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Datum: 19.09.2012Stadt: Nürnberg

Auch wenn im professionellen Wrestling viele der Akteure eher ein cooles Hip-Hop Image pflegen besteht auch zur harten Musik eine nicht zu übersehende Verbindung. Ich denke da beispielsweise an WWE Star TRIPLE H, dessen Einmarschthema nicht nur von MOTÖRHEAD komponiert, sondern bereits zweimal bei der Großveranstaltung WRESTLEMANIA live dargeboten wurde. Auch CHRIS JERICHO, ein weiterer ehemaliger WWE Champion, sollte an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, da er zusammen mit Richard Ward von STUCK MOJO unter dem Namen FOZZY eine recht erfolgreiche Hard-Rock-Kombo und mittlerweile deren fünftes Album "Sin And Bones" am Start hat. Abseits der großen Hallen und TV-Übertragungen geht eine kleine Trash-Wrestling-Gruppe aus Köln noch einen ganzen Schritt weiter und touren mit ihrem ROCK'N'ROLL WRESTLING BASH die deutschen Clubs.

Im Nürnberger Hirsch, einer alten Fabrikhalle die bei regulären Konzerten Platz für rund 700 Zuschauer bietet, haben die Veranstalter einen kompletten Wrestling-Ring aufgestellt, der durch einen etwa zwei Meter langen Steg direkt mit der Bühne verbunden ist. Im Sinne der Publikumsnähe wird auf jegliche Absperrung verzichtet und die rund 300 zahlenden Gäste stehen dicht gedrängt mit bester Sicht auf die Action.





Doch bevor es im Ring richtig rund geht betreten vier ältere Herren, alle mit Iro, die Bühne und stellen sich in bestem fränkisch mit den Worten "Mir sin die Dschenäddigs [gemeint sind die GENETIKS] aus der Medrobolregion [Nürnberg/Fürth/Erlangen]." als lokale Vorband vor. Der Sänger/Gitarrist mit leichter Wampe im Netzshirt, der Bassist adrett im Anzug und ein korpulenter Schlagzeuger mit etwas Corpse-Paint geben zusammen mit dem eher unauffälligen Keyboarder schon ein ziemlich seltsames Bild ab und werden vom zunächst noch spärlich vertretenen Publikum erst mal aus sicherer Entfernung beäugt.



Geboten wird den Anwesenden bodenständiger deutscher Punkrock mit Texten aus dem einfachen Leben, im Prinzip irgendwie eine härtere Version der alten ÄRZTE oder TOTEN HOSEN. Während das ganze musikalisch eher einfach gestrickt ist sind die Texte kreativ und die Aussagen mal mehr und mal weniger subtil. Das Publikum scheint jedenfalls ganz gut darauf anzuspringen und mosht, tanzt und applaudiert, allerdings alles aus sicherer Distanz mit dem Ring zwischen Band und Publikum. Der mehrfachen Aufforderung des Frontmanns, den kleinen Graben vor der Bühne zu füllen, leisten nur ein paar wenige Folge. Nach einer dreiviertel Stunde haben die GENETIKS dann ausgerockt und ihren Job als Support-Act voll und ganz erfüllt. Das Publikum ist in Stimmung und heiß auf mehr.





Dann entern die Gitarristen Jesus Fistus und T Hawk sowie Selfdestruction Dave am Bass die Bühne, Vic Chains nimmt an der Schießbude Platz. Während El Brujo, Frontmann des GORECHESTRA noch auf sich warten lässt legen die Jungs gleich richtig los und halten die Laune im Publikum mit einer schnellen Hard-Rock-Nummer hoch. Nach der soliden Leistung der GENETIKS nur keine Langeweile aufkommen lassen! Musikalisch jedoch bewegt sich El Brujos Team auf deutlich höherem Niveau und auch die passenden Rockstar posen haben die Jungs offenbar fleißig geübt. Vor allem Selfdestruction Dave entpuppt sich im Verlauf des Abends als echt Rampensau und interagiert mit den Wrestlern ebenso wie mit den anderen Musikern. Nach einer rein instrumentalen Nummer stürmt endlich El Brujo selbst, im Wrestling-Outfit und mit klassischer Lucha-Libre-Maske, über die Bühne in den Ring, posiert auf den Seilen in den Ecken und Unterstützt die Band mit seinem Gesang.

