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Datum: 15.08.2013Stadt: Innsbruck




Während im „heiligen Land“ Tirol eigentlich Maria Himmelfahrt gefeiert wird, findet in Innsbruck im kleinen und gemütlichen p.m.k ein Fest der etwas anderen Art statt. Die Stoner Metaller von ORANGE GOBLIN beehren nämlich die Landeshauptstadt und wollen diese mit ihren Riffs zum Einstürzen bringen – doch dazu später mehr. Als Anheizer für die Briten werden zuvor noch die Lokal-Matadoren von HOME auf die Bühne springen und ihren Sludge beziehungsweise „heavy rawk“ auf die hungrige Meute loslassen. Gut gelaunt trottet man also in einer milden Sommernacht gegen 21:00 Uhr ins p.m.k. und stellt zunächst fest, dass das Konzert gut besucht ist – die Vorverkaufstickets wurden fast alle verkauft und auch an der Abendkasse herrscht noch reger Andrang. Da man seit Juli im Club nicht mehr rauchen darf, kulminiert sich allerdings die gesamte Besuchermeute vor dem Club auf dem Gehsteig. Naja, so hat man es wenigstens leichter zum Merchandise-Stand von ORANGE GOBLIN vorzubringen, in welchem man das momentane Album und das neueste Live-Album erwerben kann. Drei verschiedene T-Shirt Motive finden sich ebenfalls noch auf der Ladentheke, wobei diese mit 20 Euro nicht gerade zu den billigsten gehören. Pünktlich um 22:00 Uhr stehen dann die drei Tiroler von HOME auf der Bühne und beginnen mit ihrem gut dreiviertelstündigen Set.




HOME

Eine schöne Anzahl an Besuchern hat sich währenddessen schon vor der Bühne eingefunden und den Gehsteig-Raucherbereich verlassen, was dazu führt, dass auch HOME vor einer schönen Anzahl an Menschen spielen können. Und diese haben offensichtlich vor, diese Chance auch zu nutzen und beginnen ohne großes Herumgeplänkle ihre wilde Mischung aus Sludge und Post-Hardcore in die Menge zu feuern. Reagiert die Menge zuerst noch etwas verhalten, lässt sie sich bald von der extremen Spielfreude von HOME anstecken, die sichtlich mit Spaß ihre Instrumente bearbeiten und auch mit kabarettistischen Intermezzos zwischen den einzelnen Songs nicht geizen – sehr schön immer die leichten Abstimmungsdiskussionen zwischen Drummer Mathias und Gitarristen Amadeus. Sowieso sehr beeindruckend mit wie viel Enthusiasmus und Elan der Mann hinter dem Schießpult sein Kit bearbeitet und damit zu einem echten Hingucker wird. Das Einzige, was die Stimmung etwas trübt, ist der Sound, der gerade am Anfang nicht gerade zu dem Besten gehört, was man jemals gehört hat. Im Laufe des Gigs wird dieser jedoch besser; aber auch ORANGE GOBLIN werden später mit dieser Problematik zu kämpfen haben. Sei es wie es sei, HOME lassen sich davon nicht beirren und können zum einen live unter Beweis stellen, dass sie ein Händchen fürs Songwriting haben und können zum anderen auch zeigen, wie viel Professionalität im Tiroler Untergrund schlummert. Mehr und mehr Besucher beginnen zu der Sludge-Walze HOME zu bangen und abzugehen. Zum Abschluss gibt es dann noch die obligatorische Aufforderung an das Publikum, die Fäuste gen Clubdecke zu recken und den letzten Song mit lauten „Hey“-Rufen einzuleiten – was von Gitarristen Amadeus liebevoll mit den Worten „der Anfang des Songs ist so klischeehaft für Metal, da muss das sein“ eingeleitet wird. Ein rundum gelungener Gig also mit ordentlichem Charmefaktor, der nur durch die Soundprobleme getrübt wird. Man kann hoffen, dass die Herren von HOME bald ihr erstes Album veröffentlichen werden und dann auch auf etwas größeren Bühnen ihre Musik präsentieren können.




