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Datum: 15.09.2009Stadt: Hamburg

Auch in diesem Jahr ziehen wieder Mottoshows durch die Lande und vereinen Bands zu einem ganz bestimmten Thema. Mit dem Pagan Fest soll in diesem Jahr meine Herbst/Winter-Konzert-Saison beginnen. Schon im Vorfeld wurde heiß darüber diskutiert, inwieweit die einzelnen Bands in die Pagan-Szene passen würden. Am Ende schien es jedoch niemanden mehr zu stören, wie das Billing zusammengesetzt war, denn die Markthalle ist an diesem Dienstagabend gerappelt voll. Ein riesiger Shirtstand lässt die Geldbörse erfreuen. Fast jede Band hat mehrere Shirts mit, es gibt Mottoshirts und der Preis ist einheitlich: 15 € T-Shirt, 20 Longsleeves und 35 für den Hoody. Ein guter Preis, der den schmerzhaften Eintrittspreis von 30 € Abendkasse fast vergessen lässt.

.: SWASHBUCKLE :.

Um Punkt 18:00 Uhr ertönt das Intro der Piraten von SWASHBUCKLE. Die Amerikaner sind an diesem Abend die erste von sechs Bands und haben trotzdem die ganze Bühne zur Verfügung. Ein großes Drumset, ein riesiges Pagan Fest Backdrop, zwei Side-Drops und zwei aufblasbare Palmen runden das Bühnenbild ab. Dann gibt es volle Kanne auf die Zwölf. Die Piraten spielen sich sofort in die Herzen der Besucher. Obwohl es so früh ist, ist die Halle zu Beginn etwas über halb voll, im Laufe des Gigs zu ¾ gefüllt. Der Sound ist messerscharf, laut und die Mannschaft von SWASHBUCKLE höchst motiviert. Zum momentanen Video „Cruise Ship Terror“ entern mal eben die Mannen von ALESTORM in einem Hai- und Narrenkostüm die Bühne und drehen, ähnlich wie das Publikum, total durch. Circle Pits, ein paar nette Ansagen und dazu ein perfektes Soundgehacke beenden einen 30 Minuten langen Auftritt, der ruhig etwas länger hätte sein dürfen.

.: EX DEO :.

Eine 15 Minuten lange Verschnaufpause liegt zwischen dem Piratenschiff und Rom. Die Palmen wurden entfernt und gegen römische Schlachtbanner ausgetauscht. Die Halle ist etwas leerer als zuvor, aber dennoch gut gefüllt als das Intro von EX DEO ertönt. Mit einem Ehrfurcht gebietenden Intro auf klassischer Basis entern die Mannen die in rotes Licht getauchte Bühne. Die Kampfrüstungen sind angelegt und schon geht es gewaltig los. Was in den nächsten 25 Minuten passiert, gleicht mehr einer Theateraufführung als einem Konzert. Viele Intros eröffnen die Brecher von EX DEO, während die Masse andächtig starrt oder die Matte schüttelt. Ansagen fallen fast alle weg, da die Intros die Zwischenpausen füllen. Ein großartiges Schauspiel, welches nicht zuletzt durch Fronter Maurizio Iacono unterstrichen wird. Der KATAKLYSM-Sänger reißt seine Arme in die Höhe und baut seinen Körper auf als könne keine Armee dieser Welt ihn von seinem Platz reißen. Dazu der mächtige Sound und fertig ist ein beeindruckendes Bühnenbild. Mit „Romulus“ setzt die Band ein schnelles, aber elegantes Ende und begeistert die Menge. Zwar ist das Publikum nicht ganz so ekstatisch wie bei SWASHBUCKLE, allerdings war die Musik dafür auch nicht ausgelegt. Trotzdem ganz großes, aber viel zu kurzes Kino der Jungs.

.: ALESTORM :.