Nach zwei Songs ist erst mal Pause und der "Dirty Old Man", seineszeichens Ringsprecher der GTWA [Galactic Trash Wrestling Alliance], kündigt das erste Match des Abends an und stellt die Kontrahenten vor. El Brujo verschwindet wieder hinter der Bühne und während sich die beiden Tag-Teams bestehend aus El SD und Moloko bzw. Fireball und Stargazer im Ring Saures geben rocken die anderen Musiker auf der Bühne munter weiter. Nachdem ein Pinfall das Match besiegelt geht es weiter mit El Brujo, Musik... und Alkohol. Während die Band auf der Bühne ihre Hard-Rock-Songs zockt verteilen zwei leicht bekleidete Damen mit Schädelmasken in bester Coyote-Ugly-Manier Alkohol an das durstige, überwiegend männliche Publikum am Rand des Rings. In diesem Stil setzt sich auch der Rest des Abends fort. Insgesamt fünf Wrestlingkämpfe mit instrumenteller Untermalung, dazwischen jeweils zwei Song mit El Brujo am Gesang und den Schädel-Ladies, die sich von mal zu mal mehr entblösen, im Ring oder auf der Bühne.



Das musikalische Programm setzt sich zu etwa gleichen Teilen aus Eigenkompositionen des GORECHESTRA und bekannten Songs aus Punk, Rock und Metal zusammen. Als da wären zum Beispiel "Cowboys From Hell" [PANTERA], "Living After Midnight" [JUDAS PRIEST] oder "Anarchy In [Germany]" [SEX PISTOLS]. Während die eigenen Kompositionen sowie der SEX PISTOLS Song – bei dem man nun auch wirklich nicht viel falsch machen kann – wirklich überzeugend dargeboten werden geht dem maskierten Frontmann bei den anderen Klassikern, vor allem in den hohen Lagen, schon eher mal ein wenig die Luft aus. El Brujo ist eben kein Rob Halford und – wie sich später noch herausstellen wird – auch kein Bruce Dickinson. Muss er aber auch nicht, denn durch die hervorragende Bühnen bzw. Ringpräsenz macht er diese Differenzen zum großen Teil wieder wett. Dem Publikum ist das ohnehin schnurzegal und die Menge geht gerade bei den bekannten Titeln richtig gut mit. Auch die Einmarschthemen der Ringakteure werden selbstredend live dargeboten und enthalten ebenfalls zum Teil bekanntes Liedgut wie "T.N.T." [AC/DC] oder den "Radetzky-Marsch" – den die meisten von uns vermutlich nur aus der Bonduell-Werbung [die, in der der Mais so schön marschiert] kennen – für Eva von Leichenstein, der einizgen Dame die an diesem Abend aktiv ins Ringgeschehen involviert ist.

Das es sich bei Wrestling "nur" um abgekartetes Spiel handelt und die Matches einem mehr oder weniger detaillierten Drehbuch folgen dürfte hinlänglich bekannt sein. Zu Beginn der Show wirkt die Ringaction heute jedoch besonders hölzern. Zwar mangelt es bereits im ersten Match nicht an spektakulären Aktionen, allerdings lässt die gespielte Gegenwehr der Aktionspartner meist sehr zu wünschen übrig und der Kampf wirkt wie eine durchchoreographierte, statische Abfolge von Einzelaktionen ohne wirklichen Handlungsverlauf. Im Laufe des Abends steigt die Qualität der gebotenen Matches jedoch kontinuierlich an und die tobende Menge kommt noch in den Genuss ein paar wirklich packender Auseinandersetzungen. Mit der Qualität einer WWE-Fernsehshow ist das ganze natürlich nicht zu vergleichen, mit der müden Show, die die amerikanischen Profis vor ein paar Jahren abgeliefert haben als ich mir das Ganze in der Nürnberger Arena angesehen habe aber allemal. Der ROCK'N'ROLL WRESTLING BASH bietet zudem die Möglichkeit die Action aus der ersten Reihe quasi hautnah zu erleben anstatt aus mehreren Metern Entfernung. Die abgedrehten Charaktere und Geschichten der GTWA erhöhen zusätzlich den Unterhaltungswert und da der Zuschauer in der Regel wohl nur eine Show besuchen kann anstatt das Ganze wie bei den Profis über Wochen im Fernsehen zu verfolgen fallen jegliche Elemente schlechter Seifenopern [die in der WWE bestimmt 50 Prozent der Sendezeit ausmachen] aus dem Programm. Der ROCK'N'ROLL WRESTLING BASH ist pures Trash Wrestling mit coolen Typen und gutem Kontakt zum Publikum. Da kann man über die ein oder andere misslungene Aktion schonmal hinwegsehen. Geile Show!



