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The Pirate Ship Quintet
Rope For No-Hopers
Experimental, Instrumental, Post Rock
5.5 von 7 Punkten
"Die Hoffnung stirbt zuletzt"
King Fear
King Fear [ EP ]
Black Metal, Black/Death Metal
4.5 von 7 Punkten
"Schwarzmetall von der Waterkant"
The Murder Of My Sweet
Bye Bye Lullabye
Female Fronted, Gothic Rock, Pop
3.5 von 7 Punkten
"Zucker bei die Fische!"
Kill Devil Hill
Kill Devil Hill
Doom Metal, Heavy Metal, Stoner Rock
5.5 von 7 Punkten bzw. 4 von 7 Punkten
"Vertonter Generationenvertrag / Solide bei kurzer Halbwertszeit"
.: NICHT EINGELOGGT
Band(s): | Share:
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| Datum: 16.07.2011 | Stadt: Schweinfurt | ||||||
Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus und das gilt insbesondere auch für den heutigen Auftritt der SCORPIONS in Schweinfurt im „Willy Sachs-Stadion“, wo die Hardrocker im Rahmen ihrer finalen, wenn auch mittlerweile zwei Jahre andauernden, „Get Your Sting And Blackout Farewell World Tour 2011“ Station machen. Die Erwartungshaltung ihrer Fans in der unterfränkischen Hochburg der metallverarbeitenden Industrie dürfte dementsprechend nicht eben niedrig sein, hatten die Stadionrock-Veteranen aus Hannover doch bereits letztes Jahr, nämlich noch vor Veröffentlichung ihres letzten, bereits 17. Studio-Albums, „Sting In The Tail“, bekannt gegeben, dass sie nach nunmehr fast 40 Jahren im internationalen Rockzirkus ihre Band auflösen würden. Auf jeden Fall füllt sich das hiesige „Willy-Sachs-Stadion“ bereits seit 16:30 Uhr in aller Freundschaft mit mindestens drei Generationen von Rock- bzw. SCORPIONS-Fans jeglicher Couleur, die häufig im Familienverbund auflaufen und diesem Open Air-Konzert bereits im Vorfeld eine eher gemütliche Atmosphäre verleihen.
.:EDGUY:. Als dann pünktlich um 19:00 Uhr die Hardrocker/Melodic Metaller von EDGUY den Abend bestens gelaunt eröffnen, herrscht bereits Feierstimmung unter den Anwesenden, so dass Tobias Sammet und seine Jungs bereits mit dem Opener "Dead Or Rock" leichtes Spiel haben. Das Quintett aus Fulda setzt mit „Superheroes“ und „Tears Of A Mandrake“ sogleich zünftig nach und Frontmann [nebenberuflich bekanntlich AVANTASIA-Mastermind] Sammet glänzt mit seinen - mittlerweile fast schon legendären - Fähigkeiten als Conferencier und Animateur, als er „Save Me“ launig als „Pussy-Ballade“ ankündigt, die nun mal jede Band dringend im Set brauche, um „überhaupt ein paar Platten zu verkaufen“.
Wie auch immer, nach besagter Ballade gilt: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!“, denn auch, wenn ganz klar sei, dass „alle nur auf „Rock You Like A Hurricane“ und die SCORPIONS warten“, sei es heute nunmal EDGUYs Job, das Publikum auf „Betriebstemperatur zu bringen“, was Meister Sammet und seine Jungs dann auch mit einem recht kurzweiligen „SCORPIONS!“-Mitplärr-Spielchen und einer krachenden Version von „Lavatory Lovemachine“ zu bewerkstelligen wissen. Es folgt noch eine kurze Dankesrede an die Hauptband, bevor „King Of Fools“ bereits den Abschluss dieses durchwegs kurzweiligen EDGUY-Anheizergigs bildet.
.:SCORPIONS:. Mit „Sting In The Tail“ und einem ordentlichen Knall bzw. beinahe RAMMSTEIN-mäßigen Pyro-Effekten beginnt – ebenfalls pünktlich um 20:15 Uhr – der Auftritt einer der dienstältesten und weltweit erfolgreichsten deutschen Hardrock-Acts ever: die SCORPIONS live in Schweinfurt! Die Niedersachsen – allen voran Klampfen-Derwisch Michael Schenker mit seiner Flying V-Gitarre – geben sofort Vollgas und so kommen gleich noch die Klassiker „Make It Real“ [von ihrer 1980er „Animal Magnetism“] und „Bad Boys Running Wild“, bevor - der klassisch bemützte - Klaus Meine die ersten freundlichen Worte an seine Fans richtet.