Erneut gibt es eine 15 Minuten lange Umbaupause, ehe es mit ALESTORM den nächsten Publikumsliebling des Abends auf die Bühne ziehen soll. Siehe da, die Halle ist bis zum Erbrechen voll und alles starrt gespannt auf die Bühne, um die nächsten Piraten zu begrüßen. Mit „The Quest“ vom neuen Album legen die Jungs gleich ein ordentliches Brett vor. Das Publikum frisst den Schotten von der ersten Minute an aus der Hand und der nun vollbärtige Christopher Bowes hat leichtes Spiel. Der Sound ist an diesem Abend das erste Mal nicht zufrieden stellend. Um es genau zu sagen, ist der Sound von ALESTORM eine Frechheit. Alles klingt dumpf bzw. matschig und die Feinheiten - gerade vom Keyboard - sind gar nicht wahrzunehmen. Für ALESTORM allerdings keine Neuigkeit, dass sie einen schlechten Sound haben – scheint langsam zu ihrem Programm dazu zu gehören. Mit „Wenches & Mead“ darf dann gleich tief ins Trinkhorn geschaut werden. ALESTORM wissen in den kommenden 40 Minuten die Masse zu begeistern. Ob nun mit Partykrachern wie „Nancy The Tavern Wench“ und „Keelhauled“ [Bei welchem sich SWASHBUCKLE ihrerseits auf der Bühne präsent zeigen] oder bei Hits wie „Captain Morgan’s Revenge“, ALESTORM haben das Publikum fest im Griff. Nach einer knappen Dreiviertelstunde ist die nächste Seeschlacht geschlagen und die Piraten verabschieden sich unter tobenden Applaus in fremde Gewässer.


The Quest
Wenches & Mead
That Famous Ol' Spiced
Nancy The Tavern Wench
Over The Seas
Keelhauled
Captain Morgan's Revenge
Wolves Of The Sea

.: UNLEASHED :.

Diesmal wird 25 Minuten lang umgebaut, ehe es zur dienstältesten Band des Abends übergehen soll. UNLEASHED müssen damit leben, dass die Halle nach ALESTORM erheblich leerer ist als zuvor, dennoch haben auch sie eine große Anzahl an Fans vor der Bühne versammelt. UNLEASHED ist die erste Band, die ein eigenes Backdrop aufweisen kann und zeigt, dass nun die Großen des Abends die Bühne betreten. Die Band gibt sich von ihrer besten Seite und lässt das Publikum nicht im Regen stehen. Überzeugend knallen Lieder wie „This Is Our World Now“, „The Longships Are Coming“ oder “Into Glory Ride”, und die Band zeigt, warum sie so lange im Geschäft bleiben konnte. Zugleich feiert die Band ihr zwanzigjähriges Bestehen und bedankt sich für die Unterstützung beim Publikum. Nach einer Metdusche für die Fans der ersten Reihe findet auch dieser Gig sein Ende. Mit „Hammer Battallion“ und dem legendären „Death Metal Victory“ ist nach 45 Minuten dann Schicht im Schacht. Zwar wird UNLEASHED nicht so sehr gefeiert wie ALESTORM zuvor, dennoch ein beachtlicher Gig, der viel Anerkennung von den Fans einbringt.

::bild4_mitte::


.: DIE APOKALYPTISCHEN REITER :.

