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Datum: 19.02.2009Stadt: Wien

Nachdem ich und meine Begleitung schon am Dienstag durch die kalte Wiener Nacht [grim!] gelaufen sind, wollen wir das am Donnerstag wiederholen. Heute steht allerdings der mittelgroße Club „Szene“ auf dem Programm und dieser wird von drei Bands beehrt. Die „Hellhounds Fest“-Tour macht Halt in Wien und bringt TIAMAT, THE 69 EYES und AVA INFERNI mit. Als lokale Vorband ist LYDIA’S GEMSTONE am Start, von der wir allerdings nichts mitkriegen, weil wir zu der Zeit mit drei Band-Mitgliedern von TIAMAT im Backstage-Bereich gesessen und ein kleines Interview gemacht haben. Wir bitten bei LYDIA’S GEMSTONE um Entschuldigung.




::AVA INFERI::
Nachdem wir aus dem Backstage-Bereich getaumelt sind, dauert es nicht mehr lange, bis AVA INFERI die Bühne entern. AVA INFERI sind in härteren Kreise wohl dadurch bekannt, dass Blasphemer [Ex-MAYHEM] hier die Gitarre schwingt. Etwas ungewohnt, den Herrn in einem einfachen schwarzen Longsleeve ohne Nieten etc. zu sehen, aber er hat sichtlich Spaß an seinem Auftritt. Ich war wohl einer der wenigen im Publikum, die gewusst haben, was für eine Gitarrengröße hier auf der Bühne steht, denn nur eine kleine Menge versammelt sich vor der Bühne, um sich den Auftritt von AVA INFERI anzuschauen. Vier Herren und eine Dame, die mit einer Laterne bewaffnet die Bühne betritt, stehen nun auf den Brettern, die die Welt bedeuten, und versuchen mit ihrem sehr langsamen Gothic Metal die Menge zu überzeugen. Eine zugegebenermaßen nicht gerade leichte Aufgabe, denn wenn man das Publikum betrachtet, sind hier viele Fans der Goth’n’Roller THE 69 EYE anwesend und diese können mit den komplexen und schleppenden Songs der Portugiesen eher weniger anfangen. AVA INFERI lassen sich aber nicht entmutigen und die Frontsängerin bleibt gut gelaunt und singt sich souverän durch ihre Songs. Die Kombination aus Gothic und Doom Metal zeigt sich etwas sperrig und es würde wohl helfen, wenn man sich die Songs vorher schon auf CD angehört hätte. Mit kleinen Ansagen der Sängerin namens Carmen Simões wird der Auftritt etwas aufgelockert. Der Auftritt der Truppe zeigt auf jeden Fall Folgendes: a) AVA INFERI machen keine Fast-Food Musik und b) jeder Fan von langsamem Gothic/Doom Metal [mit weiblichem Gesang] soll einmal reinhören. Man sollte nur nicht erwarten, dass man hier etwas in Richtung NIGHTWISH zu hören bekommt. Auf jeden Fall hat sich Rune „Blasphemer“ Eriksen von MAYHEM gelöst, um mit voller Konzentration an AVA INFERI zu arbeiten, und ich bin sehr gespannt, wie sich die Truppe noch entwickeln wird. Ein neues Album soll in Kürze veröffentlicht werden.




::THE 69 EYES::
Nach einer guten halben Stunde sind AVA INFERI fertig und räumen das Feld für THE 69 EYES. Wenn man beobachtet, wie schnell sich die Halle jetzt füllt, kann man fast davon ausgehen, dass THE 69 EYES die Headliner dieses Abends sind. Es wäre unfair zu behaupten, dass sich vor allem Teenie-Girls für die finnischen Rocker interessieren, aber man kann doch eine relativ große Anzahl von ihnen entdecken. Sei’s drum, man soll eine Band auch nicht zwangsläufig nach ihren Fans einstufen. Nach einer viertelstündigen Umbauphase geht es auf jeden Fall los und die Rocker stürmen [im wahrsten Sinne des Wortes] auf die Bühne. Outfittechnisch sind die Herren irgendwo zwischen Punk, Gothic und Metal einzustufen, was mich anfangs zwar etwas verwirrt, aber letztendlich doch ziemlich passend ist. Unabhängig davon, dass die Musik von THE 69 EYES nicht meinen Geschmack trifft, muss man sagen, dass sie ihr Geschäft verstehen. Sie wirken wie eine sehr eingespielte Truppe und sorgen für gute Laune im Publikum. Die Lieder werden mitgesungen, es wird rhythmisch [mehr oder weniger] in die Hände geklatscht und nach jedem Song wird gejubelt. Im Gegensatz zu manchen anderen Bands versucht hier nicht nur der Sänger Stimmung zu machen, sondern auch die Gitarristen und der Bassist setzen sich immer mal wieder in Szene. Aber auch musikalisch reiht sich Hit an Hit. Unter anderem werden „Rocker“, „Never Say Die“, „Perfect Skin“, „From Dusk Til Dawn“ und „Gothic Girl“ in die Menge gepfeffert. An dieser Stelle muss auch dem Soundmann ein Kompliment gemacht werden, der sowohl bei THE 69 EYES wie auch bei AVA INFERI gute Arbeit geleistet hat. Nach einer guten Stunde verabschieden sich die Finnen dann zum ersten Mal von der Bühne. Nachdem aber klar nach einer Zugabe verlangt wird, kommen die Herren zurück und spielen noch zwei weitere Songs. Bei einem davon handelt es sich um „Lost Boys“, der andere ist leider weder mir noch meiner Begleitung bekannt. Alles Fans von THE 69 EYES kommen hier auf jeden Fall auf ihre Kosten und es würde mich nicht wundern, wenn die Finnen noch ein paar Fans dazugewonnen haben.




