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Datum: 17.08.2010Stadt: Kiel

Man kann mit offziellen Konzertankündigungen immer eine Menge Spaß haben. Gerade die Einlass- und Beginnzeiten sind immer wieder für mehr oder weniger nette Absurditäten gut. An diesem Dienstagabend ist vielleicht meine eigene Sorge, das dänische Orchester SKVULP könnte tatsächlich zur angekündigten Zeit [19:00 Uhr, nur eine Band!] anfangen, die größte Absurdität.






Nachdem also das Wegbier in strömendem Regen und bei halsbrecherischer Fahrt auf dem Fahrrad eingenommen wurde, kommen ich und meine Begleiter, beiderlei Geschlechts und gleichberechtigt klatschnass, an der Alten Meierei zu Kiel an. Die hat zwar schon geöffnet, abgesehen von uns vier befindet sich jedoch lediglich die Band selber sowie das ehrenamtliche Meierei-Personal vor Ort. Die einen beschäftigen sich mit Aufbauten und Klangtüfteleien, die anderen schnippeln Gemüse für das vegane Abendmahl – wir vier sitzen mit unseren Bieren dazwischen und wissen nicht so recht, wohin mit uns selbst. Geigerin Una, einzige Frau in den Reihen von SKVULP, stillt neben uns auf dem Nachbarsofa in aller Seelenruhe ihre kleine Tochter, während der Rest der Band sich mit dem längsten Soundcheck der Welt vergnügt – die Atmosphäre unterscheidet sich doch beträchtlich von einem normalen Konzert, ist aber durchaus nicht ungemütlich.

Doch SKVULP sind auch keine ganz normale Band. Nun gut, die ganze Seemannsaufmachung findet sich öfter mal, doch die Band aus dem dänischen Aarhus ist nicht nur mit entsprechenden Bärten, gestreiften Leibchen und Wollmützen ausgestattet [Mademoiselle Una natürlich ausgenommen], sondern bestreitet diese Tour auch mit dem Segelschiff "Svartlöga". Das passt, wie sich kurz nach zehn herausstellt, wunderbar zum Sound der Band. Mit Akustik- und E-Gitarre, Schlagzeug, Percussion, Akkordeon, Geige und Kontrabass sowie vielstimmigem Gesang schaffen SKVULP es, ausgesprochenen tanzbaren Shanty/Folkrock zu kreieren. Die nächste Stunde vergeht folglich wie im Fluge und vermittelt einen ausgesprochen lebhaften Eindruck davon, wie es sich wohl anhören mag, wenn TOM WAITS, verstärkt durch KAIZER'S ORCHESTRA als Band, einen technisch versierten dänischen Seemannschor überfällt. Dem norddeutschen Auftrittsort angemessen dichten die beiden Hauptvokalisten Svovlgab und Syv einige der dänischen Texte teilweise in ein drolliges Deutsch/Dänisch/Englisch um, was beim mittlerweile doch noch erschienenen Landrattenpublikum gut anzukommen scheint. Dass SKVULP eine noch recht junge Band sind, macht sich indessen auch bemerkbar – weniger an fehlender Souveränität, als vielmehr an der begrenzten Setlist, die heute gespielt werden kann. Diese dauert eine gute Stunde, zusammen mit Ansagen und sogar dem Gastauftritt eines in Kiel angetroffenen und spontan eingeladenen alten Schwerenöters, welcher ein selbstverfasstes Gedicht vorträgt. Der genaue Wortlaut muss hier entfallen, aber Seefahrt, Wein, Frauen und Stinkefüße spielen eine tragende Rolle. Nachdem alle Stücke vom jüngst erschienenen Debüalbum "Nektar over Elverhøj" einmal gespielt sind, ist das Konzert beendet. Von den Meierei-Besuchern umgehend wieder auf die Bühne zitiert, fangen SKVULP mit "O, Sømandsliv!" wieder beim ersten Stück an – unter der Bedingung, dass diesmal gefälligst alle zu tanzen hätten. Gerne doch und jederzeit wieder!

Grim_Rieper

Autor: Lennart Riepenhusen [Grim_Rieper] | 23.08.2010 | 13:30 Uhr
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