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Datum: 24.02.2010Stadt: Hamburg

Ob es an der kommenden Hitze liegt, die der 24.02.2010 in der Markthalle offenbaren wird, oder ob der Schnee doch von alleine den Rückzug antritt, lässt sich nicht genau klären. Fakt ist jedoch, dass sich das Pagan Fest in die Markthalle schleicht und das ein Garant dafür ist, dass die Hütte voll wird. Dieses Mal haben sich die Bands VARG, ARKONA, DORNENREICH, ELUVEITIE und FINNTROLL eingefunden, um ihre neuen Album zu präsentieren. Auch wenn ich in letzter Zeit viel über die Organisation diverser Veranstaltungen und verschiedenen Lokalitäten wettern musste, bin ich umso erstaunter, dass an diesem Abend soweit alles glatt läuft.

Es ist schon überraschend, dass man in letzter Minute noch die Position von VARG und ARKONA getauscht hat. Zwar sind VARG etwas bekannter in Deutschland, allerdings haben ARKONA mit fünf Alben doch etwas mehr Material in der Hand und so heißt der Opener für heute VARG. Schon am Eingang an der Markthalle hingen riesige VARG-Plakate und von 500 Flyern, die man in die Hand gedrückt bekam, waren gute 480 mit VARG bedruckt. Man wurde also schon im Vorfeld mit der Band konfrontiert.












.: VARG :.

Um Punkt 19:00 Uhr gehen die Lichter aus und VARG betreten die Bühne. Es ist kaum zu glauben, aber die Halle scheint schon bei der ersten Band aus allen Nähten zu platzen. Vorne ist jedenfalls kaum noch Platz. Mit dem von TURISAS bekannten Paint kommen VARG auf die Bühne und legen gleich richtig los. Die Masse nimmt die Songs von der ersten Minute an auf und singt aus vollem Halse mit. Drummer Fenrier lässt beim Spielen ununterbrochen seinen Kopf kreiseln und auch die Band ist motiviert. Allerdings wirken die Bewegungen, allen voran vom Sänger, sehr statisch, da die Rüstungen, die sie tragen, doch sehr klobig erscheinen. Macht auch nichts, denn die Masse feiert jedes Lied. Nach den Gerüchten der letzten Jahre, VARG seien rechts orientiert, ist eine Ansage gegen Nazi-Abschaum entweder eine gute Sache oder ein nötiger, gut durchdachter Schritt. Was davon nun wirklich greift, bleibt jedem selbst überlassen. Lieder wie „Blutaar“ [angekündigt für alle Nazi-Schweine], „Schildfront“ oder der Schlusspunkt „Wolfszeit“ lassen die Herzen der Fans jedenfalls höher schlagen. Womit man allerdings leben muss, ist ein sauschlechter Sound. Das Schlagzeug klingt kaum durch und vor allem in den schnellen Parts muss man zwei Mal hinhören, wenn es an der Schießbude rattert. Dazu ist das Ganze so leise, dass man sich in der ersten Reihe noch problemlos unterhalten kann. Das Problem bekommt man auch die ganzen 30 Minuten nicht in den Griff.

.: ARKONA :.

Nach einer nur zehn Minuten langen Umbaupause geht es auch gleich weiter mit den russischen Pagan-Helden von ARKONA. Wie auch schon VARG zuvor, haben ARKONA die ganze Bühne zur Verfügung und ein eigenes Backdrop. Auch bei ARKONA ist die Halle gerappelt voll und die ersten Reihen quetschen sich zu Tode. Das ist Einsatz, der auf der Bühne gleichermaßen zurückgezahlt wird. Die Russen um Frontfrau Masha "Scream“ wissen von der ersten Minute an zu begeistern. Zwar hält sich die Setlist im eher langsamen Bereich, was allerdings daran liegt, dass ARKONA an diesem Abend viele kurze Lieder spielen und diese nicht so schnell sind wie die längeren. Macht nichts, Masha wechselt so zwischen Tanzeinlage und wildem Headbangen. Hin und wieder wird ein „Thank You My Brothers“ rausgekeift, ehe es wieder mit Tempo 180 weitergeht. Hin und wieder sieht man den einen oder anderen Kameramann der Band durch die erste Reihe huschen, welcher wilde Einblicke von schüttelnden Matten und einem größeren Pit einfangen kann. Mit „Goi, Rode, Goi“ wird dann ein weiteres Mal die Markthalle zum Kochen gebracht und ein grandioser Gig findet nach nur 30 Minuten ein sehr frühes Ende. Wie auch bei VARG gibt es bei ARKONA extreme Soundprobleme. Da die Musiker sich auf der Bühne auf Bass, Gitarre und Schlagzeug beschränken, kommen Flöte und die zigtausend anderen Instrumente alle vom Band. Gitarre und Band-Instrumente waren allerdings so leise, dass man die Melodien der Band nur erahnen konnte – wenn man sie bereits kennt.

.: DORNENREICH :.

