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Datum: 28.09.2003Stadt: Bochum

OPETH auf „Damnation“-Tour in Deutschland. Mit Missfallen musste ich leider feststellen, dass der Süden unseres schönen Landes jedoch gänzlich auf der Tour-Karte fehlte, so dass ich mich samt Begleitung (Hallo liebe Tenamsen-Schlange!) mehr oder weniger spontan dazu entschloss, die Reise ins entfernte Bochum anzutreten, da dies noch den kürzesten Anfahrtsweg bedeutete. Und so entriss mich dann auch mein Wecker um Punkt acht Uhr jäh aus meinen süßen Träumen. An einem herbstlichen Sonntag Morgen ging es mit dem Wochenend-Ticket via Zug Richtung Ruhrpott, unseren musikalischen Protagonisten (für diesen Tag) entgegen. Besoffene, närrisch-plärrende Kegelclub-Mitglieder jenseits der vierzig sowie unaufhörlich kreischende Kleinkinder und andere Unannehmlichkeiten, die den Geräuschpegel weit jenseits des erträglichen Maßes schraubten, machten aus der neunstündigen Zugfahrt mehr als nur eine Tortur für das Sitzfleisch. Doch da bekanntlich alles ein Ende hat, erreichten auch wir mehr oder weniger unbeschadet unser Ziel, den Bahnhof Bochum-Langendreer. Praktischerweise ist dort die Straße, in der sich die Matrix befindet, gleich ausgeschildert, so dass sich auch Noch-Nie-Dagewesene sofort zurechtfinden.


In der Matrix angekommen, gönnte man sich zunächst ein paar Aufwärm-Bierchen, regte sich über abartige(!) Merchandise-Preise auf (T-shirt 25, Longsleeve 40, Kapu 45, Sticker 3, Feuerzeug 4 Euro etc.) und machte es sich dann im Vorraum des Konzert-Saals auf einer Couch gemütlich, bis sogleich die zumindest für mich unbekannte Band DOWNSCARED den Konzert-Reigen für den heutigen Abend eröffneten. Dabei handelt es sich um eine Bochumer Band und diese Tatsache ist weniger verwunderlich, wenn man sich vor Augen führt, dass der schwedische Haupt-Akt auf dieser Tournee gänzlich ohne fixe Vorgruppe auftritt, sondern an jedem Ort lokalen Combos diese Ehre zuteil werden lässt. Doch die an dieser Stelle dargebotenen Stücke, die sich getroßt im Schmelztiegel des neueren Gothic-Metals einordnen lassen und zeitweilen Ähnlichkeiten mit Bands wie LACRIMOSA oder den SISTERS OF MERCY aufweisen, vermochten es nicht, mich meinem komfortablen Sofa-Platz zu entreißen. Gleichzeitig sollte man aber auch noch erwähnen, dass die Ruhrpottler zumindest den verdienten Anstands-Applaus ernteten.

Nach schätzungsweise einer guten halben Stunde war dann auch Schluss mit lustig und es galt sich einen guten Platz für OPETH zu sichern, welche nach etwas längerer Wartezeit (die mit für eine Metal-Band untypisch, für dieses Konzert jedoch irgendwie passenden, poppigen Klängen aus der Konserve überbrückt wurde) dann auch unter begeisternd-sehnsüchtigem Beifall die Bühne enterten. Sofort fiel auf, dass das Quartett um den sympathisch-schüchternen Mikael Åkerfeldt um einen Musiker ergänzt wurde. Hierbei handelt es sich um den für diese Tour von den SPIRITUAL BEGGARS ausgeliehenen Per Wiberg, der von der Haarlänge her auch locker bei MY DYING BRIDE spielen könnte und der es vor allem vermochte durch sein gekonntes Tastenspiel auf Hammond Orgel / Keyboard, den progressiven, fast psychedelischen Songs von „Damnation“ die nötige Grundlage zu verleihen. Schon nach kurzer Zeit war klar, dass dieses Konzert ein großartiges werden würde, merkte man der Band doch von Minute zu Minute ihre Spielfreude mehr an, was sich nicht zuletzt daran zeigte, dass sich die Mitglieder während des Spielens mehrmals gegenseitig herzlich anlächelten. Dieser Umstand allein reichte eigentlich schon aus, um auch mir desöfteren ein zufriedenes Grinsen ins Gesicht zu zaubern, was natürlich auch an den wunderschönen, ruhigen Liedern des aktuellen Albums lag, das man der Einfachheit halber gleich chronologisch von vorn bis hinten komplett durchspielte und das in meinen Ohren live sogar noch ergreifender rüberkam als auf Tonträger. Die Schweden, die in dieser Besetzung seit nunmehr sechs Jahren zusammenspielen, beherrschen ihre Instrumente eben auch live nach Belieben, egal in welche Richtung der Sound gehen mag: Martin Lopez leistet hinter dem Schlagzeug mehr als hervorragende und äußerst abwechslungsreiche Arbeit, Namensvetter Mendez zupft seinen Bass filigran und punktgenau, dazu noch die beiden Ausnahmegitarristen Peter Lindgren und Mikael Åkerfeldt – der Name „Die Fantastischen Vier“ erhält sofort eine neue Bedeutung... Bleibt nur noch der von Mikael eindrucksvoll dargebotene Gesang zu erwähnen, der meiner Meinung nach abwechslungsreicher kaum sein könnte, wobei der frischgebackene Ehemann auf diesem Konzert ein allerletztes Mal unter Beweis stellte, dass er von tiefem Gegrunze (man ziehe nur das vor nicht all zu langer Zeit erschienene erste Full-Length-Album von BLOODBATH zu Rate) bis hin zu cleanen Vocals auch in höheren Tonlagen alles beherrscht. Geradezu verwandelt zeigte sich der früher äußerst wortkarge Frontmann in der Interaktion mit dem Publikum, gab er doch nach fast jedem Ruf aus selbigem zwischen den Songs einen kurzen Kommentar ab und erzählte auch ansonsten eine Menge Wissenswertes zu einigen Kompositionen (z.B. die Mitarbeit Steven Wilsons von PORCUPINE TREE am Song „Death Whispered A Lullaby“). Und obwohl dieses Konzert im Vorfeld als eines angekündigt wurde, welches die „rather mellow songs of OPETH“ behandeln sollte, ließen es sich Stockholm’s Finest – wie es sich für eine hauptberufliche Metal-Band gehört – nicht nehmen, die härteren Parts umso heftiger abzurocken und dabei die Haare fliegen zu lassen.