ORANGE GOBLIN

Eine halbe Stunde nach HOME beginnt sich dann der Clubraum des p.m.k. mit einer mehr als nur ordentlichen Menge orangen Rauchs zu füllen und man ahnt, dass wohl bald vier muskulöse Engländer auf die Bühne kommen werden. So ist es auch in der Tat, und man kann durchaus beeindruckt sein, was für ein Tier Frontsau Ben Ward ist und wie schnell er [noch vor dem ersten Song] die Aufmerksamkeit des nun wirklich vollen p.m.k auf sich zieht. Doch auch Bassist Martyn beweist mit seinem „The Legacy“-Shirt von TESTAMENT mehr als nur guten Geschmack. In orangen Nebel getaucht beginnen ORANGE GOBLIN dann amtlich mit „Scorpionica“ und machen gleich einmal klar, dass sie hier vom Innsbrucker Publikum eine Reaktion erwarten. Ben Ward fordert zwischen jedem einzelnen Song vehement headbanging, reckende Fäuste und „heavy metal madness“ ein, denn schließlich sei man hier auf einer Heavy Metal Show und da müsse man abgehen. Auch wenn es mit der Zeit etwas übertrieben wirkt, sind diese konstanten Aufforderungen für das zunächst eher ruhige – schon fast lethargische – Innsbrucker Publikum genau das richtige und mehr und mehr lassen sich auf den Metal von ORANGE GOBLIN ein. Spätestens ab der Hälfte des Gigs, der knappe 75 Minuten dauern sollte, fressen die Tiroler ORANGE GOBLIN komplett aus der Hand und neben Headbang-Reihen gibt es dann fast noch einen Pit und sogar einige Stagediver machen den Club unsicher. Sänger Ben Ward ist sichtlich beeindruckt von dem neu gewonnen Enthusiasmus und bestätigt verbal und mit Gesten frenetisch, dass genau SO ein Konzert auszusehen hat. Zu diesem Zeitpunkt ist es dann auch schon egal, was für Songs ORANGE GOBLIN auf die Menge loslassen und auch dass der Sound durchaus zu wünschen übrig lässt, ist den anwesenden Fans egal – „Some You Win, Some You Lose“, „Cozmo Bozo“ oder „Cities Of Frost“ werden von der hungrigen Meute gierig aufgenommen und von Pausen hält man nicht viel. Trotz der absoluten Begeisterung des Publikums lässt es sich nicht leugnen, dass ORANGE GOBLIN eigentlich eine One-Man-Show von Ben Ward darstellen, der mit seinem Charme und seiner körperlichen Präsenz die gesamte Instrumentalfraktion überragt und auch in den Hintergrund drängt – sei es, dass er mit anwesenden Fans abklatscht, deren Bier trinkt oder ihnen eine Mineralwasserflasche reicht, um sich abzukühlen [die Hitze im Club ist teilweise hart an der Schmerzgrenze und nach dem Gig sahen einige Fans so aus, als hätten sie ein Bad genommen]. Doch auch die anderen Musiker versprühen Spielfreude und speziell Bassist Martyn agiert mit einem mindestens ebenso großen Lachen wie sein Frontmann. Auch der Ersatz-Gitarrist Neil Kingsbury genießt den Auftritt sichtlich. Gegen Ende des Gigs bringen die Herren dann noch einmal zum Ausdruck, wie dankbar sie für die Reaktionen des Publikums sind und was für eine tolle Meute hier an einem Donnerstagabend abgehen würde. Bevor ORANGE GOBLIN endgültig die Bühne verlassen, konnten die Innsbrucker den Herren tatsächlich noch eine kleine Zugabe abtrotzen, obwohl dies eigentlich gar nicht eingeplant war. Schöne Sache! Um halb eins war dann Schicht im Schacht und man sah zahlreiche glückliche Fans aus dem Club rennen, um sich abzukühlen und die wohlverdiente Zigarette zu sich zu nehmen.

Setliste Innsbruck:

Scorpionica
The Filthy & The Few
Made Of Rats
Some You Win, Some You Lose
The Fog
Cozmo Bozo
Stand For Something
Ballad Of Solomon Eagle
Cities Of Frost
Your World Will Hate This
Round Up The Horses
They Come Back
Quincy The Pigboy
Red Tide Rising

P.S.: Eigentlich hatte ich ja noch die Aufgabe, das Maskottchen des Veranstalters “Lovegoat” zu fotografieren. Da ich dieses aber wohl übersehen habe oder vielleicht doch nach dem Konzert zu früh den Heimweg angetreten habe, geht doch einfach mal auf die Facebook-Seite und schaut euch den verrückten Kerl an.

Squiggofant

Autor: Jonathan Jancsary [Squiggofant] | 16.08.2013 | 22:01 Uhr
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