.: SUCHE
    Erweiterte Suche
Reviews von The 69 Eyes, etc.
CD Review: The 69 Eyes - Universal Monsters

The 69 Eyes
Universal Monsters


Gothic Rock
5.5 von 7 Punkten
"Bittersüße Freude"
CD Review: The 69 Eyes - X

The 69 Eyes
X


Gothic Rock
5 von 7 Punkten
"Und wieder mit Gefühl"
CD Review: The Vision Bleak - Set Sail To Mystery

The Vision Bleak
Set Sail To Mystery


Avantgarde, Gothic Metal
6 von 7 Punkten
"Das Totenschiff ins Niemandsland."
CD Review: The 69 Eyes - Back In Blood

The 69 Eyes
Back In Blood


Gothic, Rock'n'Roll
5 von 7 Punkten
"Blutrot ist das neue Schwarz"
CD Review: The 69 Eyes - Goth 'n' Roll [3CD/DVD]

The 69 Eyes
Goth 'n' Roll [3CD/DVD]


Gothic, Rock
Keine Wertung
"Protzig, aber musikalisch durchwachsen"
Mehr aus den Genres
CD Review: Letzte Instanz - Wir Sind Gold

Letzte Instanz
Wir Sind Gold


Rock
5 von 7 Punkten
"Setzt den Ins-Licht-Stil stark fort"
CD Review: Soror Dolorosa - No More Heroes

Soror Dolorosa
No More Heroes


Atmospheric Rock, Gothic, Gothic Rock
6.5 von 7 Punkten
"Keine Helden, keine Kompromisse..."
CD Review: The New Black - A Monster’s Life

The New Black
A Monster’s Life


Heavy Metal, Rock, Rock'n'Roll
6 von 7 Punkten
"Ohwurmspektakel"
CD Review: Mammoth Mammoth - Mount The Mountain

Mammoth Mammoth
Mount The Mountain


Hard Rock, Rock, Stoner Rock
4.5 von 7 Punkten
"Im Frühtau zu Berge..."
CD Review: Echoes of Eternity - The Forgotten Goddess

Echoes of Eternity
The Forgotten Goddess


Dark Metal, Gothic Metal, Prog-Metal
5 von 7 Punkten
"Ordentliches Debüt mit kleinen Schönheitsfehlern"
CD Review: Evanescence - Synthesis

Evanescence
Synthesis


Ambient, Atmospheric Rock
5.5 von 7 Punkten
"Alte Songs in neuen Kleidern?"
CD Review: Emil Bulls - Kill Your Demons

Emil Bulls
Kill Your Demons


Alternative, Modern Metal
5 von 7 Punkten
"Den Dämonen an den Kragen"
CD Review: National Suicide - Massacre Elite

National Suicide
Massacre Elite


Thrash Metal
5.5 von 7 Punkten
"Neues von der Schnetzel-Elite"
CD Review: Cripper - Follow Me: Kill!

Cripper
Follow Me: Kill!


Thrash Metal
4.5 von 7 Punkten
"Mir nach, ich folge euch!"
CD Review: Ram - Rod

Ram
Rod


Heavy Metal
5 von 7 Punkten
"Ramrod, der Zerstäuber"
Band(s):
The 69 Eyes Facebook Metalnews nach 'The 69 Eyes' durchsuchenThe 69 Eyes
 The Vision Bleak Homepage  The Vision Bleak Facebook Metalnews nach 'The Vision Bleak' durchsuchen The Vision Bleak
Share: 
Datum: 13.02.2005Stadt: Frankfurt

