.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Reviews von Primordial, etc.
CD Review: Moonsorrow - Jumalten Aika

Moonsorrow
Jumalten Aika


Black Metal, Pagan Metal
6 von 7 Punkten
"Scheiße, die haben ja gar keine Dudelsäcke!"
CD Review: Primordial - Where Greater Men Have Fallen

Primordial
Where Greater Men Have Fallen


Black Metal, Heavy Metal, Pagan Metal
5.5 von 7 Punkten
"Die irische Horde marschiert weiter"
CD Review: Mourning Beloveth - Formless [2CD]

Mourning Beloveth
Formless [2CD]


Dark Metal, Death Metal, Doom Metal
6.5 von 7 Punkten
"Formvollendet!"
CD Review: Primordial - Redemption At The Puritan's Hand

Primordial
Redemption At The Puritan's Hand


Dark Metal, Pagan Metal
6 von 7 Punkten
"Geschunden, aber ungebrochen!"
CD Review: Primordial - Storm Before Calm [CD/DVD-Re-Issue]

Primordial
Storm Before Calm [CD/DVD-Re-Issue]


Dark Metal, Pagan Metal
Keine Wertung
"Der Sturm vor der Ruhe!"
Mehr aus den Genres
CD Review: Bloodbath - The Wacken Carnage [Live]

Bloodbath
The Wacken Carnage [Live]


Death Metal
Keine Wertung
"Feasting On The Blood Of The Insane"
CD Review: Isvind - Gud

Isvind
Gud


Black Metal, Melodic Black Metal
5 von 7 Punkten
"Ein Black Metal-Album für den Sommer!"
CD Review: Lethargy - Purification

Lethargy
Purification


Alternative, Hard Rock, Heavy Metal
5 von 7 Punkten
"Grunge 2008?"
CD Review: Illnath - Second Skin Of Harlequin

Illnath
Second Skin Of Harlequin


Melodic Black Metal
3 von 7 Punkten
"Keine wirklich dänischen Delikatessen"
CD Review: Profundi - The Omega Rising

Profundi
The Omega Rising


Black Metal, Melodic Black Metal
5 von 7 Punkten
"Würzige Ideen aus Schweden!"
CD Review: Shrapnel - Raised On Decay

Shrapnel
Raised On Decay


Thrash Metal
5 von 7 Punkten
"Ein Schritt nach vorne"
CD Review: Iron Savior - Reforged - Riding On Fire

Iron Savior
Reforged - Riding On Fire


Power Metal, True Metal
Keine Wertung
"Klassiker auf Hochglanz"
CD Review: Eisley / Goldy - Blood, Guts And Games

Eisley / Goldy
Blood, Guts And Games


AOR, Hard Rock
5 von 7 Punkten
"Gediegen, nicht seicht"
CD Review: Pretty Boy Floyd - Public Enemies

Pretty Boy Floyd
Public Enemies


Glam Rock, Sleaze Rock
4 von 7 Punkten
"Wenn die Spandex spannt..."
CD Review: Hittman - Hittman [Re-Release]

Hittman
Hittman [Re-Release]


US-Metal
Keine Wertung
"Die richtige Band zur falschen Zeit"
Band(s):
Primordial Homepage Primordial Facebook Metalnews nach 'Primordial' durchsuchenPrimordial
 Moonsorrow Homepage  Moonsorrow Facebook Metalnews nach 'Moonsorrow' durchsuchen Moonsorrow
 Mourning Beloveth Homepage  Mourning Beloveth Facebook Metalnews nach 'Mourning Beloveth' durchsuchen Mourning Beloveth
 Gardens Of Gehenna Homepage Metalnews nach 'Gardens Of Gehenna' durchsuchen Gardens Of Gehenna
Share: 
Datum: 12.04.2006Stadt: Ludwigsburg




Wenn die Heiden sich zusammenrotten und auf Kreuzzug gehen ("Heathen Crusade", so das Motto der Tour), lässt man sich natürlich nicht lange bitten und folgt ihrem Kriegsschrei. An einem regnerischen Mittwochabend ging es deshalb in die Rockfabrik Ludwigsburg, wo man angesichts des pechschwarzen Himmels über Schwaben froh sein konnte, endlich vor der Bühne zu stehen und beruhigt an einem kühlen Blonden zu schlürfen. Die Eröffnung durch GARDENS OF GEHENNA wurde Dank einiger Baustellen auf der A 8 zwar verpasst, doch die Hauptargumente für diesen Abend, PRIMORDIAL, MOONSORROW und MOURNING BELOVETH, warteten noch darauf, angefeuert zu werden.