Zu guter letzt gibt es noch einen ausgedehnten Zugabenteil bei dem sich EL BRUJO'S GORECHESTRA nochmal so richtig ins Zeug legt, IRON MAIDENs Klassiker "The Trooper" inklusive. Das mittlerweile stark angeheiterte Publikum feiert die Band zum Abschluss des Abends nochmal so richtig ab und ein paar Hartgesottene entern den Ring um sich selbst an ein paar mehr oder weniger waghalsigen Wrestlingmanövern zu versuchen. Die mehrfache Aufforderung seitens El Brujo sich doch bitte nicht zu verletzen wird dabei geflissentlich ignoriert. Zum Glück scheint aber doch alles – auch wenn einige Aktionen nicht wirklich gesund aussehen – glimpflich auszugehen.

So endet ein amüsanter, kurzweiliger Abend. Und auch wenn die dargebotenen Leistungen im Ring und auf der Bühne vielleicht nicht das Maß aller Dinge sind macht die eigenwillige Melange aus Trash-Wrestling-Show und Hard-Rock-Konzert den ROCK'N'ROLL WRESTLING BASH zu einer vermutlich einzigartigen und allem voran sehenswerten Vorstellung! Wer die Show genau wie ich genossen hat kann sich am Ausgang noch mit allerlei liebevoll gestalten Merchandise-Artikeln eindecken. Diese reichen von T-Shirts über das offizelle GTWA Comicbuch bis hin zu Wrestlingmasken und chinesischen Winkekatzen im Lucha-Libre-Outfit. Und das alles zu erstaunlich günstigen Preisen.






Und hier noch die Matches des Abends in einer kurzen Zusammenfassung:

Match 1: EL SD und MOLOKO vs. FIREBALL und STARGAZER (Tornado Tag Team Match)

Nach der musikalischen Overture ist gleich mal High-Flying-Action mit spektakulären Moves angesagt. EL SD, der Drogendealer der selbst sein bester Kunde ist, tritt zusammen mit MOLOKO gegen das intergalaktische Duo FIREBALL und STARGAZER an. Nach einem kurzen Schlagabtausch gelingt es MOLOKO beide Kontrahenten in die Ringseile zu beförderen wo ihnen EL SD mit einem Manöver welches Wrestling-Fans als Rey Mysterios "619" bekannt sein dürfte einen schweren Schlag versetzt. FIREBALL und STARGAZER finden daraufhin nur langsam wieder zurück ins Match, können aber schließlich durch eine Reihe guter Aktionen, die in einem simultanen "Bodyslam" gegen beide Kontrahenten gipfeln, vorrübergehend wieder die Oberhand gewinnen. Als EL SD dann noch über das oberste Ringseil direkt ins Publikum geschickt wird sieht es schlecht aus für MOLOKO. Überraschenderweise gelingt es ihm jedoch genügend Aktionen auszukontern um seinem Partner genügend Zeit zur Erholung zu geben. Mit EL SD zurück im Ring dreht das Duo jetzt richtig auf und so dauert es sich nicht mehr lange bis FIREBALL und STARGAZER schließlich zu Boden gehen und sich dem Cover nicht mehr erwehren können. Für MOLOKO jedoch hat der Sieg an diesem Abend seinen Preis, er muss den Erfolg mit schwerer Gehirnerschütterung vom Krankenhausbett aus feiern. Für EL SD wohl eine gute Gelegenheit um heimlich ein paar Schmerzmittel mitgehen zu lassen...

EL SD und MOLOKO besiegen FIREBALL und STARGAZER durch Pinfall.