Ja, es gibt Konzerte bei denen zumindest ein paar Sachen von vornherein feststehen. So auch, als ich mich am Sonntag auf den Weg zum THE 69 EYES Konzert begab und schon auf den Ansturm von Mädels gefasst machte. Was soll ich sagen, vor den Pforten der Batschkapp fand ich das erwartete Bild vor. Zugegeben, die Überzahl der Frauen vor Ort war nicht so groß wie erwartet, dafür mangelte es ihnen nicht an Enthusiasmus. Viele sind schon vor 17.30 Uhr gekommen, obwohl Einlass erst um 20.00 Uhr war und Karten hatten sie auch schon alle. Aber vielleicht steht die Gruftie-Jugend von heute einfach nur gerne unnötig zweieinhalb Stunden in der Kälte herum um dem Teint diese angenehm bläuliche Blässe zu verleihen.
Nach einem intimen Stelldichein mit meinem Lieblings-Security-Mann - er würde wohl von einer simplen Kontrolle sprechen -, hatte ich endlich das Innere erreicht und konnte einen kurzen Blick auf den sehr umfangreichen Merchandise-Stand werfen. Da war wirklich alles zu finden, wie sich später herausstellte sogar Tangas. Der Fan will seinen Idolen nun mal so nah wie nur möglich sein.

Los ging es in der ausgesprochen gut gefüllten Halle recht pünktlich um 21.00 Uhr mit THE VISION BLEAK, von denen ich ehrlich gesagt bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel gehört hatte. Allerdings bedaure ich dies, denn dabei handelt es sich um die neue Band von den Herren Schwadorf (vielen sicher von EMPYRIUM noch ein Begriff) und Konstanz (ja, der von EWIGHEIM). Und die Jungs haben ganz schön was los.
Da kamen fünf Gestalten auf die Bühne, die mit ihrer Aufmachung den lebenden Toten wirklich alle Ehre machten. Es stellte sich recht schnell heraus, dass der Horror, den man aus dem ein oder anderen alten Film kennt, maßgeblich den Stil der Band prägt. Das geschieht allerdings auf angenehme Weise, stilistisch am ehesten als eine Variante des Gothic-Metals zu umschreiben, wenn das den Nagel auch nicht ganz auf den Kopf trifft.


Taten sich die Jungs bei den ersten zwei Songs noch schwer die Menge für sich einzunehmen, wurde allerdings sehr schnell klar, dass hier keine weichlichen Vampir-Romantiker die Instrumente schwangen. Es wurde vielmehr bei jedem Song eine Riffwand hochgezogen, vor der das Trommelfell in Ehrfurcht erzitterte. Getrieben durch den dominanten Bass entstand ein wahnsinnig druckvoller Sound. Schön war auch, dass jeder Song eine kleine Horrorgeschichte erzählte. Diese wurden durch den Gesang stimmungsvoll untermalt. Dazu gab es angenehme Melodien, trotz sehr fetter Riffs, und ein paar sehr schöne Gitarrenleads. Da blieb dem Publikum nichts übrig als sich in Stimmung versetzen zu lassen. Besonders diejenigen, die es auch mal härter mögen, hatten da gewaltig Spaß. Songs (oder sollte ich vertonte Storys sagen?) wie „Wolfmoon“ und die Schlussnummer „Lone Night Rider“ luden unwiderstehlich zum Kopfwippen ein, und Grund zur Enttäuschung gab es nach den etwas über 40 Minuten mit THE VISION BLEAK sicher nicht.
Schon mal zwei große Daumen nach oben.

Die durch den Umbau bedingte Verschnaufpause war mal wieder viel zu lang, aber noch mal 40 Minuten später war es dann endlich soweit. Die Helsinki Vampires THE 69 EYES betraten unter tosendem Applaus die Bühne und eröffneten ihre Show mit dem Titelsong ihres neuen Albums „Devils“. Da war recht schnell klar, was wir für den Rest des Abends zu erwarten hatten: Goth n’ Roll vom Feinsten!