Letztere enterten dann auch kurz nach halb neun die Bühne des kleinen RoFa-Clubs im ersten Stock. Mit ihren pfeilschnellen Riffattacken hatten sie die Bangerfront sofort in ihrer Hand und die 150 Besucher standen allesamt Kopf. Spaß beiseite… Die tonnenschweren, schleppenden Riffs der irischen Doom-Recken legten sich wie Blei auf die Gemüter der Anwesenden, welche fast paralysiert auf die Bühne starrten. Dass im Publikum nicht gerade großer Bewegungsdrang herrschte, bedeutete glücklicherweise jedoch nicht, dass die epischen, gelegentlich an MY DYING BRIDE erinnernden Songs der Männer von der grünen Insel nicht gut ankamen, ganz im Gegenteil! Gemessen am Applaus zwischen den wenigen aber dafür umso längeren Liedern waren MOURNING BELOVETH für viele nicht einfach irgendeine Vorgruppe. Auch die Setlist konnte sich sehen lassen und vermittelte einen guten Überblick über die drei bisher erschienenen Alben der Band. Vor allem das geniale „The Mountains Are Mine“ vom 2001er Debüt „Dust“ schien es der Menge samt berichtendem Redakteur angetan zu haben. Mit einer Träne im Knopfloch musste man die fünf Musiker nach hervorragenden 45 Minuten allerdings von der Bühne entlassen. Let there be Doom!




Das Kontrastprogramm folgte nach einer kurzen Umbaupause in Form der teilweise sehr fidelen Kompositionen MOONSORROWs auf dem Fuße. Die Finnen – böse Zungen nennen sie die FINNTROLL für Erwachsene – legten einen von der ersten Minute an furiosen Gig auf die Bretter. Am meisten ab ging es sicher beim Lied „Sankarihauta“ vom Über-Album „Voimasta Ja Kunniasta“. Der episch-majestätische Pagan Metal der Jungs macht wirklich Laune und verbreitet – wohl durch den Einsatz des Keyboards sowie dem oft mehrstimmigen Gesang – eine durchweg positive Stimmung. Entsprechend groß war auch das Bewegungspotential der Nackenmuskulaturen vor der Bühne. Fazit: Cooler Gig einer guten Liveband!




Es war also angerichtet für PRIMORDIAL. Durch MOURNING BELOVETH und MOONSORROW wurde die Messlatte schon sehr hoch gelegt. Doch eines vorweg: Die Männer um den charismatischen Frontmann Alan A. Nemtheanga nahmen auch diese Hürde mit Bravour und waren trotz der tollen Präsentationen ihrer Vorgruppen der würdige Hauptact des Abends. Die Setlist konnte sich wahrlich sehen lassen, auch wenn am Ende die von vielen lauthals geforderte inoffizielle PRIMORDIAL-Hymne „To Enter Pagan“ mit Alans Hinweis „Not today… and the next couple of years.“ leider nicht gespielt wurde. Positiv zu vermerken gilt es, dass Lieder von allen fünf Alben der Band zum Besten gegeben wurden, wobei auch auf ein paar Perlen zurückgegriffen wurde, die auf den vergangenen Tourneen vernachlässigt wurden. Allen voran wäre hier der mystische, an das Werk eines alten keltischen Dichters angelehnte „Dark Song“ vom Album „A Journey’s End“ zu nennen. Natürlich zollte man auch dem Anfang letzten Jahres erschienenen Killer-Album „The Gathering Wilderness“ (Review) gebührenden Tribut. Während „The Coffin Ships“ den irischen Landsmännern von MOURNING BELOVETH gewidmet wurde, stellte „The Song Of The Tomb“ dann die letzte Zugabe dar. Von der Performance her war eigentlich alles wie immer, die Instrumentalfraktion zockte ihre Parts souverän und ohne großartiges Posen runter – im Kontrast zum gewohnt extrovertiert agierenden Alan. Wer seiner auf der Bühne vorgetragenen Erhabenheit allerdings Hochnäsigkeit unterstellt, liegt meines Erachtens falsch. Dieser Mann lebt schlicht die Musik und seine Lyrics mit jedem Atemzug. Einen besonderen Dank richtete er ans Publikum, welches für einen Mittwoch doch recht zahlreich erschienen war. Seines Erachtens ein Zeichen dafür, dass es doch noch Leute gibt, die wert auf Bands legen, denen ihre Musik noch etwas bedeutet. Wo er Recht hat…

Lange Rede, kurzer Sinn: Die knapp zweieinhalb Stunden Anfahrt in die RoFa haben sich wahrlich gelohnt, denn alle drei Bands haben vollends überzeugt und hätten jede für sich den weiten Weg schon gerechtfertigt. Einziger Kritikpunkt war an diesem Tag die Lautstärke, welche für einen so kleinen Club doch ziemlich übertrieben war.

sk

Autor: Sebastian König [sk] | 17.04.2006 | 22:03 Uhr
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin