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Datum: 14.02.2015Stadt: Hamburg

Hamburg lädt zur großen Party und alle sind herzlich eingeladen. Gastgeber sind niemand geringeres als die Herren von SABATON. Um die Party auch ins richtige Licht zu rücken, kommen auch noch die Senkrechtstarter von BATTLE BEAST und die epischen DELAIN dazu. Hamburg dankt es dem Paket mit knapp 8000 verkaufen Tickets und einer vollen Alsterdorfer Sporthalle. Schon das Gedränge an den Shirtständen ist unglaublich, wenn man bedenkt, dass SABATON mal eben 25-30€ für das T-Shirt verlangt. Nachdem sich die Halle immer weiter füllt, geht es dann mit einer halben Stunde Verspätung los.






.: BATTLE BEAST:.

Die Jungs und das Mädel kommen, nachdem sich die Lichter dämmen, auf die Bühne gespurtet und bekommen einen tobenden Applaus. Dann kann der Spaß losgehen. Die Band präsentiert ihren spaßigen Rock und die Meute schluckt die Lieder. Die Lichtshow ist Dezent und der Sound brachial und gut abgestimmt. Frontbeast Noora Louhimo zieht dabei alle Blicke auf sich. Irgendwie scheint es mir aber so, als wäre man nicht wirklich auf einem Metal-Konzert. Die Hälfte der Instrumentalisten erscheint dauerarbeitslos auf der Bühne und die Konserve tut das übrige. Obgleich die Band nicht mehr viel mit Heavy Metal oder dem eigentlichen Metal-Gedanken zu tun hat, frisst die Meute der Band in den knapp 35 Minuten aus der Hand. Je weiter man sich von den rockigen Elementen entfernt und zu „Partymusik“ wie „Madness“ übergeht, umso mehr dreht man am Rad. Nach der guten halben Stunde, bekommt die Band viel Applaus und hinterlässt einen Hexenkessel der guten Stimmung.






.: DELAIN :.

Es wird wirklich sehr kurz umgebaut und dann wird dick aufgefahren. Die Niederländer lassen die ganze Bühne in DELAIN Drops kleiden und verbergen somit den gigantischen Aufbau von SABATON [der noch abgedeckt bleibt]. Mit einem sehr epischen Intro stürmt die Band die Bühne, lässt Nebel aus der Aufbauten schießen und macht von der ersten Minute an Eindruck. Mit ihrem symphonischen Metal, hat die Band es anfangs etwas schwerer sich in die Herzen der Fans zu spielen. Zu wenig Party für die gut gelaunte Meute. Nach nur wenigen Songs stellt sich aber auch hier eine Art Partystimmung ein, die einen ganz komischen Kontrast zur eher schwermütigen Stimmung der Musik abgibt. Die Band verhält sich professionell und routiniert. Jeder Handgriff sitzt und auch die Show fährt – für eine Vorgruppe – sehr dick auf. Musikalisch bringt man einen guten Querschnitt der Karriere – auch wenn fast nur Singleauskopplungen bedient werden. Während der Ansagen dringen allerdings immer wieder die typischen SABATON Sprechchöre „Noch ein Bier“ durch, die jetzt schon bestimmen, wer hier heute Abend im Rampenlicht steht.





.: SABATON:.

