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Datum: 14.11.2014Stadt: Oberhausen

POWERWOLF laden im Jahr 2014 nicht oft zum Konzertabend. In Deutschland gaben sie sich im Sommer ausschließlich auf Festivals die Ehre, Clubkonzerte gab es nicht. Doch an einem kühlen Novemberabend füllt sich die Turbinenhalle II in Oberhausen noch ein letztes Mal zwecks Heavy-Metal-Messe, bevor sich die Band ins Studio zurück zieht. 2015 soll das neue Album im Handel sein. Im Vorprogramm bietet das Event mit GLORYFUL und den True-Metaller MAJESTY melodische und tief metallische Unterhaltung. In der größeren Turbinenhalle I findet an diesem Wochenende eine Horrorfilm-Convention statt – zur Verwunderung manches POWERWOLF-Fans, der sich im Datum geirrt zu haben glaubt. Warum die kleine Schwester der Location herhalten muss, ist fraglich. Auch die große Halle wäre sicherlich ohne Probleme rasch ausverkauft gewesen. Aber auch Turbinenhalle II bietet immer noch reichlich Platz.

.:GLORYFUL:.
Die Ehre, den Abend zu eröffnen, kam GLORYFUL zu. Zwei Alben haben die Herren in den vergangenen Jahren veröffentlicht. Auch Charles Greywolf legte beim Mastering des Outputs Hand an. Wie dementsprechend zu erwarten ist, passt der Stil der Band aus Gelsenkirchen sehr gut zum Geschmack der POWERWOLF-Jünger. Die Halle ist beim Opener-Slot, der überpünktlich losgetreten wird, bereits recht gut gefüllt. Die Tontechnik legt an diesem Abend Wert auf den Bass, der herrlich Markerschütternd donnert – und leider zu Beginn auch den Gesang von Frontmann Johnny La Bomba übertönt. Die fünf Musiker spielen Ohrwurm-Garanten ihrer Alben und haben sichtlich Spaß an ihrem Auftritt. Mit zahlreichen Gigs hier und dort haben sie sich zurecht eine Fangemeinde erspielt, die auch an diesem Abend "Hail, hail, GLORYFUL's Tale" aus einem der Songs rezitiert und die Band feiert. Und überhaupt: Mit eingespielten Arnold-Schwarzenegger-Zitaten aus "Conan, der Babar", wie hier im Vorspann zu "The Warriors' Code", kann man nie falsch liegen. Ein kraftvoller, runder Auftritt, der nach einer halben Stunde leider schon viel zu schnell vorüber ist.

Setlist GLORYFUL:
Ocean Blade
Hiring The Dead
Gloryful's Tale
Cradle Of Heroes
The Warior's Code




.:MAJESTY:.
Eigentlich erscheinen Bühnen wie die Oberhausener viel zu klein für MAJESTY und ihre Metal-Hymnen. Und doch haben eben diese gerade in der Halle eine sehr mitreißende Wirkung. Die Rhythmusgruppe macht ordentlich Druck und lehrt True Metal vom Allerfeinsten. Schon vor dem ersten Refrain im Opener hört man einige Fans im Publikum mitsingen, die Animationsbestrebungen von Fronter Tarek Maghary tun ihr Übriges. Der Pathos, den die langhaarigen Recken an den Tag legen, stimmt schon mal gekonnt auf die Messe des Headliners ein. Statt Werwolf-Geschichten gibt es bei MAJESTY allerdings Leder, Nieten und Ketten: "Hail, Hail to MAJESTY" wird mehr als einmal skandiert. Großartige Stimmung auf wie vor der Bühne und ein erfrischend großer Mitsing-Anteil in den Songs lassen die Temperatur im Saal noch weiter steigen. Auch hier zeigt die Band viel Freude am Spiel und an der Reaktion des Publikums. Besonders die Songs der letzten beiden Langspieler, wie "We Want His Head", "Banners High" oder "Thunder Rider", zünden. Letzterer will sich noch nach dem Gig als Ohrwurm festbeißen. Wer MAJESTY zuvor noch nicht kannte, kann sich an diesem Abend von einigen Sahnestücken der Band-Diskographie und einer Gruppe in bester Stimmung überzeugen lassen.

