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Band(s):
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Datum: 07.11.2015Stadt: Andernach

Ziemlich genau 23 Jahre und 5 Monate sind vergangen, bis Peavy Wagner (Gesang, Bass), Manni Schmidt (Gitarre) und Chris Efthimiadis (Drums) in dieser Konstellation wieder in Andernach auftraten. Damals war es die "Trapped!"-Tour unter dem Banner RAGE mit EXCITER im Vorprogramm im alten JuZ mit 200 Nasen Fassungsvermögen. Und leider sollten am heutigen Abend auch nicht mehr zahlende Gäste als damals vor 23 Jahren kommen. Somit ist das JuZ Andernach an diesem Abend jedoch noch nicht einmal zu 1/3 gefüllt. Eine Schande wem dieser besondere Gig entging. Denn die Setlist kann sich mehr als sehen lassen. Für Fans und Freunde der 5 Alben zwischen 1988 und 1993 wurde ein Best-Of-Feuerwerk dieser halben Dekade gezündet, deren Live-Interpretation (bis auf 3 bis 4 Songs) in den darauffolgenden 22 Jahren zunehmend seltener wurde.




Besonders hervorheben möchten ich hier die Leistung von Chris "Efti" Efthimiadis , der mit seiner eigenen Band "TRI STATE CORNER" insgesamt direkt vor REFUGE spielte und somit mehr als 3 Stunden an diesem Abend non-stop hinter der Schießbude saß und eine wahnsinns Leistung ablieferte.




Das Heimspiel für den gebürtigen Andernacher Manni Schmidt (Gitarre) kann sich sehr sehen und hören lassen, an Schnelligkeit und Fingerfertigkeit hat er nichts eingebüßt und es ist eine Freude, ihm beim Zocken der alten Klassiker zuzusehen und –hören. Sein Sohnemann darf auch für einen Song auf die Bühne und er macht seinen Job gut (diese Konstellation erinnert mich spontan an VAN HALEN). Peavy zeigt sich an diesem Abend gut gelaunt, jedoch etwas erkältungsmäßig angekratzt, und erfüllt italienischen Fans einen besonderen Wunsch mit der Liveinterpretation von "Lost In The Ice", zu dem er auch noch den inspirativen Background erläutert (H.P. Lovecrafts "At The Mountains Of Madness", 1931). Hier kommen heute auch keine Streicher vom Band – wie es auf dem 93er Missing Link Album zu hören ist. Dies ist im Nachhinein betrachtet der Song, der die ersten "Lingua Mortis"-Tunes beinhaltet.




Die Ansage zu "Power And Greed" bezieht sich auch auf den Kerninhalt des Songs (Prager Frühling) und Peavy fügt noch hinzu, dass die aktuelle politische Lage diesen Song leider aktueller denn je werden lässt. Highlights des Abends sind natürlich noch "Solitary Man", "Enough Is Enough" und der besondere Lovesong "Baby, I´m Your Nightmare" vom "Trapped!"-Album sowie Namensgeber für die Band REFUGE, sowie "Firestorm" und besagtes "Lost In The Ice" vom genialen "Missing Link"-Album. Zwischendurch wird darauf hingewiesen, dass im Dezember eine Box mit genau diesen Alben, remastered und mit einem Haufen Bonus-Stoff bestückt, auf den Markt gebracht wird. Sicherlich lohnenswert für alle Leute, die aus dieser Zeit noch die Vinylscheiben ihr Eigen nennen dürfen, welche auch von einigen Fans mit einem vierteljahrhundert alter Shirts bekleidet, nach dem Konzert signiert wurden.



Pinhead

Autor: Ingo Nentwig [Pinhead] | 18.11.2015 | 21:59 Uhr
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