::TIAMAT::
Nachdem die Goth’n’Roller das Feld geräumt haben, wartet man gespannt auf die Hauptakteure des Abends – TIAMAT. Warten ist hier das wichtige Wort, denn die Umbauphase dauert sehr lange, was damit zu tun hat, dass zuerst das Keyboard nicht richtig funktioniert und dann Probleme mit den Mikrofonen aufgetreten sind. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft die Mikrofone von Johan, Anders etc. ausgetauscht werden, bevor es endlich losgeht. Als Bühnendekoration haben die Schweden nichts anderes mitgebracht als einen Klebstreifen, mit dem sie auf dem schwarzen Vorhang hinter der Bühne ein kleines umgedrehtes Kreuz aufgeklebt haben. Nun gut, das wirkt eher lächerlich als irgendwie provozierend oder so. [Bei größeren Gigs hatten sie selber ein großes, lichterbesetztes und natürlich umgedrehtes Kreuz dabei.] Aber egal, das interessiert sowieso niemanden, denn jetzt betreten die fünf Schweden die Bühne und Johan Edlund macht gleich einmal klar, wer hier der Herr in der ,„Szene“ ist. Mit nacktem Oberkörper und einer großen Sonnenbrille betritt er die Bühne, lässt sich die Gitarre umhängen und der Auftritt kann beginnen. Anstatt mit dem Opener der neuesten Scheibe „The Temple Of The Crescent Moon“ loszulegen, spielen TIAMAT als erstes Lied des Abends den neuen Track „Will They Come“. Ein guter Track, aber vielleicht ein etwas merkwürdiger Einstieg. Direkt von „Will They Come“ geht man dann über zu „Raining Dead Angels“, was bei einigen Leuten in ein frenetisches Headbanging ausartet. Das Auftreten von TIAMAT kann man wohl als das totale Gegenteil des Stageactings von THE 69 EYES bezeichnen. Hüpfte der Sänger dort wie wild hin und her, so strahlt Johan eher eine Erhabenheit und totale Ruhe aus. Mit den Händen bildet er entweder Hörner, Herzen oder reckt auch schon einmal den Daumen, um zu zeigen, wie sehr er die Fan-Reaktionen schätzt. Apropos Fans – leider ist die Halle doch leerer als vorher bei THE 69 EYES. Diejenigen, die allerdings dageblieben sind, um sich TIAMAT anzuschauen, erleben einen sehr intensiven Gig mit wenig Gequatsche und viel Musik. Johan und seine Mannen spielen Hit über Hit – so kann man zum Beispiel „Cain“, „Divided“, „For Her Pleasure“, „Wings Of Heaven“ und natürlich den All-Time Klassiker „Vote For Love“ hören. Ein exzellenter Sound und eine gute gelaunte Band tun das Übrige, so dass die Songs wie auf den Platten klingen. Eine gute Lichtshow und diverse Nebeleffekte vervollständigen dann die düstere Atmosphäre noch. Mit „Phantasma De Luxe“ haben TIAMAT dann sogar noch einen Song dabei, den sie zum ersten Mal auf dieser Tour spielen. Die Schweden präsentieren in Wien eine sehr ausgewogene Setliste, die genau die richtige Mischung aus Härte und Melodie aufweisen kann. Trotz der nicht übermäßig großen Zuschaueranzahl scheint die Band zufrieden zu sein und so herrscht eine sehr angenehme Atmosphäre. Johan nimmt dann noch eine kurze Bandvorstellung vor, bei welcher er Anders als „Satanfuck“ und den Drummer als „Marwin Starwin[d]“ bezeichnet. Eine kleine humorvolle Einlage, bevor es wieder melancholisch weitergeht. Der letzte reguläre Song ist dann „Cold Seed“ vom Album „A Deeper Kind Of Slumber“. Natürlich kann es das noch nicht gewesen sein und nach ein paar „Zugabe“-Rufen kommen TIAMAT auch zurück, um noch einmal drei Songs als Zugabe zu spielen. „Via Dolorosa“ [spitzenmäßig umgesetzt], „The Sleeping Beauty“ und der Publikumsliebling „Gaia“ runden einen mehr als gelungenen Auftritt ab. Ein starker Gig von einer Band, die leider viel zu selten auf Tour zu erleben ist. Herr Edlund - es war schön, es hat uns sehr gefreut und wir hoffen, dass Sie wieder einmal nach Wien kommen.

Setliste:
01. Will They Come [Amanethes]
02. Raining Dead Angels [Amanethes]
03. Cain [Prey]
04. Until The Hellhounds Sleep Again [Amanethes]
05. Do You Dream Of Me [Wildhoney]
06. Divided [Prey]
07. Vote For Love [Judas Christ]
08. For Her Pleasure [Skeleton Skeletron]
09. Phantasma De Luxe [A Deeper Kind Of Slumber]
10. Brighter Than The Sun [Skeleton Skeletron]
11. Wings Of Heaven [Prey]
12. Cold Seed [A Deeper Kind Of Slumber]
Zugabe:
13. Via Dolorosa [Amanethes]
14. The Sleeping Beauty [Clouds]
15. Gaia [Wildhoney]

Squiggofant, dowl [Gastschreiber]

Autor: Jonathan Jancsary [Squiggofant] | 26.02.2009 | 21:42 Uhr
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