Aufgrund der sehr abwechslungsreich konzipierten Stücke, hatte auch ein fleißiger Roadie auf der Bühne jede Menge Arbeit, musste er doch den beiden Gitarristen Lindgren und Åkerfeldt desöfteren eine neue Gitarre reichen oder gar gleich einen Barhocker, welcher von beiden abwechselnd während der ruhigen Passagen genutzt wurde. Nachdem die Band nach Beendigung von „Damnation“ die Bühne kurz verlassen hatte, kam Mikael zunächst alleine wieder zurück, um im Sitzen die Anfänge des bezaubernden „Benighted“ darzubieten, wobei er im Verlauf des Liedes von den ebenfalls zurückgekehrten restlichen Musikern wieder unterstützt wurde. Ein kleines Schmankerl stellte die Interpretation des DEEP PURPLE – Songs „Soldiers Of Fortune“ dar, welches sich keinesfalls als Fremdkörper entpuppte, sondern vielmehr sehr gut zu den restlichen Stücken passte. Desweiteren wurde dem staunenden Zuschauer noch „To Bid You Farewell“ (im Rahmen dieser Tour zum ersten Mal live) vom genialen Frühwerk „Morningrise“ sowie das gefühlvolle „Face Of Melinda“ (zu finden auf „Still Life“) geboten. Als die völlig in den OPETH-Bann gezogene Menge nach mehreren Minuten Dauerapplaus immer noch keine Ruhe geben wollte und so die Band dazu bewegen konnte, die Bühne ein weiteres Mal zu betreten, bekam sie zum Schluss mit „Harvest“ sogar noch eine Zugabe, bevor dann aber endgültig das Ende eines (auch vom Sound her) perfekten Auftritts erreicht war.

Fazit:
Den Besuch dieses Konzerts haben mit Sicherheit nur die Allerwenigsten bereut, evtl. die, die an diesem Abend das metallischere Normalprogramm erwartet hatten. Doch eigentlich konnte man in allen Gesichtern nur ein zufriedenes Lächeln ausmachen, was erfahrungsgemäß nach einer Show dieser Band der Normalfall ist. Und doch war und bleibt dieser Abend im Anbetracht der Tatsache, dass es eben kein gewöhnliches Set war, das man zu hören bekam, etwas ganz Besonderes und so konnten die schätzungsweise 200-300 Besucher frohen Mutes die Heimreise antreten.


Set-List OPETH:

01. Windowpane
02. In My Time Of Need
03. Death Whispered A Lullaby
04. Closure
05. Hope Leaves
06. To Rid The Disease
07. Ending Credits
08. Weakness
------Ende „Damnation“-Set------

09. Benighted
10. To Bid You Farewell
11. Soldiers Of Fortune (Deep Purple – Cover)
12. Face Of Melinda


------Zugabe------
13. Harvest

sk

Autor: Sebastian König [Seelenkrebs] | 01.10.2003 | 04:25 Uhr
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