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Datum: 25.09.2007Stadt: Köln

Das Kölner E-Werk lädt am heutigen Abend zur dreistöckigen Tourtorte in Form von DIMMU BORGIR, AMON AMARTH und die für HATESPHERE eingesprungenen ENGEL ein und da darf der rheinische Part von Metalnews.de natürlich nicht fehlen, um ein kritisches Auge auf das zu werfen, was uns dieser Treck zu bieten hat. Verschwenden wir also keine Zeit und kommen gleich zum Wesentlichen, nämlich zu den drei Protagonisten des Abends…

.:ENGEL:.
Während wir unsere Jacken noch in den Gewölben des Kölner E-Werks verstauen, stampft im darüber liegenden Stockwerk bereits das Schlagzeug los, um uns mitzuteilen, dass ENGEL nun – mit leichter Verspätung – die bunte Gestaltung dieses musikalischen Abends einleiten. Auf dem Weg zur Bühne werden immer wieder Stimmen laut, die von HATESPHERE erzählen, was ziemlich offensichtlich darlegt, dass nicht wirklich jeder Besucher vom Ausfall der Dänen Wind bekam. Spätestens nach dem ersten Song und mit den Worten von Sänger Mangan Klavborn [„As you can see we’re not fuckin’ HATESPHERE, we’re not from fuckin’ Denmark. We’re ENGEL and we came to mosh your asses!“] nimmt es das Kölner Publikum gewohnt gelassen und stellt sich umgehend auf den Ersatz der zwar vermissten, aber offensichtlich ersetzbaren HATESPHERE ein. Was heute Abend hier passiert ist sicherlich eine Seltenheit, denn ENGEL haben bisher lediglich zwei Demos und eine Split-CD mit ICED EARTH auf dem Markt und sind daher den meisten Besuchern gänzlich unbekannt. Als kleine All-Star-Kapelle, bestehend unter anderem aus dem ehemaligen IN FLAMES-Saitenmann Niclas Engelin, THE CROWN-Gitarristen Marcus Sunesson und RUNEMAGICK Drummer Daniel Moilanen, geben ENGEL ordentlich Gas. Wir hören eine Mischung aus modernem Mosh der Marke AS I LAY DYING und melodischen Urgesteinen wie eben IN FLAMES oder ARCH ENEMY. Klarer Gesang geht mit aggressiven Screams einher und ENGEL wissen sicherlich bei einigen im Publikum zu punkten und somit eine Visitenkarte zu hinterlassen. Ich persönlich verhalte mich eher unangetan und attestiere ENGEL eine Genrezugehörigkeit, die überlaufener nicht sein könnte. Alles schon mal da gewesen, nicht wirklich spektakulär, aber immerhin für ein Kopfnicken gut. Performancetechnisch darf man dem sympathischen Fünfer aber keine Negativ-Kerbe ins Holz schlagen, denn man gibt sich abgeklärt und ballert ein tightes Set inkl. fettem Sound in die Menge, die schon in der Mitte des Gigs die Abwesenheit HATESPHEREs vergessen haben dürfte. Man darf auf ein Debüt-Album gespannt sein.

.:AMON AMARTH:.
Zeit für die erfolgreichsten Wikinger des Planeten. Nach kurzer Umbaupause wird das Licht gedimmt und das ankündigende Intro der Schweden ertönt. Wenn AMON AMARTH in Köln sind, ist beste Stimmung garantiert und auch heute Abend lässt sich das nicht von der Hand weisen, denn bereits in den ersten Sekunden des Intros ist die Menge an mancher Stelle lauter als die synthetischen Klänge aus den Bühnenboxen selbst. Allein dieser Fakt sollte wohl ausgereicht haben, um die Bühnenprominenz höchst gut gelaunt und spielfreudig auflaufen zu lassen. Man wechselt munter die Positionen, schüttelt das Haupthaar und hat sichtlich Spaß an der Sache. Während die erste Hälfte des Sets beinahe vollständig aus Hits der aktuellen Platte, „With Oden On Our Side“, besteht, kommt es mit dem All-Time-Kracher „Death In Fire“ vom Album „Versus The World“ zu einem der ersten Höhepunkte dieses Abends. Die Menge bekommt, was sie verdient [und das hat sie heute definitiv!] und der sprichwörtlich überspringende Funke entwickelt sich immer mehr zu einem lodernden Feuer der Partylaune und Applausstürme. Die Fans sind außerordentlich Textsicher und so werden komplette Passagen [z.B. „Oden, guide our Ships…“] lautstark vom Publikum übernommen. Schon jetzt ist fraglich, ob die headlinenden DIMMU BORGIER das hier erlebte überhaupt noch toppen können werden. Angesichts der knappen Stunde Spielzeit prügeln AMON AMARTH ihre unangefochtenen Hits ein und so dürfen auch Songs wie „Victorious March“ nicht fehlen. Dieser wird zwar nicht auf Deutsch gesungen, ist aber natürlich dennoch im Ursprung über jeden Zweifel erhaben. Den Abschluss bildet mit „Cry Of The Black Birds“ schließlich ein weiterer aktueller Song, bevor es ohne lautstark und lang von den Fans geforderte Zugabe von der Bühne geht.
Über den Sound lässt sich heute generell nicht meckern und auch kleinere Pannen [wie etwa der kleine Aussetzer der Band im Vorjahr bei „Death In Fire“] sind heute nicht zu hören. Eine solide Show, die auch ohne die Kölner Live-Wikinger zu überzeugen weiß. Es gibt wohl außerdem keinen anderen Sänger, der hier in Köln so viel seines brachialen Charmes versprüht, wie Johan Hegg, der sich auch heute Abend wieder mit Sätzen wie „Hallo Köln, wie geht’s?“, „PROST! Aaaah,… deutsches Bier!“ oder „Ich hab’ da mal ne Frage…“ in die Herzen der Anwesenden begibt. Höchst erfreulich ist wohl auch die Tatsache, dass der Mann heute die mit Abstand beste Stimmperformance aller Köln-Gigs der Vergangenheit abliefert. Respekt, meine Herren, so soll’s sein, so wollen wir das sehen!

