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Datum: 02.08.2008Stadt: Wacken

Peters PAIN haben erst letztes Jahr ihr Album "Psalms Of Extinction" veröffentlicht und monatelange Touren gespielt, darunter auch im Vorprogramm von NIGHTWISH, und dennoch kommt am 31. Oktober schon das nächste Album der schwedischen Ein-Mann-Projektes.
Zur ersten öffentlichen Listening-Session lud Mastermind Peter Tägtgren in Wacken. Das Backstagezelt ist mehr als gut gefüllt und auch Peter ist persönlich die ganze Zeit über anwesend um zu quatschen oder für Photos zu posieren. Nach einer knappen Ansage, lässt er aber die Musik für sich sprechen. Das neue Werk soll den Titel "Cynic Paradise" tragen und 11 Songs beinhalten. Diese werden auf dem fertigen Album in anderer Reihenfolge und teils unter anderen Titel stehen. Wo dies der Fall ist, weisen wir darauf hin. Aber nun zur Musik.

01. I'm Going In
Es gibt ein auch schon von HYPOCRISY und anderen PAIN-Songs bekanntes Kirchenchor-Intro, das schnell in einen stampfenden Knüppel-Rhythmus übergeht. Typisch Peter, typisch PAIN. Der Gesang erscheint überraschend variabel.
02. Generation X
Erinnert stellenweise etwas an "Suicide Machine" vom Album "Rebirth", erreicht aber nicht dessen Klasse. Zwischendurch gibt es etwas "Glockenspiel-Elektronik" zum auflockern.
03. Reach Out [And Regret]
Simpler Song mit groovigem Rhythmus. Nicht sehr spektakulär.
04. Follow Me
Nach den üblichen Stampf-Riffs und Techno-Einlagen wird schnell klar, dass man es hier wohl mit einem potenziellen Single-Kandidaten zu tun hat. Erstmals gibt es bei PAIN weiblichen Gesang zu hören. Stellenweise vielleicht zu poppig. Wir warten auf den Klingelton.
05. Monkey Business
Nach einen harten Einstieg, der auch einen HYPOCRISY-Song einleiten könnte, folgt ein überraschend melodischer und clean gesungener Refrain.
06. Have A Drink On Me
Erinnert im ersten Moment an ein Sauflied von den BÖHSEN ONKELZ, entpuppt sich aber schnell als PAIN-Version eines Country-Songs und geht schnell ins Ohr.
07. Cynic Paradise [Arbeitstitel]
Es wird wieder wesentlich härter und elektronischer. Hat man aber alles irgendwie schon mal gehört.
08. No One Knows
Dieser Song ist eher im Midtempo gehalten und hat ein freaky Intro und verzerrten [ja, noch mehr als sonst] Gesang zu bieten.
09. Suck Me Sideways [Arbeitstitel]
Hier merkt man wieder, dass Peter Tägtgren Produzent ist. Im Hintergrund passiert fast so viel wie vordergründig. Das ist auch gut so, denn was da passiert haben wir schon auf fünf Alben davor gehört.
10. Not Your Kind
Ein eher ausladender, epischer Track. Im Hintergrund werden wieder ganze Sphären und Klangkathedralen errichtet.
11. Feed Us
Nochmals gibt es weiblichen Gesang zum üblichen Schema, aber lange nicht so hittauglich wie in "Follow Me".

Das neue Album hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Einerseits wurden mit neuen Elementen eindeutig versucht, für Abwechslung zu sorgen. Andererseits hat man viele Passagen und Songstrukturen [genauso!] schon auf den Alben davor mehrfach zu hören bekommen. Man wird abwarten müssen, wie sich "Cynic Paradise" unter normalen Bedingungen bewährt.

Nicki

Autor: Nicolas Freund [Nicki] | 10.09.2008 | 12:49 Uhr
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