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Datum: 07.05.2010Stadt: Schweinfurt



Auch wenn man es als gestandener Metaller nicht gerne zugibt: selbst das Metalgenre ist gewissen Moden unterworfen, denn obwohl, gerade im Metal, eine gewisse Verweigerungshaltung üblich bzw. eigentlich oberste Pflicht scheint, wird wohl niemand abstreiten wollen, dass es vor nicht allzu langer Zeit mal eine Phase gab, in der der sogenannte „Nu Metal“ von Bands wie KORN oder COAL CHAMBER schwer hip war. Von der folgenden Melodic Death Metal-, Metalcore-, Deathcore- oder Modern Metal-Welle mal ganz zu schweigen.
Was allerdings im Metal eigentlich immer en vogue bleibt, ist dagegen der Begriff „retro“, denn „Back To The Roots“-Klänge kommen beim traditionsbewussten Banger stets gut an.
Was wie zufällig zum Retro-Thrash der griechischen SUICIDAL ANGELS überleitet, die sich just gemeinsam mit ENFORCER, STEELWING und CAULDRON, ihres Zeichens allesamt wiederum im Namen der sogenannten NWOTHM [New Wave Of Traditional Heavy Metal] unterwegs, auf der „Power Of Metal“-Tour durch Europa befinden.



.:CAULDRON:.
Das auf jeden Fall hochkarätig bestückte Package bedingt bedauerlicherweise einen pünktlichen Beginn, weswegen mir um ein Haar noch der Rest des CAULDRON-Gigs entgangen wäre.
Das kanadische Powertrio um Basser/Frontmann Jason Decay promotet seine immer noch aktuelle „Chained To The Nite“-Scheibe und macht dabei eine absolut glaubhafte 80er- bzw. NWOBHM-Figur, abgesäbelte RAVEN-Tourshirts und Vokuhila-Frisen inklusive.



Unerquicklicherweise herrscht trotz sagenhaften Retro-Sounds bzw. unglaublicher Songtitel wie „Chained Up In Chains“ im Stattbahnhof zu ihrem Auftritt allerdings noch ziemlich gähnende Leere, denn trotz des namhaften Billings und unerhört preiswerter VVK-Preise von gerade mal 12 Euro, verlieren sich bei CAULDRON vielleicht gerade mal spärliche 30 Nasen im großen Saal bzw. an der Bar.
Trotzdem gefällt zumindest mir der herrlich auf gestrig gestriegelte Auftritt der Kanadier so gut, dass ich mir im Anschluss doch noch so ein kultiges Raglan-Shirt am Merchandise-Stand gönnen muss...

.:STEELWING:.
Die Band um Klampfer Robby Rockbag und Frontmann Riley, der, zwar etwas surreal, aber letztlich stilsicher, in Spandexhosen mit roten Strickstulpen [!] und ebenfalls roten Nietenhandschuhen abgeht wie eine Rakete, macht ihre Sache ebenfalls großartig und rockt sich durch diverse Kracher wie „Headhunter“, „Roadkill“ oder „Under The Scavenger Sun“ ihres Debüts „Enter The Wasteland“. Die Schweden hangeln sich dabei zwar gepflegt von Klischee zu Klischee, verneigen sich desöfteren, wie z.B. bei „The Illusion“, ebenso gekonnt wie dreist, vor Altmeistern wie IRON MAIDEN, ohne dabei allerdings den zitierten 80er-Metal vorführen oder parodieren zu wollen.



Mittlerweile hat sich der Mob vor der Bühne auf die, fast schon als irrwitzig zu bezeichnende, Anzahl von 40 Metalfans multipliziert, so dass einer gepflegten Sause nichts mehr im Wege steht. Diese zwar bemühte, aber dennoch spärliche Kulisse scheint STEELWING aber nicht allzusehr zu verdrießen, denn die Herren aus Nyköping bzw. Stockholm geben heute Abend vielleicht nicht alles, sich aber zumindest sichtlich Mühe mit ihrem Auftritt...

.:ENFORCER:.
Die ebenfalls schwedischen Metaller von ENFORCER legen nicht nur in puncto Outfit nochmal nach und werfen zum traditionellen Metalsound auch noch eine ordentliche Schippe Glam und Hair Metal in die Wagschale. Zumindest Sänger und Blickfang Olof "Enforcer" Wikstrand [der seit Outfit im Laufe des Abends noch wechseln wird], sein Bruder Jonas, der Drummer der Band, und der Gitarrist haben sich offensichtlich den einen oder anderen [Hair-]Styling-Tipp bei POISONs C.C. DeVille abgeschaut.



Die Schweden posen jedenfalls, was die Zeit hält und ballern gut gelaunt und motiviert eine traditionelle, speedige Metal-Perle nach der anderen in den mittlerweile fast schon wieder leeren Saal, der sich aber dennoch alle Mühe gibt, Songs wie den Titeltrack des aktuellen Albums, „Diamonds“, oder auch „Walk With Me“ gebührend abzufeiern.
Der Sound vereint Speed Metal ebenso wie melodischen Heavy Metal Marke PRETTY MAIDS oder ACCEPT und erinnert ein ums andere Mal an längst vergessen geglaubte, goldene „Hard'n'Heavy“-Zeiten aus den seligen 80ern. Trotz des übersichtlichen Auditoriums freuen sich die Herren aus Arvika sichtlich über die Publikumsresonanz und geben mit „Into The Night“ und dem schlichtweg grandiosen „Evil Attacker“ von ihrem Debüt nochmal ordentlich Gas und Frontmann Olof klatscht die erste Reihe zum Abschied kumpelhaft ab.

.:SUICIDAL ANGELS:.
Damit wäre der NWOTHM aber nun wirklich Genüge getan und die Bühne kann für die Retro-Thrasher aus Athen freigegeben werden, die wenig Worte, dafür aber kurzen Prozess machen.
Los geht’s mit „Bloodthirsty“, dem Albumopener von „Sanctify The Darkness“, gefolgt vom nicht minder zackigen „The Pestilence Of Saints“. Frontmann Nick [im schicken ASPHYX-Shirt] wettert vor fast jedem Song kurz mal gegen die Institution Kirche, so auch vor „Inquisition“ oder „Beyond The Laws Of Church“, die allesamt in herrlichster Old School-SLAYER-Manier 'runtergezockt werden, komplett kalkulierbar-klassische, aber nichtsdestotrotz manisch-magische Moshparts inbegriffen.
Weiter geht es mit dem wutschnaubend angekündigten „Vomit On The Cross“ vom 2004er Debüt „Eternal Domination“ der Hellenen. Die Band lässt, ebenso wie das inzwischen erneut ausgedünnte, aber dafür euphorische Publikum, ihr komplettes Set durch die Matten fliegen, angefeuert von Thrash-Granaten wie „Mourning Of The Cursed“ und „No More Than Illusion“.



Mit dem unwiderstehlichen Banger „Apokathilosis“ soll dann eigentlich schon Schluss sein, aber die griechischen Thrasher lassen sich vom Jubel der unterfränkischen Crowd hernach natürlich nicht lange bitten und knallen dem moshenden Mob mit „Dead Again“ noch einen brandneuen Song vom erst kommenden Album als Zugabe vor den Latz.
Wenn schon retro, dann aber aber richtig...!

dkay

Autor: Dirk Konz [dkay] | 15.05.2010 | 22:31 Uhr
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