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Datum: 11.11.2012Stadt: München





Die amerikanischen Modern Metaller TRIVIUM haben sich seit ihrer Gründung vor 13 Jahren zu wahren Shooting Stars der Metalszene entwickelt, doch selten wird es für die Herren so gut gelaufen sein wie auf ihrer aktuellen Tour: Sämtliche Konzerte, die die Mannschaft in Deutschland gebucht hat, sind restlos ausverkauft. Bei so viel Andrang herrscht natürlich auch im Münchner „Backstage Werk“ bereits lange vor Beginn reges Treiben, weshalb der Veranstalter kurzerhand beschlossen hat, die Tore der Halle schon früher zu öffnen – das verkürzt die Wartschlangen prompt enorm. Da mit UPON A BURNING BODY, CALIBAN und AS I LAY DYING drei weitere Vertreter des modernen Metal-Sektors mit auf Tour sind, fällt auch hier wieder das vergleichsweise niedrige Durchschnittsalter des Publikums auf.






.: UPON A BURNING BODY :.
Den Anfang machen die Newcomer von UPON A BURNING BODY und laden zum texanischen Heimatabend: In ihrem Aussehen erinnert die Truppe mit dunklen Anzügen nebst entsprechender Knarren stark an die Kartell-Killer aus der Erfolgsserie „Breaking Bad“, was vermutlich bestens zu den Inhalten von Songs wie „Texas Blood Money“ und „Once Upon A Time In Texas“ passt. Musikalisch bietet die Truppe nicht gerade einfallsreichen aber doch recht effektiven Deathcore mit viel Gehüpfe, viel Groove und überstrapaziertem Bassdrop. Obwohl irgendwo reichlich banal gelingt es der Truppe insbesondere durch dankbare Ansagen sympathisch rüber zu kommen und weil der Laden ausverkauft ist, brodelt auch die Stimmung von Anfang an – sogar ein erster Crowdsurfer kann während des Konzerts der Texaner im bereits jetzt recht dicht gepackten Innenraum des „Backstage Werk“ ausgemacht werden. Weil UPON A BURNING BODY ihre Instrumente wohl recht tief stimmen, verwaschen die Brachialo-Riffs der Truppe leider etwas und kann man den technischen Anspruch der Mannschaft leider nur erahnen, aber in der ihnen zu Verfügung stehenden knappen halben Stunde macht die Truppe ihren Job als Anheizer recht anständig. Kurios: Nach dem Konzert des Headliners kann die Truppe nahe des Merchandise-Stands mit einem Pappschild gesehen werden, auf dem mit unmissverständlicher Zeichensprache nach etwas Gras gefragt wird.






.: CALIBAN :.
Nach einer beachtlichen Umbaupause darf mit CALIBAN die einzige deutsche Band im Billing auf die Bühne und was hier geboten wird, kann wohl nur als die Rache der Hippster am Metal bezeichnet werden: Frontmann und Gitarrist sehen aus, als hätte man sie direkt von der letzten H&M-Modenschau auf die Bühne verfrachtet, jedoch spielt die Truppe eine deutlich erwachsenere Show als ihre Vorgänger, die die inzwischen enorme Bühnenerfahrung der Jungs offenbart – hier sitzen jeder Schritt und jede Handbewegung genau dort, wo sie ein sollen. Die Setlist setzt sich dabei vornehmlich aus neuerem Material der Herren zusammen, wobei insbesondere die aktuelle Platte „I Am Nemesis“ mit etlichen Songs vertreten ist. Sympathisch: Mit „We Are The Many“ widmen die Essener dem jüngst bei einem Motorradunfall ums Leben gekommenen SUICIDE SILENCE-Sänger Mitch Lucker ebenfalls einen Song. Da CALIBAN zumindest hierzulande eine deutlich größere Fangemeinde als die texanischen Newcomer UPON A BURNING BODY haben, ist die Stimmung im „Backstage Werk“ inzwischen am kochen, weshalb neben den üblichen Moshpits und der von der Band angezettelten Wall Of Death nun auch etliche Crowdsurfer ausgemacht werden können. Während „Davy Jones“ schafft es einer von diesen dann irgendwie auf die Bühne und darf auch mal ins Mikrofon grölen, was allerdings eher dürftig ausfällt – die Band nimmt’s aber mit Humor und der junge Mann stürzt sich anschließend todesmutig wieder in die Menge. Weil es in der Halle inzwischen brütend heiß ist verteilt die Truppe gegen Ende hin Wasserflaschen im Publikum, was gerade im Innenraum eine Wohltat sein muss. Nach dem von der Menge Wort für Wort mitgesungenen RAMMSTEIN-Cover „Sonne“ folgen noch zwei weitere Songs und dann verabschieden sich CALIBAN nach gut 45 Minuten Spielzeit mit „Bogeyman“.

