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Datum: 13.10.2014Stadt: Viper Room @ Wien [Österreich]




20 Jahre ist es her, seit mit den ersten Klängen von ULCUS die Geburt des so genannten „Sognametal“ eingeleitet wurde. Damals gab es diesen Namen noch nicht und es war alles andere als klar, dass Namen wie WINDIR und VREID einmal so viele Fans und Freunde schwarzmetallischer Kunst anlocken würden. Jetzt, zehn Jahre nach dem tragischen Tod von Mastermind Valfar, haben sich die Mannen von VREID – und damit die Nachfahren beziehungsweise Nachfolger von WINDIR – mit Vegard Bakken, dem Bruder von Valfar, zusammen getan und sich entschieden, einige Konzerte zu geben, in welchen Songs aus allen drei Schaffensperioden gespielt werden. Eine Band also, die Songs von drei Truppen spielt. Als Aufheizer und Stimmungsmacher hat man die Norweger von POSTHUM mitgebracht, welche gerade ihr neues Album „The Black Northern Ritual“ via Indie Recordings veröffentlicht haben. Viel kann also nicht mehr schief gehen. Auch die Bierpreise im Viper Room stimmen, wohingegen das Merchandise von VREID und POSTHUM preislich nicht das günstige [Shirts: 20 €, Hoodies: 35 €], aber dafür sehr reichhaltig ausgefallen ist. Recht pünktlich um 19:45 legen die Mannen von POSTHUM los.

::POSTHUM::




Äußerlich geben sich die Norweger recht unterschiedlich – von kurzen Haaren über Corpsepaint bis hin zu einem perfekt trainierten Oberkörper ist alles dabei. Musikalisch präsentieren sich POSTHUM allerdings als Einheit und wirken gut aufeinander abgestimmt. Obwohl die Herren mit ihrem zweiten Album „Lights Out“ nicht vollends überzeugen konnten, ist nun mit „The Black Northern Ritual“ ein richtiger Gassenhauer erschienen. Man merkt auch im Publikum, dass gerade die neuen Songs noch einen Zacken besser ankommen als das alte Material. Zwar machen POSTHUM nicht unbedingt Musik für das totale Durchdrehen, aber erste Headbanger sind zu sehen und der Applaus nimmt im Rahmen des 45-minütigen Auftritts auch eindeutig zu. Dabei beweisen POSTHUM vor allem, dass sie technisch etwas können und ihre Songs sauber komponiert sind. Manchmal sind sie – rein für einen Konzertabend – vielleicht etwas zu langsam, um Energie freisetzen zu können, aber dafür lauscht man gerne den atmosphärischen Parts und auch dem Gitarrenspiel des Frontmannes Jon und Hauptgitarristen Mats. Den beiden merkt man allerdings an, dass die neuen Songs noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen sind – konzentrieren sie sich teilweise doch sehr auf ihr Gitarrenspiel, was die Interaktion mit dem Publikum etwas erschwert. Auch das Wegdrehen vom Publikum, um den Drummer anzustarren, ist eine eher ungünstige Entscheidung. Nichtsdestotrotz ein schöner Gig, bei welchem vor allem beim abschließenden „Demon Black Skies“ – der ein künftiger Live-Klassiker werden könnte – mehr als nur Achtungsapplaus gab. Die Herren haben sich in Wien eindeutig ein paar Herzen erspielt!

::ULCUS/WINDIR/VREID::