Es wird zum Erdrücken voll in der Markthalle, als die Umbaupause für die Reiter fast eine halbe Stunde verstreichen lässt. Im Vorfeld wurde schon heiß darüber diskutiert, warum nun die REITER nicht Headliner waren, sondern KORPIKLAANI. Nun aber ließen der große Aufbau und das Backdrop keinen Zweifel übrig – es war Zeit für die REITERMANIA. Mit einem gesprochenem Intro und einer in Nebel gehüllten Bühne betritt ein Reiter nach dem anderen die Bühne. Das Licht geht für eine Sekunde aus und wieder an, und ab geht die Post. Mit „Wir sind das Licht“ scheint der geeignete Opener gefunden zu sein, um das Publikum richtig zum Ausrasten zu bringen. Fuchs und Co rennen, so wie man sie kennt, wie wild über die Bühne und animieren die Fans jede Sekunde dazu abzugehen. Lieder wie „Revolution“ oder „Adrenalin“ lassen dann keinen Zweifel mehr offen, wer in Sachen Bühnenpräsenz und Publikumsstärke der Gewinner sein wird. Trotzdem ein ungewohntes Bild, die Reiter nur 65 Minuten auf einer Bühne zu sehen. Bei so wenig Zeit fallen leider Klassiker wie „Reitermania“ oder „Unter der Asche“ weg. An sich beschränkt sich die Band an diesem Abend eher auf neueres Material. Trotzdem scheinen die Fans der Band bei jedem Lied aus der Hand zu fressen und bringen die Halle auf gefühlte 800 Grad. Wasserflaschen fliegen durch die Halle und weiter geht’s. Die REITER tun das, was sie am besten können – die Apokalypse bringen und so sind auch diese „nur“ 65 Minuten ein Angriff auf jede Kondition. Mit „Metal Will Never Die“ setzt die Band einen passenden Schlusspunkt und lässt von der Bühnenpräsenz her keinen Wunsch offen. Großes Kino!

Setlist:
Wir sind das Licht
Revolution
Es Wird Schlimmer
Riders On The Storm
Friede Sei Mit Dir
?
Adrenalin
Nach der Ebbe
?
We Will Never Die
Der Adler
Seemann
Metal Will Never Die



.: KORPIKLAANI :.

Nun wird es Zeit den Alkoholpegel „etwas“ zu erhöhen! Nach einer 30 Minuten langen Umbaupause soll dem letzten Act an diesem Abend gehuldigt werden. Die Vodka-Mannen von KORPIKLAANI haben wie immer ihre gute Laune mitgebracht und scheinen auch heute Abend die größte Party aller Zeiten feiern zu wollen. Mit „Vodka“ wird den Leuten gleich im ersten Drittel der Show richtig eingeheizt und die ersten Pits brechen aus, welche den ganzen Abend nicht mehr wegzudenken sind. Zwar scheinen KORPIKLAANI einen Bewegungsradius von geschätzten 10 Zentimetern zu haben, stört die Anhänger aber nicht. Auch das neue „Huppiaan Aarre“ schlägt ein wie eine Bombe und treibt die Partystimmung auf ein Maximum. Zwar mag die Show, musikalisch wie auch Bühnentechnisch, für einen Außenstehenden sehr monoton wirken, die eingefleischten Fans stört dies jedoch nicht und so dreht die Markthalle auch um kurz nach Mitternacht noch zu den Klassikern wie „Beer Beer“ oder „Let’s Drink“ durch. Nach 65 Minuten KORPIKLAANI verlässt auch diese Band die Bühne und mit ihr die Fans die Halle – nach einem sechsstündigen Abend Musik pur.




Fazit: An sich ein gelungener Abend. Die Bands haben viel aus ihrer Show rausgeholt und der Sound war überwiegend gut. T-Shirt-Preise waren eine Wohltat für die Geldbörse und auch die Stimmung in der Halle war von einem positiven Klima geprägt. Ob nun die eine Band was mit Pagan zu tun hat, schien am Ende doch völlig egal und die meisten Leute verließen die Halle mit neuem Merchandise und einem Lächeln. Ein bisschen Kritik gibt es jedoch zu beanstanden. Es ist fraglich, ob es wirklich immer ein so großer Haufen an Bands sein muss. Jede Band hat unter dem großen Billing zu leiden und die Spielzeiten sind für manche Bands der pure Hohn. Dazu kommt, dass einige sich durch einen Haufen Bands kämpfen müssen, nur um ihre Lieblinge am Ende für maximal eine Stunde zu sehen. Irgendwie sind diese Massenveranstaltungen immer öfter unterwegs und scheinen Gefallen bei Veranstaltern zu finden, aber ob das am Ende alle so glücklich macht, soll an dieser Stelle mal offen bleiben…

Ashes Of Eden

Autor: Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden] | 22.09.2009 | 17:36 Uhr
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