Es wird interaktiv! Nachdem DELAIN die Bühne räumen, kommen zwei Soldaten in voller Montur auf die Bühne und räumen nach und nach den mächtigen Aufbau frei. Im Hintergrund läuft typisches Kriegsgedudel. Lieder zieht sich die Idee etwas in die Länge, sodass es am Ende eher langatmig als „cool“ wirkt. Dann schießt das typische „The Final Countdown“ aus den Boxen und die Halle singt aus einer Kehle. Selbst die Ränge hält es nicht mehr in den sitzen und dann wird das Bühnenbild komplett enthüllt. Unglaublich! Drummer Hannes Van Dahl sitzt einem Panzer mit zwei fetten Gatlings an den Seiten – großes Kino! Mit „Ghost Divison“ rockt man zum Anfang die Masse. Irgendwie keine Überraschung mehr, da man von dem Song als Opener nicht mehr wegkommt. Schon komisch, da „Night Witches“ vom aktuellen Album – ähnlich drückend und pompös ist und sich als neuer erster Track hervorragend gemacht hätte. Schade ist auch, dass der Sound so übersteuert ist, dass man kaum etwas raus hören kann. Leider bekommt man dieses Problem erst nach den ersten beiden Songs in den Griff. Wo wir bei stagnierenden Punkten sind: Auch die Bühnenpräsenz ist von SABATON wie gewohnt. Hauptrolle hat Herr Brodèn – er diktiert, macht Witze und rennt über die Bühne, der Rest verkommt zur Nebenrolle. Die Lichtshow ist ok aber nicht wirklich hervorstechend. Was man der Band lassen muss, sie haben ihr Publikum zu jeder Zeit im Griff. Egal ab neuer oder alter Song – es wird den Jungs jederzeit aus der Hand gefressen. Was immer noch schade ist, ist dass man fast alles aus der Konserve bekommt. Weiterhin halten SABATON es nicht für nötig, einen Keyboarder oder ähnliches auf der Bühne zu platzieren. Da die Band aber zu 80% daraus besteht, ist es immer wieder ein komischer Anblick. Ansonsten wissen SABATON genau, was sie zu tun haben. Allen voran Joakim hatte noch nie ein Problem damit, die Leute abzuholen und sie in Partylaune zu bringen. Obgleich der Gig wirklich solide über die knapp 100 Minuten verläuft, bleibt am Ende einfach zu wenig übrig. Da hat man diesen gigantischen Aufbau – und nichts passiert damit. Keine drehenden Gatlings (schon gar keine Rede von Licht oder Rauch aus dem Panzer). Die Lichtshow fährt einfach nicht dick genug für eine solche Halle auf. Es gibt keine Pyros und bis auf die Witze und die Setlist – gibt es wenig Überraschungen. Wo wir bei der Setlist sind… SABATON ist eine Band, die sich vor Hits kaum retten kann und dennoch schafft man es sich auch dort in die Nesseln zu setzten. Wer nämlich die aktuellen beiden Alben nicht kennt, der hat wenig zu lachen. 9 von 16 Songs sind aus den aktuellen beiden Alben. Zudem spielt man zwei Tracks, die nur als Bonustracks erschienen sind. Für die Klassiker ist da leider kein Platz mehr. Zum Glück, frisst die Meute jeden Song wie Steak auf einem Fleischfest. Nach 100 Minuten solider Show und einem Auftritt, wo das NÖTIGSTE enthalten war, stellt sich mir nur noch die Frage: Wo waren all die Hits wie... „Panzer Batallion“ [Leute, ihr hattet einen fucking Panzer auf der Bühne], „Rise Of Evil“, „The Price Of A Mile“, „Screaming Eagles“, oder“Atheros Dominatus“?

Setlist SABATON:

1. Ghost Division
2. To Hell And Back
3. Carolus Rex
4. Soldier Of 3 Armies
5. Gott Mit Uns
6. The Art Of War
7. 7734
8. Swedish Pagans
9. Resist And Bite
10. 40:1
11. A Lifetime Of War
12. Far From The Fame
13. White Death

14. Night Witches
15. Primo Victoria
16. Metal Crüe






Fazit. Mit einem Metal-Konzert – oder dem eigentlichen Metalgedanken – hat dieser Abend nicht mehr viel am Hut. Zu viel kommt einfach aus der Konserve. Die Stimmung gleicht eher einer Clubparty auf dem Kiez als einem Rockkonzert. Enttäuschend bleibt auch die Ideenlosigkeit von SABATON, was die Show angeht. 40€ für einen großen Hallengig – da muss man dann auch anfangen eine Show zu bringen, die diesen Preis rechtfertigt. Keine Videoleinwände, keine Pyros oder Laser – einfach nur Rocken. Das mag den Puristen zwar zusagen, allerdings sollte man dann auch den passenden Preis dafür verlangen. Ebenfalls fraglich ist, wie gut man mit dem Kurs fährt, kaum Hits zu spielen und sich fast ausschließlich auf neue Lieder zu konzentrieren. Am Ende war es ein in sich schlüssiger Abend mit viele Hochs und Tiefs. Fakt ist, ein richtig durchdachtes Metalkonzert war dieser Abend nicht, allerdings eine verdammt gute Party, die viele freudige Gesichter und eine Menge konsumiertes Bier hinterließ.

Ashes Of Eden

Autor: Frank-Christian Mehlmann [Ashes Of Eden] | 21.02.2015 | 12:06 Uhr
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