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Datum: 11.04.2011Stadt: München





Man möchte meinen, ein Montagabend sei nicht unbedingt der ideale Zeitpunkt für ein Rockkonzert, doch das ist der Holzweg: Am heutigen Montagabend geben sich nämlich mit CRASHDIET, HARDCORE SUPERSTAR und THE 69 EYES die führenden Schlüpferstürmer der skandinavischen Sleaze Rock-Szene im Rahmen der „Dark Decadence“-Tour die Ehre und bereits eine gute Stunde, bevor mit dem „Werk“ die größte Halle des Münchner „Backstage“ überhaupt ihre Pforten öffnet, herrscht reges Treiben aus auftoupierten Frisuren und den zugehörigen Spandex-Hosen am Areal. Dabei fällt sowohl auf, dass das Publikum vergleichsweise jung ist als auch, dass die Frauenquote an jenem Abend ungewöhnlich hoch ausfällt, was zweifelsohne mit den bereits genannten Gründen zusammenhängt.






.: CRASHDIET :.
Als erstes dürfen die schwedischen Jungspunde von CRASHDIET ran und obwohl sie in diesem Paket wohl die unbekannteste Formation darstellen, ist das „Backstage Werk“ bereits brechend voll, als die Truppe – eigenartigerweise durch den vom Band eingespielten HALFORD-Song „Resurrection“ begleitet - die Bühne entert. Angesichts so viel Zuspruchs zeigen sich die Schweden auch im Übermaß motiviert und bieten ob ihres noch jungen Dienstalters eine ebenso professionelle wie ausgelassene Show, wobei insbesondere Frontmann Simon Cruz mit großartiger Gesangsleistung sowie dem fliegenden Wechsel zwischen der Position als Sänger bzw. Rhythmusgitarrist begeistert und Gitarrist Martin Sweet nicht nur mit stilechtem Auftreten irgendwo zwischen Blackie Lawless und Mick Mars punktet, sondern auch mit etlichen Turnübungen auf der Bühnendekoration auftrumpft. Überhaupt können CRASHDIET schon lange nicht mehr so unbekannt sein, wie eingangs behauptet, denn die Jungens können für ihr Repertoire immerhin auf drei Alben zurückgreifen, wobei Songs wie das eröffnende „Down With The Dust“, „69 Shots“, „Generation Wild“ und auch die Ballade „Beautiful Pain“ von den Anwesenden Wort für Wort mitgesungen und ebenso leidenschaftlich abgefeiert werden. Nach einer halben Stunde ist Schluss und CRASHDIET haben sich sowohl als hervorragende Live-Etertainer mit unübersehbar punkigem Charme hervorgetan als auch den Abend standesgemäß eingeleitet.






.: HARDCORE SUPERSTAR :.
Als nächstes wird die Bühne für die ebenfalls aus Schweden stammenden Sleaze Rock-Schwergewichter HARDCORE SUPERSTAR freigegeben und bei all der rotzigen Rocker-Attitüde, die man Vertretern ihrer Zunft gerne nachsagt, verfügen die Herren aus Göteborg gar über so viel Anstand, dass sie zunächst alle persönlich beim Publikum vorstellig werden, ehe sie sich ihre Instrumente umschnallen – sehr sympathisch! Zwar wirkt die Truppe von Anfang an deutlich „erwachsener“ als ihre Vorgänger, aber dennoch feiert die Band anschließend in der inzwischen bis zum Bersten gefüllten Halle des „Backstage Werk“ eine Rock ’N’ Roll-Party, wie sie im Buche steht, wobei HARDCORE SUPERSTAR neben Klassikern wie „Have You Been Around“ und „We Don’t Celebrate Sundays“ auch ihr neues Album nicht außer acht lassen: Wurde das Set bereits mit „Sadistic Girls“ eröffnet, wird „Guestlist“ vom THE 69 EYES-Drummer Jussi angesagt und auch „Moonshine“ darf natürlich nicht fehlen. Doch damit nicht genug, denn für „Here Comes The Sick Bitch“ holt die Band gar die Akustikgitarre hervor und zu „Last Call For Alcohol“ dürfen ein paar der versammelten Jungs und Mädels auf die Bühne, um im Refrain lauthals mitzusingen – da die Stimmung inzwischen hinreichend ausgelassen ist, müssen die Mannen darum freilich nicht lange bitten und da der Frauenanteil im Publikum wie erwähnt hoch ist, stößt es auch auf viel Gegenliebe, dass HARDCORE SUPERSTAR sich spätestens nach der Hälfte ihres Sets all ihrer Oberteile entledigt haben. Nach einer guten Stunde kommen auch die Sleaze Rocker zum Ende und legen nahe, dass ihre finnischen Nachfolger sich nur reichlich ins Zeug legen müssen, wenn sie mithalten wollen…






.: THE 69 EYES :.
Als die Finnen um Fronter Jyrki ihr Konzert beginnen, ist die Bühne effektvoll in eisiges blaues Licht getaucht, was jedoch nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass sich die Halle inzwischen gut bis zur Hälfte geleert hat – da es sich bei THE 69 EYES um eine Formation mit vornehmlich weiblichem Fanklientel handelt, haben sich die meisten Herren der Schöpfung zum trinken an die Bar oder dank lauer Sommernachts-Temperaturen zum Rauchen vor die Halle verdrückt. Man muss den offensichtlich deutlich gealterten Finnen natürlich zugute halten, dass sie von vornherein andere musikalische Ansprüche als ihre Vorgänger erheben und eher auf depressiveren Sound setzen, wobei Gitarrist Bazie ja auch einen tollen Job macht, allerdings will der Auftritt der Mannen aus dem Land der tausend Seen nicht so richtig zünden – zu routiniert wirkt das Bühnengehabe des Frontmanns und zu lustlos schrubbt sich die Truppe durch ihr Set, um für richtige Begeisterungsstürme zu sorgen. Natürlich stinken auch THE 69 EYES nicht vollkommen ab und haben mit „Feel Berlin“ und „Never Say Die“ ein paar echt gute Nummern im Programm, allerdings scheint die Chemie zwischen Publikum und Band angesichts der überragenden Darbietungen ihrer Vorläufer heute einfach nicht so richtig zu stimmen, was auch den Finnen nicht verborgen bleibt, weshalb sich die Herren nach „Dead Girls Are Easy“ ohne Zugabe nach einer knappen Stunde Spielzeit verabschieden.


Wer glaubt, der Sleaze Roch bzw. Metal sein ein reines Phänomen der 80er, der konnte an diesem Abend einiges dazu lernen: Wenngleich THE 69 EYES ihrem guten Ruf heute Abend nicht so ganz gerecht werden konnten, haben doch zumindest HARDCORE SUPERSTAR ihre Position als derzeitige Genre-Könige mit einer fulminanten Live-Show festigen können und auch die Jungspunde CRASHDIET dürften dank authentischer Bühnenpräsenz den meisten Zweiflern einen Denkzettel verpasst haben – alles in allem ein rundum gelungener Abend, dessen Gewinner zweifelsohne HARDCORE SUPERSTAR heißen.

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 12.05.2011 | 21:54 Uhr
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