Setlist MAJESTY:
We Want His Head
Hail To Majesty
Time For Revolution
We Are The Metal Law
Banners High
Heavy Metal Battlecry
Thunder Rider
Metal Union

.:POWERWOLF:.
Der Headliner des Abends, POWERWOLF, lässt etwas länger auf sich warten. Das ist an sich noch kein Problem, wenn die Crew der Turbinenhalle wenigstens mehr als ein einziges Musikstück zur Überbrückung der Umbaupause zur Hand gehabt hätte. So trällert "Ghost Division" von SABATON – die Schweden geben sich an gleicher Stelle übrigens im Januar 2015 die Ehre – gefühlte dutzend Male aus den Lautsprechern links und rechts der Bühne. Während der ein oder andere eingangs noch mitsang, erinnerte die Endlosschleife irgendwann eher an einen Streich oder eine Geduldsprobe.
Bald darauf starten POWERWOLF jedoch ihren Auftritt mit "Sanctified With Dynamite", der gleich große Begeisterung auslöst. Mitsingen und Mitklatschen sind ab hier eine Selbstverständlichkeit. Das ändert sich auch bei den anschließenden Songs "Coleus Sanctus" und "All We Need Is Blood" nicht. Zwischen den Stücken offenbart sich Sänger Attila Dorn einmal mehr als großer Unterhalter und Erzähler. Es gibt keinen Song, der nicht in eine Anekdote oder einen Witz eingebettet wird. Ob Morgenlatte ("Resurrection By Erection") oder Zombies ("Dead Boys Don't Cry"), es wird keine Gelegenheit für den humorvollen Smalltalk mit dem Auditorium ausgelassen. Die gute Mischung von jüngeren und älteren Werken der Band erzeugt einen tollen Spannungsbogen und heizt dem Publikum ein. Dieses wiederum bringt auch die Band selbst zum Staunen. Ähnlich wie zuvor auch MAJESTY zeigen sie sich begeistert vom Enthusiasmus der vollen Turbinenhalle.
Mit Falk Maria Schlegel haben POWERWOLF, wie Attila Dorn beiläufig ganz richtig bemerkt, den vielleicht verrücktesten Keyboarder der Welt. Ihm gefällt offensichtlich nicht nur das Spiel mit dem Tasteninstrument, sondern auch das mit dem Publikum. Immer wieder ist er es, der das Mitklatschen aufwiegelt oder Laolas losschlägt. An den schwarzen und weißen Tasten steht bei den Wölfen ein wahrer Entertainer.
Vor dem abschließenden Klassiker "Lupus Dei" segnet Attila Dorn die Gemeinde mit allem drum und dran im Namen des Heavy Metal und erteilt die "absolute Absolution" – nicht ohne selbst ein wenig lachen zu müssen. Beim ruhig beginnenden "Lupus Dei" schwappt aus der Mitte der Halle eine Bewegung herüber, als sich plötzlich das gesamte Publikum auf die Knie herabsenkt. Für wenige Momente des Verharrens erzeugt der dröhnende Klang Gänsehaut. Nach diesem Gänsehaut-Moment und Ende der offiziellen Setlist lassen sich die Herren ein wenig Bitten, bevor sie zur Zugabe ansetzen. Selbstverständlich ist das jedoch in Oberhausen kein problematisches Unterfangen. Der Nachschlag wird umgehend lautstark gefordert. Die Zugabe aus drei Songs in allgemeiner Feierstimmung erweist sich dann als gelungener Abschluss des Konzertjahres für POWERWOLF und der Live-Darbietungen zum aktuellen Album "Preachers Of The Night". Für sie geht es auf der Bühne erst im Mai weiter – dann wieder Open Air. Die Fans halten bis dahin den nächsten Langspieler der Band in den Händen.

Setlist POWERWOLF:
Sanctified With Dynamite
Coleus Sanctus
All We Need Is Blood
Prayer In The Dark
Amen & Attack
Resurrection By Erection
Kreuzfeuer
Sacred & Wild
Dead Boys Don't Cry
Werewolves Of Armenia
We Drink Your Blood
Lupus Dei
---
Raise Your Fist, Evangelist
Saturday Satan
In The Name Of God (Deus Vult)

Insgesamt ein gelungener Abend, bei dem keine Abstriche gemacht werden müssen. Das Publikum in der ausverkauften Halle war großartiger Stimmung, die Songs zündeten und die Vorbands GLORYFUL und MAJESTY passten hervorragend zum Gastgeber POWERWOLF und seinen Fans. Am Ende durften alle Fans noch ein Exemplar des extra für Oberhausen designten Veranstaltungsplakats als nettes Andenken mit nach Hause nehmen.

SebyK

Autor: Sebastian Kronenberg [sebyK] | 23.11.2014 | 23:33 Uhr
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