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Datum: 22.12.2012Stadt: Frankfurt/Main

Man muss es sich nur einmal vorstellen. Kaum ist das Weltuntergangsszenario abgehakt, geht alles seinen gewohnten Gang weiter, als wäre nichts geschehen. Eigentlich ist es ja auch so. Wie auch immer, einen Tag nach dem so extrem gefürchtetem 21. Dezember 2012 steht das Zusatzkonzert zum 30. Jubiläum der Frankfurter Jungs von TANKARD an und erneut ist die ehrwürdige Batschkapp in der Rhein/Main Metropole die dazu auserkorene Location. Und, wen wundert es ernsthaft, erneut ist der Laden rappel voll.






.:ACCU§ER:.
Doch zunächst müssen ACCU§ER auf die Bühne. Die Siegener Formation, seit 2008 wieder im Geschäft, kann vor einer großzügig versammelten Thrasher-Meute ihr Können beweisen und legen einen insgesamt richtig guten Gig hin. Eine gute Wahl für einen Support, wie ich finde, denn der Name bürgt immer noch für bodenständigen Thrash. Zum Aufwärmen, was angesichts der milden äußeren Zustände zu einem eher nebensächlichen Effekt verkommt, eignet sich die Mucke denkbar gut und das Frankfurter Publikum honoriert das dementsprechend positiv. Die Stimmung steigt sekündlich, was nicht zuletzt ein Verdienst von ACCU§ER ist. Denn der Gig, den die Gruppe hier abliefert, geht komplett in Ordnung.





.:TANKARD:.
Doch dann Bühne frei für TANKARD. Heimspiel nennt man das, was hier abgeht. „Schwarz-weiss wie Schnee“ hallt es durch die Batsch, auch der letzte Gast hat sich nun in die Halle gequetscht. Der Gig beginnt aber natürlich nicht mit der Eintracht-Hymne, Gerre verweist auf später. Wie immer eigentlich legen die Vier mit „Zombie Attack“ los und zeigen gleich von Beginn an, dass hier keine Alt-Metaller ihr lausiges Restdasein über die Runden retten wollen. Die Post geht ab, was sich binnen Sekunden auf die bereits jetzt schwitzende Meute überträgt. Die Setlist ist identisch mit der vom ersten Konzert am 13. Oktober, was allerdings niemanden wirklich stört. Die Band bietet ein Potpourri aus ihren beliebtesten Hits, auch das aktuelle und überaus erfolgreiche Album „A Girl Called Cerveza“ wird logischerweise nicht vernachlässigt. Den Abschluss der regulären Spielzeit bildet dann aber einer der absoluten Klassiker schlechthin, nämlich „Chemical Invasion“. Zwei Stunden Party nach bester TANKARD-Manier sind so schnell und kurzweilig vergangen, bis die Band für die Zugabe erneut auf die Bühne kommt. Nach „Alien“ ist es dann endlich soweit, die Fußballverrückten kommen auf ihre Kosten. Die Eintracht Hymne schmettern dann alle, soweit sie denn eben Fans der Adler sind, lauthals mit. Was angesichts des momentanen Höhenfluges der Frankfurter Elitekicker vermutlich noch motivierter aus den Kehlen dringt als sonst. Beim folgenden „Freibier“ hat die Band dann noch eine Überraschung parat. Der ehemalige Gitarrist Andreas Bulgaropoulos verstärkt die Truppe mit der zweiten Gitarre. Dass auch er diesen Auftritt vor heimischem Publikum sichtlich genießt, steht außer Frage.

TANKARD sind auch nach 30 Jahren noch eine Macht, zumindest wenn man vom Thrash-Metal deutscher Prägung spricht. Vielleicht sind sie, wie ich bereits auf dem Summer Breeze 2012 erleben durfte, besser denn je. Dieser überaus gelungene Abend scheint diese These jedenfalls ausdrücklich zu zementieren.

Zombie Attack
Time Warp
The Morning After
Need Money For Beer
Not One Day Dead
Octane Warriors
The Beauty And The Beast
Slipping From Reality
Stay Thirsty!
The Metal Lady Boy
Nation Over Nation
666 Packs
Rules For Fules
Alcohol
Maniac Forces
Minds On The Moon
Die With A Beer In Your Hand
A Girl Called Cerveza
Space Beer
Rectifier
Chemical Invasion

Alien
Schwarz-weiss wie Schnee
Freibier

[Empty] Tankard


Fränky

Autor: Frank Wilkens [Fränky] | 28.12.2012 | 17:32 Uhr
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