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Datum: 09.03.2014Stadt: Dornbirn




Zwei amerikanische Größen machen auf ihrer Europa-Tour Halt in der „Großstadt“ Dornbirn im kleinen Vorarlberg und wollen den ansonsten doch etwas verbohrten Alemannen zeigen, wie man ordentlichen Metal spielt. Die Rede ist von TOXIC HOLOCAUST und EXHUMED, welche im Kulturcafé Schlachthaus Einzug gehalten haben. Als ich um 20:00 Uhr eintreffe, ist die Bude schon recht gut gefüllt; diese Art von Metal scheint hier großen Anklang zu finden, sieht man doch auch viele Gestalten in typischem Speed Metal Outfits herumrennen. Dies legt nahe, dass ein Großteil der Leute eher wegen TOXIC HOLOCAUST als wegen den Death Metal Urgesteinen hier ist. Aber das wird man ja noch sehen. Am Merchandise-Stand kann man derweil noch T-Shirts zum fairen Preis von 15 Euro erwerben und bei den Shirts von TOXIC HOLOCAUST sitzt sogar Drummer Nick Bellmore, der seit 2009 für die Speed Metaller hinter der Schießbude Platz genommen hat, persönlich und verkauft das Merchandise. Schöne Sache. Bevor dann die Feldkircher [Österreich] Hardcore/Thrash/Punk Metal Band I.O.N.U. [na, wer erkennt dieses Wortspiel?] den Abend eröffnen, stolpere ich noch in Joel Grind, der sich gerade auf den Weg in den Backstage-Bereich macht. Gemütliche und fannahe Atmosphäre – wie immer eigentlich, wenn man hier im Schlachthaus herumläuft.




I.O.N.U.

Los geht’s mit dem Vierergespann von I.O.N.U., die gleich einmal insofern überraschen, als dass sich der Konzertbereich sehr gut füllte und eine ganze Horde Thrash und Speed Metal Fans sich direkt vor der Bühne eingefunden hat und im Laufe des Sets auch ordentlich abgegangen ist. Die Damen und Herren scheinen also schon etwas herumgekommen zu sein und sich eine Fan-Base erarbeitet zu haben, auch wenn sie mir bis lang noch nicht wirklich ein Begriff waren. Aber eine gewisse Bühnenerfahrung merkte man I.O.N.U. auf jeden Fall an und ihre Aufgabe, das Publikum aufheizen, lösen sie mehr als ordentlich. Auch musikalisch war das absolut in Ordnung, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass die Songs teilweise etwas mehr Variabilität durchaus brauchen könnte. Aber das ist natürlich eine Sache, die auch auf die großen Bands an diesem Abend zutrifft. Nichtsdestotrotz rotzte und gröhlte man sich mit großer Motivation und Einsatzfreude durch das Set und I.O.N.U. konnten nicht einmal dadurch gestoppt werden, dass der Drummer in der Mitte des Sets seine Snare-Drum zerlegte. Zustände fast wie bei MANOWAR, wenn das Drum-Set unter den stahlharten Schlägen des leider verstorbenen Scott Columbus darnieder lag. Letztendlich war das hier aber nicht weiter tragisch, denn auch wenn man es heraushören konnte, setzten I.O.N.U. sowieso eher auf geballte Energie und „In Your Face“-Attitüde als auf große Technik. Zusammenfassung: Als Vorband und als Aufheizer überzeugt, um die Musik wirklich bewerten zu können, müsste ich mir das auch auf CD noch einmal anhören.




EXHUMED

Nach einer kurzen Umbaupause, in welcher die Urgesteine [schon seit 1990 unterwegs!] von EXHUMED ihr Drum-Kit aufgebaut und kurz einen Soundcheck gemacht hatten, ging es dann auch recht flott weiter und die amerikanischen Deather legen ordentlich los. Was dabei sofort auffiel, war die absolute Spielfreude der Amis, die sich vor allem bei Bassisten Rob Babcock zeigte, welcher mit dem Publikum interagierte, einen „Wie flucht man auf Englisch?“-Kurs anbot und sogar ins Publikum sprang, um etwas Action zu produzieren. Aber auch die böse Form eines „Hello Kitty“-Ansteckers, die er an seiner Gitarre trug, regte zum Grinsen an. Doch auch seine Mitstreiter gaben sich alle Mühe – seien es die üblichen EXHUMED-Spielereien wie den zusammengebrochenen Gitarristen mithilfe von Bier wiederzubeleben oder ein Roadie, der als Chirurg verkleidet mit einer künstlichen Motorsäge ins Publikum sprang und so weiter – eine ordentlich Death Metal Show abzuliefern. Dass man das Ganze mit einem Augenzwinkern sehen muss, versteht sich von selbst, aber für diesen Abend war das absolut perfekt. Das Publikum dankte es EXHUMED mit Beifall, ordentlichem Headbangen und in die Luft gestreckten Fäusten. Neben neuen Songs wie „Coins Above The Eyes“ oder „Sickened“ packte man auch Klassiker wie „Necromaniac“ oder „Forged in Fire [Formed in Flames]“ aus. Eine gelungene Mischung also, welche uns EXHUMED hier boten. Dass die Songs arschtight und mit dem nötigen Rumms vorgetragen wurden, muss hier nicht ernsthaft erwähnt werden. Frontsau Matt Harvey und seine Mannen hatten hier alles im Griff und bewiesen ihre langjährige Bühnenerfahrung. Nach einer guten Dreiviertelstunde bzw. einer knappen Stunde war dann allerdings auch Schicht im Schacht. Obwohl die Zuschauer eine Zugabe forderten, wurde dies leider nicht eingelöst. Dafür bedankte sich Matt Harvey noch per Handschlag bei den Fans in der ersten Reihe und schien mit dem Gig sichtlich zufrieden gewesen zu sein. Saubere Sache!

