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Datum: 23.01.2009Stadt: Karlsruhe



Mit der gemeinsamen Tour von THE BLACK DAHLIA MURDER, CEPHALIC CARNAGE, PSYCROPTIC und SYLOSIS lässt sich das Konzertjahr 2009 definitiv verdammt gut an, denn viel besser und abwechslungsreicher hätte die musikalische Zusammenstellung der „Nocturnal Tour 2009“ kaum sein können. Auf alle Fälle also ein Anreiz, um wieder einmal dem Substage in Karlsruhe einen Besuch abzustatten, in dem das erste Konzert der Tour über die Bühne gehen soll.



.: SACRIFICIUM :.
Den Anfang des bunten Reigens übernehmen SACRIFICIUM als lokale Vorband, sodass der ganze Spaß bereits um kurz nach halb acht losgeht, während das Substage noch eher mäßig gefüllt ist. Das ändert aber nichts daran, dass die Band um den baumlangen Shouter Claudio Enzler und mit dem von DARGOLF METZGORE ausgeliehenen Tieftöner ziemlich flugs die bereits Anwesenden vor die Bühne locken kann. Dabei nutzt das Quintett die ihnen zugestandene, mit 25 Minuten recht knapp bemessene Spielzeit und feuert eine Auswahl ihrer beiden Scheiben „Cold Black Piece Of Flesh“ und „Escaping The Stupor“ in die Menge, wobei gerade die groovigen, etwas an BOLT THROWER erinnernden Mid-Tempo-Parts am besten zünden. Ein guter Einstieg in den Abend und ein gelungener Auftritt von SACRIFICIUM.



.: SYLOSIS :.
Im Anschluss zeigen SYLOSIS aus dem englischen Reading, wie man es in 30 Minuten schaffen kann, den Großteil des Publikums spielend auf seine Seite zu bekommen: Allen voran Jamie, der nicht nur als Sänger gewaltig punkten kann, sondern auch erstklassige Unterhalterqualitäten aufweist, präsentiert sich der noch junge Fünfer extrem spielfreudig und prima aufeinander abgestimmt, sodass es einfach Spaß macht, den Jungs zuzuschauen. Geboten werden bei einem astreinen Sound die Highlights ihres im Herbst erschienenen Debüts, „Conclusion Of An Age“, wie beispielsweise der Titeltrack, „Withered“ und „Reflections Through Fire“. Die Songs werden von den Anwesenden bestens aufgenommen und bereits zu so früher Stunde entsteht der erste Circle Pit, der den sympathischen Frontmann umso mehr anstachelt, seinerseits wiederum die Leute anzufeuern. Nach einer guten halben Stunde ist eines klar: SYLOSIS zeigen sich überaus motiviert und können das Material auch live bestens umsetzen, wie sich am anhaltenden Applaus nach dem Ende der Show zeigt. Mit Sicherheit haben die Death/Thrash-Engländer an diesem Abend einige neue Fans hinzugewonnen, und das völlig zu Recht!



.: PSYCROPTIC :.
Kaum sind SYLOSIS von der Bühne, bereiten sich schon PSYCROPTIC aus dem australischen Hobart auf ihre Show vor. Überhaupt sind die Umbaupausen an diesem Abend erstaunlich kurz, während auf der anderen Seite so strikt auf die Einhaltung des Zeitplans geachtet wird, dass fast schon Unruhe entsteht – und leider auch kein Platz für Zugaben ist. Davon lässt sich das Todesblei-Quartett nicht beirren, sondern legt nach einem kurzen Soundcheck flugs los. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf dem aktuellen Album, „Ob(Servant)“, das deutlich eingängigeres und groovenderes Material beinhaltet, aber trotzdem noch einiges an Technik zu bieten hat, während die göttlichen ersten beiden Silberlinge weitgehend ausgeklammert werden. Es ist also wenig überraschend, dass sich die ersten Reihen mit Fans in Death-Metal-Shirts füllen, wohingegen die Circle-Pit-Anhänger, von denen es ein paar an diesem Abend mit dem Violent Dancing mehr als einmal deutlich übertreiben und ziemlich rücksichtslos die am Rand stehenden Zuschauer umrennen bzw. umtreten [Leute, Spaß im Pit ist ja schön und gut, aber muss das sein?], erst einmal Sendepause haben. Dafür fliegen die Haare und es gibt wirklich was fürs Auge, denn PSYCROPTIC präsentieren sich tight ohne Ende und obendrein als eingespieltes Team. Auf den Titeltrack der aktuellen Scheibe folgen unter anderem noch das walzende „A Calculated Effort“, „Horde In Devolution“ und „Merchants Of Deceit“ vom Vorgänger „Symbols Of Failure“, und dann ist es auch wieder an der Zeit für einen belohnenden Moshpit. Fazit: Ein energiegeladener Auftritt der Jungs um Jason Peppiatt, dessen Keif- bzw. Grunzgesang sich live eine Ecke besser als auf CD in den Gesamtsound einfügt, sodass PSYCROPTIC mit viel Beifall bedacht werden. Prima Sache!