Dein R3.ich
It's Our Burden To Bleed
We Are The Many
I Will Never Let You Down
Davey Jones
24 Years
Sonne [RAMMSTEIN-Cover]
Memorial
Bogeyman






.: AS I LAY DYING :.
Nach erneut beachtlicher Umbaupause dürfen die Kalifornier AS I LAY DYING ran und die zeigen ihren beiden Vorgängern von der ersten Minute an, wie moderner Metal wirklich auszusehen hat: Ebenso hart wie melodiös und gleichzeitig mit enorm hohem technischen Anspruch knüppeln sich die Herren um den imposanten Front-Gorilla Tim Lambesis durch ein reichlich kompromissloses Set, das keinen namhaften Song der Truppe von „94 Hours“ über „Through Struggle“ bis hin zu „Condemned“ und „Cauterize“ außer Acht lässt. Dabei tut sich die Band nicht nur durch hervorragenden Sound sondern auch wenig Ansagen und viel Musik hervor, was dafür sorgt, dass die Band ihre einstündige Bühnenzeit perfekt ausnutzen kann. Dass hier mehr Metal-Attitüde drinsteckt als bei den vorangegangenen Bands bleibt natürlich auch dem Publikum nicht verborgen, weshalb während des Auftritts von AS I LAY DYING deutlich mehr gegrölt und weniger gehüpft wird. Auch von der inzwischen brütenden Hitze lässt sich hier niemand unterkriegen, weshalb die Stimmung im „Backstage Werk“ von Minute zu Minute besser wird, was dann natürlich auch auf die Band überspringt. AS I LAY DYING zeigen sich während ihres Konzerts also von ihrer besten Seite und lassen mit dem hymnischen Rausschmeißer „The Sound Of Truth“ ein zutiefst zufriedenes Publikum zurück.

Condemned
94 Hours
Anodyne Sea
Darkest Nights
Paralyzed
Cauterize
Nothing Left
Through Struggle
Forever
Confined
A Greater Foundation
Within Destruction
The Sound Of Truth






.: TRIVIUM :.
Wie schon den ganzen Abend über ist auch die Umbaupause im Vorfeld des Erscheinens von Matt Heafy nicht gerade kurz. Wenn man dann auch noch erst „Hallowed Be Thy Name“ von IRON MAIDEN und anschließend mit „Capsizing The Sea“ noch sein eigenes Intro vom Band laufen lässt, ist es plausibel, dass das von der eigentlichen Spielzeit abgeht. Deshalb bringen TRIVIUM auch ein etwas kürzeres Set als ihre Landsleute AS I LAY DYING mit, aber das ist auch das einzige, was sich die Herren im Laufe des Abends ankreiden lassen müssen. Frontmann Heafy – zunächst noch sichtlich erbost über das versagen seines In-Ear-Monitors – ist offenbar in bester Laune und grinst im Laufe des Abends stets wie ein Honigkuchenpferd in die Menge. Ähnlich wie ihre Vorgänger spielen auch TRIVIUM ein Set, das ihre Karriere hinreichend umfasst, wobei die Truppe in Sachen Routine noch einen drauf zu setzen vermag: Nicht nur macht Mr. Heafy den James Hetfield inzwischen so authentisch, dass man annehmen könnte, er habe direkt bei seinem Vorbild um Nachhilfe ersucht, sondern auch der Rest der Band agiert inzwischen so professionell als habe die Truppe die letzten 25 Jahre auf Tour durch ausverkaufte Hallen verbracht. So viel Spielfreude ist natürlich ansteckend und war der Zuspruch schon bei AS I LAY DYING enorm, so wird nun doch deutlich, warum TRIVIUM als Headliner erscheinen – nahezu sämtliche Songs der Truppe werden vom Publikum enthusiastisch mitgesungen. Weil man mit diversen Intros reichlich viel Zeit verschwendet hat, wird das Set gegen Ende hin vielleicht ein kleines bisschen gehezt und so werden die Ansagen zwischen „Built To Fall“, „Pull Harder On The Strings Of Your Martyr“ und „Torn Between Scylla And Charybdis“ immer weniger – schließlich drängt die Zeit – der Stimmung an sich tut es aber keinen Abbruch.

Capsizing The Sea [Intro]
In Waves
Like Light To The Flies
Rain
Down From The Sky
Entrance Of The Conflagration
Black
Watch The World Burn
A Gunshot To The Head Of Trepidation
Built To Fall
Pull Harder On The Strings Of Your Martyr
Torn Between Scylla And Charybdis
Throes Of Perdition


Bei einem Ticketpreis von etwa 27 Euro kann man sich wahrlich nicht beschweren, denn am heutigen Abend wurden vier grundsolide und stilistisch vielfältige Konzerte geboten, deren Qualität stetig anstieg. Über die übrigen Preise gibt es leider weit weniger Positives zu sagen, den während die Bierpreise im „Backstage“ seit jeher dem Münchner Gastronomie-Standart entsprechen, sind 25 Euro für ein T-Shirt schlicht eine Unverschämtheit. Das hat mit der Stimmung des Abends allerdings rein gar nichts zu tun und die war hervorragend, weshalb jedem Fan modernerer Härte ein Besuch bei TRIVIUM und Konsorten empfohlen sei.

Metalviech

Autor: Thomas Meyns [Metalviech] | 13.11.2012 | 17:32 Uhr
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