Die Evergreen-Serie wird mit „The Zoo“, dem Instrumental „Coast To Coast“ und natürlich mit „Loving You Sunday Morning“ [beides von ihrem „Lovedrive“-Album von anno 1979] fortgesetzt. Hernach erläutert Frontmann Meine kurzerhand, warum es die SCORPIONS auf ihrer Abschiedstournee ausgerechnet nach Unterfranken bzw. Schweinfurt verschlagen hat, war doch die Band „mit ihrem klapprigen Transporter“ seinerzeit, sprich: lange vor ihrem internationalen Durchbruch, häufig in den hiesigen „G.I.-Clubs“ unterwegs gewesen... Damit wäre das auch geklärt und es kann nahtlos mit „The Best Is Yet To Come“ und dem ersten Mitsingspielchen weitergehen, das die Schweinfurter Crowd auch artig mitmacht. Rudolf Schenker wechselt übrigens zu beinahe jedem neuen Song seine jeweilige Gitarre gegen eine andere Flying V-Version aus, während Klampfen-Kollege Matthias Jabs es da mit seiner Auswahl an „Defender"-Modellen etwas ruhiger angehen läßt und Basser-“Neuling“ Paweł Mąciwoda-Jastrzębski seinen Job zwar souverän, aber eher zurückhaltend erledigt. Es folgt die nächsten Ballade mit „Send Me An Angel“ [von „Crazy World“ von 1990], dem unsterblichen „Holiday“, bei dem die komplette, in Ehren ergraute Ehrentribüne inbrünstig mitzuschmettern scheint und natürlich darf auch der Soundtrack zur deutschen Wiedervereinigung und ewige Rockradio-Standard, „Wind Of Change“, in diesem Reigen nicht fehlen, Mit „I Was Raised On Rock“ gibt es schon wieder einen neuen Track vom „Sting In The Tail“-Album, bevor mit „Tease Me Please Me“ und einer seltsam adynamen Version von „Dynamite“ endlich wieder Gevatter Hardrock regieren darf.
Hernach darf Drummer James Kottak kurzerhand demonstrieren, was er an den Kesseln so draufhat und zu „Blackout“ überleiten, bevor auch Matthias Jabs mit „Six String Sting“ [nachzuhören bereits auf „World Wide Live“ von 1985] an der Reihe ist, sein Können an der Sechssaitigen zu beweisen. Zum unvermeidlichen „Big City Nights“ erfüllen die Lightshow und der Hintergrund-Screen mit schöner Wolkenkratzer-Skyline erstmals - in der mittlerweile eingesetzt habenden Dunkelheit - ihren Zweck rechtschaffen und die SCORPs – bekanntlich Schenker, Jabs und Meine on top - bauen unter tosendem Applaus endlich ihre legendäre Pyramide. Nach der ersten Künstlerpause lassen sich die SCORPIONS von ihren Schweinfurter Anhängern natürlich nochmal zurück auf die Bühne holen: zunächst gibt es „Still Loving You“, bei dem Klaus Meine eindrucksvoll beweist, dass er immer noch bestens bei Stimme ist, und schließlich wird auch der legendäre Trademark-Rocker der Truppe, „Rock You Like A Hurricane“, gezündet. Anschließend allerdings beginnt sich das Venue unter den Klängen der zweiten Zugabe, „When The Smoke Is Going Down“ [von der „Blackout“-LP], bereits zügig zu leeren und bei Encore No. 3, „Always Somewhere“, sind die meisten der anwesenden Altrocker längst – inzwischen ist es nämlich schon 22:15 Uhr - auf dem Nachhauseweg. Fazit: Auch wenn mir persönlich, statt der zahlreichen Balladen und Schmusesongs, die allerdings – zugegeben – mit den Grundstein für die internationale Karriere der SCORPIONS gelegt haben, ein paar ehrliche Rocker mehr in der Setlist lieber gewesen wären [z.B. „Rhythm Of Love“ von „Savage Amusement“...], so überwiegt letztendlich selbstredend doch die Freude und das Bewusstsein, heute Abend einen der letzten Rock-Dinos quasi kurz vor dem letzten Vorhang noch einmal live erlebt zu haben... Setlist: Sting In The Tail Make It Real Bad Boys Running Wild The Zoo Coast To Coast Loving You Sunday Morning The Best Is Yet To Come Send Me An Angel Holiday Wind Of Change I Was Raised On Rock Tease Me Please Me Dynamite Drum-Solo [„Kottak Attack“] Blackout Six String Sting Big City Nights ----- Still Loving You Rock You Like A Hurricane ----- When The Smoke Is Going Down ----- Always Somewhere dkay | |||||||
| Autor: Dirk Konz [dkay] | 21.07.2011 | 22:01 Uhr | |||||||
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