.: CEPHALIC CARNAGE :.
Nun ist es an der Zeit für den bekifften Death/Grind-Wanderzirkus von CEPHALIC CARNAGE! Konnten mich die ‚Hydro-Grinder’ aus Denver bereits mit ihrem [noch] aktuellen Werk, „Xenosapien“, echt vom Hocker hauen, so hat ein Konzert im Zuge der Scheibe leider zeitlich nie gepasst, und das, obwohl die Jungs bereits zum dritten Mal innerhalb von 8 Monaten in Karlsruhe auftreten. Doch das Warten hat sich auf alle Fälle gelohnt, denn ab der ersten Sekunde fackeln CEPHALIC CARNAGE ein absolutes Feuerwerk ab! Im Mittelpunkt steht natürlich Sänger Lenzig mit seinen charismatischen und witzig-verpeilten Ansagen, der die Menge fest im Griff hat. Überhaupt macht es einfach jede Menge Spaß zu sehen, wie versiert die Musiker agieren und selbst die vertracktesten Parts ihrer überaus komplexen Mucke völlig gelassen runterzocken. Die Klampfer Zac und Joe ziehen dabei ein Lick und ein Killer-Riff ums andere aus dem Ärmel, während Nick am sechssaitigen Tieftöner alle Register seines Könnens zückt – der ganz normale Wahnsinn bei CEPHALIC CARNAGE! „Lucid Interval“ wird vom kongenialen „Dying Will Be The Death Of Me” abgelöst, während es mit „Walking Plague” auch einen Song der neuen Studioscheibe zu bestaunen gibt, die laut Lenzig dann Anfang August über Relapse Records erscheinen wird. Den Abschluss eines sehr kurzweiligen und rundum fantastischen Gigs bilden noch „Black Metal Sabbath“, natürlich wie gehabt mit entsprechend spaßiger Verkleidung der Bandmitglieder, und der geniale Opener von „Xenosapien“, „Endless Cycle Of Violence“, die keine Fragen, sondern eher vor Staunen offene Münder zurücklassen. Klasse!



.: THE BLACK DAHLIA MURDER :.
Nach den bereits guten bis sehr guten Auftritten der Vorbands, wobei ein solch durchgehendes Maß an Qualität bei einer Tour auffallend positiv hervorsticht, stellt sich nun die Frage aller Fragen: Können THE BLACK DAHLIA MURDER mit ihrem melodischen Death Metal noch mithalten oder sind die Zuschauer, von denen sich übrigens einige nach dem Auftritt von CEPHALIC CARNAGE bereits auf den Heimweg machen, einfach schon zu müde? Nein, weit gefehlt, denn die letzten Reserven werden nun mobilisiert und THE BLACK DAHLIA MURDER nach allen Regeln der Kunst abgefeiert. Ein großer Circle Pit, der fast während der kompletten Stunde Spielzeit seine Kreise zieht, bildet sich und auch die ersten Stagediving-Versuche stellen die bestimmt, aber stets fair eingreifenden Security-Leute vor erste Probleme. Das hohe Maß an Energie im Substage ist überwältigend, wobei Shouter Trevor die Fäden ganz klar in der Hand hält und sowohl sich selbst und seinen Mitstreitern als auch dem Publikum keine Verschnaufpause und kein Schwächeln durchgehen lässt, sondern immer wieder aufs Neue anfeuert und gehörig Stimmung macht. Der Neuzugang an der Gitarre, Ryan Knight [ex-ARSIS], fügt sich dabei bestens in die Band ein und weiß mit seinen musikalischen Fähigkeiten zu überzeugen, während der Rest der Truppe routiniert solche Songs wie „Miscarriage“, „Contagion“ oder auch „Everything Went Black“ von der aktuellen Veröffentlichung, „Nocturnal“, darbietet. Insgesamt liefern THE BLACK DAHLIA MURDER somit einen vor Energie nur so strotzenden Auftritt ab, der die Headliner-Qualitäten der Band unterstreicht, auch wenn das hohe Gekeife von Trevor auf Dauer etwas anstrengend wird und sich auch leichte Durchhänger beim gebotenen Material – Abwechslung ist hier das große Stichwort – herauskristallisieren. Das stört die Anwesenden jedoch nicht die Bohne, sodass sie THE BLACK DAHLIA MURDER um halb zwölf als klare Gewinner des Abends bejubeln.

Fazit: Ein richtig fettes Tourpaket mit ausnahmslos guten bis sehr guten Bands, die sich an diesem Januarabend bei weitgehend erstklassigem Sound allesamt von ihrer Schokoladenseite zeigen und daher auch im sehr gut gefüllten, jedoch nicht ganz ausverkauften Substage völlig zu Recht abgefeiert werden, wobei für mich sowohl CEPHALC CARNAGE als auch SYLOSIS an diesem Abend die Nase ein klein wenig weiter vorne haben. Negativ fällt hingegen die sehr hektische ‚Abfertigung’ der Bands ab, sodass aufgrund des engen Zeitplans, der natürlich bis zu einem gewissen Grad im Auge behalten werden muss, leider keine Zeit für verdiente Zugaben, zumindest von PSYCROPTIC und CEPHALIC CARNAGE bleibt. Und wenn man sich anschaut, dass das Konzert bereits um 23.30 zu Ende ist und damit der Freitagabend noch ziemlich jung ist, stellt sich durchaus die Frage, warum man nicht jeder Band einfach ein paar Minuten mehr zugestanden hat und vermutlich trotzdem noch die Auflagen erfüllt hätte? Aber vielleicht haben auch der Tourstart und der Jetlag von manchen Beteiligten – PSYCROPTIC-Bassist Cameron fragte beispielsweise später etwas verdattert, um was für einen Wochentag es sich eigentlich handele, er sei doch ein wenig durcheinander gekommen nach der langen Anreise – etwas dazu beigetragen. Alles in allem ist dies jedoch ein äußerst kurzweiliger, musikalisch hochwertiger und sehr lohnenswerter Abend im Rahmen der „Nocturnal Tour 2009"! Gerne wieder!

soulsatzero

Autor: Alexander Eitner [soulsatzero] | 24.01.2009 | 16:05 Uhr
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