Nach einer kurzen Umbauphase [15 bis 20 Minuten] stürmen sieben [!] Menschen in den Nebel, der sich inzwischen im kleinen Club breit gemacht hat, und erobern die Bühne Wiens. Ausgestreckte Fäuste und WINDIR/VREID-Klänge erfüllen die Halle und sofort breitet sich eine knisternde Energie aus. Im Publikum scheint man sich dabei auf unterschiedliche Songs zu freuen – in den ersten Reihen tummeln sich sehr junge Fans, die sogar extra WINDIR-Flaggen et cetera gebastelt haben und sichtlich davon begeistert sind, die Songs ihrer Helden endlich live zu können. Diesbezüglich sollten sie auch nicht enttäuscht werden. Die sieben Mannen legen ordentlich los und grasen tatsächlich ihre gesamte Geschichte ab. Neben Klassikern wie „The Spiritlord“ werden auch ältere WINDIR-Songs und Tracks aus alten ULCUS-Tage gespielt [z.B. „The Profound Power“]. Sichtlich gerührt vom Zuspruch zeigt sich Valfars Bruder Vegard, der bei den WINDIR und ULCUS-Songs die harschen Vocals übernimmt und das Publikum nahezu kontinuierlich anheizt. Sture muss sich dabei um den Klargesang kümmern, der aufgrund der Soundverhältnisse im Viper Room leider etwas untergeht. Das ist weniger die Schuld der Band als einfach des Sounds. Sowieso leidet der Klang zwischenzeitlich etwas und man hört mehr Soundmatsch als die teilweise fragilen Gitarrenmelodien – dies betrifft natürlich vor allem WINDIR-Songs. Unabhängig davon hat die Band einen sehr geschickten Zugang zu ihren Songs gewählt. Sie beginnen nicht chronologisch, sondern spielen sich querbeet durch ihre Geschichte. In der Mitte des Sets werden zum Beispiel einige VREID-Hits eingebaut [„The Reap“, „Speak Goddamnit“] und Frontsau Vegard gönnt sich eine kurze Pause, nur um nach den Tracks wieder auf die Bühne zu stürmen und weitere WINDIR-Klassiker aus dem Ärmel zu zaubern. VREID werden sich allerdings gefreut haben, dass ihre eigene Musik nahezu so viel Zuspruch bekommt wie die alten WINDIR-Songs. Das spricht dafür, dass die Herren in Zukunft noch einiges reißen können. Überhaupt zeigt der ganze Gig eine unglaublich eingespielte Truppe, die ihre Songs perfekt beherrscht und deshalb genügend Zeit hat, mit dem Publikum zu interagieren und diesem ordentlich einzuheizen. Vor allem Hváll spielt dabei eine große Rolle und „zwingt“ die Wiener ZuschauerInnen konstant zu „Hey, Hey“-Rufen und ausgestreckten Fäusten. So entwickelt sich im Laufe des Konzerts eine energiegeladene Stimmung, die nur in der Mitte des Sets etwas nachlässt. Als man dann allerdings das Konzert mit zwei absoluten Klassikern beendet – „Pitch Black“ [VREID] und „Journey To The End“ [WINDIR] gibt es überhaupt kein Halten mehr und der kleine Viper Room ist am Beben und Schwitzen. Als die Norweger nach knappen 1 ½ Stunden ihr Set beenden, will man das natürlich nicht akzeptieren und fordert frenetisch eine Zugabe ein. Diese Wünsche werden allerdings nicht erhöht, dafür geben die Herren bereitwillig Autogramme, lassen Fotos von sich machen und hängen auch nach dem Gig noch am Merchandise-Stand rum. Sympathische Truppe!

Die Idee, WINDIR-Songs mit ULCUS- und VREID-Tracks anzureichern, machte sich rein vom Konzert-Flow auf jeden Fall bezahlt. Die VREID-Tracks versprühen einen Zacken mehr Energie und haben den melodischen Schwarzmetall mit ihren Rock-Elementen etwas aufgelockert, sodass auch während des ganzen Konzertes keine Sekunde Langeweile aufgekommen ist. Der einzige Nachteil war natürlich, dass viele Klassiker aller drei Bands außen vor gelassen wurden. Aber dies lässt sich bei solch einem Konzert niemals vermeiden. Alles in allem ein mehr als gelungener Abend, bei welchem nicht nur VREID und Konsorten überzeugen konnten, sondern auch POSTHUM!

Squiggofant

Autor: Jonathan Jancsary [Squiggofant] | 14.10.2014 | 22:41 Uhr
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