Versteht sich von selbst, dass es den Finnen fast mühelos gelang das Publikum in den Griff zu bekommen, obwohl Frontmann Jyrki sich wortkarg gab und sich nicht mit ausschweifenden Reden zwischen den Songs aufhielt. Viel mehr als ein „Are you ready to rock? And are you ready to...fuck?“ kam selten, verfehlte aber seine Wirkung nicht, da er seinen Charme soweit wie möglich spielen ließ.






Dafür ging es musikalisch umso mehr zur Sache. Die Zuschauer bekamen einen sehr umfangreichen Querschnitt durch die letzten vier Alben zu hören und dies mit einer Spielfreude, die den Jungs anzusehen war. Die Gitarren donnerten und im Takt gehalten wurde das Ganze durch das druckvolle und sehr präzise Drumming von Jyssi. Der Schlagzeugsound mit der sehr dominanten Bassdrum und kraftvollen Tom war mitreißend. Dem Kerl an der Schlagbude zuzusehen war schon deshalb ein Spaß, weil ich selten erlebt habe wie ein Drummer so häufig einen Stick verliert aber trotzdem schnell genug einen anderen zur Hand hat damit es im Klangbild nicht auffällt. Auch das will gelernt sein.
Bei Songs wie „Wasting The Dawn“ oder „Gothic Girl“ waren die Leute kaum zu halten und da ließen es sich die Bandmitglieder auch nicht nehmen in typische Rockerposen zu verfallen, Mikroständer in der Gegend herumzuwerfen und auch mal auf dem Schlagzeug herumzuklettern.



Die ein oder andere laszive Geste, wie das Ablecken des bereits erwähnten Mikroständers, wurde sehr zur Freude der weiblichen Anhängerschaft ebenso zelebriert.
Natürlich wurden auch die aktuellen Stücke wie die momentane Single „Lost Boys“ und die kommende Auskopplung „Feel Berlin“ gespielt und auch bei diesen hätte die Stimmung kaum besser sein können. Es wurde getanzt, gebangt und reichlich gefeiert.
Das Quintett nahm sich wirklich reichlich Zeit für die begeisterte Menge und streute sehr viele der beliebteren Stücke der Bandgeschichte mit ein, bis doch über anderthalb Stunden und 18(!) Songs ins Land gegangen und keine Wünsche offen geblieben waren.

Es gab nur einen Wermutstropfen, wenn auch einen großen. Nach der letzten Nummer ging die Band so wortkarg wie sie auf die Bühne gekommen war mit einer kurzen Verabschiedung wieder ab, und trotz tosender Menge war es das.
Gut, man hatte einen langen und tollen Konzertabend und für die ca. 15 Euro konnte nicht mehr verlangt werden. Dennoch hinterließ der Abgang ohne Zugabe einen schalen Beigeschmack, gibt man sich doch gerne der Illusion hin durch pure Stimmungsmache die Band noch zu mehr zu bewegen. Aber einigen Gästen zufolge, die schon auf einem der vorherigen Gigs waren, ist das wohl Standard auf der Tour. Somit lag es wenigstens nicht am Publikum des Abends.




Nichtsdestotrotz war es ein riesiges Vergnügen und wer die Gelegenheit hat, sollte auf eine der noch ausstehenden Shows gehen, es lohnt sich absolut.

Setlist (wobei ich für die genaue Reihenfolge nicht die Hand ins Feuer lege):
Devils
Nothng On U
Betty Blue
Christina Death
Crashing High
Beneath The Blue
The Chair
Hevioso
Wasting The Dawn
Dance d’Amour
Velvet Touch
Gothic Girl
Dawn’s Highway
Feel Berlin
Sisters Of Charity
Framed In Blood
Lost Boys
Brandon Lee

Mr.Vandemar

Autor: Marco Cardoso [Mr.Vandemar] | 20.02.2005 | 00:27 Uhr
Kommentare
HOME |  IMPRESSUM |  RSS |  FACEBOOK |  TWITTER |  DISCLAIMER
@Metalnews_de folgen

METALNEWS.DE - Metal-Magazin