.:DIMMU BORGIR:.
So mancher Popstar legt schon einmal die allseits unbeliebten Starallüren an den Tag, was am heutigen Abend bei den Norwegern von DIMMU BORGIR in Form von langer Umbaupause und Soundcheck erfolgt. Die Reihen lichten sich ein wenig, als klar wird, dass man hier noch lange nicht fertig ist und so gönnt sich mancher Gast eben noch das ein oder andere Bier oder einen erleichternden Toilettenbesuch. Zum Intro sind dann allerdings alle wieder dicht an dicht am Start und – ähnlich der Situation zuvor – brechen wahre Jubelstürme in der gesamten Menge aus, als die Mannen um Shagrath und Silenoz die Bretter betreten. Als kleine Showeinlage hat man sich kurzerhand zwei Statisten gemietet, die in Verkleidung düsterer Priester Weihrauch schwenkend über die Bühne schleichen. Die Atmosphäre passt perfekt, als die sechs Herren „Progenies Of The Great Apocalypse“ anstimmen, und eine Sache fällt gleich zu Beginn und deshalb besonders positiv auf: Simen Hestnæs [alias ICS Vortex] ist mit seinen Cleanvocals heute mehr als absolut auf der Höhe und man ist regelrecht betrübt, sobald die Parts des Bassisten verklingen, denn dieser Mann ist definitiv ein nicht mehr weg zu denkender Teil der Atmosphäre DIMMU BORGIRs. Eine Meisterleistung des Dicksaiters! Das Publikum dankt es den Norwegern mit kreisenden Köpfen, hunderten Pommesgabeln und tosendem Applaus. Komischerweise wird man über den gesamten Gig allerdings das Gefühl nicht los, dass dies bereits der Höhepunkt des Gigs zu sein scheint, denn die Stimmung wird nicht weiter angeheizt, viel mehr werden die Massen nach und nach eher ruhiger und nur die wirklichen Schlager der Band [z.B. „Blessings Upon The Throne Of Tyranny“ oder „Puritania“] sorgen für eingestreute Jubelstürme. Ein Höhepunkt des Abends sollte wohl die aktuelle Moshgranate „The Serpentine Offering“ werden, deren Anfang jedoch nach dem Keyboardpart komplett versaut wird, will meinen: untergeht. Hier sind die Fehler klar dem Soundtechniker zuzuschreiben, der wohl vergessen hatte, die Instrumente hoch zu drehen, so dass wir eine Mischung aus Keyboard, Drums und Shagrath hören, der sichtlich irritiert seinen Text ins Mikro krächzt. Nach ein paar Sekunden wird der Sound allerdings wieder angepasst und der Song klingt kraftvoll wie eh und je. Tja, leider den magischen Übergangsmoment versaut, was soll man dazu noch sagen? Fehler passieren eben auch bei DIMMU BORGIR.
Ansonsten ist heute Abend irgendwie der Wurm drin. Der Funke mag nicht immer überspringen und die Interaktion mit dem Publikum war auch schon einmal besser. Eine Zugabe gibt es nach dem obligatorischen Schlusslicht „Mourning Palace“ und einem Outro natürlich nicht, so dass der Abend hier abrupt zu Ende geht.
In den letzten Monaten gab es stets einen Moment, der einen mehr als faden Beigeschmack herauf beschwor und alle Musiker der Band, ausgenommen die Gründungsmitglieder Shagrath und Silenoz mehr oder minder zu Statisten verkommen lies. Man fragt sich nämlich bei jedem Gig immer wieder, wieso die Ansage für die Neuauflage eines Songs auf dem Album „Stormblåst“ immer so abläuft: „Some day in 2005, Silenoz and me decided to re-record our second Album, which is entitled ‚Stormblåst’.“ Ja, ich weiß, man kann sich wirklich über die kleinsten Dinge aufregen, aber dieser eine Satz stellt den Rest dieser hervorragend harmonierenden Besetzung einfach in den Hintergrund. Einen ICS Vortex findet man jedenfalls kein zweites Mal. Einen Jan Axel Blomberg [alias Hellhammer] allerdings auch nicht. Jener wird allerdings heute Abend – sowie auf allen bisherigen Festival- und Tourgigs – im wahrsten Sinne des Wortes perfekt vertreten von Ex-NILE und ANGELCORPSE Drummer Tony Laureano. An dieser Stelle natürlich allerbeste Genesungswünsche an den momentan verhinderten Schlagmann.
Abschließend bleibt zu sagen, dass ich DIMMU BORGIR schon um einiges besser erleben durfte und der Headliner der Herzen wohl heute eher in Schweden beheimatet ist.

Border

Autor: Patrick Franken [Border] | 26.09.2007 | 10:43 Uhr
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