Match 2: PAIN IND. vs. HEADCRUSHER

Im zweiten Kampf geht es dann deutlich bodenständiger zur Sache, denn mit HEADCRUSHER steht ein echtes Schwergewicht im Ring. Auch sein Gegner, der adrett gekleidete Geschäftsmann PAIN IND. kann eine stattliche, wenn auch nicht ganz so bullige, Figur vorweisen. Anstelle spekatkulärer Manöver entwickelt sich daher zunächst ein Faustkampf zwischen den beiden Widersachern. Es dauert nicht allzu lange bis HEADCRUSHER daraus die Oberhand gewinnt. Mit Leichtigkeit stämmt er seinen geschwächten Kontrahenten kopfüber senkrecht in die Luft. Um seine Kraft und Überlegenheit zu demonstrieren verharrt er einige Sekunden in dieser Position, bevor er PAIN IND. mit einem krachenden "Suplex" auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Das anschließende Cover ist nur noch reine Formsache.

HEADCRUSHER besiegt PAIN IND. durch Pinfall.



Match 3: BORIS THE BUTCHER vs. PEDRO POO und RUPI THE FLYING CLOWN (Handicap Match)

BORIS THE BUTCHER, seines Zeichens brutaler Metzger aus der tiefsten sibirischen Tundra betritt in blutverschmierter Arbeitskleidung und mit ein paar Fetzen Fleisch, die er im Ring und im umstehenden Publikum verteilt, die Arena. Wenn man die mexikanische Wrestlingmaske gedanklich ausblendet könnte es sich ebenso gut um "Mad Butcher" handeln, den wir von den DESTRUCTION Plattencovern kennen und lieben gelernt haben. Vielleicht gelingt es ihm auch gerade deshalb das gesamte Publikum unmittelbar auf seine Seite zu ziehen. PEDRO POO – mit kotverschmierter Makse und angekündigt als die widerlichste Kreatur auf Erden –, zusammen mit seinem Partner RUPI THE FLYING CLOWN, sind seine Gegner des Abends. Von den Aktionen des eher schmächtigen Tag Teams zeigt sich der stämmige BORIS THE BUTCHER sichtlich unbeeindruckt. Da wird RUPI THE FLYING CLOWN einfach mal bei einer Sprungattacke aus der Luft gefangen und daraufhin unsanft zu Boden befördert und auch PEDRO POO wird ganz nach Belieben des blutigen Metzgers durch den Ring geschleudert. Erst nach einer ganzen Weile gelingt es PEDRO und RUPI gemeinsam den Hühnen zu Boden zu ringen, doch selbst das Gewicht beider Wrestler zusammen reicht nicht aus um die Schultern von Boris für den "Three-Count" auf der Matte zu halten. Nach dieser einzigen guten Gelegenheit müssen die beiden wieder hart einstecken. Ein "Choke Slam" und "Piledriver" gegen RUPI leuten schließlich den Anfang vom Ende ein, da kann auch PEDRO POO nicht mehr helfen. Ein Bad in der Menge und ein paar Schluck Bier von einer der Ladies aus dem Publikum sind der Lohn für BORIS' Leistung und den zu keiner Zeit gefährdeten Sieg.

BORIS THE BUTCHER besiegt PEDRO POO und RUPI THE FLYING CLOWN durch Pinfall.



Match 4: EL BRUJO und CHUPACABRAS vs. SCARECROWMAN (Handicap Championship Match)

Dann ist es an der Zeit für den Frontmann des Gorechestra – EL BRUJO – selbst in den Ring zu steigen und seinen GTWA Championship-Gürtel gegen den SCARECROWMAN zu verteidigen. Um sicherzustellen, dass der Titel auch am Ende des Abends noch in seinem Besitz bleibt hat er sich mit dem wilden aber scheinbar gehorsamen CHUPACABRAS tatkr"ftige Hilfe in den Ring geholt, während er sich zunächst vornehm zurück hält. Obwohl einen guten Kopf kleiner und bestimmt 20 Kilo leichter als der stämmige SCARECROWMAN kann sich CHUPACABRAS zu Beginn durch flinke Aktionen noch gut den Angriffen des Hühnen erwehren. Doch durch ein paar harte Treffer, gefolgt von einem "Fireman's Carry"-Wurf gerät er zunehmend ins Hintertreffen. Nachdem er von SCARECROWMAN an einer Sprungattacke vom Ringpfosten gehindert wird und stattdessen mit einem krachenden "Snap Suplex" vom obersten Seil in der Ringmitte landet muss EL BRUJO schließlich selbst eingreifen um seinem Ringpartner eine kurze Verschnaufpause in der Ecke zu gönnen. Wie ausgewechselt gelingt es CHUPACABRAS daraufhin einen versuchten "Body Slam" auszukontern und seinerseits zu einem Aufgabegriff anzusetzen. Dieser führt zwar nicht direkt zum Erfolg, kann seinem Kontrahenten aber ausreichend Schaden zufügen, sodass dieser den folgenden Attacken nur noch wenig entgegenzusetzen hat. Ein "Dropkick" vom obersten Seil – diesmal erfolgreich –, gefolgt vom Cover und dem obligatorischen "Three-Count" des Ringrichters, bringt schließlich die Entscheidung. EL BRUJO wird auch morgen noch als amtierender Champion der GTWA aufwachen. Ob das nun wirklich sein verdienst war sei an dieser Stelle mal dahingestellt. Zusammen mit der Band und "Living After Midnight" [JUDAS PRIEST] wird der Sieg dennoch ordentlich gefeiert.

