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Datum: 05.12.2009Stadt: Essen




.: POSTHUM :.
Da NEGURA BUNGET leider die Segel gestrichen und diese Tour nicht absolviert haben, springen die Schwarzwurzler POSTHUM ein, die allerdings eher flach und einfallslos daher kommen und meiner Meinung nach zwar ansatzweise Black Metal spielen, jedoch im Grunde keinen Schimmer haben, worauf es dabei ankommt. Dazu kommen kompositorische Aussetzer und Langeweile, so dass man auch gut und gerne darauf hätte verzichten können.

.: DARK FORTRESS :.
Gespannt bin ich im Anschluss auf DARK FORTRESS, die ja bekanntermaßen ein größeres Kaliber in der Black Metal Landschaft darstellen. Leider bin ich hier ebenfalls enorm enttäuscht, da zunächst die peinlichen Karnevalskostüme vom Dachboden der Oma nicht sonderlich dafür sorgen, die schwarze Atmosphäre zu stützen und dann auch noch spielerisch sowie energetisch nicht viel beim Zuhörer ankommt. Der dargebotene Song des neuen Albums ist ebenfalls erschreckend flach und zeugt nicht davon, dass sich die Band momentan auf der Höhe ihres Schaffens befindet. Austauschbar! Wer den Black Metal Superstar darbieten will, muss sich deutlich mehr einfallen lassen als angepasste Songstrukturen, mittelmäßige Riffs und seltsame Kostüme. Als Hoffungsträger begonnen, als Abziehbild einer ehemals authentischen Szene verkommen?

.: SHINING :.
Als Nächstes erklimmt der leicht angetrunkene Gott des Suizids mit seiner Band SHINING die Bühne, um sein Tagewerk zu verrichten und einige Mädchen in der ersten Reihe doch irgendwie vom Selbstmord zu überzeugen. Leider Fehlanzeige! Nach dem Gig steht die während des Konzerts wild aufgebrachte Hühnerschar immer noch wie eine Eins und nicht ein einziges, klitzekleines Opfer kann gefeiert werden. Dafür gibt es musikalisch einen durchaus gelungenen Gig, da die Ausnahmesongs dieser Band vielleicht nicht perfekt, aber immerhin sehr treffend dargeboten werden, während Niklas sich zum Affen macht und mit seinen Mitmusikern rumleckt, literweise Wein in sich rein schüttet und in Ermangelung eines Aschenbechers in Windeseile auch gleich mal einige Kippenstummel auf seinem Körper ausdrückt. Über die Performance, die Selbstdarstellung und die "Zielsetzung" kann sicherlich gestritten werden, nicht jedoch über die Klasse der Songs und der Musiker, die wunderbare, schwarze Musik in Vollendung geschrieben haben - auch wenn sich in neuerer Vergangenheit einige Wiederholungen in den Ideenreichtum einschlichen.

.: SATYRICON :.
Nach einer kleinen Umbaupause gibt es dann die mächtigen SATYRICON zu bewundern, die leider kaum altes Material spielen und sehr einseitig auf den immer gleichen Rhythmen und Songs der Neuzeit rumknallen und scheinbar mehr damit beschäftigt sind, sich als Superstars zu feiern, als sich nochmals vernünftig im Studio zusammen zu setzen. Während sich also Satyr mit zurückgegelter Kurzhaarfrisur selbst feiert und die Muskeln spielen lässt, gibt die Band "Wolfpack", "Now Diabolical", "Black Crow On A Tombstone", "Pentagram Burns", "King", und wie sie alle heißen, zum Besten. Davon im Überfluss. Dies zwar wie gewohnt professionell und spielerisch größtenteils einwandfrei, jedoch deutlich zu einseitig. Vor allem darf an dieser Stelle mal die Frage erlaubt sein: Wieso prellt man Fans älterer Werke so bewusst? Weiß da einer nicht mehr, wo er her kommt bzw. dass die musikalische Sackgasse lange erreicht ist? [Laut neuerer News aus dem Bandlager scheint zumindest Letzteres ja endlich bemerkt worden zu sein!] Dazu kommt, dass die Songs von "The Age Of Nero" weitestgehend B-Ware sind und so klingen, als wären sie die Abfallprodukte von "Now, Diabolical". Eine professionell agierende Band, die sich umorientieren sollte, damit sie nicht bald aussortiert wird.

Der gesamte Abend zeigt meiner Meinung nach auf, wie es um große Teile der Black Metal Szene bestellt ist - uninspirierte Nachahmer sowieso mal außen vor gelassen: Ex-Kreativlinge biedern sich vermeintlichen Fans an und liefern diesen mittelmäßige Spaßmusik zum Sofortverzehr. Ehemals authentische Provokateure verkommen zur Lachnummer, werden so in die Normalität eingegliedert, dass die Fledermausfraktion mit Mami und Papi zum Konzert erscheint, während sie ein Bierchen und ein T-Shirt mit der sinngemäßen Aufschrift: "Schatz, ich liebe dich, aber wenn wir ficken, denke ich nur an Niklas!" konsumieren dürfen. Ein Wochenende mit SHINING, das nächste mit TOKIO HOTEL! Die Wertigkeit der Musik sinkt hier scheinbar proportional zum steigenden Interesse an Outfits, Stars und böse drein schauenden Pseudo-Individualisten. Wo soll das hinführen?

shub

Autor: Thomas Kleinertz [shub] | 18.01.2010 | 09:17 Uhr
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