Teilweise Setliste von EXHUMED:

Intro
Coins Above The Eyes
Necromaniac
Forged in Fire [Formed in Flame]
Your Funeral, My Feast
Limb from Limb
All Guts, No Glory
Sickened
The Matter of Splatter




TOXIC HOLOCAUST

TOXIC HOLOCAUST nahmen den Soundcheck dann doch etwas ernster und versuchten den optimalen Sound hinzubekommen, was Herrn Wolfgang Reutz hinter dem Regler absolut gelang. Großes Kompliment überhaupt an den Herrn im Hintergrund, der dies bei allen Bands an diesem Abend sehr gut machte. Klarer Sound also, ein motiviertes Trio und eine gut gefüllte Halle – das kann ja nur ein Erfolg werden. So kam es dann auch; Joel Grind und seine Kumpanen kennen so etwas wie „Pausen“ nicht [außer, um mal einen Schluck Bier zu sich nehmen] und prügelten sich gnadenlos durch ihr einstündiges Set. Moshpits, Circle Pits und Crowd Surfer waren keine Seltenheit. Aber auch wer sich daran nicht beteiligen wollte, kam nicht umhin, seine mehr oder mehr weniger vorhandene Mähne zu schütteln. Hier auch noch ein großes Kompliment an das Publikum, das trotz der etwas härteren Gangart immer auf sich Acht gab, niemanden fallen ließ und wenn es jemanden aus dem Circle schleuderte, diesem oder dieser sofort auf die Beine half. Schöne Sache! TOXIC HOLOCAUST schienen auch sichtlich Spaß zu haben und donnerten Songs wie „Nuke The Cross“, „666“ und „The Lord of the Wasteland“ in das Publikum, welches diese Klassiker dankbar aufnahm. Auch die neue Scheibe „Chemistry of Consciousness“ wurde natürlich bedacht und so bekam man z.B. „Awaken The Serpent“ und „Acid Fuzz“ zu hören. Ich hätte zwar ganz gerne noch „Rateater“ gehabt, aber man kann nicht alles haben. TOXIC HOLOCAUST kannten dabei recht wenig Gnade und forderten vom Publikum ständig mehr Interaktion, mehr Power und mehr Circle Pits – diese ließen dann auch nicht lange auf sich warten. Als man nach einer Stunde mit „Bitch“ das Konzert beendete, verlangte das Publikum dann auch frenetisch nach einer Zugabe, die aber leider nicht mehr gespielte wurde. Das machte aber auch nichts, denn der Abend war auch so intensiv genug gewesen und die meisten verließen mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck das Schlachthaus.

Wahrscheinliche Setliste TOXIC HOLOCAUST [ohne Reihenfolge]:

Metal Attack
Wild Dogs
Endless Armageddon
I Am Disease
War Is Hell
Reaper’s Grave
Death Brings Death
Nuke The Cross
MKUltra
Agony Of The Damned
Awaken The Serpent
In The Name Of Science
The Lord Of The Wasteland
Gravelord
Acid Fuzz
666
Bitch

Zusammenfassend kann man hier von einem mehr als nur gelungenen Konzertabend sprechen, bei welchem alle drei Bands – I.O.N.U., EXHUMED und TOXIC HOLOCAUST – zu überzeugen wussten und vom Publikum abgefeiert wurden. Einige werden vielleicht die Spielzeit kritisieren, aber gerade bei der doch eher gleichförmigen Musik der Bands finde ich es vollkommen ausreichend, wenn mir eine knappe Stunde das Hirn durchgeblasen wird. Wenn das dazu noch am Sonntagabend passiert, ist man wenigstens bereit für den Montag. Großes Lob verdient auch der Veranstalter für die großartige Organisation. So wurde wieder einmal gezeigt, dass man auch im kleinen Dornbirn erfolgreiche Konzerte mit größeren Bands wie EXHUMED oder TOXIC HOLOCAUST schmeißen kann.

Squiggofant

Autor: Jonathan Jancsary [Squiggofant] | 10.03.2014 | 15:27 Uhr
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