Nun wird es intellektuell! DORNEBREICH beehren Hamburg und Hamburg beehrt DORNENREICH mit einer recht gut gefüllten Markthalle. Schon von der ersten Minute an überrascht die Band mit dem Sound. An dieser Stelle ist bis dato der klarste und reinste Sound des gesamten Konzertes. Das Drumset klingt zerstörerisch, die Geige hext und der Gesang drischt durch Mark und Bein. In klagevoller Art und Weise bringen DORNENREICH ihre Songs an Mann und Frau. Natürlich passiert bei DORNENREICH optisch nicht so viel wie bei den beiden Bands zuvor, dafür wird andächtig gelauscht und jeder schnelle Part mitgenommen. Trotzdem leert sich die Halle nach und nach und von der anfangs vollen Halle sind am Ende maximal noch drei Viertel der Leute da. An diesem Abend scheinen gesprochene Gedichte, verpackt in komplexer Musik, nicht jedermanns Geschmack zu sein. Trotzdem bringen DORNENREICH eine zu ihrer Musik passenden Show zu Ende und zeigen, dass in Sachen Lichtshow – heute – keiner an sie herankommen wird. 40 Minuten und der Spaß ist an dieser Stelle auch vorbei.













.: ELUVEITIE :.

Wir kommen zum heimlichen Headliner dieses Abends. Es ist brechend voll in der Halle, als ELUVEITIE an diesem Abend aufspielen. Neben acht Musikern auf der Bühne gibt es rund 1000 Fans, eine buntgemischte Setlist und eine Band, die weiß, was sie ihren Fans schuldig ist. Folk/Death-Metal pur! Dabei sind natürlich die letzten Klassiker wie „Gray Sublime Archon“, „Slania's Song“, „Omnos“ und „Inis Mona“ nicht wegzudenken. Der Pit nimmt für die Markthalle überdimensionale Eigenschaften an und die ersten brechen an den Treppen zusammen. Hier eine blutige Nase, da ein blauer Fleck, aber dem Pit scheint es nicht zu schaden – dieser wird immer größer. Natürlich möchte man auch Material vom neuen Album „Everything Remains [As It Never Was]“ spielen und das tut man dann auch gleich mit einem beeindruckenden Drilling. „Quoth The Raven“, „Nil“ und „[Do]Minion“ tun ihr Übriges und zeigen, dass das neue Material genauso einschlägt wie das letzte. Ohne große Patzer spielt sich die Band immer mehr in die Herzen ihrer Fans und die Fans danken das mit ordentlich Applaus und Action. Auch hier gibt es kleinere Soundprobleme, zum Glück betreffen diese aber nur den Bass, der etwas dominant erscheint, jedoch noch zu verkraften ist. Schlimmer sind die Soundeinleitungen zu den Songs, welche so abartig laut sind, dass jedem ein Tinitus am nächsten Tag garantiert ist! Nach 60 Minuten heißt es: Auf Wiedersehen, ELUVEITIE und hoffentlich auf bald!

.: FINNTROLL :.

FINNTROLL haben seit jeher die undankbare Aufgabe, bei Festivals oder umherziehenden Festen immer als Letztes zu spielen. Das gibt schon den Ruf als Gute-Nacht-Act und die Frage ist: Können FINNTROLL mit dem Material aus dem neuen Album endlich diesen Ruf loswerden? Nein! Auch an diesem Abend läuft alles wie in den letzten Jahren. Band kommt auf die Bühne – Halle ist zu drei Vierteln voll – die Hitze der letzten Band liegt noch in der Luft – Band gibt sich Mühe – Fans bemühen sich abzugehen – aber irgendwie ist im Vergleich zu vorher die Luft raus. Klatschen klappt noch, aber bei Fragen wie „Habt ihr Bock?“, oder „Macht mal Krach!“ melden sich drei heisere Stimmen – der Rest leckt seine Wunden oder schöpft letzte Kraftreserven. Dabei geben sich FINNTROLL wirklich die größte Mühe. Sänger Mathias "Vreth" Lillmåns headbangt wie ein Geisteskranker – der Sound und der Bühnenaufbau stehen wie eine Eins und auch die Lichtshow tut alles, um zu gefallen. Doch auch wenn man will – bei FINNTROLL scheint einem immer die Kraft zu fehlen. Auch der Klassiker „Trollhammeren“ wurde schon mehr abgefeiert – was allerdings nicht an der Band oder dem Material liegt, sondern, wie betont, schlichtweg an der ungünstigen Position der Band. Mit „Solsagan“ vom aktuellen Album findet die Band nach etwa 55 Minuten ebenfalls ein Ende – jedoch nicht, ohne für Zugaben zurückzukommen. Ein Blick in die Markthalle zeigt, dass es kurz vor Mitternacht gerade einmal halb voll ist und nur noch Hartgesottene in der Halle stehen. Diese dürfen sich dann über „Jaktens Tid“ freuen und sich so langsam aufs Ende einstellen. Nach 65 Minuten fällt auch bei FINNTROLL der letzte Vorhang und zeigt, dass sich das neue Material gut in das Programm einreiht – man aber weiterhin den Gute-Nacht-Act spielt/spielen muss.




Fazit: Am Ende dürften sich viele Fans die Wunden geleckt haben, war dies ein wilder Abend, der vielen Pagan-Fans noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Über 200 Minuten Musik pur an einem Abend bei fünf motivierten Bands, da kann man die Soundprobleme an diesem Abend fast verkraften. Wen wundert es da, dass die Massen an Merchandise der Band weggehen wie warme Semmeln? ARKONA machen sich das noch zu Nutze und bauen mal eben einen Stand mit zig ARKONA-Artikeln auf und haben in Taschen die gesamte russische Pagan-Szene auf CD mit. In Russland scheint man noch stark zusammenzuhalten. Preise waren einheitlich 20€ pro Shirt und so kann man sagen – ein doch sehr gelungener Abend mit kleineren Ecken und Kanten.

Ashes Of Eden

Autor: Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden] | 03.03.2010 | 16:08 Uhr
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