junger Sicherheitsmann, den ich im Verdacht habe, selber noch gar nicht das legale Trinkalter dieser Veranstaltung erlangt zu haben, fragt mich genau das, was in Finnland jeder gefragt wird, der keinen langen grauen Bart wuchern hat: „Onko sinulla henkilöllisyystodistus?“ oder, weit häufiger gebräuchlich, die maulfaule Umgangsvariante: „Henkkari!“. Gewohnheit mag ja eine Rolle spielen, aber mit meinem 5-Euro-Bier den Trinkerbereich nicht verlassen zu dürfen, ist nicht gerade nach meinem Geschmack – zumal sich trotz der an Wegelagerei gemahnenden Getränkepreise eine lange Schlange vor der Theke gebildet hat und sich somit die Furcht anbahnt, etwas von OPETH zu verpassen.




.: OPETH :.

Denn genau OPETHs wegen sind die allermeisten an diesem frostigen Abend aus ihren Wohnungen gekrochen, das zeigt sich bereits vor Beginn des Konzertes. Die Dichte von Merchandiseträgern nimmt ebenso zu wie die Dichte der Zuschauer im Raum – ob die Cable Factory ausverkauft ist, kann ich nicht sagen, aber gute zweitausend Leute sind sicher anwesend, wenn nicht mehr. OPETH-Shirts, OPETH-Jacken, OPETH-Tattoos – die Wunderkinder des progressiven Death Metal brauchen sich wohl kaum wegen anti-schwedischer Ressentiments zu sorgen; sie haben eigentlich von vornherein gewonnen. Und so stimmt die Stimmung von Anfang an, als Mikael Åkerfeldt und seine Mannen in gewohnt unaufgeregter Manier die Bühne betreten und ohne pompöse Einmarschzeremonien mit „Ghost Of Perdition“ vom nicht mehr aktuellen, aber dennoch verdammt starken „Ghost Reveries“ loslegen. Und von da an ist an und für sich nur noch schwelgen angesagt, denn OPETH präsentieren sich in Hochform. Perfekt eingespielt und gut gelaunt legen sie den Schwerpunkt glücklicherweise nicht nur auf „Watershed“, sondern packen auch Stücke von „Morningrise“, „My Arms, Your Hearse“, „Still Life“ und „Blackwater Park“ aus, die in ihrer Liveumsetzung vor allem gemeinsam haben, dass sie alle gleich gänsehautfördernd dargeboten werden. Doch OPETH wären wohl kaum OPETH, würde Herr Åkerfeldt nicht zwischen den Stücken seine schräg-sympathischen Monologe abhalten, Song-Ratespielchen durchführen und seine Mitmusiker inklusive ihrer liebsten Sexspielzeuge vorstellen. Dass auf und vor der Bühne eitel Freude herrscht, ist offensichtlich, wenngleich es sich auf keiner Seite durch ausgelassenes Toben äußert – die Musik der Schweden ist einfach eher zum Hören und Genießen geschaffen. Dem trägt die Band Rechnung – bis auf einen Moment in der Mitte des Gigs, wo es den Herren Spaßvögeln gefiel, ein paar ihrer Stücke nur anzuspielen, um sie dann abrupt abzubrechen. Zugegeben, ich muss selber ziemlich lachen, als in einer der emotionalsten Stellen von „Burden“ auf einmal die Worte „Next!Next!“ ertönen – aber ob dergleichen Schabernack wirklich gleich mit vier Stücken nacheinander getrieben werden muss, die Frage kann man stellen. So richtig übel kann man es ihnen jedoch nicht nehmen, und nach dem offiziellen Ende des mit „The Lotus Eater“ schließenden Sets sowie der Zugabe „Deliverance“ können alle glücklich nach Hause gehen. Dass durchaus nicht alle ihre gute Laune im Chaos an der Garderobe mit dem verkorksten, da nicht funktionierenden System aus Nummern und roten und grünen Marken bewahren können, das steht auf einem anderen Blatt. Mit OPETH dürfte das im Gedränge geradezu inflationär in verschiedensten Kombinationen auftretende Wörtchen „vittu“ wohl kaum zu tun gehabt haben. Höchstens im Sinne von „fucking awesome“!

Grim_Rieper

Autor: Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper] | 18.02.2009 | 00:46 Uhr
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