EL BRUJO und CHUPACABRAS besiegen SCARECROWMAN durch Pinfall.



Match 5: GAS CHAMBER GEORGE und EVA VON LEICHENSTEIN vs. HERSCHEL ZAHN (Handicap Match)

Auch bei der letzten Auseinandersetzung des Abends handelt es sich erneut um ein Handicap-Match. Die einzige Dame unter den Akteuren, EVA VON LEICHENSTEIN und ihr Ringpartner GAS CHAMBER GEORGE treffen auf HERSCHEL ZAHN. Während sich die beiden männlichen Kontrahenten einen ausgeglichenen Schlagabtausch liefern greift EVA VON LEICHENSTEIN vor allem dann ins Geschehen ein wenn dieser durch die Aktionen ihres Partners geschwächt und unaufmerksam ist. Die Wende im Match gelingt HERSCHEL ZAHN durch ein "Whip-In" gegen GAS CHAMBER GEORGE mit dem er seinen Gegner in eine der Ringecken schleudert. Noch bevor sich dieser dort von der Attacke erholen kann wendet HERSCHEL sich EVA zu und schickt sie mit einem weiteren "Whip-In" in dieselbe Ecke wo sie unsanft mit Ihrem Partner kollidiert. Eine "Body Press" gegen das angeschlagene Duo das noch immer in den Seilen hängt macht das Sandwich in der Ringecke komplett. Bevor es jedoch zu einer endgültigen Entscheidung kommen kann ruft der DIRTY OLD MAN, der als Ringsprecher durch den Abend führt, das "All You Can Hit" – die Battle Royal der GTWA – aus und eine Vielzahl von Wrestlern stürmt plötzlich die Bühne.



All You Can Hit (Battle Royal)

Neben den Protagonisten des vorangegangenen, ausgesetzten Matches sind FIREBALL, der SCARECROWMAN, RUPI THE FLYING CLOWN und auch Publikumsliebling BORIS THE BUTCHER mit von der Partie. Nachdem die Aktionen von FIREBALL praktisch wirkungslos an SCARECROWMAN verpuffen stürzen sich alle beteiligten auf den schwergewichtigen Wrestler, der zuvor bereits gegen EL BRUJO eine Niederlage einstecken musste. Mit SCARECROWMAN am Boden bildet sich ein Haufen aus Körpern wie man ihn auch nach einem Fumble beim Football nicht schöner zu sehen bekommt. Und RUPI legt mit einem Sprung aus der Ringecke noch einen drauf. Nachdem einige angeschlagene Teilnehmer den Ring wieder geräumt haben versucht GAS CHAMBER GEORGE mit einem Cover an HERSCHEL ZAHN das Handicap Match noch erfolgreich abzuschließen, wird aber von BORIS THE BUTCHER an seinem Vorhaben gehindert. Ein doppelter "Choke Slam" gegen EVA und GEORGE beschert dem Metzger den zweiten Sieg des Abends. Während sich das gemischte Tag Team benommen aus dem Ring schleppt feiern BORIS, SCARECROWMAN, HERSCHEL und RUPI mit Dosenbier im Ring das Ende eines fulminanten Wrestlingabends.

BORIS THE BUTCHER gewinnt das ''All You Can Hit'' durch Pinfall.

Sm62

Autor: Michael Klimczak [Sm62] | 29.10.2012 | 01:20 Uhr
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